Zitat von Edgar Allan Poe
Indem er die Schönheit lobpreist, bekundet der Geniale nichts anderes denn die liebevolle Zuneigung des Sohnes für seine Mutter. Sie die Schönheit ist's ja, welche dem Genie das Leben gibt und oftmals Unsterblichkeit dafür einheimst.
Jeder Mensch von Genie hat seine Verleumder.
Jedwedes Bestreben, sich zum Über menschlichen emporzuschwingen, führt unwandelbar zum Absturz ins Untermenschliche.
Kein Heroen Verehrer verfügt über irgendwelche inneren Werte.
Keineswegs ist es eine irrationale Phantasterei, anzunehmen, wir könnten in einem künftigen Leben auf unser gegenwärtiges zurückblicken als auf einen Traum.
Man beteuere einem Schuft täglich zu mehreren Malen, er sei die Rechtschaffenheit in Person, und er wird sich in allem Ernst zumindest den Anschein einer perfekten »Respektabilität« geben.
Man kann auch den zartesten Kindern getrost den Hintern versohlen es ist wie mit den zähen Beefsteaks: Je mehr man sie klopft, desto zarter werden sie.
Man müsste das Original so wieder geben, dass eine Übertragung auf diejenige Nation, für welche sie bestimmt ist, den gleichen Eindruck mache, wie das Original auf die Nation macht, für welche es ursprünglich geschrieben wurde.
Nicht in der Erkenntnis liegt das Glück, sondern im Erwerben der Erkenntnis.
Nur dem luchsäugigen Blick des Philosophen ist es heutzutage noch möglich, alle Nebelschwaden menschlicher Unwürdigkeiten zu durchdringen und dahinter noch immer des Menschen Würde zu erkennen.
Sprach der Rabe: Nimmermehr!
Um in den Dingen des Menschenherzens durch und durch bewandert zu sein, müssen wir auch noch in dem mit eisernen schließen verschlossenen Buch der Verzweiflung nachschlagen.
Was das Publikum in einer Zeitschrift sucht, ist das anderswo nirgends Beschaffbare.
Wenn ich's recht verstehe, so ist in jedem "Liebet eure Feinde" doch auch ein "Hasset eure Freunde" enthalten.
Zeitungsherausgebern scheint die Konstitution der Götter von »Walhall« zu eigen: Tagtäglich hauen sie einander in Stücke und stehen jeden Morgen vollkommen munter und gesund wieder auf.
Aufgefordert, in aller K?rze den Begriff Kunst zu definieren, k?nnte ich ihn nur bezeichnen als die Reproduktion dessen, was unsere Sinne durch den Schleier der Seele von der Natur wahrnehmen.
Beim Kauf meiner B?cher bin ich stets auf einen recht breiten Rand bedacht.
Das Bewusstsein hoher Geburt ist eine moralische Kraft, deren Wert die Demokraten, und w?ren sie voll gestopft mit Mathematik, nimmermehr zu ermessen verm?gen.
Das Genie des K?nstlers manifestiert sich recht eigentlich in der Wahl des jeweiligen Lehms.
Das wahre Genie ist notwendigerweise wenn schon nicht universal in seinen Manifestationen, so doch solcher Universalit?t durchaus f?hig.
Den Grad der Versunkenheit eines Meditierenden k?nnen wir ermessen an der Art, wie er auf eine St?rung reagiert. Je tiefer sein Erschrecken, desto seichter sein Nachdenken und umgekehrt.
Der pure Diabolismus ist nichts als der zum Absoluten erhobene Wahnsinn. Luzifer hat blo? das Ungl?ck gehabt, ohne Hirn erschaffen worden zu sein.
Der wissentliche Gebrauch eines Zitats am unrechten Ort kann sehr klug und von st?rkster Wirkung sein, wenn der Zitierende sein Gesch?ft versteht.
Die blo?e Imitation der Natur, wie akkurat sie immer sein mag, berechtigt den Menschen noch lange nicht, sich den heiligen Namen »K?nstler« beizulegen.
Die einfachen, die unkomplizierten K?nste gedeihen zur Vollkommenheit schon an ihrem Ursprung. Alle komplexe Kunst aber bedarf der langsamen und m?hevollen Erfahrung vieler Epochen.
Die Eitelkeit der Logik ist ja imstande, eines Menschen Hirn g?nzlich zu verwirren.
Ein Mann von Genie, sobald er vom Schwierigen redet, meint blo? das Unm?gliche.
