Zitat von Martin Luther
In tausend Jahren hat Gott keinem Bischof so köstliche Gaben gegeben als mir (denn rühmen soll man sich der Gaben Gottes).
Je größer Christe, je mehr Anfechtung, je mehr Sünd, je mehr Furcht.
Je mehr man predigt, je toller wird die Welt. Ja ich wollte, dass ich durch irgendein Schicksal gezwungen würde, das Predigen aufzugeben, damit Satan, so wie es die Welt wert ist, größere Freiheit hätte, seine Lehre zu predigen.
Jede Art Berufung ist bedeutsam und nötig, damit das Gewissen gewiss sei.
Jeder Abel hat seinen Kain.
Jugend ist wie ein Most. Der lässt sich nicht halten. Er muss vergären und überlaufen.
Kein Ehepflicht ohn Sünd geschieht.
Kein großes Werk wird unternommen oder getan in Besonnenheit. Es muss alles in einem Dorsel [Dusel] geschehen.
Kein Irrtum ist so feist, dass er nicht den Eindruck größter Beweisbarkeit machte, wenn man ihn aus der bloßen Vernunft ohne das Wort abwägt.
Ketzer sind nützlich. Wir wissen nicht, wie gut es uns ist, Gegner zu haben.
Kreuz und Verfolgung lehret einen die güldene Kunst.
Lieb ist Freud, Freud ist Liebe, und Freud ist Leben.
Liebt eure Weiber, erzieht eure Kinder!
Man darf den Teufel nicht locken, er kommt wohl sonst.
Man könnt einen nicht höher schelten als einen Heuchler, dieser ist die schlimmste Pest.
Man muss die Hunde bellen lassen, wer's ihnen aber wehren will, der muss manchmal eine ganze Nacht ungeschlafen liegen.
Man muss geben, will, man anders etwas haben.
Man muss Lehre und Leben unterscheiden. Das Leben ist bei uns ebenso schlimm wie bei den Päpstlichen.
Man predigt Menschenlehre, wenn man sagt: Sobald das Geld im Kasten klingt, entflieht die Seele [dem Fegefeuer].
Man soll die Christen lehren, dass es besser sei, den Armen etwas zu schenken und den Bedürftigen zu leihen, als Ablässe zu kaufen.
Mein Rat ist zu allen, die freien wollen, dass sie nicht scherzen. Und sucht nicht die Verbindung mit den Frauen nach den Leidenschaften des Fleisches und nach der Brunst, sondern betet, betet!
Meine Gedanken haben mir weher getan denn all meine Arbeit.
Menschentrost steht in äußerlicher, ansehnlicher Hülf, die man greifen, sehen und fühlen kann. Gottestrost steht allein im Wort und der Zusage, da er weder zu sehen, hören, noch fühlen ist.
Mit dem Buch macht Gott die Welt irr. Doch ist es ein Wunder, dass dies Buch erhalten worden ist.
Mit der Erbsünde nach der Taufe verhält es sich ebenso wie mit einer Wunde, die zu heilen beginnt. Es ist zwar in Wirklichkeit eine Wunde, aber eine, die heilt und fortlaufend den Vorgang der Heilung durchmacht, jedoch immer noch eitert und schmerzt.
Niemand soll sich mit Lasten belasten, die ihn nichts angehen.
Niemand zweifelt daran, dass vor der Sintflut das beste Zeitalter gewesen ist.
Regieren ist schwer, zumal in der Kirche. Die Menschen werden durch Freiheit schlecht, durch Gesetze verzweifelt. Verzweiflung aber ist zu keinem Ding gut.
Reichtum ist das allergeringste Ding auf Erden, das kleinste Geschenk, das Gott einem Menschen geben kann.
Schrei flugs und wehre dich! Der Papst hatte mich auch gebunden, aber ich bin meine Bande losgeworden.
Sehet, wie lieblich sind die Bäume, wie lieblich grünet's, wie ein köstlicher Mai ist's.
Singen ist eine edle Kunst und Übung.
So ist es auch mit der Rede: Was gemacht wird und nicht fließt, das hat weder Händ noch Füß.
So mich jemand in meinem Haus übereilt, bin ich auch als ein Wirt schuldig, mich zu wehren, viel mehr auf dem Wege.
Solche Männer sind die besten, die nicht blindlings zulaufen, sondern Partei ergreifen, nachdem sie beide Seiten geprüft haben.
Soll ich nun krank sein, so will ich unserm Herrgott zuliebe und dem Teufel zu Trotz krank sein.
Sparen ist zu lang geharrt, wenn nichts mehr da ist.
Strafe hasst man, aber die Sünde liebt man.
Tut einer Unrecht, so muss er auch bekennen.
Übersetzen ist wahrlich eine Kunst.
Und der Teufel quält die Menschen gar sehr mit Träumen.
Unser Glaube ist schwach und doch mächtig, denn es ist ein klein Geistlein im Herzen, das heißt unaussprechlich Seufzen, und der Heilige Geist tritt dazu, der es versteht.
Unter dem Papsttum sind wir allen Irrlehren ausgesetzt gewesen. Der Grund ist: Weil wir ohne den Glauben waren. Der Glaube aber ist wie der Mittelpunkt des Kreises.
Vernunft vor dem Glauben und der Erkenntnis Christi ist Finsternis, aber im Glaubenden ist sie ein treffliches Werkzeug. Denn wie alle Naturgaben und Werkzeuge in den Gottlosen gott los sind, so sind sie in den Gläubigen heilsam.
Verzweifeln an der Gnade, das ist unvergebbare Sünde.
Vor äußeren Feinden habe ich keine Angst, denn die Kirche geht nicht von außen her zugrunde. Aber die inwendigen Übel, die falschen Brüder, die werden's tun.
Wäre nicht die Kindertaufe, dann gäbe es keine Kirche, denn wenn die Erwachsenen die Macht Satans sähen, würden sie sich nicht taufen lassen und ihm absagen.
Was für einer bin ich gewesen? Ich habe Heilige angebetet, die nie sind geboren worden.
Was vom Himmel fällt, das ist teuflisch, was auf der Erde strauchelt, das ist menschlich.
Welt ist Welt, sie liebt weder die Gerechtigkeit noch duldet sie sie.
Wenn aber eine Frau auch etwas bitter ist, muss sie trotzdem ertragen werden, denn sie gehört ins Haus.
Wenn das Alter stark und die Jugend klug wär, das wär Gelds wert.
Wenn es keine Vergebung der Sünden gäbe, so wollt ich Gott gern durch Fenster auswerfen.
Wenn ich aufwache, so kommt der Teufel bald und disputiert mit mir, so lang, bis ich sage: Leck mich.
Wenn ihr angefochten werdet, durch Trübsal und Verzweiflung oder durch eine Gewissensnot, dann esst, trinkt, sucht Unterhaltung, wenn euch die Gedanken an ein Mädchen aufliefen, so tut so.
Wenn ihr die Ehe geschlossen habt, dann dürft ihr nicht zurück, wenn es auch schlimm ausgeht. Betet nur, es ist sehr vonnöten.
Wenn ihr mit Gott zürnt, so ist kein Hilf, wo aber Gott mit euch zürnt, so ist noch wohl Rat da.
Wenn Satans Reich aufhört, hören auch seine Einrichtungen auf.
Wenn wir alt werden, so beginnen wir zu disputieren, wollen klug sein und doch sind wir die größten Narren.
Wenn wir nur Gottes Gnad haben, da lachen uns alle Kreaturen an. Wenn ich zum Ziegelstein sage: Sei ein Smaragd!, so wird es geschehen.
Wer andre richtet, verurteilt sich selbst.
Wer Christus hat, hat genug.
Wer das Geringe verschmäht, dem wird das große nicht.
Wer den Pfennig nicht achtet, der wird keines Gulden Herr.
Wer eine Stund versäumet, der versäumet wohl auch einen Tag.
Wer etwas will anfangen, der mag es beizeiten tun.
Wer in Sünde fällt, soll darum nicht verzweifeln, sondern wieder zu sich kommen und von der Sünde lassen.
Wer sich mit 100 Gulden nicht nähren will, der nähret sich mit 1000 auch nicht.
Werden wir das Schwert über dem Papst zücken, so werden wir uns selber treffen.
Werke sind das Siegel und die Probe des Glaubens. Wie ein Brief ein Siegel braucht, so braucht der Glaube die Werke.
Wie wird das Wasser so unrein nach dem Bade! Ja, ich hab's vergessen, dass Haut und Fleisch von Dreck sein.
Wir Pfarrer sollen wachen, dass also Zeremonien gemacht und gehalten werden, dass das Volk nicht gar zu wild, noch zu gar heilig werde.
Wirklich übersetzen heißt: etwas, das in einer andern Sprache gesprochen ist, seiner Sprache anpassen.
Wo ist Gott nun jetzt, nach Erschaffung der Welt?
Wolken, die über den Himmel ziehn, ohne Regen zu geben, sind die Gerechtigkeit des Gesetzes, das viel verheißt, aber nichts gibt als Schauspielerei.
Wundersam ist die Torheit der Menschen, dass sie den Tod fürchten, dem doch niemand entfliehen kann, der allen Menschen gemein ist.
Zum Glauben und Evangelium darf niemand gezwungen werden. Es darf aber auch nicht gestattet werden, dass unter ein und derselben Obrigkeit jemand im Geheimen das Wort Gottes schmäht.
Zweifel ist Sünde und ewiger Tod.
Anma?ung ist der Kopf der Schlange.
Anstrengungen machen gesund und stark.
Armut ist in der Stadt gro?, aber die Faulheit viel gr??er.
Auf einen groben Klotz geh?rt ein grober Keil.
Bittet, rufet, schreiet, suchet, klopfet, poltert! Und das muss man f?r und f?r treiben ohne Aufh?ren.
Das Gesetz macht in keinem Stand und keinem Beruf gerecht.
Das Leben der Spekulation, die au?erhalb des Worts angestellt wird, das sind Tr?umereien, vom Teufel eingegeben.
Das Schlichte ist in allen K?nsten das Sch?nere.
Das Wort Gottes ist frei, es will nicht Fesseln dulden durch Vorschriften der Menschen.
Dass eine Kirche ist, ist ein Artikel des Glaubens. Wir m?ssen sie also mit dem Glauben erfassen, nicht mit Augen sehen.
Dem einen hilft N?chternheit, dem andern ein guter Trunk.
Dem Evangelium glauben, l?set von S?nden.
Den Menschen dienen, den dankbaren sowohl wie auch denen, die uns nicht danken das ist ein Mann.
Denen, die wirklich arm sind, muss man helfen.
Denn ein Herz voll Freude sieht alles fr?hlich an, ein Herz voll Tr?bsal alles tr?be.
Denn es ist besser, mit eignen Augen sehen, als mit fremden.
Denn Hoffen ist aus dem Geist Gottes, aber Verzweifeln ist aus unserm eignen Geist.
Denn wenn ein Staat st?rzt, so st?rzen auch seine Gesetze.
Denn wir m?ssen per gradus emporsteigen, auf einer Treppe zu andern Stufen, keiner wird auf einen Hieb der Erste.
Der ersparte Pfennig ist redlicher als der erworbene.
Der Gehorsam des Fleisches gegen den Geist, das hei?t recht eigentlich Paradies.
Der Leib ist des Teufels, aber der Seele wird geraten werden.
Der Lohn ist der M?he Preis.
Der Mensch bleibt n?rrisch bis ins vierzigste Jahr, wenn er dann anf?ngt, seine Narrheit zu erkennen, so ist das Leben schon dahin.
Der Papst hat das Wort aufgehoben und ein anderes Wort hervorgebracht.
Der Papst ist heute verm?gender als der reichste Crassus.
Der Sparpfennig ist reicher denn der Zinspfenning.
Der Teufel sitzt und faucht.
Der Tod ist eigentlich nur die Angst vor dem Tode.
Der wahre Schatz der Kirche ist das allerheiligste Evangelium der Herrlichkeit und Gnade Gottes. Dieser Schatz ist aber mit Recht allgemein verhasst, denn er macht aus den Ersten die Letzten.
Der Zorn erfrischt mir mein ganz Gebl?t, sch?rft mir den Geist, vertreibt die Anfechtungen.
Die Arznei macht kranke, die Mathematik traurige und die Theologie s?ndhafte Menschen.
Die ?rzte sind unseres Herrgotts Flicker.
Die Engel sind uns ganz nahe und sch?tzen uns und Gottes Kreaturen in seinem Auftrag. Um uns sch?tzen zu k?nnen, haben sie lange Arme, damit sie mit Leichtigkeit Satan verjagen k?nnen.
Die Ewigkeit gehet in keines Menschen Herz.
Die ganze Natur ist durch die S?nde verderbt und verdammt und kann sich nicht durch eigene Kraft und Bestreben aus diesem Unheil und Tode erheben.
Die ganze Welt l?stert Gott. Nur von der kleinen Zahl der Seinen, und das sind die ?rmsten, wird er verehrt.
Die Glocken klingen, klingen viel anders denn sonst, wenn einer einen Toten wei?, den er lieb hat.
Die Heilige Schrift ist ein Fluss, in dem ein Elefant schwimmen muss und ein Lamm gehen kann.
Die Jugend soll nicht traurig sein, sondern heiter und fr?hlich. Junge Menschen sollen voll Frohsinn sein.
Die kirchlichen Bu?satzungen sind nur den Lebenden auferlegt, den Sterbenden darf nach ihnen nichts auferlegt werden.
Die Lehre, dass man kirchliche Bu? strafen in Strafen des Fegefeuers umwandeln k?nne, ist ein Unkraut, das augenscheinlich ges?t wurde, als die Bisch?fe schliefen.
Die Leut wollen nicht fromm werden, spricht Gott, so muss ich den Teufel an sie schicken, der sie plagt mit dem Gesetze.
Die Liebe wird auch im k?nftigen Leben bleiben, Glaube und Hoffnung aber werden aufh?ren.
Die L?ge ist wie ein Schneeball: Je l?nger man ihn w?lzt, desto gr??er wird er.
Die Musik ist die beste Gottesgabe und dem Satan sehr verhasst.
Die Sinnlichkeit ist eine Mauer und ein gro?er Berg, der uns hindert, unser Heil zu sehen.
Die S?nde wird gefesselt durch die Taufe, und das Reich Gottes wird aufgerichtet.
Die Vernunft ist das gr??te Hindernis f?r den Glauben, weil alles G?ttliche ihr absurd scheint.
Die wahre Kirche besteht in der Erw?hlung und Berufung durch Gott.
Die wahre Kirche kann nicht ohne Blutvergie?en wachsen und erhalten werden. Denn Satan, ihr Widersacher, ist ein M?rder von Anfang an.
Die wahre Theologie ist eine Praxis, und ihr Grund ist Christus, dessen Tod wir im Glauben uns aneignen.
Die Welt hat nicht einen solchen Ekel an mir, als mein Ekel an dieser Welt ist.
Die Welt ist voll allt?glicher Wunder.
Die Welt ist wie ein trunkener Bauer, hebt man ihn auf einer Seite in den Sattel, so f?llt er auf der andern wieder herab.
Die Welt sch?ndet immer mehr, was man loben soll, und lobt, was man sch?nden soll.
Die Welt wird nur mit lauterem Wahn regiert.
Die Werke f?r den N?chsten, der Glaube f?r Gott.
Die Worte Christi sind immer treffend. Haben H?nde und F??e. Sie gehen ?ber alle Weisheit, Ratschl?ge und List der Weisen hinaus.
Drei Dinge machen einen Theologen: die Meditation oder Nachsinnung, das Gebet und die Anfechtung.
Dreierlei Art der Lebensf?hrung gibt es: es muss gearbeitet, gekriegt und regiert werden. Aus diesen drei St?nden besteht der Staat.
Du Hure, tu's nimmer weiter!
Durch die Werke geben wir Zinsgut, aber durch den Glauben empfangen wir Erbgut.
Ein Christenmensch ist ein freier Herr ?ber alle Dinge und niemand untertan. Ein Christenmensch ist ein dienstbarer Knecht aller Dinge und jedermann untertan.
Ein Ehemann muss bei seiner Frau und seinen Kindern viel ?bersehen k?nnen, und doch soll er das »Gesetz« nicht unter den Tisch fallen lassen.
Ein Geist, der mit verschiedenen Gesch?ften umgeht, kann sich nicht sammeln.
Ein junger Mensch ist ein junger Most, der l?sst sich nicht halten, er muss g?ren.
Ein L?g ist wie ein Schneeball, je l?nger man ihn w?lzt, je gr??er er wird.
Ein Prediger soll sich nicht wehren. Darum nehm ich kein Messer mit auf die Kanzel, sondern allein auf den Weg.
Ein Rausch ist zu ertragen, die Trunksucht aber nicht.
Ein Schluck Wasser oder Bier vertreibt den Durst, ein St?ck Brot den Hunger, Christus vertreibt den Tod.
Eine L?ge ist wie ein Schneeball, je l?nger man ihn w?lzt, je gr??er wird er.
Es gibt viele, die sind nicht wert, dass sie ein gutes Werk tun. Denn es ist ein gro?es Ding, dass ein Mensch w?rdig ist, ein gutes Werk zu tun.
Es ist die gr??te Versuchung, dass niemand seinen Beruf treulich erf?llt, sondern alle sich der Mu?e ergeben wollen.
Es ist ein Elend in diesem Leben! Die in Mu?e und Wohlstand leben, wollen nichts schaffen, und die an deren werden daran verhindert durch ihre Armut und durch ihre Belastung mit einem vielerlei von Gesch?ften.
Es ist ein ?beraus gerechtes Gesetz, dass die Zauberinnen get?tet werden, denn sie richten viel Schaden an, was bisweilen ignoriert wird, sie haben teuflische Gestalten, ich habe einige gesehen. Deswegen sind sie zu t?ten.
Es ist eine gro?e Wohltat Gottes, dass er uns nicht alles gibt, was wir w?nschen, so w?rde er uns n?mlich nur Anlass zum Traurigsein geben.
Es ist kein leichter Dienst auf Erden, denn der rechte Gottesdienst.
Es ist keine Tugend, edel geboren werden, sondern sich edel machen.
