Zitat von Daniel Czepko Von Reigersfeld
Indem der Teufel ist, ist er so gut als du Dem Wesen nach in Gott: Nichts mangelt ihm als Ruh.
Indem ich schweig, hab ich viel mehr von mir erfahrn, Als vor mir ausgeschwätzt viel Weis' in hundert Jahrn.
Kein Stern hat seines Laufs im Abgrund je vergessen, Gott hat ihm seine Bahn und dir dein Ziel bemessen.
Mensch, der Bewegung Quell und Ursprung ist die Ruh, Sie ist das Best. Ihr eilt die ganze Schöpfung zu.
Mensch, willst du selig sein, eh als du es sollst werden Ergib dich Gott: Du hast dein Himmelreich auf Erden.
Nichts wird, nichts ist, nichts bleibt im Himmel und auf Erden, Als diese zwei: Das ein' ist Tun, das andre Werden.
Viel Jahre tun es nicht, die Ewigkeit zu wissen: Ein Augenblick, und nicht so viel, muss sie umschließen.
Wann die Vernunft sich in ihr selbst verstiegen hat, So spricht sie: Ich bin Gott. Tut, was der Teufel tat.
Wann du dich willst in Gott und seinen Abgrund senken, So musst du nicht an Ihn, auch nicht an dich gedenken.
Was uns erhebt und stürzt, ist Willen und Verstand, Wer über beide steigt, der wird mit Gott bekannt.
Wer in sich schaut, der schaut, was Sonn und Erde trägt, Es regt sich alles zwar, doch er bleibt unbewegt.
Wie schlecht bereitet muss der Mensch zum Himmel sein, Der ihn nicht auf der Welt sich traut zu nehmen ein.
Wo kommt der Willen her? Das wollt auch Adam wissen, Drum ward er mit dem Schwert aus Eden fortgeschmissen.
Das ?u?re muss ein Weg zum innren Leben sein, doch f?ngt das innre an, so geht das ?u?re ein.
Das Gr?slein ist ein Buch, suchst du es aufzuschlie?en, Du kannst die Sch?pfung draus und alle Weisheit wissen.
Das Gut ist voller Lohn, das B?se voller Pein. O Mensch, wie soll in dir nicht H?ll und Himmel sein?
Dass alles in sich wirkt und sucht, kommt von Natur, Siehst du sie nicht in dir, ein Kraut zeigt die dir Spur.
Dass dir Gott selten hilft, da hast du zuzuschaun, So stark du glaubst, so stark ist seiner Hand zu traun.
Dein Leben h?rt nicht auf, wie tief man dich begr?bt, Wann du in Gott, und Gott hinwieder in dir lebt.
Der Gott gehorsam ist, fragt nicht nach Lohn und Pein, Er will nicht fromm um Heil, nicht gut um Wonne sein.
Der Sinn muss in Vernunft, Vernunft in Glauben gehn, der Glauben in die Lieb', nur so kannst du bestehn.
Der Weise h?rt nicht auf. So stark ist sein Begehren. Gott muss ihm, was er will, und sich auch selbst gew?hren.
Die Tugend, die du wirkst, ist selbst ihr gr??ter Sold, Wer au?er ihr was sucht, der kriegt f?r Segen Schuld.
Dort in der H?llen hat ein jeder seinen Willen, Drum steckt sie voller Pein, und nichts nicht kann sie stillen.
Erkenne selber dich. Wer sich erkennen kann, / Trifft inner sich oft mehr als einen Menschen an.
Es bringt dir einen Gott ein jedes Gr?slein bei, Und macht es dazu klar, dass er dreifaltig sei.
