Zitat von Gotthold Ephraim Lessing
Ist die Dichtkunst deswegen nicht hoch zu achten, weil einige Dichter ihre Harmonie durch Unkeuschheiten entheiligen?
Jeder liebt sich selber nur Am meisten.
Junge Bekanntschaft ist warm.
Kann man denn nicht auch lachend sehr ernsthaft sein.
Lachen erhält uns vernünftiger als der Verdruss.
Liebe bleibt Liebe. Eine Königin liebt nicht edler als eine Bettlerin, und eine Philosophin nicht edler als eine dumme Bauersfrau.
Lieben kannst du, du kannst lieben, Doch verliebe dich nur nicht!
Liebenswürdige Kinder sind schon oft die Mittelsperson zwischen veruneinigten Vätern gewesen.
Lieber ein paar verkehrte Worte als einen verkehrten Sinn!
Man muss ganz uneigennützig lieben.
Man muss nicht reicher scheinen wollen, als man ist.
Man muss Soldat sein für sein Land oder aus Liebe zu der Sache, für die gefochten wird.
Man sollte niemals ein Buch lesen, bloß weil es auf irgendeiner Bestsellerliste steht oder weil es einem zeitgenössischen Trend entspricht. Richtiges Lesen ist Bürsten gegen den Strich.
Man spricht selten von der Tugend, die man hat, aber desto öfter von der, die uns fehlt.
Mancher hat, aus Furcht zu irren, sich verirrt.
Nicht die Kinder bloß speist man Mit Märchen ab.
Nicht so redlich wäre redlicher.
Nichts verächtlicher als ein brausender Jünglingskopf mit grauen Haaren.
Nichts zieht den Undank so unausbleiblich nach sich als Gefälligkeiten, für die kein Dank zu groß wäre.
Nur die Sache ist verloren, die man aufgibt.
O über die wilden, unbiegsamen Männer, die nur immer ihr stieres Auge auf das Gespenst der Ehre heften! Für alles andere Gefühl sich verhärten!
Oh, ein Fürst hat keinen Freund, kann keinen Freund haben.
Oh, man ist auch verzweifelt wenig, wenn man weiter nichts ist als ehrlich.
Oh, was ist die deutsche Sprak für ein arm Sprak! für ein plump Sprak!
Perlen bedeuten Tränen.
Reiz ist Schönheit in Bewegung.
Sehen Sie, dass auch die Freude ihre Tränen hat? Hier rollen sie, diese Kinder der süßesten Wollust.
So gar verliebt sind wir nicht, dass uns nicht hungerte.
So wie es selten Komplimente gibt ohne alle Lügen, so finden sich auch selten Grobheiten ohne alle Wahrheit.
Still mit dem Aber! Die Aber kosten Überlegung.
Trau keinem Freunde sonder Mängel, Und lieb ein Mädchen, keinen Engel.
Verstand ist wie Spargel, zu groß gewachsen, taugt er nichts.
Vor allen Dingen eine Kleinigkeit als eine Kleinigkeit ansehen!
Was für Redner sind wir nicht, Wenn der Rheinwein aus uns spricht!
Was ist dem Laster Kirch' und Altar!
Was kann der Schöpfer lieber sehen als ein fröhliches Geschöpf?
Was man nicht zu verlieren fürchtet, hat Man zu besitzen nie geglaubt und nie gewünscht.
Was nennen Sie ruhig sein? Die Hände in den Schoß legen? Leiden, was man nicht sollte? Dulden, was man nicht dürfte?
Weil der Maulesel weder Pferd noch Esel ist, ist er darum weniger eines von den nutzbarsten lastentragenden Tieren?
Welche Freude, wenn es heißt: Alter, du bist alt an Haaren, Blühend aber ist dein Geist.
Wenn der Rat eines Toren einmal gut ist, so muss ihn ein gescheiter Mann ausführen.
Wenn ein Jude betrügt, so hat ihn, unter neun Malen, ein Christ vielleicht siebenmal dazu genötigt.
Wenn wir schön sind, sind wir ungeputzt am schönsten.
Wer über gewisse Dinge den Verstand nicht verliert, der hat keinen zu verlieren.
Wer überlegt, der sucht Bewegungsgründe, nicht zu dürfen.
Wie klein, wie armselig ist diese große Welt!
Wie manches würde in der Theorie unwidersprechlich scheinen, wenn es dem Genie nicht gelungen wäre, das Widerspiel durch die Tat zu erweisen.
Wir handeln alle nach dem Maße unserer Einsicht und Kräfte.
Wir malen mit Augen der Liebe, und Augen der Liebe müssen uns auch nur beurteilen.
Zu viel kann man wohl trinken, Doch nie trinkt man genug.
Zu viel Wissbegierde ist ein Fehler, und aus einem Fehler können alle Laster entspringen, wenn man ihm zu sehr nachhängt.
Begn?gt euch doch, ein Mensch zu sein!
Borgen ist Viel besser nicht als Betteln: so wie Leihen, Auf Wucher leihen, nicht viel besser ist Als Stehlen.
Das Lachen erh?lt uns vern?nftiger als der Verdruss.
Das wahre Genie arbeitet gleich einem rei?enden Strome sich selbst seinen Weg durch die gr??ten Hindernisse.
Das wahre Meisterst?ck, d?nkt mich, erf?llt uns so ganz mit sich selbst, dass wir des Urhebers dar?ber vergessen, dass wir es nicht als das Produkt eines einzelnen Wesens, sondern der allgemeinen Natur betrachten.
Dass eine einzige fehlgeschlagene Hoffnung uns gegen die Welt so unvers?hnlich macht?
Deine Begierden werden am sichersten eingeschl?fert und endlich gar ?berwunden, wenn man ihnen freies Feld l?sst. Sie reiben sich selbst auf.
Dem Alter, nicht der Jugend sei's geklagt, Wenn uns das Alter nicht behagt.
Dem Himmel ist beten wollen auch beten.
Dem Menschen ist Ein Mensch noch immer lieber als ein Engel.
Denn nichts ist gro?, was nicht wahr ist.
Der Aberglaub', in dem wir aufgewachsen, verliert, auch wenn wir ihn erkennen, darum doch seine Macht nicht ?ber uns. - Es sind nicht alle frei, die ihrer Ketten spotten.
Der Blick des Forschers fand Nicht selten mehr, als er zu finden hoffte.
Der Buchstabe ist nicht der Geist, und die Bibel ist nicht die Religion.
Der eine Teufel hat ihn verlassen, aber es sind daf?r sieben andere in ihn gefahren.
Der Endzweck der Wissenschaft ist Wahrheit, der Endzweck der K?nste hingegen ist Vergn?gen.
Der gro?e Baum braucht ?berall viel Boden, Und mehrere, zu nah gepflanzt, zerschlagen sich nur die Aste.
Der gr??te Fehler, den man bei der Erziehung zu begehen pflegt, ist dieser, dass man die Jugend nicht zum eigenen Nachdenken gew?hnt.
Der Hass, den man auf verloschene Freundschaft pfropfet, muss unter allen die t?dlichsten Fr?chtelringen.
Der Langsamste, der sein Ziel nicht aus den Augen verliert, geht noch immer geschwinder, als der ohne Ziel herumirrt.
Der Mensch? Wo ist er her? Zu schlecht f?r einen Gott, zu gut f?rs Ungef?hr.
Der wahre Bettler ist Doch einzig und allein der wahre K?nig.
Der wahre Kunstrichter folgert keine Regeln aus seinem Geschmacke, sondern hat seinen Geschmack nach den Regeln gebildet, welche die Natur der Sache erfordert.
Der Wille Und nicht die Gabe macht den Geber.
Der Wunder h?chstes ist, dass uns die wahren, echten Wunder so Allt?glich werden k?nnen, werden sollen.
Die beste Lunge ersch?pft sich, auch sogar eine weibliche. Sie h?ren alle auf zu schreien, wenn sie nicht mehr k?nnen.
Die besten Vergr??erungsgl?ser f?r die Freuden der Welt sind die, aus denen man trinkt.
Die Dienste der gro?en sind gef?hrlich und lohnen der M?he nicht, die sie kosten.
Die Eifersucht ist eine Art von Neid, und Neid ist ein kleines, kriechendes Laster, das keine andere Befriedigung kennt als das g?nzliche Verderben seines Gegenstandes.
Die Furcht hat ihren besonderen Sinn.
Die genaueste Erkl?rung des Witzes muss einem, der keinen hat, ebenso unbegreiflich sein, als einem Blinden die hinl?nglichste Erkl?rung der Farben ist.
Die Geschichte soll nicht das Ged?chtnis beschweren, sondern den Verstand erleuchten.
Die Gro?mut muss eine best?ndige Eigenschaft der Seele sein und ihr nicht blo? ruckweise entfahren.
Die gr?belnde Vernunft dringt sich in alles ein.
Die gute Logik ist immer die n?mliche, man mag sie anwenden, worauf man will.
Die Kunst geht nach Brot.
Die K?nste sind das, zu was wir sie machen wollen. Es liegt nur an uns, wenn sie uns sch?dlich sind.
Die Menge auf etwas aufmerksam machen hei?t: dem gesunden Menschenverstand auf die Spur helfen.
Die Menschen sind nicht immer, was sie scheinen, aber selten etwas besseres.
Die Poesie geht mehr auf das Allgemeine und die Geschichte auf das Besondere.
Die Polizei will alles, alles wissen.
Die Ruinen des Einen braucht die allzeit wirksame Natur zu dem Leben des Andern.
Die Sprache der Natur, die in den Gesch?pfen Gottes redet, nebst Vernunft und Gewissen ist allein die allgemeine Sprache, dadurch sich Gott allen Menschen und V?lkern offenbaren kann.
Die Ungl?cklichen ketten sich so gern aneinander.
Die Vorsicht h?lt den ehrlichen Mann immer schadlos.
Ein einzig b?ses Weib lebt h?chstens in der Welt. Nur schlimm, dass jeder seins f?r dieses einz'ge h?lt.
Ein einziger dankbarer Gedanke gen Himmel ist das vollkommenste Gebet.
Ein Gift, welches nicht gleich wirkt, ist darum kein minder gef?hrliches Gift.
Ein Titel muss kein K?chenzettel sein. Je weniger er von dem Inhalte verr?t, desto besser ist er.
Ein unbekannter Freund ist auch ein Freund.
Ein Vergn?gen erwarten ist auch ein Vergn?gen.
Eines Fehlers wegen entsagt man keines Mannes.
Err?ten macht die h?sslichen so sch?n, Und sollte Sch?ne nicht noch sch?ner machen?
Erziehung gibt dem Menschen nichts, was er nicht auch aus sich selbst haben k?nnte: Sie gibt ihm das, was er auch aus sich selbst haben k?nnte, nur geschwinder und leichter.
Es gibt gewisse Dinge, wo ein Frauenzimmer immer sch?rfer sieht als hundert Augen der Mannspersonen.
Es ist Arznei, nicht Gift, was ich dir reiche.
Es ist der Fehler des J?nglings, sich immer f?r gl?cklicher oder ungl?cklicher zu halten, als er ist.
Es ist ein Fehler des J?nglings, sich immer f?r gl?cklicher, oder ungl?cklicher zu halten, als er ist.
Es ist eine nichtsw?rdige Liebe, die kein Bedenken tr?gt, ihren Gegenstand der Verachtung auszusetzen.
Es sind nicht alle frei, die ihrer Ketten spotten.
