Zitat von Christian Freiherr Von Wolf
Tue, was die Wohlfahrt der Gesellschaft befördert, unterlass, was ihr hinderlich oder sonst nachteilig ist.
Vielmehr sind die Menschen verbunden, nebeneinander und mit einander zu leben, damit einer des andern Glückseligkeit befördern kann, so viel an ihm ist.
Wäre bei allen Menschen Verstand und Tugend, so würde ein jeder aufrichtig und freiwillig zur gemeinen Wohlfahrt beitragen.
Wo man wohl, das ist vernünftig regieret, da findet ein jeder sein Vergnügen, wo er nicht durch eigene Schuld dasselbe störet und sein Gemüte in Unruhe setzet.
Wo unvernünftig regieret wird, da hat jedermann viel Missvergnügen und muss ohne seine Schuld sein Gemüte in Unruhe setzen lassen.
Den ungehinderten Fortgang in Bef?rderung des gemeinen Bestens, das man durch vereinigte Kr?fte zu erhalten gedenket, nennet man die Wohlfahrt der Gesellschaft.
Ein Mensch ist verbunden, dem andern mit seinem Verm?gen, seiner Arbeit, seiner H?lfe und seinem Exempel vielf?ltig zu dienen.
Es ist freilich wahr, dass es in keinem gemeinen Wesen besser hergehen w?rde, als wo alles mit Vernunft gesch?he, das ist, wo jedermann in allen vor kommenden F?llen zureichenden Verstand und genug Tugend h?tte.
