Zitat von Karl Julius Weber


Je verbreiteter die Geselligkeit, desto frostiger die Herzen.
Jede Woche einmal sollten wir unseren Taufbund erneuern.
Man umarmt sich nach dem Duell: Narren! Warum nicht lieber zuvor?
Musik ist die wahre allgemeine Menschensprache.
Nichts ist orthodox als die Wahrheit, und nichts heterodox als der Irrtum.
Nur der ist ein guter Regent, dem Verfassung, Gesetz und Menschlichkeit heilig sind.
Rezensenten gleichen den Torschreibern, die arme Teufel streng visitieren, große Herren aber passieren lassen unter tiefen Bücklingen.
Unmenschen gibt es, aber keine Untiere.
Von oben herab muss reformiert werden, wenn nicht von unten hinauf revolutioniert werden soll.
Wahre Volksfeste erhöhen das Leben, ziehen den Menschen aus dem Ichtum seiner Hütte und erwärmen das Herz für Menschen und Bürgertum, für Staat und Vaterland.
Wer den Lebensbecher bis auf den Grund ausleeren will, muss sich vernünftigerweise auf die gewöhnliche Hefe gefasst machen.
Zum Erzieher muss man eigentlich geboren sein wie zum Künstler.
Auf Grabschriften stehen auch die gr??ten L?gen.
B?cher sind immer noch die wohlfeilsten Lehr und Freudenmeister und der wahre Beistand hienieden f?r Millionen besserer Menschen.
Das Leben ist eine Krankheit, das Schlaf ein Palliativ, der Tod die Radikalkur.
Das Leben ist eine Quarant?ne f?r das Paradies.
Der Schlaf ist das einzige Geschenk, das uns sie G?tter ohne Arbeit gaben, mit der Arbeit aber dreifach vers??en.
Der Weise ist besorgt, sein Verm?gen zu erhalten, auch wohl zu vermehren. Daher er unn?tzen Aufwand meidet, um die Mittel zu haben zu unvorhergesehenen Ausgaben.
Der zivilisierte Wilde ist der schlimmste aller Wilden.
Die allerschwerste Kunst ist aber die Regierungskunst.
Die Alten sind die einzigen Alten, die nie alt werden.
Die deutsche Nation war stets in Erfindung n?tzlicher K?nste und Gewerbe die erste, weil sie die geduldigste und arbeitsamste ist.
Die Erfinder sind die wahren Wohlt?ter der Menschheit und verdienen gr??ere Ehre als die, welche beweinenswerte Schlachten lieferten und gro?e L?nder eroberten, ohne zu verstehen, ihr eigenes Land gl?cklich zu machen.
Die Mode ist weiblichen Geschlechts, hat folglich ihre Launen.
Die Staatsweisheit ist verschieden von Staatsklugheit, dieser ist jedes Mittel gleich viel, jener aber nur richtige Mittel zu heiligen Zwecken.
Die zahllosen Krankheiten wundern dich? Z?hle die ?rzte.
Durch Ausharren ebnen wir Berge, setzen dem Meere Grenzen und machen aus Steinen St?dte und Pal?ste und Mauern.
Ein Buch, das nicht wert ist, zweimal gelesen zu werden, ist auch nicht wert, dass man es einmal liest.
Eine ausgew?hlte B?chersammlung ist und bleibt der Brautschatz des Geistes und Gem?tes.
Eine einzige Furcht hat etwas Edles, die Schamhaftigkeit.
Einst war die Seltenheit der B?cher den Fortschritten der Wissenschaft nachteilig, jetzt ist es deren ?berzahl, die verwirrt und eigenes Denken verhindert.
Eitelkeit ist die Klippe, an der die meisten Gro?en, gar viele Gelehrte und alle Weiber scheitern.
Erholung besteht weder in Unt?tigkeit noch in blo?em Sinnengenuss, sondern im Wechselgebrauch unserer K?rper und Geisteskr?fte, denn die Vernunft veredelt.
Es gibt M?nner, welche die Beredsamkeit weiblicher Zungen ?bertreffen, aber kein Mann besitzt die Beredsamkeit weiblicher Augen.

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