Zitat von Johann Ludwig Uhland


In Fährden und in Nöten zeigt erst das Volk sich echt, Drum soll man nie zertreten sein gutes altes Recht.
Man sieht noch am zerhaunen Stumpf, Wie mächtig war die Eiche.
Nimm alles leicht! Das Träumen lass und Grübeln! So bleibst du wohl bewahrt von tausend Übeln.
Noch eine hohe Säule zeugt von verschwundner Pracht: Auch diese, schon geborsten, kann stürzen über Nacht.
O brich nicht Steg, du zitterst sehr! O stürz nicht Fels, du dräuest schwer! Welt, geh nicht unter, Himmel, fall nicht ein, Eh ich mag bei der Liebsten sein!
Singe, wem Gesang gegeben, In dem deutschen Dichterwald!
Wie über einer großen Bergkette, aus dem Schoße derselben und ihrem Zuge folgend, nur mit kühneren Zacken und Zinnen, ein leuchtendes Wolkengebirg' emporsteigt, so über und aus dem Leben der Völker ihre Poesie.
Am Ruheplatz der Toten, da pflegt es still zu sein, Man h?rt nur leises Beten bei Kreuz und Leichenstein.
Andere Zeiten, andre Musen.
Der Knecht hat erstochen den edlen Herrn, Der Knecht w?r' selber ein Ritter gern.
Dich liebt' ich immer, dich lieb' ich noch heut, Und werde dich lieben in Ewigkeit.
Die Welt wird sch?ner mit jedem Tag, Man wei? nicht, was noch werden mag, Das Bl?hen will nicht enden.
Droben stehet die Kapelle, Schauet still ins Tal hinab.
Du dr?cktest nicht die Erde, Sei dir die Erde leicht!
Du kamst, du gingst mit leiser Spur, Ein fl?chtiger Gast im Erdenland, Woher? Wohin? Wir wissen nur: Aus Gottes Hand in Gottes Hand.
Ein Herz l?sst sich nicht kr?nken, Das rechter Meinung ist.
Eine zum Epos ausgebildete Volkspoesie stellt als solche das Gesamtleben des Volkes dar, aus dem sie hervorgegangen ist.
Es stand vor alten Zeiten ein Schloss, so hoch und hehr, / Weit gl?nzt' es ?ber die Lande bis an das blaue Meer.

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