Zitat von Francesco Petrarca


In Wahrheit sind wir alle Staub und Schatten, In Wahrheit ist die Gierde blind gefräßig, In Wahrheit trügerisch ist jedes Hoffen.
Keine Wunde ist in mir so vernarbt, dass ich sie ganz vergessen könnte.
Mir sind die Städte Feind, mir Freund die Wälder.
O Leben, Leben, das so schön zu schauen, o wie verliert man leicht an einem Morgen, was man mit Pein in längster Zeit ergattert.
Soll ich das stolze, grausame, blinde Glück nicht hassen, das mit uns Menschen nach Willkür spielt?
Und geschieht es denn nicht stets, dass die wahre Liebe die schlechten Sitten anderer zur Umkehr bewegt?
Was das Volk über mich urteilt, ist mir so gleichgültig wie das Urteil einer Herde blöden Viehes.
Was nützt es, das Wesen der Tugend zu kennen, wenn wir sie nicht lieben?
Wer fallen muss, was schadet dem das Fallen? Was nützt es ihm, noch einmal auf kurze Zeit aufzustehen?
Wie hängt die Seele an frühen Eindrücken! Die Empfindung empört sich gegen die Vernunft.
Bisweilen schmerzt mich anderer Leute Ungl?ck mehr als das eigene.
Deine Seelenruhe l?sst sich st?ren durch des P?bels Stimme, die nie recht urteilt, nie die Dinge bei ihrem rechten Namen nennt?
Den Musen gef?llt der Wald, verhasst sind dem Dichter die St?dte.
Denn wie g?be es einen Ersten, wenn ihm nicht ein Zweiter folgte?
Der Mann hat anderes zu tun als der J?ngling.
Die meisten sprechen, wie sie nicht die Wahrheit, sondern ihr Gefallen antreibt, und weder im Lob noch im Tadel wird Ma? gehalten.
Die Weisen sagen, der Gegenstand des Willens sei die G?te, der des Verstandes die Wahrheit. Wertvoller aber ist es, das Gute zu wollen, als das Wahre zu erkennen.
Du leidest an einer alten Krankheit ? willst du nicht ein altes Mittel dagegen nehmen?
Du leidest an einer unheilvollen Seelenkrankheit. Die Modernen nennen sie Schwermut, die Alten hie?en sie geistige Tr?gheit.
Es ist die Natur des Reichtums, dass mit seinem Wachsen auch der Durst nach ihm, die Armut, w?chst.
Es ist ein gro?er Unterschied, ob ich etwas wei?, oder ob ich es liebe, ob ich es verstehe, oder ob ich nach ihm strebe.

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