Zitat von Jean Baptiste Poquelin
In der Ehe geht, wie auch sonst, Zufriedenheit über Reichtum.
Jawohl, selbst eine Dumme, hässlich wie die Nacht, zög ich der Schönsten vor, die zu viel Geist besitzt.
Jedoch beweisen wir gewissen Herrn es nun, Die dünkelhaft auf uns herabzuschaun geruhn, dass auch die Frauen sich am Forschungsdrang entzünden und wohl imstande sind, Vereine zu gründen.
Kann man das Werden eines schlechten Buches vergeben, Dann nur den Ärmsten, welche schreiben, um zu leben.
Kurz und gut, Sie soll im allerhöchsten Grad unwissend sein, Und unumwunden sag ich: Es genügt für sie, Wofern sie mich nur liebt, fest betet, näht und spinnt.
Man kann ein anständiger Mensch sein und doch schlechte Verse machen
Man muss sich besiegen lassen und Menschlichkeit haben.
Schließlich gibt es nichts Schöneres, als über den Widerstand einer schönen Frau zu triumphieren.
Stets sollte man sich der größeren Zahl anpassen Und niemals sich auffällig sehen lassen.
Wenn ich studiert hätte, würde ich an Dinge gedacht haben, auf die sonst niemand verfällt.
Wenn man, wie ich, eine böse Frau geheiratet hat, ist das Beste, was man tun kann, sich ins Wasser zu stürzen mit dem, Kopf voran.
Wer da rotzig ist, mag sich schnäuzen.
Wir müssen unverzagt an unsern Gittern rütteln, Um allen Geisteszwang auf immer abzuschütteln.
Wir sind in einem Staat und einer Zeit, Wo mit Gewalt nichts auszurichten ist.
An manchem Ort w?r' volle Offenheit Nur l?cherlich und schwerlich an der Zeit.
Bedecken Sie den Busen, den ich nicht darf sehn, Gar leicht bringt so etwas die Seelen in Gefahr Und weckt in uns Gedanken, die h?chst s?ndhaft sind.
Bisweilen fasst mir j?h ein Trieb den Sinn, Vorm Nahn der Menschen in die W?st' zu fliehn.
Das Weib ist wie der Efeu, der nur dann gedeiht, Solang er sich um einen festen Baumstamm rankt, Doch, von ihm losgetrennt, unfehlbar welken muss.
Den Frauen, kurz gesagt, ist jeder Zwang verhasst, Drum ist's gewagt, wenn man mit Argwohn sie verfolgt Und gar versucht, sie einzusperren.
Denn ein Pantoffelheld kann mich just nicht begeistern, Und sucht ich mit Gekeif mal meinen Mann zu meistern, So w?r es angebracht, verstopft' er mir, nicht faul, Mit wohl gezieltem Schlag das allzu lose Maul.
Der Weise ist auf alle Ereignisse vorbereitet.
Die Heuchelei ist ein privilegiertes Laster, das mit seiner eigenen Hand aller Welt den Mund verschlie?t und in Ruhe seine Straflosigkeit genie?t.
Die k?rzesten Irrt?mer sind immer die besten.
Die Liebe ist eine gro?e Lehrmeisterin.
Die meisten Menschen sterben an ihren Arzneien, nicht an ihren Krankheiten.
Die Neider sterben, nimmer stirbt der Neid.
Die Tochter muss gehorsam ihrem Vater sein, Und g?b er ihr selbst einen Affen zum Gemahl.
Dieweil mein schw?chrer Geist, vom Irdischen durchtr?nkt, Sich auf das traute Gl?ck des Ehestands beschr?nkt.
Ein gelehrter Dummkopf ist ein gr??erer Dummkopf als ein unwissender Dummkopf.
Einen Prozess f?hren zu m?ssen, hei?t, schon auf dieser Welt verdammt sein.
Er ist die Schmeichelei, die Achtung, das Wohlwollen selbst, sobald es nur auf Worte ankommt, aber Geld? Da ist's aus.
Es muss doch ein Gef?hl der Unbill in uns wecken, Will unserm Urteil man solch enge Grenzen stecken, dass wir mit Kleiderputz, Brokatstoff, H?kelei Und Mantelwurf uns nur befassen d?rfen.
