Zitat von Plutarch
Jegliches Laster kann man durch die Tugend, keineswegs durch das entgegengesetzte Laster vermeiden.
Man darf ferner, wie ich behaupte, die Kinder nicht durch Schläge und Misshandlungen zu gutem Betragen anhalten, sondern nur durch Ermahnungen und vernünftiges Zureden.
Man soll ebenso wenig nach den Augen als nach den Fingern heiraten.
Nachlässigkeit richtet selbst vorzügliche Anlagen der Natur zugrunde, Belehrung aber verbessert eine schlechte Anlage.
Nicht nur Lob, sondern auch Tadel zur Unzeit bringt Schaden.
O Schicksal, gib mir zu so vielem und so großem Glück auch ein kleines Unglück!
Schifffahrt ist nötig, leben ist nicht nötig.
Tapferkeit und Klugheit sind immer seltene Tugenden unter den Menschen, aber die seltenste ist wohl die Gerechtigkeit.
Übermäßiges Lob blähet den Jüngling auf und machet ihn eitel.
Verunglimpfungen sind für den, der sie ausspricht, schimpflicher als für den, dem sie gelten.
Wenn einer in der Trunkenheit etwas Sträfliches begeht, so muss er doppelte Strafe erleiden, als wenn er es in der Nüchternheit begangen hätte.
Wenn ich dir was gebe, bettelst du umso mehr. Der Erste, der seine Hand auftut, ist schuld an deiner Gemeinheit, weil er dich zum Faulenzer machte.
Wenn ich noch solch einen Sieg erringe, wird er mein Untergang sein.
Wer wenig bedarf, der kommt nicht in die Lage, auf vieles verzichten zu müssen.
Wie schwer ist's doch, zum Bauche zu sprechen, der keine Ohren hat!
Wohnst du neben einem Lahmen, so wirst du hinken lernen.
Besser sterben als leben, wenn man nicht blo? vor den Feinden, sondern auch vor den Freunden in stetem Misstrauen leben muss.
Das Gehirn ist nicht nur ein Gef??, das gef?llt werden muss, sondern ein Feuer, das gez?ndet werden will.
Das ist k?niglich, dass man B?ses ?ber sich sagen l?sst von einem, dem man Gutes getan.
Das schlimmste unter den wilden Tieren ist der Tyrann, unter den zahmen der Schmeichler.
Das Sch?ne nachahmen und etwas sch?n nachahmen, ist nicht dasselbe.
Das Seltenste, was ich gesehen: ein alter Tyrann.
Der Atheist glaubt, der Abergl?ubische w?nscht, dass es keine G?tter gibt.
Der Charakter ist weiter nichts als eine langwierige Gewohnheit.
Der Haushalt ist der beste, in dem man nichts ?berfl?ssiges will, nichts Notwendiges entbehrt.
Der Tod ist das Ende aller Dinge des menschlichen Lebens, nur des Aberglaubens nicht.
Der W?rfel ist gefallen.
Die Dichtkunst ist eine redende Malerei, die Malerei aber eine stumme Dichtkunst.
Die Liebe macht blind f?r den geliebten Gegenstand.
Die Quelle und die Wurzel aller Trefflichkeit ist eine wohl geordnete Erziehung.
Ein F?rst erlangt am meisten Ruhm bei seinen B?rgern, wenn er die Alleinherrschaft in eine Volksherrschaft verwandelt.
Ein F?rst ist am gl?cklichsten, wenn er seine Untertanen dahin bringt, dass sie nicht ihn, sondern f?r ihn f?rchten.
Ein l?stiger und ungezogener Tischgenosse zerst?rt alle Lust.
Ein Mann, der ?ber sechzig Jahre ist und dem Arzt noch die Hand hinh?lt, ist belachenswert.
Eine gute Leibesbeschaffenheit in der Jugend ist die Grundlage eines guten Alters.
Einsicht verschafft das Gute, erh?lt es, mehrt es und macht rechten Gebrauch davon.
Erholung ist die W?rze der Arbeit.
Es ist schlimm, erst dann zu merken, dass man keine Freunde hat, wenn man wirklich Freunde n?tig hat.
Es ist schon w?nschenswert, von guter Abstammung zu sein, aber der Ruhm daf?r geb?hrt den Vorfahren.
