Zitat von Sprichwort Juedisches
Irrtum ist Scharfsinns Bruder Oft sitzt er statt seiner am Ruder.
Kannst du dein Haus dir selbst verwalten Sollst du nicht fremde Aufsicht halten.
Kaufmannsregel: Erst das Geld Dann die Ware zugestellt.
Kein echter Mann nimmt Dienste an Von dem, den er nicht achten kann
Kleine Gaben werden groß Bergen sie viel Lieb im Schoß.
Königs Wort Reißt Berge fort.
Kuchens Wert recht zu bemessen, musst du selber davon essen.
Leicht ist man entschlossen, findet man Genossen, erst auf sich gestellt, zeiget sich der wahre Held.
Leicht lernt man das Schlechte Und so schwer das Rechte.
Liebe wie Hass halten nicht Maß.
Man hasst oft die Zisterne Und trinkt ihr Wasser gerne.
Man schöpft nicht gleich so aus dem Vollen: Wer Böckle will, muss Böcklein wollen.
Manch schwer' Geschick erscheint schon leicht Wenn man's mit anderem vergleicht.
Menschenherz und Meeresboden sind unergründlich.
Mit dem Meister selbst verkehren Weiser macht als Buch und Lehren.
Nach schönen Frauen musst du frühmorgens schauen.
Naht eines Menschen letzte Stunde Scheint alles gegen ihn im Bunde.
Nicht daran kannst du erkennen Ob der Reiche reich zu nennen, dass viel Reichtum er besitzt Sondern wie er ihn benützt.
Nicht soll dir Wissen als Prunkstück dienen Um Stolz zu züchten in Gang und Mienen Auch darf es nie als Axt nur walten, Um dir dein Holz damit spalten.
Nicht, wer nichts hat, nein, wer nichts kann, Der ist ein wahrhaft armer Mann.
Nie hielten Menschenkinder Sich selbst für arge Sünder.
Nur der, den auch die Menschen lieben Ist auch bei Gott gut angeschrieben.
Nur wer sich echt begeistern kann Ein Riesenwerk bemeistern kann.
Ob noch so schwer des Lebens Bürde, Vergiss nie deine Menschenwürde.
Oft hasst man den Brotherrn Und isst doch sein Brot gern.
Oft zu Gast, wird bald zur Last.
Ohne Wahrheit, Frieden, Recht Steht's um Landes Wohlfahrt schlecht.
Solang noch die Leitung in deiner Hand Lenke den Ochsen und pflüge das Land.
Soll er zur Meisterschaft einst reifen, Lass ihn, wozu's ihn drängt, ergreifen.
Sorg, dass man einst an deiner Bahre Nur Gutes über dich erfahre.
Stete Not Langsamer Tod.
Stillstand gräbt sein eigen Grab Wer nicht zunimmt, nahm schon ab.
Stirbt ein Meister, schied ein Held Trifft sein Verlust die ganze Welt.
Such tollkühn nicht Gefahresstätten Und denk', ein Wunder werd' dich retten.
Unfrieden manches Haus zerstört Wie wenn im Mohn der Wurm verkehrt.
Unkraut, auch ungepflegt, gedeiht Doch Frucht will Pflege, Schutz und Zeit.
Was die Stern' dem Firmamente Sind der Welt Geist und Talente.
Was dir an anderen verhasst, Auch anderen an dir nicht passt.
Was mehr als zwei betreiben, Wird's wohl Geheimnis bleiben?
Was Ortsgebrauch, das tue auch.
Weisheit und Gold Sind selten einem hold.
Wen man beim Fortgehn nicht vermisst, An dem ist wohl nichts eingebüßt.
Wenn aus dir selbst nicht Adel spricht, So nützen tausend Ahnen nicht.
Wenn du deine Träume erfüllt sehen willst, darfst du nicht schlafen.
Wenn Gott zu dir in Wundern spricht, So merkst du's, doch in Wundern nicht.
Wenn Maus und Katze sich verbünden, Geschieht's gewiss aus guten Gründen.
Wenn Riese sich mit Riesin paart Was anders gibt's als Riesenart?
Wer der Nachsicht selbst bedarf, Richte andre nicht zu scharf.
Wer Herzensenge Hat Worte die Menge.
Wer hielt es wohl in einem Haus Lange mit einer Schlange aus?
Wer langsam und besonnen geht, Doch oft zuerst am Ziele steht.
Wer möcht' den Einsatz wohl riskieren Wo man nur Ruß gewinnt und Perlen kann verlieren.
Wer seinen Sohn nichts lernen ließ, Ihn gleichsam auf den Raub verwies.
Wer sich ein teuflisch Weib gefreit, Hat diesseits schon ein Höllenleid.
Wer sich verdungen hat als Knecht, Dem sei auch Knechtes Arbeit recht.
Wer studiert Nicht repetiert Der hat gesät Und nicht gemäht.
Wer überfromm und dumm, um den geh' weit herum.
Wer wäre je von hier geschieden Der halb erreicht, was er erhofft, hienieden.
Wie groß auch Ungemach und Plagen, Die Zeit, sie hilft sie alle tragen.
Wie guter Ruf, wo du bekannt, Wirkt gutes Kleid im fremden Land.
Wie höflich doch der arme Mann Bei offner Tür noch klopft er an.
Wie viel, im Sturm zu Gott gelobt, Wird Lüge, wenn er ausgetobt.
Wird's dem Schüler schwer wie Eisen Zähl' auch den Lehrer nicht zu den Weisen.
Wissen und kein Beruf Schon viel Unheil schuf.
Wo Aug und Herz zur Sünde ziehn, Da hat Begier ein leicht Bemühn.
Wo Leidenschaft die Zügel führt Wird oft der beste Kopf verwirrt.
Wo man ihn noch als Kind gekannt, wird kein Prophet Prophet genannt.
Wohin das Herz will gerne ziehn Da tragen es die Füße hin.
Wohltätigkeit dein Geld Wie Salz das Fleisch erhält.
Zähl deines Lebens trübe Stunden Erst nach, wenn du sie überwunden.
Zwei essen aus derselben Schale Und halten ganz verschiedene Mahle.
Am wenigsten sind viele Worte Im Trauerhaus am rechten Orte.
An dem F?chselein siehst du schon, dass er eines Fuchses Sohn.
Baulust Geldverlust.
Beim Geben, Trinken und im Zwist Zeigt jeder Mensch sich, wie er ist.
Besser ist es, v?llig ruhn, Als etwas verdrossen tun.
Besser kurz und b?ndig, Als Geschw?tz vielst?ndig.
Besser Schimpf erdulden Als Schimpf verschulden.
Bet' lieber kurz aus Herzensdrang Als Wortgeplapper viel Stunden lang.
Da wo zwei K?che an einem Herd, Da bin ich nicht gern eingekehrt.
Das Ungl?ck hat Fl?gel, Erreicht Berge wie H?gel. Das Gl?ck hat rechten Schneckengang, Und oft wird ihm der Berg zu lang.
Dein Ursprung g'ring dein Ende kl?glich Dein Richter streng dran denke t?glich.
Dem einen scheint's berghoch, Dem andern kaum zwerghoch.
Dem nur stehn sch?ne Reden gut, Der, was er predigt, selber tut.
Den nenn' ich einen weisen Mann, Der wei?, dass er von jedem lernen kann.
Den rechten Augenblick vers?umt Wird selten noch ein Werk geraten rum loht die Flamme, nicht getr?umt Und rasch den K?rbis dran gebraten.
Den wahren Geschmack des Wassers erkennt man in der W?ste.
Den Wein erkennt man am Geruch, Den Esel an den Ohren, Den Weisen wohl am Tun und Spruch, Und am Geschw?tz den Toren.
Der Baum selbst gibt zur Axt den Stiel, Die seinem Leben setzt ein Ziel.
Der Dieb selbst, Der zum Einbruch geht, Zu Gott noch um Gelingen fleht.
Der eine stets den Baum begie?t Der andere seine Frucht genie?t.
Der Glaube soll dich stets beleben: Wer Leben gab, gibt auch zu leben.
Der Mensch allein durch seinen Glauben Kann selbst dem Tod sein Bittres rauben.
Der S?ldner kriegt Der Feldherr siegt.
Der Teufel hol' den Einfall, der einem zu sp?t kommt.
Der Weisen Disput Kommt der Weisheit zugut.
Der Weisen Wink und Wort und Spruch Sei heilig dir wie Bibelbuch.
Des Menschen Denk und Ausdrucksweise Verr?t dir seine Herkunftsweise.
Des Wissens sch?nstes Kleid: Bescheidenheit.
Die ?rgsten Feinde unbestritten Sind die in eigenen Hauses Mitten.
Die beste Macht bei Sinnenlust Hast du in deiner eignen Brust.
Die Kohle, die zurzeit nicht hitzt Dir schwerlich nach der Zeit noch n?tzt.
Die Mutter soll im L?rm der Gassen Ihr Kind nicht aus den Augen lassen.
Die Tugend, die noch nicht erprobt Die bleibet besser ungelobt.
Drau?en wie wenig! Daheim der K?nig.
Durch mehr tun, als dazugeh?rt, Ward oft schon gut in schlecht gekehrt.
Eher mach zum Werkeltag dein Fest, eh du's zum Betteln kommen l?sst.
Eigne Fehler An andern nicht z?hle.
Ein alter Wunsch, der ?lteste wohl auf Erden: Die Jungen m?chten alt, verj?ngt die Alten werden.
Ein Arzt, der keinen Lohn begehrt Ist selten gro?en Lohnes wert.
Ein b?ses Wort oft weher tut Als Sch?digung an Geld und Gut.
Ein Deut im Kasten klappert mehr, Als wenn er voller Taler w?r'.
Ein liebes Weib, ein wohnlich Dach, dazu ein St?cklein Brot, Wer diese drei sein eigen nennt, mit dem hat's keine Not.
Ein sch?nes Weib als Ehgef?hrt, Das gibt dem Leben Doppelwert.
Eine Br?cke ist die Erde Keine Ruhebank zum Schlafen Darum immer vorw?rts schreiten Sonst erreichst du nicht den Hafen.
Erst adle dich, dann tadle mich.
Erst durch des Wissens Verwendung Erf?llt sich des Weisen Sendung.
Erst sehn Und dann zum Altar gehn.
Erst studieren, Dann kritisieren.
