Zitat von Johann Heinrich Pestalozzi


Jede gute Erziehung erfordert, dass zu Hause die Mutter von den Augen des Kindes, von seinem Munde und von seiner Stirn jeden Wechsel seines seelischen Zustandes abliest.
Jeder muss sich ein Ziel setzen, das er nicht erreichen kann, damit er stets zu ringen und zu streben habe.
Jedes Porträt, das mit Gefühl gemalt wurde, ist ein Porträt des Künstlers, nicht dessen, der ihm dafür gesessen hat.
Man muss das Unglück mit Händen und Füßen und nicht mit dem Maul angreifen.
Mut, das ist ganz sicher, gehört am notwendigsten von allen menschlichen Eigenschaften zum Glück.
Vatersinn bildet Regenten, Brudersinn Bürger, beide erzeugen Ordnung im Hause und im Staate.
Was ist die ganze Erziehung als das heilige Anknüpfen der Vergangenheit an das Dunkel der Zukunft durch weisen Gebrauch der Gegenwart?
Wer die Armut erniedrigt, der erhöht das Unrecht.
Wer etwas wert ist, den macht Erfahrung und Unglück besser.
Wer sich im Geist und in der Wahrheit als Bruder von Hunderten fühlt, der ist ein höherer Mensch als der Bruder von einem.
Wer sich nicht selbst helfen will, dem kann niemand helfen.
Wie sehr Macht der Wahrheit im Wege steht, ergibt sich schon daraus, dass zur Macht die Angst gehört.
Das gesellschaftliche Recht ist ganz und gar kein sittliches Recht, sondern eine blo?e Modifikation des tierischen.
Das Gute bleibt ewig gut, aber das Schlechte wird durch das Alter immer schlechter.
Das Herz gibt allem, was der Mensch sieht und h?rt und wei?, die Farbe.
Das Tier taugt zu allem, was es soll, vollkommen. Der Mensch zu nichts recht, als was er lernt, liebt und ?bt.
Das Wesen der Menschlichkeit entfaltet sich nur in der Ruhe. Ohne sie verliert die Liebe alle Kraft ihrer Wahrheit und ihres Segens.
Der Glaube versetzt Berge, der Zweifel erklettert sie.
Der Mittelpunkt alles Menschenverderbens ist Verh?rtung des Herzens.
Der Segen der Weit ist gebildete Menschlichkeit, und nur durch sie wirkt die Kraft der Erleuchtung und der Weisheit und der innere Segen aller Gesetze.
Die Anschauung ist das Fundament der Erkenntnis.
Die Regierungen irren immer und in allem unendlich mehr als der Mensch.
Die Wahrheit ist eine Arznei, die angreift.
Du wirst immer finden, dass wer viel in Not und Sorgen war, gemeinlich mehr ist, mehr kann und mehr wird, als die guten Hansen ohne Sorgen.
Entschlossenheit im Ungl?ck ist immer der halbe Weg zur Rettung.
Es ist das Los der Menschheit, dass die Wahrheit keiner hat. Sie haben sie alle, aber verteilt, und wer nur bei einem lernt, der vernimmt nie, was die anderen wissen.
Es ist Kraft im Widerspruch, er bringt in jedem Falle dem, der dessen wert ist, Segen, aber Lauheit und Kaltsinn bringen nie Segen.

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