Zitat von Carl Hilty
Ist die Erfahrung einmal gemacht, was kaum wieder vergessen werden kann, so handelt es sich darum, sie festzuhalten, mit anderen Worten, sich so zu verhalten, dass sich dieser Geist nicht wieder zurückziehen muss.
Kinder brauchen viel Liebe und Beispiel und sehr wenig Religionslehre.
Man kann nicht etwas ganz anderes aus sich machen, als wozu die Anlage vorhanden ist.
Nicht sinnen und sorgen, sondern bitten und arbeiten ist in allen schwierigen Verhältnissen das Richtige.
Schließlich ist wirklich empfundene Nähe Gottes in der Menschenseele für die, welche sie erleben, der lebendigste Beweis sowohl von dem Dasein Gottes als von einem späteren Fortleben in einer dauernden Nähe Gottes.
Seine Stimme werden wir, das wissen sogar alle, die schon einmal nahe an der an der dunklen Ausgangspforte dieses Lebens gestanden haben, zuletzt noch vernehmen können, wenn alles andere bereits hinter uns versunken ist.
Vermissen Sie nicht zu sehr die Strafen der Gottlosen dieser Welt!
Wenn die Menschen ohne eigenen Versuch es glauben könnten, wie beglückend das Leben ist, wenn man das eigene Glück nicht sucht, sie würden alle ohne Ausnahme zu diesem System übergehen, und die Welt wäre mit einem Schlage geändert.
Wenn man einmal ganz in das Reich der Liebe eingetreten ist, dann wird die Welt, so mangelhaft sie ist, dennoch schön und reich: denn sie besteht aus lauter Gelegenheiten zur Liebe.
Wir werden zu nichts gezwungen, wir sollen Gottes Willen aus freien Stücken tun und von unsrigen nichts dazutun. Das ist der Grundgedanke der christlichen Religion.
Wohl ihr, wenn sie es fröhlich tun kann und nur ein Hindernis eines vollkommeneren Könnens behoben ist.
Worte sind oft bloß die Särge der Gedanken, der rechte Ausdruck des Gedankens ist die Tat.
Zum Vorwärtskommen gehört Unangenehmes, wenn du höher hinauf willst als die große Menge, so mache dich zum Leiden bereit.
Aus der Gottesliebe entsteht dann unfehlbar die wirkliche Liebe zu allen seinen Gesch?pfen, die keine Form der Selbstliebe und noch weniger eine blo?e Denkform ohne tats?chliche Wirkungen ist.
Das allerbeste Zeichen des inneren Fortschrittes ist es, wenn es einem in m?glichst guter und hoch gesinnter Gesellschaft wohl ist und in gew?hnlicher immer weniger.
Das B?se muss scheinbar siegen und triumphieren, dann bricht es zusammen — vorher nicht.
Das Gl?ck des Lebens besteht nicht sowohl darin, wenig oder keine Schwierigkeiten zu haben, sondern sie alle siegreich und glorreich zu ?berwinden.
Das Leben kann und soll im Alter immer sch?ner und gro?artiger werden, leichter aber wird es nicht.
Das menschliche Dasein ist zu traurig ohne Gottesglaube.
Das w?rde bedeuten, dass doch nicht Gott die Welt regiert, wenigstens nicht allein, sondern, dass er einen Mitregenten h?tte, der die menschliche Klugheit ist, wenn nicht gar noch einen andern.
Der andere Spruch sagt, dass dem, welcher wirklich der Wahrheit dient, um Bedeutung und Wirksamkeit bei der Welt nicht bange zu sein braucht. Denn das Licht beleuchtet ihn dann, er kann nicht im Dunkel bleiben.
Der eigentliche Wendepunkt des menschlichen Lebens ist der, in welchem man Arbeit, selbst M?hsal und Kampf der Ruhe und dem Genuss vorzieht.
Der Friede ist stets nur um Haarbreite vom Krieg entfernt.
Der Hochzeitstag ist der entscheidendste Tag im Leben, nicht nur der Frauen.
Der K?nig der Schrecken ist nicht der Tod, sondern die unvergebene Schuld und das daherige unbereite Sinken in eine d?stere trostlose Gottesferne.
Der Welt kann jetzt nur auf eine Weise geholfen werden. Dadurch, dass wieder mehr Liebe und damit mehr Kraft und mehr Gl?cksempfinden in sie hineinkommt.
Der wirkliche Glaube an Gott, der ?berhaupt allem wahrhaft guten zugrunde, ist eigentlich gar nichts anderes als die sukzessive Erfahrung seiner Existenz und Gnade.
Die Arbeit ist eine Quelle der Gesundheit.
Die besten Heilungen, besonders von nerv?sen Krankheiten, erfolgen da, wo ein kr?ftiger, wahrer Glaube und ein entschiedener Entschluss, das wiedergewonnene Leben besser anwenden zu wollen als bisher, dem heilenden Bem?hen entgegenkommt.
Die Bildung kommt nicht von dem Lesen, sondern vom Nachdenken ?ber das Gelesene.
Die Entwicklung und Ausbreitung der Liebe ist jetzt das Problem und das Wachstum des Lebens.
Die Freundschaft ist das edelste Gef?hl, dessen das Menschenherz f?hig ist.
Die Grundlage des Charakters muss in dem Kinde gelegt sein, bevor es in die Schule kommt.
Die Hauptbestandteile eines guten Charakters sind Treue und Mitleid.
Die letzten Stichworte in einem richtig gef?hrten menschlichen Leben m?ssen Friede und G?te hei?en.
Die Macht des B?sen ist unsere Furcht: sobald wir es nicht f?rchten, wirkt es schwach.
Die politische Selbstst?ndigkeit eines Volkes ist jedem andern Gute auf immer vorzuziehen.
Die Welt muss ?berhaupt in jeder Richtung durch Freiheit zur Vollendung gelangen, nicht durch Zwang und Gewalt irgendeiner Art.
Durch diesen Tod im Leben musst du einmal durch, sonst ist dir nicht zu helfen.
Ein Durchgang durch Schmach ist namentlich f?r Menschen notwendig, die nachher viel Ehre ohne Schaden ertragen sollen.
Ein kleiner Staat muss heute eine moralische Macht sein, wenn er das Recht zum Fortbestand besitzen will.
Ein Qu?ntchen wirklicher Freundschaft ist viel mehr als eine ganze Wagenladung Verehrung.
Ein Staatswesen kann nicht fortbestehen, in welchem sich die einzelnen B?rgerklassen best?ndig befehden oder schlie?lich sogar hassen und jeder nur auf seinen eigenen augenblicklichen Vorteil schaut.
Einem Menschen, den Kinder und Tiere nicht leiden k?nnen, ist nicht zu trauen.
Er hat das Gr??te tun und das Schwerste leiden m?ssen, damit wir das viel Geringere, was uns treffen mag, auch f?r m?glich halten und tun, zumal wir auch seine Kraft und Verhei?ung besitzen.
Es handelt sich heute gar nicht blo? um Reform von Kircheneinrichtungen oder um neue philosophische oder naturwissenschaftliche Erkenntnisse, sonder wir stehen jetzt vor der Aufgabe einer Vermehrung der Liebeskraft in der Welt.
Es handelt sich nicht um Gl?ck im Leben, das ?berhaupt nichts Objektives ist, sondern um ein Gef?hl des Gl?cks, und dies entsteht fast ausschlie?lich durch Liebe, die man besitzt oder empf?ngt.
