Zitat von Henry David Thoreau
Jede Generation lacht über die alte Mode und folgt andachtsvoll der neuen.
Jedes Kind fängt in gewissem Sinne die Welt wieder von vorn an und ist am liebsten im Freien, selbst bei Nässe und Kälte.
Könnte es ein größeres Wunder geben, als wenn es uns ermöglicht wäre, einen Augenblick mit den Augen der anderen zu sehen?
Man braucht zwei, um die Wahrheit zu sagen: Einen, der sie ausspricht, und einen, der sie anhört.
Niemand war ärmer an äußeren Reichtümern als die alten chinesischen, indischen, persischen und griechischen Philosophen, niemand aber auch so reich an inneren.
Nutze deine Reue aus! Tief zu bereuen heißt von neuem leben.
Poesie drückt die ganze Wahrheit, Philosophie nur einen Teil davon aus.
Was bringt Erziehung zuwege? Sie macht einen gerade gezogenen Graben aus einem frei dahinschlängelnden Bach.
Was heute jeder als wahr nachplappert oder stillschweigend geschehen lässt, kann sich morgen als falsch erweisen als bloßer Ansichtsdunst, den man für eine Wolke hielt, welche Wiesen und Felder mit frucht barem Regen erquicken würde.
Wenn ein Mensch einmal dahin gelangt sein wird, ein Ergebnis seiner Phantasie als Ergebnis seines Verstandes zu erkennen, so werden meiner Voraussicht nach alle Menschen schließlich ihr Leben auf dieser Basis aufbauen.
Wenn ich mir die Wohltäter der Menschheit vergegenwärtige, welche wir als himmlische Boten vergöttern, als Überbringer göttlicher Gaben, so sehe ich kein Gefolge hinter ihnen, keine Wagenladung eleganter Möbel.
Wie wunderbar sind die Dreiecke, deren Spitzen von Sternen gebildet werden!
Wir beten nicht die Grazien und nicht die Parzen, sondern nur die Mode an. Sie spinnt und webt und schneidet ab mit voller Autorität.
Bei den Wilden hat jede Familie ihr Obdach, ihre Wohnung, die den Vergleich mit jeder anderen aush?lt und f?r gr?bere und einfachere Bed?rfnisse gen?gt.
Da redet man vom G?ttlichen im Menschen! Betrachtet doch den Fuhrmann, der zu Markt f?hrt bei Tag oder bei Nacht. Wo r?hrt sich in ihm die Gottheit?
Das meiste von dem, was man unter dem Namen Luxus zusammenfasst, und viele der so genannten Bequemlichkeiten des Lebens sind nicht nur zu entbehren, sondern geradezu Hindernisse f?r den Aufstieg des Menschengeschlechts.
Das, was der Mensch von sich denkt, das bestimmt sein Schicksal oder weist ihm den Weg.
Denn die Fortschritte von Jahrhunderten haben nur geringen Einfluss auf die Grundgesetze der menschlichen Existenz gehabt, wie unsere Skelette wahrscheinlich nicht von denen unserer Vorfahren zu unterscheiden sind.
Der Luxus der einen Klasse wird aufgewogen durch die Bed?rftigkeit der anderen. Auf der einen Seite steht der Palast, auf der anderen das Armenhaus und der versch?mte Arme.
Die Behauptung, jemand sei ein Freund, besagt in der Regel nicht mehr, als, dass er kein Feind ist.
Die Einfachheit und Nacktheit im Leben des Menschen in der Urzeit hatte wenigstens den einen Vorteil, dass sie ihn veranlasste, sich immer in der Natur aufzuhalten.
Die Frucht eines Luxuslebens ist Luxus.
Die gro?e Masse der Menschen f?hrt ein Leben voll Verzweiflung. Was man so Resignation nennt, ist best?tigte Verzweiflung.
Die Hochzeit der Seele mit der Natur macht den Verstand fruchtbar und erzeugt die Phantasie.
Die in Luxus und Wohlleben Schwelgenden sind es, welche die Mode angeben, der die Herde so willig folgt.
Die Masse erhebt sich nie zur H?he ihres besten Mitgliedes, im Gegenteil, sie erniedrigt sich zum Niveau ihres schlechtesten.
Die Natur passt sich ebenso gut unserer Schw?che wie unserer St?rke an.
Die unnat?rliche Aufregung und Sorge vieler Menschen ist eine fast unheilbare Krankheitsform. Wir ?bertreiben die Wichtigkeit von allem, was wie tun, und wie vieles geschieht doch ohne uns.
Eine Generation verl?sst die Unternehmungen der anderen wie gestrandete Schiffe.
Es ist aber ein Kennzeichen der Vernunft, dass man nichts Verzweifeltes unternimmt.
Es ist eine interessante Frage, bis zu welchem Grad die Menschen ihren relativen Rang behaupten w?rden, wenn sie ihrer Kleider entledigt w?ren.
Es ist hart, unter einem s?dlichen Sklavenaufseher, h?rter, unter einem n?rdlichen zu stehen, am schlimmsten aber, wenn wir unsere eigenen Sklavenaufseher sind.
Es ist nie zu sp?t, unsere Vorurteile aufzugeben, auf keine Ansicht, keine Lebensweise, und sei sie noch so alt, kann man sich ohne Pr?fung verlassen.
