Zitat von Tse Lao
Ist die Regierung schwerfällig, so ist das Volk einfältig, ist die Regierung scharfäugig, so ist das Volk arglistig.
Je geschickter die Menschen, umso mehr seltene Waren.
Je mehr Gesetze, umso mehr Diebe und Räuber.
Je mehr scharfe Waffen im Volk, umso wirrer der Staat.
Je mehr Verbote, umso ärmer das Volk.
Kann sich öffnen und schließen das Himmelstor ohne das Weibliche?
Kein größeres Übel, als den Feind unterschätzen.
Lasse nichts Böses in Deinen Gedanken sein.
Lernen ist wie Rudern gegen den Strom. Hört man damit auf, treibt man zurück.
Nicht aus dem Hause gehn, doch alles wissen, nicht aus dem Fenster blicken, und doch das Dach des Himmels sehn.
Nicht wider die Natur handeln fördert der Dinge gedeihen.
Nichts in der Welt ist weicher und schwächer als Wasser, und doch gibt es nichts, das wie Wasser Starres und Hartes bezwingt, unabänderlich strömt es nach seiner Art.
Nichtstun ist besser, als mit viel Mühe nichts schaffen.
Nur wer mit keinem streitet, bleibt unbestritten Sieger.
Nur wer sich in Genügsamkeit genügt, hat stets genug.
Plagt nicht das Volk, macht ihm nicht hassenswert das Leben! Nicht gehasst wird nur der, der ihm nicht hassenswert macht das Leben.
Schafft ab die Geschicklichkeit, verwerft die Gewinnsucht keine Diebe und Räuber wird es mehr geben.
Schafft ab die Güte, verwerft die Rechtschaffenheit die Menschen werden wieder einander lieben.
Schafft ab die Heiligkeit, verwerft die Klugheit die Menschen werden hundertfach gewinnen.
Schätzt nicht die schätzenswerten Güter, und es wird nicht Räuber geben im Volk.
Sein Schwachsein bewahren, das nenne ich Stärke.
Selbst Himmel und Erde können nichts Dauerndes schaffen, um wie viel weniger der Mensch.
Seltene Güter führen zu Verbotenem.
Siegen und sich nicht brüsten, siegen und sich nicht rühmen, siegen und nicht stolz auf den Sieg sein, gezwungen nur sei man ein Sieger nicht, um zu zwingen.
So herrscht der Weise: Das Herz leeren, den Bauch füllen, stärken die Knochen, schwächen den Willen. Immer lässt er das Volk ohne Wissen und Begierde und die Klugen ohne Mut zum Handeln.
Unglück stützt sich auf das Glück, Glück liegt verborgen im Unglück, wer weiß, wo sie enden!
Unhörbar ist die Sprache der Natur.
Verantwortlich ist man nicht nur für das, was man tut, sondern auch für das, was man nicht tut.
Von großer Macht ist Mitleid, im Kampf verleiht es Sieg, im Widerstand Festigkeit, und wen der Himmel schützen will, den schützt er mit der Macht des Mitleids.
Wahre Herrscher legen nicht Wert auf Worte, von Wert sind alle ihre Taten, von selbst getan erscheinen sie dem Volk.
Wahre Worte sind nicht schön, schöne Worte sind nicht wahr.
Was man stürzen will, muss man erheben.
Wenn das Volk den Tod nicht mehr fürchtet, wie wollt ihr es mit dem Tode schrecken?
Wer andere bezwingt, ist kraftvoll, wer sich selbst bezwingt, ist unbezwingbar.
Wer andere erkennt, ist gelehrt. Wer sich selbst erkennt, ist weise. Wer andere besiegt, hat Muskelkräfte. Wer sich selbst besiegt, ist stark. Wer zufrieden ist, ist reich. Wer seine Mitte nicht verliert, der dauert.
Wer andere kennt, ist klug, wer sich kennt, ist weise.
Wer auf den Zehen steht, steht nicht sicher.
Wer den Mut hat zu verzweifeltem Wagnis, stirbt, wer den Mut hat, nichts aus Verzweiflung zu wagen, lebt, Mut in beiden Fällen, doch nützt der eine, der andere schadet.
Wer gern Recht behält, den überhört man.
Wer große Schritte macht, kommt nicht weit.
Wer kein Ziel hat, kann auch keines erreichen.
Wer leicht verspricht, hält selten Wort.
Wer nicht streitet, mit dem kann niemand in der Welt streiten.
Wer sein Licht nimmt und es zurückträgt zur Helle, dem wird nie widerfahren ein Leid, denn das heißt: dem Ewigen folgen.
Wer sein Nichtwissen weiß, ist erhaben, was er für Wissen hält, ist leidend, nur der gesundet von seinem Leiden, der sein Leiden erkannt hat als Leiden.
Wer weiß, spricht nicht, wer spricht, weiß nicht.
Wissen können wir von anderen lernen, Weisheit müssen wir uns selber lehren.
Wissende sind nicht gelehrt, Gelehrte sind nicht wissend.
Wo das Vertrauen fehlt, spricht der Verdacht.
Wo man nehmen will, muss man geben.
Wortreichtum verarmt. Wahre lieber das Maß!
Zeigt nichts Begehrenswertes, und es wird keine Verwirrung sein im Herzen des Volkes.
Zu Trauerfeiern rüstet euch, mit Trauer und Tränen gedenkt der hingemetzelten Scharen, mit Trauerfeiern feiert den Sieg!
Zuerst wussten die Niedrigen kaum von den Herrschern, später drängten sie sich um sie und rühmten sie, sie zu fürchten lernten sie später, dann zu verachten.
Andere erkennen ist weise. Sich selbst erkennen ist Erleuchtung.
Besser ist aufh?ren, als ?berf?llen.
Das Dao des Himmels: nutzen ohne schaden. Das Dao des Weisen: handeln ohne Streit.
Das Volk hungert, weil die Herren zu viel Steuern verzehren.
Das Volk lieben, den Staat ordnen, braucht man dazu Wissen?
Dem Guten fehlt die glatte Zunge, Glattz?ngige sind nicht gut.
Den Blick l?uternd zur Schau des Tiefen, kann man nicht frei werden von Unreinheit?
Den gro?en Staat regiert man, wie man kleine Fische br?t.
Denn der Gute dient dem Unguten als Lehrmeister, der Ungute dem Guten als Lehrling, wer nicht sch?tzt seinen Lehrmeister, nicht liebt seinen Lehrling, geht irr, sei er noch so klug.
Der Narr h?lt sich f?r weise, aber der Weise wei?, dass er ein Narr ist.
Der Saal mit Gold und Jade voll gestopft, ist nicht vor R?ubern zu bewahren.
Der wahrhaft Gelehrte sch?mt sich nicht, auch solche zu fragen, die unter ihm stehen.
Der Weise aber tut ab das Zuviel, den ?berfluss, das ?berma?.
Der Weise ist nicht gelehrt, der Gelehrte ist nicht weise.
Der Weise kennt die eigene Kraft und wird sie doch nie prahlend zeigen, kennt den eigenen Wert und wird sich doch nie selbst erh?hen, darum weist er Macht von sich und w?hlt Demut.
Der Weise lebt in der Einfalt und ist ein Beispiel f?r viele. Er will nicht selber scheinen, darum wird er erleuchtet.
Der Weise speichert nicht f?r sich, und da er andern dient, w?chst sein Besitz, und da er andern gibt, so mehrt er sich.
Derjenige der andere kennt, ist weise, derjenige, der sich selbst kennt, ist erleuchtet.
Des Himmels Netz ist von gewaltiger Gr??e, weitmaschig, und doch entschl?pft ihm nichts.
Die Dinge sind dazu da, dass man sie benutzt, um das Leben zu gewinnen, und nicht, dass man das Leben benutzt, um die Dinge zu gewinnen.
Die gr??te Offenbarung ist die Stille.
Die Kraft missbrauchen bringt Verfall.
Dinge wahrzunehmen ist der Keim der Intelligenz.
Dornengestr?pp ?berwuchert den Boden, wo Kriegsvolk gehaust hat, hinter den gro?en Armeen ziehen Hungerjahre.
Ein b?ses Werkzeug sind Waffen, je besser sie sind, umso b?ser, als Unheilbringer verabscheut.
Ein Land regiert man nach Regel und Ma?, Krieg f?hrt man ohne Regel mit List.
Ein wahrer Feldherr ist nicht kriegsw?tig, ein wahrer K?mpfer ist nicht zornm?tig, ein wahrer Bezwinger des Feindes nicht streits?chtig, ein wahrer Lenker der Menschen aber ist dem?tig.
Eines gewaltsamen Todes muss der Gewaltsame sterben.
Erreiche den Gipfel der Leere, bewahre die F?lle der Ruhe, und alle Dinge werden gedeihen.
Es ist kein ?bel ?rger als Begehren, kein Unheil b?ser als Sichnichtbegn?gen, kein Fehler gr??er als Erwerbenwollen.
