Zitat von Johann Christian Friedrich Hoelderlin


In herrlicher Einsamkeit hab ich manchmal in mir selber gelebt, ich bin's gewohnt geworden, die Außendinge abzuschütteln wie Flocken von Schnee, wie sollt ich dann mich scheun, den so genannten Tod zu suchen?
In jüngern Tagen war ich des Morgens froh, Des Abends weint ich, jetzt, da ich älter bin, Beginn ich zweifelnd meinen Tag, doch Heilig und heiter ist mir sein Ende.
Ist der Mensch nicht veraltert, verwelkt, ist er nicht wie ein abgefallen Blatt, das seinen Stamm nicht wieder findet und nun umher gescheucht wird von den Winden, bis es der Sand begräbt? Und dennoch kehrt sein Frühling wieder!
Ist nicht göttlich, was ihr höhnt und seellos nennt? Ist besser denn euer Geschwätz die Luft nicht, die ihr trinkt?
Ja!, ein göttlich Wesen ist das Kind, solang es nicht in die Chamäleonsfarbe der Menschen getaucht ist.
Ja, vergiss nur, dass es Menschen gibt, darbendes, angefochtenes, tausendfach geärgertes Herz! und kehre wieder dahin, wo du ausgingst, in die Arme der Natur, der wandellosen, stillen und schönen.
Je glücklicher du bist, umso weniger kostet es, dich zugrunde zu richten.
Je höher sich die Natur erhebt über das Tierische, desto größer die Gefahr, zu verschmachten im Land der Vergänglichkeit!
Jeder hat seine Mysterien.
Lass allen Tugenden die Sterbeglocke läuten! Ich höre ja dich, dich, deines Herzens Lied, du Liebe!, und finde unsterblich Leben, indessen alles verlischt und welkt.
Lass dich in deiner Ruhe nicht stören, holder Stern! wenn unter dir es gärt und trüb ist.
Lass die Welt ihren Gang tun, wenn er nicht aufgehalten werden kann, wir gehn den unsern.
Lass uns vergessen, dass es eine Zeit gibt, und zähle die Lebenstage nicht! Was sind Jahrhunderte gegen den Augenblick, wo zwei Wesen so sich ahnen und nahn.
Lass vergehen, was vergeht. Es vergeht, um wiederzukehren. Es altert, um sich zu verjüngen. Es trennt sich, um sich inniger zu vereinen. Es stirbt, um lebendiger zu werden
Lasst den Menschen spät erst wissen, dass es Menschen, dass es irgend etwas außer ihm gibt, denn so nur wird er Mensch.
Lasst von der Wiege an den Menschen ungestört! Treibt aus der eng vereinten Knospe seines Wesens, treibt aus dem Hüttchen seiner Kindheit ihn nicht heraus!
Man schämt sich seiner Sprache. Zum Tone möchte man werden und sich vereinen in Einen Himmelsgesang.
Mein ganzes Wesen verstummt und lauscht, wenn der leise geheimnisvolle Hauch des Abends mich anweht.
muss nicht alles leiden? Und je trefflicher es ist, je tiefer! Leidet nicht die heilige Natur?
Neide die Leidensfreien nicht, die Götzen von Holz, denen nichts mangelt, weil ihre Seele so arm ist, die nichts fragen nach Regen und Sonnenschein, weil sie nichts haben, was der Pflege bedürfte.
Nimm mich, wie ich mich gebe, und denke, dass es besser ist zu sterben, weil man lebte, , als zu leben, weil man nie gelebt!
Noch ist die Quelle der ewigen Schönheit nicht versiegt.
Not und Angst und Nacht sind eure Herren. Die sondern euch, die treiben euch mit Schlägen aneinander.
Nur das ist die wahrste Wahrheit, in der auch der Irrtum, weil sie ihn im Ganzen ihres Systems, in seine Zeit und seine Sache setzt, zur Wahrheit wird.
O es ist ein seltsames Gemische von Seligkeit und Schwermut, wenn es sich so offenbart, dass wir auf immer heraus sind aus dem gewöhnlichen Dasein.
O es ist süß, so aus der Schale der Vergessenheit zu trinken.
O heilige Pflanzenwelt!, rief ich, wir streben und sinnen und haben dich doch! Wir ringen mit sterblichen Kräften, Schönes zu baun, und es wächst doch sorglos neben uns auf!
O ihr genossen meiner Zeit! fragt eure Ärzte nicht und nicht die Priester, wenn ihr innerlich vergeht!
O ihr Schatten seliger Zeit!, ihr meine trauten Erinnerungen!
O Retterin!, o Natur!, du gute, alles heilende!
O wie hatten die alten Tyrannen so Recht, Freundschaften wie die unsere zu verbieten! Da ist man stark wie ein Halbgott und duldet nichts Unverschämtes in seinem Bezirke!
Ohne Freude kann die ewige Schönheit nicht recht in uns gedeihen.
Religion ist Liebe der Schönheit.
Ruhe der Kindheit!, himmlische Ruhe!
Sanft zu sein zur rechten Zeit, das ist wohl schön, doch sanft zu sein zur Unzeit, das ist hässlich, denn es ist feig!
Schwinde, schwinde, sterbliches Leben, dürftig Geschäft, wo der einsame Geist die Pfennige, die er gesammelt, hin und her betrachtet und zählt! Wir sind zur Freude der Gottheit alle berufen!
So gab der Mensch sich seine Götter. Denn im Anfang war der Mensch und seine Götter Eins, das, sich selber unbekannt, die Schönheit war.
Tausendmal hab ich in meiner Herzensfreude gelacht über die Menschen, die sich einbilden, ein erhabner Geist könne unmöglich wissen, wie man ein Gemüse bereitet.
Trennen wollten wir uns, wähnten es gut und klug, Da wir's taten, warum schreckt' uns, wie Mord, die Tat? Ach! Wir kennen uns wenig, Denn. es waltet ein Gott in uns.
Und doch erfordert jede Kunst ein ganzes Menschenleben, und der Schüler muss alles, was er lernt, in Beziehung auf sie lernen, wenn er die Anlage zu ihr entwickeln und nicht am Ende gar ersticken will.
Und so ist's mein gewisser Glaube, dass am Ende alles gut ist, und alle Trauer nur der Weg zu wahrer heiliger Freude ist.
Und was du tust, tue es nie in der Hitze. Überdenke kalt und führe mit Feuer aus! n Bruder, 21. August 1794)
Und wer vermag sein Herz in einer schönen Grenze zu halten, wenn die Welt mit Fäusten auf ihn einschlägt? n Bruder, 2. November 1797)
Und wie der Gegenstand, so auch die Liebe.
Unsre Seele, wenn sie die sterblichen Erfahrungen ablegt und allein nur lebt in heiliger Ruhe, ist sie nicht wie ein unbelaubter Baum? wie ein Haupt ohne Locken?
Vernunft ist ohne Geistes , ohne Herzensschönheit wie ein Treiber, den der Herr des Hauses über die Knechte gesetzt hat, der weiß, so wenig als die Knechte, was aus all der unendlichen Arbeit werden soll.
Verstand ist ohne Geistesschönheit wie ein dienstbarer Geselle, der den Zaun aus grobem Holze zimmert, wie ihm vorgezeichnet ist, und die gezimmerten Pfähle aneinander nagelt für den Garten, den der Meister bauen will.
Vollendete Natur muss in dem Menschenkinde leben, eh es in die Schule geht, damit das Bild der Kindheit ihm die Rückkehr zeige aus der Schule zu vollendeter Natur.
Von Kinderharmonie sind einst die Völker ausgegangen, die Harmonie der Geister wird der Anfang einer neuen Weltgeschichte sein.
Was ist alles, was in Jahrtausenden die Menschen taten und dachten, gegen einen Augenblick der Liebe?
Was ist der Mensch?, konnt ich beginnen, wie kommt es, dass so etwas in der Welt ist, das, wie ein Chaos, gärt oder modert wie ein fauler Baum und nie zu einer Reife gelangt? Wie duldet diesen Herling die Natur bei ihren süßen Trauben?
Was ist die Weisheit eines Buchs gegen die Weisheit eines Engels?
Was kümmert mich der Schiffbruch der Welt, ich weiß von nichts als meiner seligen Insel.
Was mir nicht Alles, und ewig Alles ist, ist mir Nichts.
Was sich verwandt ist, kann sich nicht ewig fliehen.
Was wäre das Leben ohne Hoffnung? Ein Funke, der aus der Kohle springt und verlischt.
Weint nicht, wenn das Trefflichste verblüht!, bald wird es sich verjüngen! Trauert nicht, wenn eures Herzens Melodie verstummt!, bald findet eine Hand sich wieder, es zu stimmen!
Wenn auch der Liebe sanftes Mond licht untergeht, die höhern Sterne ihres Himmels leuchten noch immer.
Wenn das Jagdhorn schallt, da fühlen sich die Jäger.
Wenn der Baum zu welken anfängt, tragen nicht alle seine Blätter die Farbe des Morgenrots?
Wer auf sein Elend tritt, steht höher. Und das ist herrlich, dass wir echt im Leiden recht der Seele Freiheit fühlen.
Wer Äußerstes leidet, dem ist das Äußerste recht.
Wer darf denn sagen, er stehe fest, wenn auch das Schöne seinem Schicksal entgegenreift, wenn auch das Göttliche sich demütigen muss und die Sterblichkeit mit allem Sterblichen teilen!
Wer leicht sich mit der Welt entzweit, versöhnt sich auch leichter mir ihr.
Wer mit dem Himmel und der Erde nicht in gleicher Lieb und Gegenliebe lebt, wer nicht in diesem Sinne einig lebt mit den Elementen, worin er sich regt, ist von Natur auch in sich selbst so einig nicht.
Wer nicht zweifelt, wird nicht überzeugt.
Wer nur mit ganzer Seele wirkt, irrt nie. Er bedarf des Klügens nicht, denn keine Macht ist wider ihn.
Wer sehnt sich nicht nach Freuden der Liebe und großen Taten, wenn im Auge des Himmels und im Busen der Erde der Frühling wiederkehrt?
Wert ist der Schmerz, am Herzen der Menschen zu liegen, und dein Vertrauter zu sein, o Natur! Denn er nur führt von einer Wonne zur andern, und es ist kein andrer Gefährte denn er.
Wie hass ich dagegen alle die Barbaren, die sich einbilden, sie seien weise, weil sie kein Herz mehr haben, alle die rohen Unholde, die tausendfältig die junge Schönheit töten und zerstören mit ihrer kleinen unvernünftigen Mannszucht!
Wie unvermögend ist doch der gutwilligste Fleiß der Menschen gegen die Allmacht der ungeteilten Begeisterung.
Willst du dich verschließen in den Himmel deiner Liebe und die Welt, die deiner bedürfte, verdorren und erkalten lassen unter dir?
Wir bedauern die Toten, als fühlten sie den Tod, und die Toten haben doch Frieden.
Wir glauben, dass wir ewig sind, denn unsere Seele fühlt die Schönheit der Natur.
Wir opfern die Gefühle so gern, wenn uns ein großes Ziel vor Augen steht.
Wir sind nichts, was wir suchen, ist alles.
Wir sprechen von unsren Herzen, unserm Planen, als wären sie unser, und es ist doch eine fremde Gewalt, die uns herumwirft und ins Grab legt, wie es ihr gefällt, und von der wir nicht wissen, von wannen sie kommt noch wohin sie geht.
Wo aber Gefahr ist, da wächst das Rettende auch.
Wo finden wir das Eine, das uns Ruhe gibt, Ruhe? Wo tönt sie uns einmal wieder, die Melodie unsers Herzens in den seligen Tagen der Kindheit?
Wohl dem Manne, dem ein blühendes Vaterland das Herz erfreut und stärkt!
Zu sein, zu leben, das ist genug, das ist die Ehre der Götter, und darum ist sich alles gleich, was nur ein Leben ist, in der göttlichen Welt, und es gibt in ihr nicht Herren und Knechte.
Zu wem so laut das Schicksal spricht, der darf auch lauter sprechen mit dem Schicksal.
Auf dem Bache zu schiffen, ist keine Kunst. Aber wenn unser Herz und unser Schicksal in den Meeresgrund hinab und an den Himmel hinauf uns wirft, das bildet den Steuermann.
Aus blo?em Verstande kommt keine Philosophie, denn Philosophie ist mehr denn nur die beschr?nkte Erkenntnis des Vorhandnen.
Bestehet ja das Leben der Welt im Wechsel des Entfaltens und Verschlie?ens, in Ausflug und R?ckkehr zu sich selbst, warum nicht auch das Herz des Menschen?
Da, wo die N?chternheit dich verl?sst, da ist die Grenze deiner Begeisterung.
Das Briefeschreiben ist zwar immer nur ein Notbehelf, aber doch etwas. Deswegen sollten wir es doch nicht ganz unterlassen.
Das erst gibt dem Gold die Farbe der Sonne, dass man ins Feuer es wirft!
Das erste Kind der menschlichen, der g?ttlichen Sch?nheit ist die Kunst. In ihr verj?ngt und wiederholt der g?ttliche Mensch sich selbst.
Das Gesetz der Freiheit aber gebietet, ohne alle R?cksicht auf die Hilfe der Natur. Die Natur mag zur Aus?bung desselben f?rderlich sein oder nicht, es gebietet.
Das ist ewige Jugend, dass immer Kr?fte genug im Spiele sind, und wir uns ganz erhalten in Lust und Arbeit.
Das macht uns arm bei allem Reichtum, dass wir nicht allein sein k?nnen, dass die Liebe in uns, solange wir leben, nicht erstirbt.
Das Sch?nste ist auch das Heiligste.
Das, das gibt erst dem Menschen seine ganze Jugend, dass er Fesseln zerrei?t.
Dass der Mensch das Ziel in seiner Jugend so nahe glaubt! Es ist die sch?nste aller T?uschungen, womit die Natur der Schwachheit unsers Wesens aufhilft.
Dass dir dein Schicksal oft schwer aufliegt, das glaub ich dir gerne, liebes Herz! Sei ein Mann und siege.
Dem Einflusse des Meers und der Luft widerstrebt der finstere Sinn umsonst.
Den Hunger nennt ihr Liebe, und wo ihr nichts mehr seht, da wohnen eure G?tter.
Denn jede Zucht und Kunst beginnt zu fr?h, wo die Natur des Menschen noch nicht reif geworden ist.
Denn wer nicht einmal ein vollkommenes Kind war, der wird schwerlich ein vollkommener Mann.
Der B?ume Gipfel schauerten leise, wie Blumen aus der dunklen Erde sprossten Sterne aus dem Scho?e der Nacht, und des Himmels Fr?hling gl?nzt' in heiliger Freude mich an.
Der echte Schmerz begeistert.
Der Knechtsdienst t?tet, aber gerechter Krieg macht jede Seele lebendig.
Der Menge gef?llt, was auf den Marktplatz taugt.
Der Sonne Strahlen, sind sie edler nicht denn all ihr Klugen?
Der Trieb, aus unserm Wesen etwas hervorzubringen, was zur?ckbleibt, wenn wir scheiden, h?lt uns doch eigentlich einzig ans Leben fest.
Des Herzens Woge sch?umte nicht so sch?n empor und w?rde Geist, wenn nicht der alte stumme Fels, das Schicksal, ihr entgegenst?nde.
Die Blumen des Herzens wollen freundliche Pflege. Ihre Wurzel ist ?berall, aber sie selbst gedeihn in heitrer Witterung nur.
Die Deutschen sind tatenarm und gedankenvoll.
Die Gewohnheit ist eine so m?chtige G?ttin, dass wohl keiner ungestraft ihr abtr?nnig wird.
Die heimatliche Natur ergreift mich auch umso m?chtiger, je mehr ich sie studiere.
Die Kunst ist der ?bergang aus der Natur zur Bildung und aus der Bildung zur Natur.
Die Kunst ist die Bl?te, die Vollendung der Natur, Natur wird erst g?ttlich durch die Verbindung mit der verschiedenartigen, aber harmonischen Kunst.
Die Liebe gebar die Welt, die Freundschaft wird sie wieder geb?ren.
Die Natur war Priesterin und der Mensch ihr Gott, und alles Leben in ihr und jede Gestalt und jeder Ton von ihr nur ein begeistertes Echo des Herrlichen, dem sie geh?rte.
Die Priesterin darf aus dem Tempel nicht gehen. Du bewahrst die heilige Flamme, du bewahrst im Stillen das Sch?ne, dass ich es wieder finde bei dir.
Die Psyche unter Freunden, das Entstehen des Gedankens im Gespr?ch und Brief ist K?nstlern n?tig. Sonst haben wir keinen f?r uns selbst, sondern er geh?ret dem heiligen Bilde, das wir bilden.
Die raue H?lse um den Kern des Lebens und nichts weiter ist der Staat. Er ist die Mauer um den Garten menschlicher Fr?chte und Blumen.
Die Sprache ist ein gro?er ?berfluss. Das Beste bleibt doch immer f?r sich und ruht in seiner Tiefe wie die Perle im Grunde des Meeres.
Die ?ppige Kraft sucht eine Arbeit. Die jungen L?mmer sto?en sich die Stirnen aneinander, wenn sie von der Mutter Milch ges?ttiget sind.
Dies ist auch die h?chste Poesie, in der auch das Unpoetische, weil es zur rechten Zeit und am rechten Orte im Ganzen des Kunstwerks gesagt ist, poetisch wird.
Doch einer, der ein Mensch ist, kann er nicht mehr denn Hunderte, die nur Teile sind des Menschen?
Doch wie du auch ein Ende nimmst, du kehrest zu den G?ttern, kehrst ins heilige, freie, jugendliche Leben der Natur, wovon du ausgingst.
Du f?hrtest sie zur Freiheit, und sie dachten an Raub.
Du mochtest im Sumpfe nicht schwimmen. Komm nun, komm, und lass uns baden in offener See!
Du selige Natur, ich wei? nicht, wie mir geschiehet, wenn ich mein Auge erhebe vor deiner Sch?ne, aber alle Lust des Himmels ist in den Tr?nen, die ich weine vor dir, der Geliebte vor der Geliebten.
Ein Bruder des Fr?hlings war uns der Herbst, voll milden Feuers, eine Fest zeit f?r die Erinnerung an Leiden und vergangne Freuden der Liebe.
Ein Gott ist der Mensch, wenn er tr?umt, ein Bettler, wenn er nachdenkt.
Eine Sonne ist der Mensch, allsehend, allverkl?rend, wenn er liebt, und liebt er nicht, so ist er eine dunkle Wohnung, wo ein rauchend L?mpchen brennt.
Eines zu sein mit allem, das ist Leben der Gottheit, das ist der Himmel des Menschen.
Einmal lebt ich wie G?tter, und mehr bedarfs nicht.
Es gibt ein Vergessen alles Daseins, ein Verstummen unseres Wesens, wo uns ist, als h?tten wir alles gefunden.
Es gibt ein Verstummen, ein Vergessen alles Daseins, wo uns ist, als h?tten wir alles verloren, eine Nacht unsrer Seele, wo kein Schimmer eines Sterns, wo nicht einmal ein faules Holz uns leuchtet.
Es ist besser, sagte ich mir, zur Biene zu werden und sein Haus zu bauen in Unschuld, als zu herrschen mit den Herren der Welt.
Es ist doch ewig gewiss und zeigt sich ?berall: Je unschuldiger, sch?ner eine Seele, desto vertrauter mit den andern gl?cklichen Leben, die man seelenlos nennt.
Es ist eine Freude, sich dem Leser zu opfern und sich mit ihm in die engen Schranken unserer noch kinder?hnlichen Kultur zu begeben.
Es ist erfreulich, wenn Gleiches sich zu Gleichem gesellt, aber es ist g?ttlich, wenn ein gro?er Mensch die kleineren zu sich aufzieht.
Es ist fast nicht m?glich, unverh?llt die schmutzige Wirklichkeit zu sehen, ohne selbst dar?ber zu erkranken.
Es ist oft w?nschenswerter, blo? mit der Oberfl?che unsers Wesens besch?ftigt zu sein, als immer seine ganze Seele, sei es in Liebe oder in Arbeit, der zerst?renden Wirklichkeit auszusetzen.
Es ist recht leicht, gl?cklich, ruhig zu sein mit seichtem Herzen und eingeschr?nktem Geiste.
Es ist sch?n, dass es dem Menschen so schwer wird, sich vom Tode dessen, was er liebt, zu ?berzeugen, und es ist wohl keiner noch zu seines Freunde Grab gegangen ohne die leise Hoffnung, da dem Freunde wirklich zu begegnen.
Es kann nichts wachsen und nichts so tief vergehen, wie der Mensch.
Es l?utert sich alles Nat?rliche, und ?berall windet die Bl?te des Lebens freier und freier vom gr?bern Stoffe sich los.
Es lebte nichts, wenn es nicht hoffte.

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