Zitat von Wilhelm Freiherr Von Humboldt


Jeder Augenblick der Gegenwart ist eine schöne, aber nur eine Blüte. Den Kranz vermag nur das Gedächtnis zu flechten, das die Vergangenheit mit der Gegenwart verknüpft.
Jeder Augenblick übt nur eine Kraft in einer Art der Äußerung. Häufige Wiederholung geht in Gewohnheit über, und diese eine Äußerung dieser einen Kraft wird nun mehr oder minder, länger oder kürzer, Charakter.
Jeder muss den Mut der Überzeugung haben.
Mir kommt es immer vor, dass die Art, wie man die Ereignisse des Lebens nimmt, ebenso wichtigen Anteil an unserem Glück und Unglück hätte, als diese Ereignisse selbst.
Mit der Energie aber schwindet jede andre Tugend hin. Ohne sie wird der Mensch Maschine. Man bewundert, was er tut, man verachtet, was er ist.
Nur der Wechsel ist wohltätig. Unaufhörliches Tageslicht ermüdet.
Staatsverfassungen lassen sich nicht auf Menschen wie Schößlinge auf Bäume pfropfen. Wo Zeit und Natur nicht vorgearbeitet haben, da ist's, als bindet man Blüten mit Fäden an.
Was im Menschen gedeihen soll, muss aus seinem Innren entspringen, nicht ihm von außen gegeben werden, und was ist ein Staat, als eine Summe menschlicher wirkender und leidender Kräfte?
Wer sich auf mehrere Gegenstände verbreitet, wirkt schwächer auf alle. So stehen Kraft und Bildung ewig in umgekehrtem Verhältnis.
Auch fordert jede Wirkung eine gleich starke Gegenwirkung, jedes Zeugen ein gleich t?tiges Empfangen. Die Gegenwart muss daher schon auf die Zukunft vorbereitet sein.
Auch in Frauen bewahrt das Alter vieles, was man in ihrer Jugend vergeblich suchen w?rde.
Das Arbeiten ist meinem Gef?hl nach dem Menschen so gut ein Bed?rfnis als Essen und Schlafen.
Das Lehnssystem war es, in welchem die ?rgste Sklaverei und ausgelassene Freiheit unmittelbar nebeneinander existierte.
Das Weib muss dienen und gehorchen, scheiden von jeder eignen Lust und sonder Klage im sauren Dienst der Stirne Schwei? vergeuden.
Denken und Wissen sollten immer gleichen Schritt halten. Das Wissen bleibt sonst tot und unfruchtbar.
Der Tod ist kein Abschnitt des Daseins, sondern nur ein Zwischenereignis, ein ?bergang aus einer Form des endlichen Wesens in eine andere.
Die erste Herrschaft schuf das Bed?rfnis. Man gehorchte nie l?nger, als man entweder den Herrscher nicht entbehren oder ihm nicht widerstehen konnte.
Die gef?hrlichste aller Weltanschauungen ist die Weltanschauung der Leute, welche die Welt nie angeschaut haben.
Die meisten Leute machen sich selbst blo? durch ?bertriebene Forderungen an das Schicksal unzufrieden.
Die meisten Menschen machen sich selbst blo? durch ?bertriebene Forderungen an das Schicksal unzufrieden.
Die Natur gef?llt, rei?t an sich, begeistert, nur weil sie Natur ist.
Die sch?ne und reine Weiblichkeit sollte nur durch die sch?nste und reinste M?nnlichkeit angezogen werden.
Die Vernunft hat wohl F?higkeit, vorhandnen Stoff zu bilden, aber nicht Kraft, neuen zu erzeugen. Diese Kraft ruht allein im Wesen der Dinge, diese wirken, die wahrhaft weise Vernunft reizt sie nur zur T?tigkeit und sucht sie zu lenken.
Diejenige Regierung ist die beste, die sich ?berfl?ssig macht.
Ein Gem?t, das sich meist in Heiterkeit erh?lt, ist schon darum so sch?n, weil es immer auch ein gen?gsames und anspruchsloses ist.
Es gibt nichts Begl?ckenderes f?r einen Mann als die unbedingte Ergebenheit eines weiblichen Gem?ts.
Es ist unglaublich, wie viel Kraft die Seele dem K?rper zu leihen vermag.
Es kann ein Liberaler Minister sein, aber deshalb ist er noch kein liberaler Minister.

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