Zitat von Julius Wilhelm Zincgref
Je mehr Feind, je mehr Glück.
Jeglicher Zeit ihr Recht, macht manchen armen Knecht.
Man lobet zwar die Rache gegen Tyrannen, aber die sie vollbringen, werden verhasst und verachtet.
Straf muss sein, doch soll Barmherzigkeit vorgehen.
Subtilitäten und Spitzfindigkeiten gehören den Advokaten und Prokuratoren und keinem Kaiser.
Was einer nicht öffentlich tun darf, soll er auch nicht heimlich tun.
Weisheit und Tapferkeit geht vor Macht und Reichtum.
Wer alle Hecken scheuen will, wird nimmer zu einem Wald kommen.
Wer drei Feinde hat, der soll sich mit zweien vertragen, damit er dem dritten desto besser gewachsen sei.
Wer nicht übersehen und überhören kann, taugt nicht zum Regieren.
Wer Zank und Streit abtut, der verwandelt den Fluch in einen Segen.
Wir sollen nicht verwerfen der Alten Ordnungen, sondern ihre Missbräuche.
Bei uns Herren kann man sich wohl w?rmen, aber auch verbrennen.
Das Gem?t macht reich, es ist besser ein Mann ohne Geld als Geld ohne einen Mann.
Dem, der die ?berhand hat, geben nachher alle Gesetze und Menschen Recht.
Der Leib soll sein ein Knecht der Seele, die Seele eine Dienerin des Geistes und der Geist ein Anstarren Gottes.
Der Mund betet nicht, sondern ist nur des betenden Herzens Dolmetscher.
Der Sieg soll nie ohne ?bung der Barmherzigkeit sein.
Die Alten hatten ein Gewissen ohne Wissen, wir heutzutag haben das Wissen ohne Gewissen.
Die Juden verschwenden ihr Geld mit Festmahlen, die Mohren mit Hochzeiten und die Christen mit Rechten.
Die Kalendermacher machen die Kalender, aber Gott macht das Wetter.
Diejenigen, die einem am n?chsten nachgehen, sind am meisten zu f?rchten, denn die treten einem am ersten die Schuhe aus.
Drei Dinge sind nicht zu erm?den: ein Knabe auf der Gasse, ein M?gdlein am Tanz, ein Priester im Opfer.
Ein F?rst soll nicht darauf sehen, wie weit, sondern wie wohl er regiere.
Ein Kaiser sei niemand untertan als Gott und der Gerechtigkeit!
Eines frommen Mannes Herkommen und eines guten Weins Heimat muss man nicht so gar genau nachfragen.
Eines Kaisers Wort will sich nicht geb?hren zu drehen oder zu deuteln.
Es ist besser, einen Freund haben, der viel wert ist, als viele haben, die nichts wert sind.
Es ist kein Fisch ohne Gr?ten und kein Mensch ohne M?ngel.
Es ist keine bessere Harmonie, als wenn Herz und Mund ?bereinstimmen.
