Zitat von Philipp Otto Runge


In jedem vollendeten Kunstwerke fühlen wir durchaus unsern innigsten Zusammenhang mit dem Universum.
Kann doch ein Schlächter sich mit dem großen Schlächterbeil zwischen die Zehen hacken, ohne sich zu schaden.
Kinder müssen wir werden, wenn wir das Beste erreichen wollen.
Ohne Liebe ist keine Kunst und Weisheit zu finden, nur durch die Liebe können wir zur Seele des Menschen sprechen und die Kunst und jede Seelensprache verstehen, sie mag in Bild, Ton oder Wort gesprochen sein.
So wie ein Kunstwerk, das nicht in unsrer eignen ewigen Existenz gegründet ist, nicht bestehet, so ist es gewiss auch mit dem Menschen, der nicht in Gott gegründet ist.
Was ist es nun, das zwei Liebende so unendlich aneinander zieht? Es ist nur das: Wir fühlen immer tiefer in uns die Notwendigkeit, das Du mit dem Ich zu verbinden.
Was wir auch in dieser Welt erlangen mögen, ist doch die Liebe das höchste Glück.
Wer sein Leben erhalten will, der wird es verlieren, wer es aber verliert um der Liebe willen, der wird das ewige Leben ererben.« Dieser Kampf ist das Leben eines Künstlers.
Wer sieht nicht Geister auf den Wolken beim Untergang der Sonne?
Wie der Geist in den Blumen ist, so ist er auch in den Bäumen.
Wir sehen in den Kunstwerken aller Zeiten es am deutlichsten, wie das Menschengeschlecht sich verändert hat, wie niemals dieselbe Zeit wiedergekommen ist, die einmal da war.
Das h?chst vollendete Kunstwerk ist immer, es m?ge sonst sein, was es will, das Bild von der tiefsten Ahnung Gottes in dem Manne, der es hervorgebracht.
Das Licht k?nnen wir nicht begreifen, und die Finsternis sollen wir nicht begreifen, da ist den Menschen die Offenbarung gegeben, und die Farben sind in die Welt gekommen, das ist: Blau und Rot und Gelb.
Das Wort ist nur der K?rper von unseren innern Empfindungen.
Denn die Ewigkeit eines Kunstwerks ist doch nur der Zusammenhang mit der Seele des K?nstlers, und durch den ist es ein Bild des ewigen Ursprungs seiner Seele.
Die Farbe ist die letzte Kunst und die uns noch immer mystisch ist und bleiben muss, die wir auf eine wunderlich ahnende Weise wieder nur in den Blumen verstehen.
Die Zerstreuungen sind die immer w?hrenden Zur?ckdr?ngungen des Gem?tes in den innersten Punkt bis zur Bewusstlosigkeit.
Ein Maler kann als Mensch schlecht und niedertr?chtig sein und doch t?chtig und f?hig, allein der in den reinen Regionen der Kunst lebet, der siehet das geheime Leben, und ihn hat der Odem Gottes angehaucht, dass keine Gemeinheit an ihm haften kann.
Entsteht nicht ein Kunstwerk nur in dem Moment, wann ich deutlich einen Zusammenhang mit dem Universum vernehme.

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