Zitat von Wilhelm Mueller


Ist das Wort der Lipp' entflohen, du ergreifst es nimmermehr, Fährt die Reu' auch mit vier Pferden augenblicklich hinterher.
Könnten wir alles mit eigener Kraft, Wie bald wär Gott aus dem Himmel geschafft.
Lustig in die Welt hinein, Gegen Wind und Wetter! Will kein Gott auf Erden sein, Sind wir selber Götter!
Manche Trän' aus meinen Augen Ist gefallen in den Schnee, Seine kalten Flocken saugen Durstig ein das heiße Weh.
Mein Herz ist wie erstorben, Kalt starrt ihr Bild darin: Schmilzt je das Herz mir wieder, Fließt auch ihr Bild dahin.
Nichts ist dem Menschen schwerer zu tragen Als eine Last von guten Tagen.
Wenn die Lieb' ist eifersüchtig, so bekommt sie hundert Augen, doch es sind nicht zwei darunter, die geradeaus zu sehen taugen.
Wenn die Menschen werden gescheiter, Macht der Teufel die Hölle weiter.
Wer jeder Tat sich unterfängt, der kommt zu keinem Rat. der jeden Rat beraten will, der kommt zu keiner Tat.
Bin gewohnt das Irregehen, es f?hrt ja jeder Weg zum Ziel: Unsre Freuden, unsre Leiden, Alles eines Irrlichts Spiel.
Das Wandern ist des M?llers Lust.
Die kalten Winde bliesen Mir grad ins Angesicht, Der Hut flog mir vom Kopfe, Ich wendete mich nicht.
Die Liebe liebt das Wandern, Gott hat sie so gemacht, Von einem zu dem andern Fein Liebchen, Gute Nacht.
Ein Narr und ein Weiser im Verein, Die wissen mehr als ein Weiser allein.

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