Zitat von Francois Duc De La Rochefoucauld
In der Eifersucht ist mehr Eigenliebe als Liebe.
In der Eifersucht steckt mehr Liebe zu sich selbst als zum anderen.
In der Freundschaft wie in der Liebe ist man oft glücklicher durch das, was man nicht weiß, als durch das, was man weiß.
In der Freundschaft wie in der Liebe macht uns meist glücklicher, was wir nicht wissen, als was wir wissen.
In der Heuchelei huldigt das Laster der Moral.
In der Liebe bezweifelt man oft, woran man am meisten glaubt.
In der Liebe nur wenig zu lieben ist ein sicheres Mittel, geliebt zu werden.
In der Reue bedauern wir weniger die böse Tat, sondern fürchten die bösen Folgen.
In keiner Leidenschaft ist man egoistischer als in der Liebe. Stets stört man lieber die Ruhe des geliebten Wesens, als die eigene zu verlieren.
Ist unser Hass zu heftig, so macht er uns kleiner als jene, die wir hassen.
Je mehr man eine Frau liebt, desto eher ist man bereit, sie zu hassen.
Je mehr man liebt, desto eher verzeiht man.
Je vernünftiger der Mensch wird, desto mehr schämt er sich seiner widerspruchsvollen, niedrigen und verderbten Triebe. Dies ist der klarste Beweis dafür, dass der Mensch nicht fertig erschaffen wurde.
Jede menschliche Begabung bringt wie jeglicher Baum nur die ihr eigentümlichen Früchte hervor.
Jede Nachahmung ist unglücklich und missfällt wegen derselben Eigenschaften, die am Original entzücken.
Jeder klagt über sein Gedächtnis, aber niemand über seinen Verstand.
Jeder Mensch, gleichgültig welchen Berufs, wünscht durch Benehmen und Äußeres zu scheinen, wofür er gehalten werden will. Deshalb kann man sagen, die menschliche Gesellschaft bestehe nicht aus Lebewesen, sondern aus Benehmen.
Jeder sagt, er habe ein gutes Herz. Beim Verstand wagt er es nicht.
Jedermann beklagt sich über sein Gedächtnis, aber niemand über seine Urteilsfähigkeit.
Jugend ist dauernde Trunkenheit und fiebrige Unrast der Vernunft.
Kaum einer ist klug genug, um zu erkennen, wie viel Unrecht er getan hat.
Kein Mensch hat öfter unrecht als der, der es nicht ertragen kann, unrecht zu haben.
Kein Mensch nimmt guten Rat an, aber jeder nimmt gern Geld, also ist Geld besser als guter Rat.
Kein Streit
Kein Streit würde lang dauern, wenn das Unrecht nur auf einer Seite wäre.
Keine Phantasie könnte die Widersprüche ersinnen, welche die Natur ins Herz jedes Menschen gelegt hat.
Keinem erscheint das Schicksal so blind als dem, den es nie beschenkt.
Kleine Fehler geben wir gern zu, um den Eindruck zu erwecken, wir hätten keine großen.
Kleine Geister werden leicht durch Kleinigkeiten verletzt, die auch große Geister voll erkennen, sich aber von ihnen nicht verletzen lassen.
Klugheit und Liebe sind nicht füreinander geschaffen, wenn die eine wächst, schwindet die andere.
Koketterie ist der Grundzug des weiblichen Charakters, aber nicht alle Frauen benutzen sie, weil sie bei einigen durch Angst oder Vernunft gehemmt wird.
Könige prägen Menschen wie Münzen, die wir nicht nach ihrem wahren Wert, sondern nach dem Kurs nehmen müssen, den sie ihnen geben.
Kultivierter Leichtsinn entsteht aus kultivierter Vernunft.
Lächerlichkeit entehrt mehr als Unehre.
Leicht tadelt man die Fehler der anderen, aber selten lernt man von ihnen.
Leidenschaft macht oft den schlauesten Menschen dumm und den dümmsten schlau.
Leidenschaftlichkeit, die sich im Alter steigert, grenzt an Narretei.
Liebe kennt keine Maske. Sie lässt sich weder lange verbergen noch lange vortäuschen.
Liebe muss wie das Feuer immer wie der angefacht werden. Sie stirbt, wenn sie zu hoffen oder zu fürchten aufhört.
Liebe und Klugheit sind nicht füreinander gemacht: Wächst die Liebe, so schwindet die Klugheit.
Lieber spricht man schlecht von sich als gar nicht.
List ist nur ärmliche Klugheit.
Lob zurückzuweisen ist nur der Wunsch, doppelt gelobt zu werden.
Luxus und allzu verfeinerte Sitten sind ein sicheres Kennzeichen für den Niedergang eines Staates, weil sich der Einzelne viel mehr seinen eigenen Interessen widmet und das allgemeine Wohl aus dem Auge verliert.
Man bedarf weit größerer Kraft, das Glück zu ertragen als das Unglück.
Man begeht öfter aus Schwäche als aus Absicht Verrat.
Man behält den ersten Geliebten lange, wenn man keinen zweiten nimmt.
Man darf eine Tat, und sei sie noch so glänzend, erst groß nennen, wenn sie auch groß gewollt war.
Man darf sich nicht kränken, dass uns andere nicht die Wahrheit sagen, denn wir sagen sie uns oft selbst nicht.
Man darf sich nicht kränken, wenn uns andere nicht die Wahrheit sagen, denn wir sagen sie uns oft selber nicht.
Man entsagt leichter einem Vorteil als einer Neigung.
Man findet Mittel, den Wahnsinn zu heilen, aber keine, um einen Querkopf einzurenken.
Man findet Mittel, um den Wahnsinn zu heilen, aber keine, um Verschrobene wieder normal zu machen.
Man gibt Ratschläge, aber die Ausführung bringt man keinem bei.
Man hat aus der Bescheidenheit eine Tugend gemacht, um den Ehrgeiz großer Männer zu zügeln und die Mittelmäßigkeit über ihr geringes Glück und ihre geringe Geltung zu trösten.
Man hat nichts davon, wenn man nur jung, aber nicht schön ist, oder nur schön, aber nicht jung.
Man ist manchmal weniger unglücklich, von dem, den man liebt, getäuscht als enttäuscht zu werden.
Man ist nie so lächerlich durch die Eigenschaften, die man besitzt, wie durch jene, die man zu haben vorgibt.
Man ist nie so lächerlich wegen der Eigenschaften, die man hat, als wegen derjenigen, die man zu haben vorgibt.
Man ist nie so unglücklich, wie man glaubt, und nie so glücklich, wie man gehofft hat.
Man kann nicht für seinen Mut einstehen, wenn man nie in Gefahr gewesen ist.
Man kann Ratschläge geben, aber nicht den Verstand, sie zu befolgen.
Man kann schlauer sein als andere, aber niemals schlauer als alle anderen zusammen.
Man kann schlauer sein als ein anderer, aber nicht schlauer als alle anderen.
Man kann sich über seine Fehler trösten, wenn man stark genug war, sie zuzugeben.
Man langweilt sich fast immer mit Leuten, mit denen man sich nicht langweilen darf.
Man langweilt sich meist mit denen, die man selbst langweilt.
Man lobt nicht gern und niemals ohne eigenes Interesse.
Man lobt nur, um selbst daraus Gewinn zu ziehen.
Man mag Frauen finden, die nie eine Liebschaft gehabt haben, aber selten welche mit einer einzigen.
Man muss sehr gewandt sein, um seine Gewandtheit verbergen zu können.
Man muss zur Ehre unserer Moral zugeben, dass die Menschen in das größte Unglück durch ihre Verbrechen geraten.
Man nennt die erste Liebe einer Frau nur dann ein Verhältnis, wenn sie ein zweites hat.
Man soll einen Menschen nicht nach seinen Vorzügen beurteilen, sondern nach der Art, wie er sie gebraucht.
Man soll nicht von einem scharfen oder schwachen Verstand sprechen. Beide sind im Grunde nur gute oder schlechte Anlagen der körperlichen Organe.
Man sollte einen Menschen nicht nach seinen Vorzügen beurteilen, sondern nach dem Gebrauch, den er davon macht.
Man sollte nur darüber staunen, dass wir noch staunen können.
Man sollte sich darüber wundern, dass man sich überhaupt noch wundern kann.
Man tadelt die Ungerechtigkeit nicht um ihrer selbst, sondern um des Schadens willen, den sie uns zufügt.
Man tröstet sich oft im Unglück durch das Vergnügen, unglücklich zu scheinen.
Man verachtet nicht alle, die Laster haben, wohl aber alle, die keine einzige Tugend besitzen.
Man weist ein Lob zurück in dem Wunsch, nochmals gelobt zu werden.
Man will zwar andere durchschauen, aber nicht selbst durchschaut werden.
Manche Angelegenheiten werden wie manche Krankheiten zu bestimmten Zeiten durch Heilmittel verschlimmert. An unserer Lebenskunst liegt es, zu erkennen, wann ihr Gebrauch gefährlich ist.
Manche Irrtümer sind so trefflich als Wahrheit maskiert, dass man schlecht urteilt, wenn man sich von ihnen nicht täuschen lässt.
Manche Leute würden sich nie verlieben, wenn nicht so viel von der Liebe die Rede wäre.
Manche Menschen gelten nur deshalb etwas in der Welt, weil ihre Fehler die Fehler der Gesellschaft sind.
Manche Menschen gleichen Modeliedern, die man nur eine Zeitlang singt.
Manche Menschen sind so leer und oberflächlich, dass sie wirklicher Fehler so wenig fähig sind wie wirklicher Vorzüge.
Manche missfallen trotz ihrer Verdienste, andere gefallen trotz ihrer Fehler.
Manche schlechten Eigenschaften erzeugen große Fähigkeiten.
Manche Schufte wären weniger gefährlich, wenn sie nicht irgendwo doch anständig wären.
Manche sind für die Dummheit geboren und machen deshalb ihre Dummheiten nicht freiwillig, sondern unter dem Zwang des Geschicks.
Manche Torheiten sind ansteckend wie manche Krankheiten.
Manche Tränen täuschen uns selbst, nachdem sie andere getäuscht haben.
Manche Verbrechen werden durch ihr Genie, ihre Anzahl oder ihr Ausmaß zu harmlosen, ja sogar ruhmvollen Taten, und man bezeichnet dann den Diebstahl von öffentlichem Gut als finanzielle Wendigkeit und den Raub ganzer Länder als Eroberung.
Manchen kleiden seine Fehler, manchem schaden seine Vorzüge.
Mancher erzielt durch geschickte Anwendung seiner mittelmäßigen Fähigkeiten eher Achtung und Ansehen als ein anderer durch wahre Leistung.
Mancher ist undankbar und doch an seinem Undank weniger schuldig als sein Wohltäter.
Manches Schöne ist unvollendet reizvoller als allzu vollendet.
Manchmal glaubt man, Schmeichelei zu hassen, und hasst doch nur die Art des Schmeichelns.
Manchmal hetzt uns der Verstand in waghalsige Dummheiten.
Manierlichkeit ist das unwichtigste Gesetz und wird am meisten befolgt.
Mäßigung ist wie Mäßigkeit: Man würde ja gern mehr essen, fürchtet aber, sich zu schaden.
Meist ist mehr Lebenskunst erforderlich, einen guten Rat zu befolgen, als sich selbst gut zu raten.
Meist lobt und tadelt man nur nach der Mode.
Meist widerstehen wir unseren Leidenschaften nur, weil sie schwach, nicht weil wir stark sind.
Meister der Beredsamkeit ist der, der alles Nötige sagt und nur dies.
Menschen würden nicht lange in Gemeinschaft leben, wenn sie nicht Betrogene und Betrüger zugleich wären.
Misstrauen rechtfertigt den Betrug.
Misstrauisch bist du? Ich verstehe dich: Du willst dir die Mühe ersparen, die Menschen kennen zu lernen.
Mit der wahren Liebe ist's wie mit den Geistererscheinungen: alle Welt spricht darüber, aber wenige haben etwas davon gesehen.
Mit manchen guten Eigenschaften ist es wie mit den Sinnen. Wer sie nicht hat, kann sie weder wahrnehmen noch verstehen.
Mit nichts ist man freigebiger als mit gutem Rat.
Mit nichts ist man so freigebig wie mit seinen Ratschlägen.
Mitleid mit anderen ist geschickte Voraussicht jener Übel, die auch uns zustoßen könnten, also nur Mitleid mit uns selbst.
Mittelmäßige Geister verurteilen gewöhnlich alles, was über ihren Horizont geht.
Nachahmung ist nur dann berechtigt, wenn sie das Lächerliche an ihrem Vorbild erkennbar macht.
Neid erlischt in wahrer Freundschaft, Koketterie in wahrer Liebe.
Neid ist unversöhnlicher als Hass.
Nichts hindert so sehr daran, natürlich zu sein, wie der Wunsch, es zu scheinen.
Nichts ist seltener als wahre Güte. Selbst wer sie wirklich zu haben glaubt, ist meist nur gefällig oder schwach.
Nichts ist so überzeugend und so trügerisch wie das Gefühl, geliebt zu werden.
Nichts sollte unsere Selbstzufriedenheit mehr erschüttern als die Erkenntnis, dass wir verwerfen, was wir früher gebilligt haben.
Nichts sollte verdienstvolle Menschen mehr demütigen als ihr Bemühen, sich auch in Nichtigkeiten auszuzeichnen.
Niemals ist es schwerer, überzeugend zu sprechen, als wenn man sich schämt zu schweigen.
Niemand hetzt seine Mitmenschen so sehr wie die Faulen, wenn sie fleißig scheinen wollen, nachdem sie genügend faul waren.
Niemand verdient seiner Güte wegen gelobt zu werden, wenn er nicht auch die Kraft hat, böse zu sein. Jede andere Güte ist meist nur Trägheit und Willensschwäche.
Nur große Menschen haben große Fehler.
Nur harte Menschen können wirklich zart sein. Was sonst als Zartheit er scheint, ist gewöhnlich nur Schwäche, die leicht in Bosheit umschlägt.
Nur Verächtliche fürchten Verachtung.
Nur wenig ist an sich unmöglich. Wenn uns etwas nicht möglich ist, fehlt es uns eher an Tatkraft als an den Mitteln.
Nur wenige sind verständig genug, den Tadel, der ihnen nützt, dem Lob vorzuziehen, das ihnen schadet.
Nur wer sich schwer verliebt, kann auch heftig und dauernd lieben. Wer leicht von Leidenschaft gepackt wird, wird es nur schwach und nicht lange.
Ob die Philosophen am Leben hingen oder nicht, war immer nur Geschmacksache ihrer Eigenliebe. Über Geschmack aber lässt sich nicht streiten.
Ob Fehler oder Vorzug, wenn wir ihn nicht haben, treibt uns der Stolz, ihn zu verachten.
Ob gut oder böse, Held bleibt Held.
Oft beklagen wir das Unglück eines Feindes mehr aus Hochmut als aus Güte, denn wir lassen ihn mit unserem Mitleid nur unsere Überlegenheit fühlen.
Oft belästigt man andere, wenn man glaubt, ihnen niemals lästig zu fallen.
Oft braucht man nur grob zu sein, um nicht höflich betrogen zu werden.
Oft glauben wir, im Unglück gelassen zu sein, wenn wir bloß mutlos sind, ihm nicht begegnen wollen und es hinnehmen wie Feiglinge, die sich abschlachten lassen, weil sie es nicht wagen, sich zu wehren.
Oft glaubt der Mensch, sich zu führen, und wird doch geführt, und während sein Verstand nach diesem Ziel strebt, führt ihn sein Herz unmerklich nach jenem.
Oft ist ein Vorwurf Lob, ein Lob aber Beschimpfung.
Oft ist man mit sich selbst ebenso sehr im Widerspruch wie mit anderen.
Oft ist man stark aus Schwäche und waghalsig aus Angst.
Oft kann ein Benehmen lächerlich wirken, und doch sind die verborgenen Gründe dafür stichhaltig und überlegt.
Oft lässt man die Liebe, um dem Ehrgeiz zu leben, selten aber den Ehrgeiz um der Liebe willen.
Oft prahlt man mit verbrecherischen Leidenschaften. Der Neid aber ist scheu und verschämt. Ihn zu zeigen, wagt niemand.
Oft tut man Gutes, um ungestraft Böses tun zu können.
Oft vergiften wir unsere Lobreden, um an dem Gelobten Fehler aufzuzeigen, die wir anders nicht aufzudecken wagen.
Oft verliert man sich nur deshalb nicht in einem Laster, weil man mehrere hat.
Ruhe oder Unrast unserer Seele hängen nicht so sehr von großen Ereignissen ab als von der reibungslosen oder fehlerhaften Ordnung des Alltagslebens.
Schande und Eifersucht schmerzen deshalb so heftig, weil die Eitelkeit uns nicht helfen kann, sie zu ertragen.
Scharfsinn wirkt prophetisch und schmeichelt deshalb unserer Eitelkeit mehr als andere Geistesgaben.
Schmeichelei ist eine falsche Münze, die ihren Kurswert nur durch unsere Eitelkeit erhält.
Schmeicheleien sind falsches Geld, das nur durch unsere Eitelkeit Kurswert hat.
Schon erworbene Ehren sind Einsatz im Spiel um die künftigen.
Schüchternheit ist ein Fehler, den man nicht tadeln darf, wenn man ihn heilen will.
Schwäche ist der einzige Fehler, den man nicht verbessern kann.
Schwache Menschen können nicht aufrichtig sein.
Schweigen ist der beste Ausweg für den, der seiner Sache nicht sicher ist.
Seinen Freunden zu Misstrauen, ist schimpflicher, als von ihnen betrogen zu werden.
Selbst der ehrgeizigste Mensch wird nicht mehr ehrgeizig wirken, wenn er ein Ziel hat, das er unmöglich erreichen kann.
Selbst die heftigsten Leidenschaften gönnen uns bisweilen ein wenig Erholung, nur die Eitelkeit erhält uns in rastloser Bewegung.
Selbstvertrauen schafft ein Gutteil des Vertrauens zu anderen.
Selten reicht unser Glaube weiter als unser Auge.
Sich selbst zu zwingen, jemanden nicht zu lieben, ist oft grausamer als Abweisung durch die Geliebte.
Sich vor der Herrschsucht anderer zu bewahren, ist schwerer, als selbst zu herrschen.
Sich zur Treue zwingen ist nicht mehr als Untreue.
Sind wir einer Aufgabe nicht mehr gewachsen, so verlieren wir auch die Lust daran.
Sind wir einer Liebe müde, dann freuen wir uns, wenn man uns durch Untreue unserer Treue entbindet.
Sinn für Gerechtigkeit ist bloß Angst, man könnte uns nehmen, was uns gehört.
So sehr wir an der Aufrichtigkeit von Menschen zweifeln, die mit uns sprechen, wir glauben doch immer, sie sagten eher uns die Wahrheit als anderen.
So selten wahre Liebe ist, wahre Freundschaft ist noch viel seltener.
So trügerisch unser Hoffen auch ist, es führt uns wenigstens auf angenehme Art durch das Leben.
So viel Schönes man auch an sich entdeckt haben mag, es bleibt immer noch unerforschtes Gebiet zurück.
Solange man noch etwas zu geben hat, findet man selten Undankbare.
Stets betrügt das Herz den Verstand.
Stets fürchtet man den Anblick der Geliebten, wenn man anderswo Abenteuern nachgegangen ist.
Stolz will nicht schulden, Eigennutz nicht zahlen.
Trennung lässt matte Leidenschaften verkümmern und starke wachsen.
Trennung verringert die lauen Leidenschaften und steigert die großen, so wie der Wind die Kerze löscht und das Feuer anfacht.
Übermäßige Habsucht irrt fast stets. Keine andere Leidenschaft verfehlt so oft ihr Ziel, und keine steht zum Schaden der Zukunft so sehr unter dem Einfluss der Gegenwart.
Übermäßiges Glück und übermäßiges Leid übersteigen beide unsere Aufnahmefähigkeit.
Um den Menschen für die Erbsünde zu strafen, hat Gott ihm erlaubt, sich aus seiner Eigenliebe einen Götzen zu schaffen, der ihn nun zeitlebens bei allen seinen Taten quält.
Um die Dinge ganz zu kennen, muss man um ihre Einzelheiten wissen.
Um ein großer Mann zu sein, muss man sein Schicksal ganz zu nutzen verstehen.
Um Erfolg zu erringen, benimmt man sich möglichst so, als ob man ihn schon hätte.
Und verwendet der Hochmut auch tausend Masken, niemals ist er besser verkleidet und täuschender als unter der Maske der Demut.
Unerschrockenheit ist die außerordentliche Kraft der Seele, welche sie über die Unruhe, Verwirrung und Erregung hinweg hebt, die der Augenblick großer Gefahren in ihr hervorrufen könnte.
Uns passt an den anderen nicht, was den anderen an uns nicht passt.
Unschuld findet weit weniger Schutz als Verbrechen.
Unser Egoismus lässt uns die Vorzüge unserer Freunde einmal größer, einmal kleiner erscheinen und wir beurteilen ihren Wert nach der Art, wie sie uns gegenübertreten.
Unser Ernst ist eine geheimnisvolle Einrichtung unseres Körpers, um die Mängel unseres Geistes zu verbergen.
Unser Geist verrät unsere gute Erziehung, wenn selbst unsere Gedanken Geschmack und Kultur haben.
Unser Geist zeigt unsere Weltgewandtheit, wenn wir Schmeicheleien in angenehmer Art zu bringen verstehen.
Unser guter Charakter, der so gern für mitfühlend gilt, schweigt oft schon, wenn uns nur der kleinste Vorteil winkt.
Unser Neid überlebt stets das Glück der Beneideten.
Unser Verstand ist träger als unser Körper.
Unsere Feinde kommen in ihrem Urteil über uns der Wahrheit näher als wir selbst.
Unsere Handlungen sind wie Verse, für die jeder den Reim finden kann, der ihm gefällt.
Unsere Reue ist nicht so sehr ein Bedauern des Bösen, das wir getan haben, als eine Furcht vor den Folgen, die uns daraus entstehen könnten.
Unsere Selbstüberschätzung facht unseren Neid an, mäßigt ihn aber auch oft.
Unsere Tugenden sind meist nur maskierte Laster.
Unsere Vernunft ist dem Schicksal ebenso unterworfen wie unser Vermögen.
Unter dem Namen der Tugend kann man ebenso egoistisch sein wie mit seinen Lastern.
Vollendete Tapferkeit besteht darin, ohne Zeugen zu tun, was man vor aller Welt tun möchte.
Vollkommene Tapferkeit besteht darin, ohne Zeugen zu tun, was man vor aller Welt tun könnte.
Wahre Beredsamkeit heißt, das Nötige, und nur das Nötige, sagen.
Wahrlich glücklich ist nur der Genügsame, die großen und Ehrgeizigen aber sind unglücklich, weil sie unendlich viel brauchen, uni zufrieden zu sein.
Wären wir nicht selbst hochmütig, würden wir uns nicht über den Hochmut anderer beklagen.
Warum können wir uns an die kleinste Einzelheit eines Erlebnisses erinnern, aber nicht daran, wie oft wir es ein und derselben Person erzählt haben?
Was als Großmut erscheint, ist oft nur maskierter Ehrgeiz, der kleine Vorteile verachtet, um größeren nachzugehen.
Was die Menschen Freundschaft nennen, ist nur ein Zusammenschluss zur Verfolgung gegenseitiger Interessen im Austausch guter Dienste. Schließlich also bloß ein Geschäft, in dem der Eigennutz etwas zu gewinnen hofft.
Was Grazie dem Körper, ist Klarheit dem Geist.
Was man auch Gutes über uns sagen mag: Man sagt uns nichts Neues.
Was man aus Vernunft begehrt, begehrt man nie heiß.
Was man uns auch Gutes über uns sagen mag, man sagt uns nichts Neues.
Was man wirklich nicht mehr liebt, kann man kein zweites Mal lieben.
Was Schmuck für die Schönheit, ist Erfolg dem Verdienst.
Was uns hindert, unsere Freunde auf den Grund unseres Herzens blicken zu lassen, ist gewöhnlich nicht so sehr Misstrauen gegen sie als gegen uns.
Was uns stets überzeugen kann, ist die Leidenschaft. Sie ist eine natürliche Fähigkeit von immer gleicher Wirksamkeit, so dass der einfachste Mensch, der Leidenschaft hat, besser überzeugt als der beredsamste, der sie nicht hat.
Weder die Sonne noch den Tod können wir ansehen, ohne den Blick abzuwenden.
Welchen Grund wir unserem Kummer auch geben, meist sind Eigennutz und Eitelkeit die Ursachen.
Wenig genügt, um den Weisen, und nichts, um den Toren glücklich zu machen. Deshalb sind fast alle Menschen unglücklich.
Wenig verstehen es, alt zu sein.
Wenige kennen den Tod. Gewöhnlich stirbt man nicht aus Einsicht, sondern aus Dummheit oder Gewohnheit, und die meisten sterben, weil man eben stirbt.
Wenige sind weise genug, fördernden Tadel trügendem Lobe vorzuziehen.
Wenn alles auf dem Spiel steht, soll man keine neuen Möglichkeiten suchen, sondern die benutzen, die sich bieten.
Wenn die Laster uns verlassen, schmeicheln wir uns mit dem Glauben, dass wir sie verlassen.
Wenn Eitelkeit nicht alle Vorzüge zunichte macht, sie verringert sie doch.
Wenn es eine reine Liebe gibt, die mit anderen Leidenschaften nicht vermengt ist, dann ist es die, von der wir selbst nichts wissen.
Wenn es Menschen gibt, deren Lächerlichkeit nie sichtbar geworden ist, dann hat man nur zu wenig danach gesucht.
Wenn jemand bloß hübsch ist, ohne schön zu sein, so beruht dies auf einer Symmetrie, deren Regeln wir nicht kennen, und auf einer unerklärbaren Harmonie aller Züge.
Wenn man die Ruhe nicht in sich selbst findet, ist es umsonst, sie anderswo zu suchen.
Wenn man manche Fehler geschickt zeigt, wirken sie glänzender als Vorzüge.
Wenn man Ruhe nicht in sich findet, braucht man sie sonst nirgends zu suchen.
Wenn man seine Geliebte um ihrer selbst zu lieben meint, irrt man sich sehr.
Wenn man seine Ruhe nicht in sich findet, ist es zwecklos, sie andernorts zu suchen.
Wenn noch der Funke einer früheren Leidenschaft in uns glüht, wird sich leichter eine neue Leidenschaft entzünden, als wenn die alte in uns ganz erstorben ist.
Wenn unsere Freunde uns betrogen haben, sollen wir gegen ihre freundschaftlichen Gesten, aber nie gegen ihr Unglück gleichgültig sein.
Wenn wir allzu sehr lieben, ist es schwer zu erkennen, wenn wir nicht mehr geliebt werden.
Wenn wir die Fehler unserer Freunde nur leichthin tadeln, suchen wir darin die Rechtfertigung für eigenen Leichtsinn.
Wenn wir keine Fehler hätten, würden wir nicht mit so großem Vergnügen Fehler bei anderen entdecken.
Wenn wir Lob bescheiden zurückweisen, wollen wir geschickter gelobt werden.
Wenn wir selbst keine Fehler hätten, würden wir nicht so viel Vergnügen daran finden, sie an anderen zu bemerken.
Wenn wir uns geben, wie wir sind, gewinnen wir mehr als mit dem Versuch zu scheinen, was wir nicht sind.
Wenn wir unsere Pflicht auch oft nur aus Angst und Trägheit tun, wollen wir dies doch als Charakterstärke anerkannt sehen.
Wenn wir unseren Leidenschaften widerstehen, danken wir es mehr ihrer Schwäche als unserer Stärke.
Wer auf den Adel seiner Familie zu stolz ist, der ist zu wenig stolz auf den Grund, warum sie ihn erhielt.
Wer den Pflichten der Dankbarkeit nachkommt, darf sich deshalb noch nicht einbilden, dankbar zu sein.
Wer nur scharf denkt, hat schlechten Geschmack. Wer aber guten Geschmack hat, denkt auch scharf.
Wer nur sich selbst liebt, schmeichelt sich mehr als der größte Schmeichler.
Wer ohne die Welt auszukommen glaubt, irrt sich. Wer aber glaubt, dass die Welt nicht ohne ihn auskommen könne, irrt sich noch viel mehr.
Wer ohne jede Narrheit lebt, ist weniger weise als er glaubt.
Wer seine Gesundheit durch allzu strenge Lebensweise zu erhalten sucht, begibt sich damit in eine fortlaufende und langweilige Krankheit.
Wer seinen Verstand ganz kennt, kennt sein Herz nicht.
Wer sich zu viel mit dem Kleinen abgibt, wird meist unfähig für das Große.
Wer sich zu viel mit dem Kleinen abgibt, wird unfähig für Großes.
Wer stark und wer kaum mehr liebt, ist gleich schwer zu befriedigen.
Wie beklagenswert ist eine Frau, wenn sie zugleich verliebt und tugendsam ist.
Wie das Licht die Dinge, so lässt das Schicksal unsere Vorzüge und Fehler erkennen.
Wie es das Kennzeichen großer Geister ist, mit wenig Worten viel zum Ausdruck zu bringen, so haben die kleinen Geister hingegen die Gabe, viel zu reden und nichts zu sagen.
Wie kann man annehmen, ein anderer würde unser Geheimnis hüten, wenn wir es doch selbst nicht hüten konnten?
Wie sehr man sich auch müht, seine Leidenschaften durch den Anschein von Frömmigkeit und Ehre zu verhüllen, immer bleiben sie hinter diesem Schleier erkennbar.
Wie sehr wir uns auch mit Schande bedeckt haben, fast immer steht es in unserer Macht, unseren guten Ruf wiederherzustellen.
Wie unsicher und unbeständig die Welt auch scheinen mag, man kann doch einen gewissen geheimen Zusammenhang und eine stets von der Vorsehung eingehaltene Ordnung erkennen, die alles in seiner Bahn und der ihm vorgezeichneten Richtung hält.
Wir ahnen gar nicht, was wir alles aus Leidenschaft tun.
Wir bemühen uns weniger, glücklich zu sein, als glücklich zu scheinen.
Wir billigen oft neue Größen, weil wir die anerkannten heimlich beneiden.
Wir fürchten als Sterbliche und wünschen, als wären wir unsterblich.
Wir geben unsere Fehler nur aus Eitelkeit zu.
Wir gefallen mehr durch unsere Fehler als durch unsere Vorzüge.
Wir gestehen kleine Fehler, um vorzugeben, dass wir keine großen haben.
Wir glauben die Fehler anderer so leicht, weil man überhaupt leicht glaubt, was man wünscht.
Wir grollen deshalb denen so sehr, die uns überlisten wollen, weil sie sich für schlauer halten.
Wir haben alle Kraft genug, um die Leiden anderer zu ertragen.
Wir haben mehr Kraft als Willen und nennen oft nur deshalb etwas unmöglich, weil wir uns vor uns selbst entschuldigen wollen.
Wir haben nicht genug Kraft, um unserer ganzen Vernunft zu folgen.
Wir haben nicht nur in der Sprache, sondern auch im Denken und Fühlen den Akzent unseres Landes.
Wir halten meist nur für vernünftig, wer unserer Meinung ist.
Wir helfen anderen, um sie zur Gegenhilfe zur verpflichten, und die ihnen erwiesenen Dienste sind daher eigentlich nur Wohltaten, die wir uns selbst im Voraus erweisen.
Wir lieben immer die Menschen, die uns bewundern. Aber nicht immer die, die wir bewundern.
Wir machen Tugenden aus Fehlern, die wir nicht ablegen wollen.
Wir missachten Menschen eher wegen der kleinsten Treulosigkeit gegen uns als wegen der größten gegen andere.
Wir preisen die Vorzüge anderer nicht deshalb so überschwänglich, weil wir diese Vorzüge, sondern weil wir unsere eigene Meinung von ihnen schätzen. Während wir sie scheinbar loben, wollen wir doch selbst gelobt werden.
Wir reden uns oft ein, dass wir einflussreiche Menschen lieben, und doch ist es nur Eigennutz, der uns zu dieser Freundschaft treibt. Wir nähern uns ihnen nicht, um ihnen zu geben, sondern um zu erhalten.
Wir rühmen die Zuneigung unserer Freunde zu uns nicht aus Dankbarkeit so überschwänglich, sondern um damit unseren Wert erkennbar zu machen.
Wir schätzen die Klugheit über alles, und doch bietet sie nicht einmal für das Gelingen des kleinsten Plans Gewähr.
Wir scheinen an guten Taten mit beteiligt, wenn wir sie loben.
Wir sehen lieber die, denen wir Gutes tun, als jene, die uns Gutes tun.
Wir setzen leichter unserer Dankbarkeit Grenzen als unseren Wünschen und Hoffnungen.
Wir sind höflich, um höflich behandelt und für höflich gehalten zu werden.
Wir sind nur freigebig aus Eitelkeit, denn wir lieben die Geste des Gebens mehr als die Gabe.
Wir sind so gewöhnt, uns vor anderen zu verstellen, dass wir es zuletzt auch vor uns selber tun.
Wir sprechen eher aus Eitelkeit denn aus Bosheit schlecht über andere.
Wir sprechen fast nur denen gesunden Menschenverstand zu, die unserer Meinung sind.
Wir trösten uns leicht über das Missgeschick unserer Freunde, wenn wir dadurch Gelegenheit haben, unsere Zuneigung für sie zu bekunden.
Wir vergessen unsere Fehler leicht, wenn sie nur uns bekannt sind.
Wir verschenken unser Vertrauen meist nur, um bedauert oder bewundert zu werden.
Wir wechseln deshalb so oft unsere Freunde, weil wir die Vorzüge des Geistes so leicht, die der Seele aber so schwer kennen.
Wir werden eher durch das Schicksal als durch unsere Vernunft gebessert.
Wir werden wegen unserer guten Taten weniger gehasst und verfolgt als wegen unserer guten Eigenschaften.
Wir wissen keineswegs genau, was wir alles wollen.
Wir würden kaum etwas brennend begehren, wenn es uns genau bekannt wäre.
Wir würden kaum etwas glühend verlangen, wenn wir das Verlangte ganz kennen.
Wir würden uns oft unserer schönsten Taten schämen, wenn die Welt alle Beweggründe sähe, aus denen sie hervorgehen.
Wirklich gewandt sein, heißt, den Preis der Dinge kennen.
Witzarme Geradlinigkeit langweilt auf Dauer nicht mehr als witzige Verschrobenheit.
Wollen und Tat müssen in gewisser Beziehung stehen, wenn das Bestmögliche erreicht werden soll.
Würde ist eine körperliche Kunst, erfunden um die Mängel des Geistes zu verbergen.
Würden wir uns nicht selber schmeicheln, dann könnte uns die Schmeichelei anderer nicht schaden.
Zu ein und demselben Ziel mehrere Wege zu kennen, ist nicht Wendigkeit des Geistes, sondern Mangel an Einsicht. Wir greifen auf, was immer uns einfällt, und können das Beste nicht gleich herausfinden.
Zu viel Fleiß im Kleinen macht meistens unfähig zum Großen.
Zuviel Fleiß im Kleinen macht meistens unfähig zum Großen.
Zwei Verliebten wird ihre Gesellschaft deshalb nicht langweilig> weil sie immer nur von sich sprechen.
Alle Fehler, die man hat, sind verzeihlicher als die Mittel, welche man anwendet, um sie zu verbergen.
Alte Narren sind n?rrischer als junge.
An den Vorfahren kann man nichts ?ndern, aber man kann mitbestimmen, was aus den Nachkommen wird.
An F?rsten Vorz?ge zu loben, die sie nicht haben, hei?t, sie ungestraft beleidigen.
Aufrichtig loben wir gew?hnlich nur jene, die uns bewundern.
Aufrichtigkeit ist Offenheit des Herzens, und man findet sie bei sehr wenigen Menschen. Die man gew?hnlich so sieht, ist nichts als feine Verstellung, um das Vertrauen anderer zu gewinnen.
Aus manchen schwierigen Lebenslagen kann man sich nur mit ein wenig Tollheit retten.
?u?erste Langeweile ist schon wieder Zeitvertreib.
Auss?hnung mit unseren Feinden ist nur der Wunsch, unsere Lage zu verbessern, sowie Kriegsm?digkeit und die Bef?rchtung schlimmer Folgen.
Begabung im Kleinen verlangt das entgegengesetzte Gem?t wie Begabung im Gro?en.
Bei den meisten Menschen ist es weniger gef?hrlich, ihnen B?ses zu tun, als zu viel Gutes.
Bei der ersten Liebe liebt die Frau den Geliebten, bei den anderen die Liebe.
Bei jenen Frauen, die sich jedem hingeben, ist der geringste Fehler, dass sie sich hingeben.
Beim Versprechen leitet uns die Hoffnung, beim Halten die Furcht.
Bescheidenheit ist eine Tugend, die man vor allem an anderen sch?tzt.
Betrachtet man die Liebe nach den meisten ihrer Wirkungen, so ?hnelt sie mehr dem Hass als der Freundschaft.
Bisweilen geh?rt nicht weniger Klugheit dazu, auf einen guten Rat zu h?ren, als sich selbst einen solchen zu geben.
B?rgerliches Benehmen verliert sich manchmal im Heer, aber niemals am Hof.
Da es nie in unserer Macht steht, zu lieben oder nicht mehr zu lieben, ist bei zwei Liebenden die Klage ?ber Unbest?ndigkeit weder beim einen noch beim anderen berechtigt.
Damit wir immer gut sein k?nnen, m?ssten die anderen glauben, niemals ungestraft gegen uns b?se sein zu k?nnen.
Das Alter der Liebe wie des Lebens bringt uns Leid, aber keine Freude.
Das Alter ist die H?lle der Frauen.
Das Alter ist ein Tyrann, der alle Freuden der Jugend bei Todesstrafe verbietet
Das Alter macht uns leichtsinniger und vern?nftiger.
Das beste Kennzeichen angeborener Vorz?ge ist angeborene Neidlosigkeit.
Das beste Mittel, um get?uscht zu werden, ist, sich f?r schlauer zu halten als die anderen.
Das Festhalten an Grunds?tzen verdient weder Lob noch Tadel. Es ist nur die Best?ndigkeit von Neigungen und Ansichten, die man selbst weder erwirbt noch ablegt.
Das Gem?t hat mehr M?ngel als der Verstand.
Das gr??te Wunder der Liebe ist, dass sie von der Koketterie heilt.
Das Laster steht der Tugend n?her als die Schw?che.
Das Lob ist eine geschickte, versteckte und kultivierte Schmeichelei, die Geber und Empf?nger in verschiedener Weise befriedigt: F?r den einen ist es Belohnung seiner Leistung, f?r den anderen Best?tigung seiner Objektivit?t und seiner Urteilskraft.
Das Schicksal l?sst seinen Lieblingen alles zum Vorteil gereichen.
Das Ungl?ck selbst unserer besten Freunde hat stets auch Seiten, die uns nicht missfallen.
Das Vertrauen gibt dem Gespr?ch mehr Stoff als Geist.
Das Vertrauen liefert mehr Gespr?chsstoff als der Verstand.
Das Wesen der Liebe zu erkl?ren ist schwer. Nur dies wei? man von ihr: In der Seele ist sie Herrschsucht, im Verstand Verst?ndnis, und k?rperlich ist sie nur die versteckte, k?stliche Begierde, nach vielen Hindernissen die Geliebte zu besitzen.
Dass wir das Schlechte so leicht glauben, ohne es genau gepr?ft zu haben, ist eine Folge von Hochmut und Tr?gheit: Wir brauchen einen S?ndenbock und sind doch zu faul, uns zu ?berzeugen, ob die Anklage auch berechtigt ist.
Dem Weisen scheint es besser, dem Kampf fern zu bleiben, als zu siegen.
Demut ist der Altar, auf dem wir nach Gottes Willen unsere Opfer darbringen sollen.
Demut ist oft nur geheuchelte Unterw?rfigkeit, mit der man andere unterwerfen will, also ein Kunstgriff des Hochmuts, der sich nur erniedrigt, um sich zu erh?hen.
Den Verlust mancher Menschen bedauert man, ohne betr?bt zu sein. Der Verlust anderer betr?bt uns, ohne, dass wir ihn bedauern.
Der Beifall, der neuen Gr??en gespendet wird, entstammt nur zu oft dem Neid auf die bereits vorhandenen.
Der Eigennutz spricht jede Sprache und spielt jede Rolle, selbst die des Gemeinnutzes.
Der ererbte gro?e Name erniedrigt, statt zu erh?hen, wenn man seinen Glanz nicht zu erhalten versteht.
Der Geist der Frauen st?rkt eher ihren Leichtsinn als ihre Vernunft.
Der Gerechtigkeitssinn milder Richter ist nur Liebe zu ihrer W?rde.
Der Geschmack mag sich ?ndern, der Trieb nicht.
Der Gleichmut der Weisen ist nichts als die Kunst, seine Erregung im Herzen zu verschlie?en.
Der gr??te Fehler des Scharfsinns besteht nicht darin, dass er sein Ziel nicht erreicht, sondern, dass er dar?ber hinausgeht.
Der Hochmut ist bei allen Menschen gleich. Nur die Art, ihn zu ?u?ern, ist verschieden.
Der h?chste Beweis der Freundschaft ist nicht, einem Freund unsere Fehler, sondern ihm seine bemerkbar zu mach.
Der Leichtsinn des Alters ist leichtsinniger als der der Jugend.
Der Leichtsinn verfolgt uns unser ganzes Leben. Wenn einer abgekl?rt erscheint, dann nur deshalb, weil sein Leichtsinn seinem Alter und seiner Stellung angepasst ist.
Der Prunk der Begr?bnisse dient mehr der Eitelkeit der Lebenden als der Ehrung der Toten.
Der Reiz der Neuheit ist f?r die Liebe, was der Schmelz f?r die Frucht ist: Er gibt ihr den Glanz, der so leicht verfliegt und niemals wiederkehrt.
Der Ruhm gro?er M?nner sollte immer an den Mitteln gemessen werden, derer sie sich bedient haben, um ihn zu erlangen.
Der Ruin des N?chsten erfreut Freund und Feind.
Der Ruin des N?chsten erfreut Freund und Feind. Wenn wir keine Fehler h?tten, w?rden wir nicht mit so gro?em Vergn?gen Fehler bei anderen entdecken.
Der Ruin des N?chsten gef?llt Freund und Feind.
Der Verstand k?nnte nicht lange die Rolle des Herzens spielen.
Der wahren Liebe geht es wie Gespenstern: Jeder spricht davon, aber kaum einer hat sie gesehen.
Der Wunsch, ein Lob auch zu verdienen, best?rkt unsere guten Absichten.
Der Wunsch, klug zu sein hindert uns oft, es zu werden.
Die Ablehnung der L?ge ist oft nur das versteckte Bestreben, unsere Worte beachtenswert zu machen und ihnen den Anschein von Offenbarungen zu geben.
Die Anerkennung ernster Menschen gewinnen wir durch Leistung, die der Masse durch Gl?ck.
Die Begeisterung der Jungen schadet dem allgemeinen Wohl nicht mehr als die Lauheit der Alten.
Die Bescheidenheit ist wie die Enthaltsamkeit: man w?rde wohl gerne mehr essen, f?rchtet aber, dass es einem ?bel bekommt.
Die Best?ndigkeit in der Liebe ist eine dauernde Unbest?ndigkeit, in der wir abwechselnd der einen und dann der anderen Eigenschaft des geliebten Wesens den Vorzug geben.
Die Dauer unserer Leidenschaften h?ngt ebenso wenig von uns ab wie die Dauer unseres Lebens.
Die Eifersucht n?hrt sich vom Zweifel. Wird der Zweifel Gewissheit, steigert sie sich zur Wut oder vergeht.
Die Eifersucht wird immer mit der Liebe geboren, aber sie stirbt nicht immer mit ihr.
Die Eigenliebe besteht darin, dass wir nur uns und daher die Dinge nur um unseretwillen lieben.
Die Eitelkeit anderer ist uns unertr?glich, weil sie die unsere verletzt.
Die Empfindung f?r unser Wohl und Wehe h?ngt von unserer Eigenliebe ab.
Die Erscheinungsformen der Eitelkeit sind unz?hlbar.
Die Erziehung, die man gew?hnlich den jungen Menschen gibt, ist nur eine zweite Eigenliebe, die man auf sie ?bertr?gt.
Die Fehler der Geliebten sieht man erst, wenn man sie nicht mehr liebt.
Die Frauen beherrschen eher ihre Leidenschaften als ihre Koketterie.
Die Freude der Liebe ist das Lieben. Man ist gl?cklicher durch die Leidenschaft, die man selbst empfindet, als durch jene, die man erweckt.
Die gef?hrlichste Wirkung unseres Stolzes ist die Verblendung.
Die Gesundheit der Seele ist so wenig gesichert wie die Gesundheit des K?rpers. Man mag noch so weit den Leidenschaften entr?ckt erscheinen, man ist ebenso gef?hrdet, von ihnen weggeschwemmt zu werden, wie zu erkranken, wenn man gesund ist.
Die Gewalt, die andere uns antun, ist oft weniger schmerzlich als die, die wir uns selbst antun.
Die h?chste Kunst des Betruges ist, scheinbar in die gestellte Falle zu gehen.
Die Hoffnung, so tr?gerisch sie ist, dient wenigstens dazu, uns auf angenehmem Weg an das Ende des Lebens zu f?hren.
Die Jugend wechselt ihre Neigungen aus Lebenslust, das Alter bewahrt sie aus Gewohnheit.
Die Laster erwarten uns im Lauf des Lebens wie Herbergen, in denen man einkehren muss. Ich zweifle, ob man sie aus Erfahrung meiden w?rde, wenn man denselben Weg zweimal gehen d?rfte.
Die Laster sind den Tugenden beigemischt wie die Gifte den Heil mitteln. Unsere Intelligenz verbindet und m??igt sie und bedient sich ihrer mit Nutzen gegen die ?bel des Daseins.
Die Launen unseres Herzens sind sonderbarer als die des Schicksals.
Die Leichtsinnigen und die Dummen sehen die Welt durch ihr Gef?hl.
Die Leiden anderer zu ertragen, haben wir alle genug Kraft.
Die Leidenschaften sind nur verschiedene Spielarten der Eigenliebe.
Die Leutseligkeiten der F?rsten ist oft nur eine Taktik, die Herzen des Volkes zu gewinnen.
Die Liebe gibt ihren Namen vielen Gesch?ften, mit denen sie so viel zu tun hat wie der Doge mit dem Alltagstreiben in Venedig.
Die Liebe kann, wie das Feuer, nicht ohne st?ndigen Antrieb bestehen, sie h?rt auf zu leben, sobald sie aufh?rt zu hoffen oder zu f?rchten.
Die M?ngel des Verstandes mehren sich im Alter wie die Falten des Gesichts.
Die M??igung gl?cklicher Menschen kommt von der Ruhe, die vollbrachte Leistungen ihrem Gem?t geschenkt haben.
Die meisten anst?ndigen Frauen sind wie verborgene Sch?tze, die nur in Sicherheit sind, weil man nicht nach ihnen sucht.
Die meisten Frauen beweinen den Tod ihrer Liebhaber nicht, weil sie sie geliebt haben, sondern um neuer Liebe w?rdig zu erscheinen.
Die meisten Frauen geben sich mehr aus Schw?che als aus Leidenschaft hin. Deshalb gelangen st?rmische M?nner ?fter ans Ziel, obwohl sie nicht liebenswerter sind als andere.
Die meisten jungen Menschen glauben, nat?rlich zu sein, wenn sie blo? grob und unh?flich sind.
Die meisten Menschen haben wie die Pflanzen geheime Eigenschaften, die man erst durch Zufall entdeckt.
Die meisten Menschen haben wie Pflanzen verborgene Eigent?mlichkeiten, welche der Zufall aufdeckt.
Die meisten Menschen lieben die Gerechtigkeit nur aus Angst, Ungerechtigkeit zu erleiden.
Die meisten unserer Fehler sind verzeihlicher als die Mittel die wir anwenden um sie zu verbergen.
Die Natur gibt uns unsere F?higkeiten, das Schicksal die M?glichkeit, sie auch anzuwenden.
Die Natur gibt Vorz?ge, aber erst das Gl?ck macht den Helden.
Die Natur scheint jedem schon bei seiner Geburt die Grenzen f?r seine Tugenden und Laster gezogen zu haben.
Die Philosophen verdammen den Reichtum nur, weil wir ihn schlecht gebrauchen.
Die Philosophen, vor allem aber Seneca, haben mit ihren Lehren keineswegs das Verbrechen beseitigt, sondern sie blo? benutzt, um damit am Palast der Selbstgef?lligkeit weiterzubauen.
Die Philosophie triumphiert m?helos ?ber vergangene und zuk?nftige ?bel, aber die gegenw?rtigen triumphieren ?ber sie.
Die Politiker r?hmen sich ihrer gro?en Taten, diese Taten aber sind selten Ergebnisse eines Planes, sondern meist nur Zufall.
Die Spr?digkeit der Frauen ist Kleid und Schminke ihrer Sch?nheit.
Die Torheit begleitet uns in allen Lebensperioden. Wenn einer weise scheint, liegt es daran, dass seine Torheiten seinem Alter und seinen Kr?ften angemessen sind.
Die Tr?gheit unseres Geistes ist gr??er als die unsres K?rpers.
Die Treue der meisten Menschen ist nur Erfindung ihrer Selbstsucht, um zuverl?ssig zu erscheinen. Auf diese Art erheben sie sich ?ber andere und verleiten sie dazu, ihnen die wichtigsten Dinge anzuvertrauen.
Die Unersch?tterlichkeit des Weisen ist nichts anderes als die Kunst, Ersch?tterungen nicht zu zeigen.
Die uns bewundern, lieben wir immer, die wir bewundern, nicht immer.
Die wahre Beredsamkeit besteht darin, das zu sagen, was zur Sache geh?rt, und eben nur das.
Die Wahrheit stiftet nicht so viel Nutzen, wie ihr Schein schadet.
Die Welt belohnt ?fter den Anschein des Verdienstes als das Verdienst selbst.
Die Zuversicht zu gefallen, ist oft ein Mittel, unfehlbar zu missfallen.
Egoismus benutzt alle Arten von Tugend und Laster.
Ehe man etwas brennend begehrt, soll man das Gl?ck dessen pr?fen, der es besitzt.
Eifersucht ist das gr??te aller Leiden und erweckt doch am wenigsten Mitleid in denen, die es verursachen.
Eifersucht ist in gewisser Hinsicht gerecht und vern?nftig, denn sie versucht ja, das Unsere oder das, was wir f?r das Unsere halten, zu verteidigen. Neid aber ist Wut ?ber den Besitz anderer.
Eigenliebe duldet leichter Verdammung unserer Ansichten als unserer Neigungen.
Eigennutz blendet die einen und erleuchtet die anderen.
Ein echter Mann kann sich wahnsinnig, aber nicht wie ein Narr verlieben.
Ein Feigling wei? selten, wie sehr er sich f?rchtet.
Ein geistreicher Mensch k?nnte sich oft einsam f?hlen ohne die Gesellschaft von Dummk?pfen.
Ein geistreicher Mensch w?re oft recht in Verlegenheit ohne die Gesellschaft der Dummk?pfe.
Ein kleiner Geist will nur glauben, was er sieht.
Ein wahrer Freund ist das Beste auf der Welt und wird doch so wenig gesucht.
Eine anst?ndige Frau ist ein verborgener Schatz. Wer ihn findet, tut gut daran, sich seiner nicht zu r?hmen.
Eine kleine Aufgabe kann uns gro? erscheinen lassen, aber eine Aufgabe, die gr??er ist als wir, wird uns meist klein machen.
Eine liebende Frau verzeiht eher die gr??te Indiskretion als die kleinste Untreue.
Eine Liebschaft besteht zum geringsten Teil aus Liebe.
Eine vollkommene Liebesnacht ist meistens das Ergebnis einer guten Mahlzeit.
Einem Verschrobenen seinen Willen tun, ist f?r den Normalen leicht, aber ihn zu lenken ist schwer.
Einseitige Menschen gefallen nicht lange.
Eitelkeit, Scham und vor allem Temperament machen die Tapferkeit der M?nner und die Tugend der Frauen.
Erst unser Herz gibt den F?gungen des Schicksals ihren Wert. '
Es erfordert gr??ere Tugenden, das gute Geschick zu ertragen als das B?se.
Es gibt eine Liebe, die die Eifersucht ausschlie?t.
Es gibt eine totale Revolution, die unsere Denkweise ebenso ver?ndert wie die Verteilung der Gl?ckg?ter.
Es gibt f?r den Verstand oder das Gef?hl der Frauen kein Gesetz, wenn nicht ihr Temperament zustimmt.
Es gibt immer noch mehr uneigenn?tzige als neidlose Menschen.
Es gibt kaum Menschen, die beim ersten Nahen des Alters nicht erkennen lassen, woran ihr Geist oder K?rper zugrunde gehen wird.
Es gibt kaum Menschen, die sich nicht sch?men, einander geliebt zu haben, wenn sie einander nicht mehr lieben.
Es gibt kein so gro?es Ungl?ck, aus dem ein kluger Mensch nicht Vorteil ziehen, und kein so gro?es Gl?ck, das sich f?r einen Dummkopf nicht zum Nachteil gestalten k?nnte.
Es gibt Lebenslagen, aus denen man sich nur mit ein wenig Tollheit retten kann.
Es gibt Leistung ohne Erfolg, aber keinen Erfolg ohne Leistung.
Es gibt naive Menschen, die sich erkennen und ihre Naivit?t geschickt zu benutzen verstehen.
Es gibt nur eine Liebe, aber tausend verschiedene Nachahmungen.
Es gibt R?ckf?lle bei den Krankheiten der Seele wie bei denen des K?rpers. Was wir f?r Genesung halten, ist h?ufig nur Unterbrechung oder Wechsel des Leidens.
Es gibt viele Mittel gegen die Liebe, aber keines ist unfehlbar.
Es gibt viele Mittel gegen die Liebe, aber keins ist unfehlbar.
Es gibt wenig anst?ndige Frauen, die nicht ihrer Anst?ndigkeit m?de w?ren.
Es gibt wenig Frauen, deren Wert ihre Sch?nheit ?berdauert.
Es gibt wohl gute Ehen, aber dann sind sie nicht vergn?glich.
Es gibt zwei Arten von Treue: Die eine entdeckt ohne Unterlass im geliebten Wesen neue Z?ge, die andere sieht eine Pflicht darin, best?ndig zu sein.
Es gibt zweierlei Arten von Neugier: die eine aus Eigennutz, die uns antreibt zu erfahren, was uns n?tzen kann, die andere aus Stolz, die dem Trieb entspringt, zu wissen, was andere nicht wissen.
Es hat sich nie jemand die M?he gegeben, den Verstand bis zu den Grenzen seiner M?glichkeiten zu benutzen.
Es ist besch?mender, seinen Freunden zu Misstrauen, als von ihnen get?uscht zu werden.
Es ist blo? eine andere Art der Eitelkeit, zu behaupten, dass man niemals eitel sei.
Es ist das Zeichen einer au?erordentlichen Leistung, dass selbst die gr??ten Neider sie loben m?ssen.
Es ist die gleiche Festigkeit, mit der wir der Liebe zu widerstehen verm?gen und durch welche diese erstarkt und dauert, daher sind schwache Menschen, die immer von Leidenschaften getrieben werden, fast niemals wirklich von ihnen erf?llt.
Es ist ebenso anst?ndig, sich seines Werts bewusst zu sein, wie es l?cherlich ist, sich seiner vor anderen zu r?hmen.
Es ist ebenso leicht, sich selber zu t?uschen, ohne es zu merken, wie es schwer ist, die anderen zu t?uschen, ohne, dass sie es bemerken.
Es ist ein Beweis geringer Freundschaft, das Erkalten der Freundschaft unserer Freunde zu ?bersehen.
Es ist eine Art Gl?ck, wenn man wei?, bis zu welchem Grad man ungl?cklich sein darf.
Es ist eine l?stige Krankheit, sich die Gesundheit durch allzu strenge Lebensweise zu erhalten.
Es ist gef?hrlich, dem Sch?chternheit vorzuwerfen, den man davon heilen will.
Es ist leichter, anderen mit Weisheit zu dienen als sich selbst.
Es ist leichter, den ersten Wunsch zu unterdr?cken, als all die anderen zu befriedigen, die er nach sich zieht.
Es ist leichter, die Menschheit als einen Menschen zu kennen.
Es ist leichter, jener ?mter w?rdig zu erscheinen, die man nicht hat, als derer, die man aus?bt.
Es ist leichter, Liebe zu finden, wenn man sie nicht hat, als sich von ihr zu l?sen, wenn man sie hat.
Es ist mehr Hochmut als G?te, wenn wir anderen ihre Fehler vorwerfen, und wir tadeln sie nicht so sehr, um sie zu bessern, als um sie zu ?berzeugen, dass wir selbst keine Fehler haben.
Es ist nicht leicht, mehr zu glauben, als was man sieht.
Es ist recht schwierig, gro?e, allen bezeigte G?te von Weltgewandtheit zu unterscheiden.
Es ist schwer, die zu lieben, die wir nicht achten, aber nicht weniger schwer, jene zu lieben, die wir mehr achten als uns selbst.
Es ist schwerer, der Geliebten treu zu sein, wenn sie uns gl?cklich macht, als wenn sie uns qu?lt.
Es ist schwerer, Gef?hle zu verbergen, die man hat, als die zu heucheln, die man nicht hat.
Es ist schwerer, Gef?hle, die man hat, zu verbergen, als solche, die man nicht hat, zu heucheln.
Es ist schwierig zu beurteilen, ob ein aufrichtiges und ehrliches Benehmen das Ergebnis der Anst?ndigkeit oder der Berechnung ist.
Es ist so schwer zu brechen, wenn man einander nicht mehr liebt.
Es ist viel leichter, einen ersten Wunsch zu unterdr?cken, als sich die W?nsche zu erf?llen, die der erste nach sich zieht.
Es ist weit wirtschaftlicher, freigebig als geizig zu sein.
Es ist wichtiger, Menschen zu studieren als B?cher.
Es ist, als h?tte der Teufel aus Absicht vor die T?r so mancher Tugend die Tr?gheit gestellt.
Es scheint, dass die Natur, welche die Organe unseres K?rpers so weise zu unserem Gl?ck eingerichtet hat, uns auch den Hochmut gegeben hat, um uns den Schmerz der Erkenntnis unserer Unvollkommenheit zu ersparen.
