Zitat von Publius Ovidius Naso
In der Mitte wirst du am sichersten gehen.
In glücklichen Zeiten werden die Herzen leicht übermütig.
In menschlichen Angelegenheiten spielt eine göttliche Macht mit.
In Versprechungen kann jeder reich sein.
Je größer jemand ist, desto eher kann sein Zorn gelindert werden.
Je später die Liebe kommt, umso heftiger.
Jede Liebe verleiht Worte.
Jede Liebe wird von einer neuen folgenden besiegt.
Jeder Elende ist ein furchtsames Ding.
Jeder sollte die Grenzen seiner Bestimmung einhalten.
Jeglicher Anlass sei dir für eine Aufmerksamkeit recht.
Kampf schadet, Zitherspiel, Nacht und Liebe erfreun.
Kein Liebender achtet darauf, was sich ziemt.
Keine Berechnung kann das Schicksal besiegen.
Keine Machtstellung ist von Dauer.
Langsamer oder schneller eilen wir alle zu dem einen Ruhesitz.
Man muss die Zeit nutzen: Schnellen Fußes vergeht die Zeit.
Man schämt sich oft der Dinge, die angenehm waren, als man sie tat, wenn man von ihnen erzählt.
Mir dient meine Rechte besser als die Zunge.
Mit den späten Jahren kommt die Erfahrung.
Mit der Zeit lassen die Sorgen nach.
Nichts gibt es auf der ganzen Welt, das Bestand hätte. Alles fließt.
Nichts ist dem Menschen sicher.
Nichts ist mächtiger als die Gewohnheit.
Nichts ist nützlich, was nicht auch ebenso schaden könnte.
Nichts ist schneller als die Jahre.
Niemand kann lehren, wovon er zu wenig versteht.
O Götter! Welch schwarze Nacht wohnt in den Herzen der Sterblichen!
O wie schwierig ist es, das Verbrechen nicht durch seine Miene zu verraten!
Ob sie sich hingeben oder sich verweigern, sie freuen sich dennoch, gefragt worden zu sein.
Oft betrügen die Männer.
Oft hat eine schweigende Miene Stimme und Worte.
Oft weckt Not Talent.
Rohheit führt zu Hass und grausamem Krieg.
Schönheit ist, ein zerbrechliches Gut.
Schwankenden Schrittes irrt das wandelbare Schicksal umher.
Sei geschäftig, und du wirst sicher sein.
Sieh nur zu, dass du nicht schadest, während du zu helfen wünschst.
So stand es im Buch des Schicksals.
So verblasst das Abwesende, und eine neue Liebe tritt ein.
So viele Muscheln am Strand, so viele Schmerzen sind in der Liebe.
So viele Sterne der Himmel, so viele Mädchen hat dein Rom.
Solange du glücklich bist, wirst du viele Freunde haben, in düsteren Zeiten wirst du allein sein.
Starkes gedeiht von selbst.
Süß ist's, die Zeit auf die Bearbeitung der Äcker zu verwenden.
Tauben, die gerade erst miteinander fochten, vereinigen nun ihre Schnäbel.
Tausendfältig sind die Spiele der Venus.
Traurig wirst du sein, wenn du allein sein wirst.
Tugend ist stets beschwerlich.
Tugend strebt Schwieriges an.
Um zu genesen, musst du viel Schmerzhaftes ertragen.
Und das Alter streckt aus die Hand, die Schönheit zerstört, und kommt herbei mit lautlosem Schritt.
Und den unbesiegten Mann besiegt der Schmerz.
Und keiner darf vor seinem Tod und seinem letzten Geleit glücklich genannt werden.
Und vieles, was hässlich ist, wenn es geschieht, gefällt uns, wenn es geschehen ist.
Unstet wendet die Liebe dein Herz hin und her.
Untätig verbrachte Zeit ist für mich wie der Tod.
Vergeude keine Zeit mit Bitten!
Vermögen bringt Ehren. Vermögen bringt Freundschaften. Der Arme liegt in allen Angelegenheiten darnieder.
Wähl dir eine, der du sagst: Du nur gefällst mir allein.
Wäre ich doch so glücklich, wie ich reinen Herzens bin!
Was aber ist weniger mühevoll als zu schweigen?
Was erlaubt ist, ist reizlos, was nicht erlaubt ist, brennt heftiger.
Was keine zeitweilige Pause kennt, ist nicht dauerhaft.
Was mir folgt, das will ich nicht, was sich mir entzieht, das verfolge ich.
Was verborgen ist, ist unbekannt, nach Unbekanntem gibt es kein Verlangen.
Was wagt der freche Amor nicht!
Wehre den Anfängen!
Weinen ist eine gewisse Lust.
Weißt du etwa nicht, dass die Hände der Könige weit reichen?
Wenn der leidgeprüfte Odysseus auf keine Gefahren gestoßen wäre, wäre Penelope zwar glücklich gewesen, doch ohne Ruhm.
Wenn dir ein Rad fehlt, dann mache den Weg zu Fuß.
Wenn du passend heiraten willst, dann heirate einen Ebenbürtigen.
Wenn er nur reich ist, gefällt selbst ein Barbar.
Wenn wir zu Asche geworden, wächst der Ruhm.
Wer auch immer du bist, der liebe: Einsame Orte sind schädlich, hüte dich vor einsamen Orten!
Wer die Strafe verdient hat, soll sie gleichmütig ertragen.
Wer lange Zeit stand, wird schlecht laufen.
Wer nicht träge werden will, der liebe!
Wie elend ist, wer Härteres erleidet, als man glaubt.
Wie viel Irrtum ist in den Herzen!
Wie zerbrechliches Eis vergeht Zorn auf Dauer.
Wir loben die alten Zeiten, doch wir leben in den unsrigen.
Wir streben immer nach dem Verbotenen und begehren, was uns versagt ist.
Woher kommt dem Menschen so großer Hunger nach verbotenen Speisen?
Zorn hilft noch so schwachen Händen.
Zu eurem Verderben glaubt ihr dem Feind!
Zu spät ergreife ich, schon verwundet, den Schild.
Zu wollen ist zu wenig: Du musst begehren, dich der Sache zu bemächtigen.
Auch allzu lang gelebt zu haben schadet.
Auch wenn es dich emp?rt: Das unerlaubte Vergn?gen macht Spa?.
Auch wenn sie die Allerh?sslichste ist: Keiner Frau gef?llt ihr ?u?eres nicht.
Auch wenn sie unter Wasser sind, so versuchen sie, unter Wasser zu schimpfen.
Auf den Wein folgt die Ruhe.
Aufgeregte Gem?ter zittern vor Hoffnung und Furcht.
Begierde ist etwas Grenzenloses.
Beginne deinen Versprechungen Taten hinzuzuf?gen!
Belangloses nimmt seichte Gem?ter ein.
Besiege deinen Unmut und deinen Zorn, du, der du alles ?brige besiegst!
Bisweilen haben Tr?nen das Gewicht von gesprochenen Worten.
Bisweilen ist Unrecht selbst f?r die n?tzlich, die es erlitten haben.
Daher wurden Gesetze geschaffen, damit der St?rkere nicht alles verm?ge.
Das Geben erfordert Verstand.
Das Gl?ck widersetzt sich feigen Gebeten.
Das Recht l?sst zu, Waffen gegen Bewaffnete zu ergreifen.
Das Unheilbare muss sorgf?ltig mit dem Schwert zur?ckgeschnitten werden, damit nicht das Unversehrte angesteckt werde.
Dein Los ist das eines Sterblichen: Was du begehrst, ist nichts Sterbliches.
Deine Rache wird den Schmerz verringern.
Deine Rede sei glaubw?rdig, deine Worte die ?blichen!
Deine Sorge sei, zu folgen, unter meiner F?hrung wirst du sicher sein.
Den Geist pflegt Ruhm anzustacheln.
Der Brennnessel ganz nah ist oft die Rose.
Der Erfolg beurteilt die Tat.
Der Liebende ist sich in der Regel seines eigenen Ruins bewusst.
Der Schiffbr?chige f?rchtet auch ruhige Gew?sser.
Der Wein gab Mut.
Der Wolf trachtet nach einem unbewachten Schafstall.
Des Armen Art ist es, zu z?hlen das Vieh.
Die breite Menge misst Freundschaften an ihrem Nutzen.
Die fl?chtige Jugend gleitet heimlich dahin und t?uscht uns.
Die G?tter haben ihre eigenen Gesetze.
Die Hoffnung ist es, die die Liebe n?hrt.
Die Liebe ist eine Art Kriegsdienst.
Die Liebe schweift umher und verweilt an keinem Wohnsitz.
Die Seelen sind frei vom Tod.
Die Strafe kann genommen werden, die Schuld wird ewig bleiben.
Die Tat ist vergangen, die Denkm?ler bleiben.
Die wilde Flamme erlischt, wenn das Holzscheit geteilt wird.
Die Worte der M?dchen sind leichter als herab fallende Bl?tter.
Die Zeit schwindet dahin, und wir altem durch unmerkliche Jahre, und die Tage fliehen, da keine Z?gel ihnen Einhalt gebieten.
Die Zeiten ?ndern sich, und wir mit ihnen.
Durch deine Beredsamkeit wird jedes Anliegen gut.
Ein leichter Wind n?hrt die Flammen, ein st?rkerer l?scht sie.
Ein leichtgl?ubig Ding ist die Liebe.
Ein Verzug stachelt Liebende immer an, sofern er nur von kurzer Dauer ist.
Eine Gesinnung, die sich des Rechten bewusst ist, lacht ?ber die L?gen des Ger?chts.
Eine recht gro?e Aufgabe ist es, sein Temperament zu b?ndigen.
Eine Seele, die an einer elenden Wunde leidet, muss geschont werden.
Erhasche tausend Herzen auf tausend Weisen!
Es bleibt der Weg durch den Himmel, durch den Himmel zu gehen werden wir versuchen!
Es ist auch erlaubt, sich vom Feind belehren zu lassen.
Es ist erfreulich, sich einer gl?cklichen Zeit zu erinnern.
