Zitat von Leonardo Da Vinci


In der Kunst können wir für Gottes Enkel gelten.
Jede kleine Ehrlichkeit ist besser als eine große Lüge.
Keine Wirkung in der Natur ist ohne Vernunftgrund. Erkenne den Vernunftgrund, und du bedarfst nicht des Experiments.
Kraft wird aus dem Zwang geboren und stirbt an der Freiheit.
Man kann weder größere noch kleinere Herrschaft besitzen als die über sich selbst.
Nichts Hohes erreicht ein Künstler, der nicht an sich selber zweifelt.
O Erforscher der Natur der Dinge, ich lobe dich nicht, wenn du die Dinge kennst, welche die Natur gewöhnlich allein vollbringt, aber freue dich, wenn du den Zweck der Dinge kennst, die dein Geist begreift.
So wie das Eisen außer Gebrauch rostet und das stillstehende Wasser verdirbt oder bei Kälte gefriert, so verkommt der Geist ohne Übung.
So wie das Essen ohne Lust der Gesundheit schädlich wird, so verdirbt das Lernen ohne Wissbegier das Gedächtnis und behält nichts von dem, was es auffängt.
So wie ein gut verbrachtes Tagewerk einen angenehmen Schlaf gibt, so gibt ein wohl angewandtes Leben einen heiteren Tod.
Um das Hauptgeschenk der Natur, die Freiheit, zu bewahren, erfinde ich Angriffswaffen - und Verteidigungsmittel für den Fall, dass ehrgeizige Tyrannen uns bedrängen sollten.
Und wenn du, Dichter, eine Geschichte auch gleichsam mit der Feder malst, so stellt der Maler mit dem Pinsel sie doch in gefälligerer und weniger schwer verständlicher Weise dar.
Unter den großen Dingen, die unter uns zu finden sind, ist das Sein des Nichts das größte.
Wahrlich ist der Mensch der König aller Tiere, denn seine Grausamkeit übertrifft die ihrige. Wir leben vom Tode anderer. Wir sind wandelnde Grabstätten!
Wer das Böse nicht bestraft, befiehlt, dass es getan werde.
Wer das Leben nicht schätzt, der verdient es nicht.
Wer das Leben nicht schätzt, hat es nicht verdient.
Wer die Mauer untergräbt, wird unter ihr begraben.
Wer erkennen will, wie die Seele in seinem Körper wohnt, der achte darauf, wie dieser Körper seine tägliche Wohnung benutzt, denn wenn diese unordentlich und verwahrlost ist, so wird der Körper nicht in Ordnung und Zucht gehalten durch die Seele.
Wer nicht kann, was er will, muss das wollen, was er kann. Denn das zu wollen, was er nicht kann, wäre töricht.
Wer sich in der Diskussion auf eine Autorität beruft, gebraucht nicht den Verstand, sondern sein Gedächtnis.
Wer sich in einer Streitfrage auf die Autorität beruft, gebraucht nicht die Vernunft, sondern eher das Gedächtnis.
Wie ein gut verbrachter Tag einen glücklichen Schlaf beschert, so beschert ein gut verbrachtes Leben einen glücklichen Tod.
Wie viel Schönheit empfängt das Herz durch die Augen.
Wir gewinnen unser Leben aus dem Tod anderer. In der toten Masse bleibt ein empfindungsloses Leben. Wenn diese in den Magen der Lebenden kommt, gewinnt sie wieder ein empfindsames und sinnvolles Leben.
Wo viel Gefühl ist, ist auch viel Leid.
Armselig der Sch?ler, der seinen Meister nicht ?bertrifft.
Bedenke, dass du die Sorgfalt eher lernen sollst als die Fertigkeit.
Bei einem Fluss ist das Wasser, das man ber?hrt, das letzte von dem, was vor?bergestr?mt ist, und das erste von dem, was kommt. So ist es auch mit der Gegenwart.
Bezeichnest du die Malerei als stumme Dichtung, so kann der Maler erst recht die Dichtung als blinde Malerei bezeichnen.
Binde deinen Karren an einen Stern.
Das Nichts hat keine Mitte, und seine Grenzen sind das Nichts.
Der Mensch hat ein gro?es Urteils verm?gen, aber es ist meistens eitel und falsch. Die Tiere haben es in geringerem Ma?e, aber dieses geringere ist richtig und n?tzlich, und die geringe Gewissheit ist doch besser als der gro?e Trug.
Der Mensch, ein Augenwesen, braucht das Bild.
Die Dummheit sch?tzt vor Schande, gleichwie die Dreistigkeit vor Armut.
Die Katze ist das Meisterst?ck der Natur.
Die kleinen Zimmer oder Behausungen lenken den Geist zum Ziel, die gro?en lenken ihn ab.
Die Sinne sind irdisch, die Vernunft steht au?erhalb ihrer, wenn sie betrachtet.
Die Ungleichheit ist die Ursache aller ?rtlichen Bewegungen.
Die Wahrheit war immer nur eine Tochter der Zeit.
Die Wissenschaft ist der Kapit?n, und die Praxis, das sind die Soldaten.
Du wirst also einsehen, Maler, dass du nur t?chtig sein kannst, wenn du ein vielseitiger Meister bist und alle m?glichen Gebilde, die die Natur hervor bringt, mit deiner Kunst nachzuahmen verstehst.
Erb?rmlich ist jener Sch?ler, der seinen Meister nicht ?bertrifft.

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