Zitat von Georg Friedrich Philipp Freiherr Hardenberg


In der intellektuellen Anschauung ist der Schlüssel des Lebens.
In der Periode der Magie dient der Körper der Seele oder der Geisterwelt.
In heiteren Seelen gibt's keinen Witz. Witz zeigt ein gestörtes Gleichgewicht an: Er ist die Folge der Störung und zugleich das Mittel der Herstellung.
In jedem Menschen kann mir Gott erscheinen.
Indes nur dem, welchem die ganze Vorzeit gegenwärtig ist, mag es gelingen, die einfache Regel der Geschichte zu entdecken.
Interesse ist Teilnahme an dem Leiden und der Tätigkeit eines Wesens. Mich interessiert etwas, wenn es mich zur Teilnahme zu erregen weiß.
Je ängstlicher die Träume, desto näher die erquickende Frühe.
Je mehr man lernt, nicht mehr in Augenblicken, sondern in Jahren zu leben, desto edler wird man.
Je mehr man mit Wenigem tun kann, desto mehr kann man mit Vielem tun.
Je sündiger man sich fühlt, desto christlicher ist man.
Je willkürlicher das Netz gewebt ist, das der kühne Fischer auswirft, desto glücklicher ist der Fang.
Jede gebildete Frau und jede sorgfältige Mutter sollte das Bild der Königin in ihrem oder ihrer Töchter Wohnzimmer haben. Welche schöne kräftige Erinnerung an das Urbild, das jede zu erreichen sich vorgesetzt hätte.
Jede Geschichte muss Weltgeschichte sein.
Jede Stufe der Bildung fängt mit der Kindheit an. Daher ist der am meisten gebildete, irdische Mensch dem Kinde so ähnlich.
Jede unrechte Handlung, , jede unwürdige Empfindung ist eine Untreue gegen die Geliebte ein Ehebruch.
Jeder geliebte Gegenstand ist der Mittelpunkt eines Paradieses.
Jeder ist entsprossen aus einem uralten Königsstamm. Aber wie wenige tragen noch das Gepräge dieser Abkunft?
Jeder Mensch ist eine kleine Gesellschaft.
Jeder Mensch sollte Künstler sein. Alles kann zur schönen Kunst werden.
Jeder Staatsbürger ist ein Staatsbeamter.
Jedes wahre Geheimnis muss die Profanen von selbst ausschließen. Wer es versteht, ist von selbst, mit Recht, Eingeweihten.
Jedes wahre Gesetz ist mein Gesetz sagen und aufstellen mag es, wer es will.
Jedes Wort ist ein Wort der Beschwörung. Welcher Geist ruft - ein solcher erscheint.
Krankheiten, besonders langwierige, sind Lehrjahre der Lebenskunst und der Gemütsbildung.
Leben ist der Anfang des Todes.
Leben ist der Anfang des Todes. Das Leben ist um des Todes willen. Der Tod ist Endigung und Anfang zugleich, Scheidung und nähere Selbstverbindung zugleich.
Liebe kann durch absoluten Willen in Religion übergehen. Novalis, Tagebücher, 1797
Liebe und Treue werden euer Leben zur ewigen Poesie machen.
Lust ist Leben.
Magie ist Kunst, die Sinnenwelt willkürlich zu gebrauchen.
Man gedenkt des Frühlings im Spätherbst wie eines kindischen Traums und hofft mit kindischer Einfalt, die vollen Speicher sollen auf immer aushalten.
Man steht mit der Natur gerade in so unbegreiflich verschiedenen Verhältnissen wie mit den Menschen.
Man versteht das Künstliche gewöhnlich besser als das Natürliche. Es gehört mehr Geist auch zum Einfachen als zum Komplizierten - aber weniger Talent.
Manche Menschen leben besser mit der vergangenen Zeit und der zukünftigen als mit der gegenwärtigen.
Mannigfache Wege gehen die Menschen. Wer sie verfolgt und vergleicht, wird wunderliche Figuren entstehen sehn.
Mehrere Namen sind einer Idee vorteilhaft.
Mensch werden ist eine Kunst.
Mich dünkt der Traum eine Schutz wehr gegen die Regelmäßigkeit und Gewöhnlichkeit des Lebens, eine freie Erholung der gebundenen Phantasie.
Mit der Reformation war's um die Christenheit getan.
Mit der Verheiratung ändert sich das System. Der Verheiratete verlangt Ordnung, Sicherheit und Ruhe, er wünscht, als Familie in einer Familie zu leben, in einem regelmäßigen Hauswesen er sucht eine echte Monarchie.
Mit Fleiß, mit Mut und festem Willen lässt jeder Wunsch sich endlich stillen.
Mit Instinkt hat der Mensch angefangen, mit Instinkt soll der Mensch endigen. Instinkt ist das Genie im Paradiese ? vor der Selbstabsonderung.
muss immer der Morgen wiederkommen? Endet nie des Irdischen Gewalt?
Naturforscher und Dichter haben durch eine Sprache sich immer wie ein Volk gezeigt.
Nichts ist dem Geist erreichbarer als das Unendliche.
Nichts ist erquickender, als von unsern Wünschen zu reden, wenn sie schon in Erfüllung gehn.
Nichts ist zur wahren Religiosität unentbehrlicher als ein Mittelglied, das uns mit der Gottheit verbindet.
Nun weiß ich, wann der letzte Morgen sein wird wenn das Licht nicht mehr die Nacht und die Liebe scheucht wenn der Schlummer ewig und nur ein unerschöpflicher Traum sein wird.
Nur die Religion kann Europa wieder aufwecken und die Völker sichern und die Christenheit mit neuer Herrlichkeit sichtbar auf Erden in ihr altes Frieden stiftendes Amt installieren.
Nur durch Bedürfnisse bin ich eingeschränkt oder einschränkbar.
Nur ein Künstler kann den Sinn des Lebens erraten.
Nur ein ruhiges, genussvolles Gemüt wird die Pflanzenwelt, nur ein lustiges Kind oder ein Wilder können die Tiere verstehn.
Ohne die Träume würden wir gewiss früher alt.
Ohne Etikette kann kein Hof bestehn. Es gibt aber eine natürliche Etikette, die schöne, und eine erkünstelte, modische, die hässliche.
Ohne vollendetes Selbstverständnis wird man nie andre wahrhaft verstehn lernen.
Poesie ist Darstellung des Gemüts der inneren Welt in ihrer Gesamtheit.
Poesie ist zur Rarität verpflichtet, Sachlichkeit kann sich Wiederholungen leisten.
Republik ist das Fluidum deferens der Jugend. Wo junge Leute sind, ist Republik.
Rezensenten sind literarische Polizeibeamten.
Seid Menschen, so werden euch die Menschenrechte von selbst zufallen.
Selbst der Schlaf ist nichts als die Flut jenes unsichtbaren Weltmeers, und das Erwachen das Eintreten der Ebbe.
Spielen ist Experimentieren mit dem Zufall.
Trägt nicht alles, was uns begeistert, die Farbe der Nacht? Sie trägt dich mütterlich, und ihr verdankst du all deine Herrlichkeit.
Überhaupt können die Dichter nicht genug von den Musikern und Malern lernen.
Unbedingte Vereinigung mit der Gottheit ist der Zweck der Sünde und Liebe.
Universaltendenz ist dem eigentlichen Gelehrten unentbehrlich.
Unter Menschen muss man Gott suchen. In den menschlichen Begebenheiten, in menschlichen Gedanken und Empfindungen offenbart sich der Geist des Himmels am besten.
Vielen wahren Büchern geht es wie den Goldklumpen in Irland. Sie dienen lange Jahre nur als Gewichte.
Vieles ist zu zart, um gedacht, noch mehreres, um besprochen zu werden.
Von der öffentlichen Gesinnung hängt das Betragen des Staats ab. Veredelung dieser Gesinnung ist die einzige Basis der echten Staatsreform.
Wahrhafte Anarchie ist das Zeugungselement der Religion. Aus der Vernichtung alles Positiven hebt sie ihr glorreiches Haupt als neue Weltstifterin empor.
Wahrhaftig, das muss ein göttlicher Mann gewesen sein, der den Menschen zuerst die edle Kunst des Bergbaus gelehrt und in dem Schoße der Felsen dieses ernste Sinnbild des menschlichen Lebens verborgen hat.
Was bildet den Menschen als seine Lebensgeschichte? Und so bildet den großartigen Menschen nichts als die Weltgeschichte.
Was ist die Religion, als ein unendliches Einverständnis, eine ewige Vereinigung liebender Herzen?
Was man liebt, findet man überall, und sieht überall Ähnlichkeiten. Je größer die Liebe, desto weiter und mannigfaltiger diese ähnliche Welt.
Was sind Kinder anders als erste Menschen?
Was sind Orden? Irrwische oder Sternschnuppen.
Was sind Sklaven? Völlig geschwächte, komprimierte Menschen.
Weisheit ist Harmonie. Novalis
Wem gefiele nicht eine Philosophie, deren Keim ein erster kuss ist.
Wenn die Taube Gesellschafterin und Liebling des Adlers wird, so ist die goldne Zeit in der Nähe oder gar schon da, wenn auch noch nicht öffentlich anerkannt und allgemein verbreitet.
Wenn ein Geist stirbt, wird er Mensch. Wenn der Mensch stirbt, wird er Geist.
Wenn man echte Gedichte liest und hört, so fühlt man einen innern Verstand der Natur sich bewegen, und schwebt, wie der himmlische Leib der selben, in ihr und über ihr zugleich.
Wenn man einen Riesen sieht, so untersuche man erst den Stand der Sonne und gebe acht, ob es nicht der Schatten eines Pygmäen ist.
Wenn man eins zu lieben versteht, so versteht man auch alles zu lieben am besten.
Wenn man erst will, dann kann man auch.
Wer allen Menschen misstraut, pflegt am wenigsten vor sich selbst auf der Hut zu sein.
Wer die Wahrheit verrät, verrät sich selber. Es ist hier nicht die Rede vom Lügen, sondern vom Handeln gegen die Überzeugung.
Wer die Wahrheit verrät, verrät sich selbst.
Wer recht viel Geist hat, den hemmen Schranken und Unterschiede nicht, sie reizen ihn vielmehr. Nur der Geist lose fühlt Last und Hemmung.
Wer sucht, wird zweifeln.
Wer viel Geist hat, macht viel aus seinem Leben.
Wie kann ein Mensch Sinn für etwas haben, wenn er nicht den Keim davon in sich hat?
Wie können Sklaven kuriert werden? Durch sehr behutsame Freilassungen und Aufklärungen. Man muss sie wie Erfrorne behandeln.
Wie von selbst steigt der Mensch zum Himmel auf, wenn ihn nichts mehr bindet.
Willkür und Zufall sind die Elemente der Harmonie.
Wir sind auf einer Mission. Zur Bildung der Erde sind wir berufen.
Wir sind dem Aufwachen nah, wenn wir träumen, dass wir träumen.
Wir sollen nicht bloß Menschen, wir sollen auch mehr als Menschen sein.
Wir suchen überall das Unbedingte und finden immer nur Dinge.
Wir träumen von Reisen durch das Weltall: Ist denn das Weltall nicht in uns?
Wir werden die Welt verstehn, wenn wir uns selbst verstehn, weil wir und sie integrante Hälften sind.
Wo die Majorität entscheidet, herrscht die Kraft über die Form, umgekehrt, wo die Minorität die Oberhand hat.
Wo ewige, unabänderliche Gesetze walten, da ist Altertum, Vergangenheit
Wo Geist und Schönheit ist, häuft sich in konzentrischen Schwingungen das Beste aller Naturen.
Wo keine Götter sind, walten Gespenster.
Wo Kinder sind, da ist ein goldenes Zeitalter.
Wo Phantasie und Urteilskraft sich berühren, entsteht Witz ? wo sich Vernunft und Willkür paaren, Humor.
Zur Welt suchen wir den Entwurf dieser Entwurf sind wir selbst.
Arm wird der Bergmann geboren, und arm gehet er wieder dahin.
Auch ist die Gegenwart gar nicht verst?ndlich ohne die Vergangenheit und ohne ein hohes Ma? von Bildung.
Auf alles, was der Mensch vernimmt, muss er seine ungeteilte Aufmerksamkeit oder sein Ich richten.
Aus Bequemlichkeit suchen wir nach Gesetzen.
Bei Tisch streitet und r?sonniert man gern, und vieles Wahre ist bei Tisch gefunden worden.
Beim ersten kuss wird eine neue Welt dir aufgetan, mit ihm f?hrt Leben in tausend Strahlen in dein entz?cktes Herz.
Beten ist in der Religion, was Denken in der Philosophie ist.
Bildung des Geistes ist Mitbildung des Weltgeistes und also Religion.
Das Bild ist ein ewiges Urbild, ein Teil der unbekannten heiligen Welt.
Das Denken ist nur ein Traum des F?hlens, ein erstorbenes F?hlen, ein blassgraues, schwaches Leben.
Das gemeinschaftliche Essen ist eine sinnbildliche Handlung der Vereinigung.
Das Herz ist der Schl?ssel der Welt und des Lebens.
Das H?chste ist das Verst?ndlichste, das N?chste das Unentbehrlichste.
Das Leben soll kein uns gegebener, sondern ein von uns gemachter Roman sein.
Das Theater ist die t?tige Reflexion des Menschen ?ber sich selbst.
Das Unbedeutende, Gemeine, Rohe, h?ssliche, Ungesittete wird durch Witz allein gesellschaftsf?hig. Es ist gleichsam nur um des Witzes willen: seine Zweckbestimmung ist der Witz.
Das V?lkerrecht ist der Anfang zur universellen Gesetzgebung, zum universellen Staate.
Der Dichter ist ein reiner Strahl, ebenso empfindlich wie ein zerbrechlicher Glasfaden und ebenso hart wie ein ungeschmeidiger Kiesel.
Der frische Blick des Kindes ist ?berschw?nglicher als die Ahndung des entschiedendsten Sehers.
Der Grund aller Verkehrtheit in Gesinnungen und Meinungen ist Verwechslung des Zwecks mit dem Mittel.
Der K?nig und die K?nigin besch?tzen die Monarchie mehr als 200 000 Mann.
Der Lehrling h?rt mit Bangigkeit die sich kreuzenden Stimmen. Es scheint ihm jede Recht zu haben, und eine sonderbare Verwirrung bem?chtigt sich seines Gem?ts.
Der Liebe geht's wie der Philosophie, sie ist und soll allen alles und jedes sein. Liebe ist also das Ich das Ideal jeder Bestrebung.
Der Mann ist lyrisch, die Frau episch, die Ehe dramatisch.
Der Mensch ist gemeine Prosa er soll h?here Prosa, allumfassende Prosa werden.
Der Mensch lebt, wirkt nur in der Idee fort, durch die Erinnerung an sein Dasein.
Der Mensch vermag in jedem Augenblick ein ?bersinnliches Wesen zu sein. Ohne dies w?re er nicht Weltb?rger er w?re ein Tier.
Der Poet versteht die Natur besser als der wissenschaftliche Kopf.
Der Sitz der Seele ist da, wo sich Innenwelt und Au?enwelt ber?hren. Wo sie sich durchdringen, ist er in jedem Punkte der Durchdringung.
Der Tod ist eine Selbstbesiegung die, wie alle Selbst?berwindung, eine neue, leichtere Existenz verschafft.
Der Unterschied zwischen Wahn und Wahrheit liegt in der Differenz ihrer Lebensfunktionen. Der Wahn lebt von der Wahrheit, die Wahrheit lebt ihr Leben in sich. Man vernichtet den Wahn, wie man Krankheiten vernichtet.
Der wahre Brief ist seiner Natur nach poetisch.
Der wahre Krieg ist der Religionskrieg, der geht geradezu auf Untergang, und der Wahnsinn der Menschen erscheint in seiner v?lligen Gestalt.
Der Witz ist eine geistige Elektrizit?t - dazu sind feste K?rper n?tig.
Dichten ist zeugen.
Die absolute Gleichheit ist das gr??te Kunstst?ck das Ideal aber nicht nat?rlich. Von Natur sind die Menschen nur relativ gleich.
Die beste Poesie liegt uns ganz nah, und ein gew?hnlicher Gegenstand ist nicht selten ihr liebster Stoff.
Die christliche Religion ist die eigentliche Religion der Wollust. Die S?nde ist der gro?e Reiz f?r die Liebe der Gottheit.
Die Erinnerung ist der sicherste Grund der Liebe.
Die Geschichte erzeugt sich selbst. Erst durch Verkn?pfung der Vergangenheit und Zukunft entsteht sie. Solange jene nicht festgehalten wird durch Schrift und Satzung, kann diese nicht nutzbar und bedeutend werden.
Die h?chste Aufgabe der Bildung ist, sich seines transzendentalen Selbst zu bem?chtigen, das Ich seines Ichs zugleich zu sein.
Die h?here Welt ist uns n?her, als wir gew?hnlich denken. Schon hier leben wir in ihr, und wir erblicken sie auf das Innigste mit der irdischen Natur verwebt.
Die Liebe ist der Endzweck der Weltgeschichte, das Amen des Universums. Novalis, Fragmente
Die Liebe ist stumm, nur die Poesie kann f?r sie sprechen.
Die Liebe wirkt magisch.
Die Menschen gehen viel zu nachl?ssig mit ihren Erinnerungen um.
Die Moral sagt nichts Bestimmtes sie ist das Gewissen eine Richterin ohne Gesetz.
Die Natur ist eine versteinerte Zauberstadt. Novalis
Die Natur ist Feindin ewiger Besitzungen. Sie zerst?rt nach festen Gesetzen alle Zeichen des Eigentums, vertilgt alle Merkmale der Formation. Allen Geschlechtern geh?rt die Erde, jeder hat Anspruch auf alles.
Die Natur will nicht der ausschlie?liche Besitz eines Einzigen sein.
Die so genannte Psychologie geh?rt auch zu den Larven, die die Stellen im Heiligtume ?bernommen haben, wo echte G?tterbilder stehn sollten.
Die Tiefen unseres Geistes kennen wir nicht Nach innen geht der geheimnisvolle Weg. In uns, oder nirgends, ist die Ewigkeit mit ihren Welten, die Vergangenheit und Zukunft.
Die Tischzeit ist die merkw?rdigste Periode des Tages und vielleicht der Zweck, die Bl?te des Tages. Das Fr?hst?ck ist die Knospe.
Die Welt des M?rchens ist die durchaus entgegengesetzte Welt der Welt der Wahrheit und eben darum ihr so durchaus ?hnlich wie das Chaos der vollendeten Sch?pfung.
Die Welt muss romantisiert werden. So findet man den urspr?nglichen Sinn wieder.
Dort gibt es keine Monarchie mehr, wo der K?nig und die Intelligenz des Staats nicht mehr identisch sind.
Du wei?t, geliebte K?nigin, Wie ich so ganz dein eigen bin. Hab' ich nicht schon seit langen Jahren Im Stillen deine Huld erfahren? Als ich kaum meiner noch bewusst, Sog ich schon Milch aus deiner sel'gen Brust. Novalis, Geistliche Lieder
Durch Betrogenwerden lernt man Betr?gen, und wie bald ?ndert sich da nicht das Blatt, und der Meister wird Sch?ler seines Sch?lers.
Durch Gebet erlangt man alles. Gebet ist eine universale Arznei.
Durch Humor wird das eigent?mlich Bedingte allgemein interessant ? und erh?lt objektiven Wert.
Echt historischer Sinn ist der prophetische Visionssinn erkl?rbar aus dem tiefen unendlichen Zusammenhange der ganzen Welt.
Ein Blindgeborner lernt nicht sehen, und wenn man ihm noch so viel von Farben und Lichtern und fernen Gestalten erz?hlen wollte.
Ein Charakter ist ein vollkommen gebildeter Willen.
Ein dauerhaftes Gl?ck macht nur der rechtliche Mann und der rechtliche Staat.
Ein einst?rzender Thron ist wie ein fallender Berg, der die Ebene zerschmettert und da ein totes Meer hinterl?sst, wo sonst ein fruchtbares Land und lustige Wohnst?tte war.
Ein F?rst ohne Familiengeist ist kein Monarch.
Ein gro?er Fehler unserer Staaten ist, dass man den Staat zu wenig sieht. ?berall sollte der Staat sichtbar, jeder Mensch als B?rger charakterisiert sein.
Ein Kind ist eine sichtbar gewordene Liebe.
Ein Roman muss durch und durch Poesie sein.
Ein vollkommen vern?nftiges Wesen kann nicht einmal gedacht werden ohne um diesen Gedanken zu wissen und ihn mitzubestimmen.
Ein wahrer Forscher wird nie alt, jeder ewige Trieb ist au?er dem Gebiete der Lebenszeit, und je mehr die ?u?ere H?lle verwittert, desto heller und gl?nzender wird der Kern.
Eine ganz eigne Liebe und Kindlichkeit geh?rt, nebst dem deutlichsten Verstande und dem ruhigsten Sinn, zum Studium der Natur.
Eine gemeinschaftlich genossene Jugend ist ein unzerrei?liches Band.
Eine unbekannte Geliebte hat freilich einen magischen Reiz.
Einem gelang es er hob den Schleier der G?ttin zu Sais, aber was sah er? Er sah Wunder des Wunders sich selbst.
Er fragte ?berall nach der heiligen G?ttin (Isis) Menschen und Tiere, Felsen und B?ume. Manche lachten, manche schwiegen, nirgends erhielt er Bescheid.
Es geht mit der Liebe wie der ?berzeugung: Wie viele glauben, ?berzeugt zu sein, und sind es nicht. Nur vom Wahren kann man wahrhaft ?berzeugt sein nur das Liebe kann man wahrhaft lieben.
Es gibt wilde Staaten, es gibt gesittete Staaten, moralische und unmoralische, genialische und Philisterstaaten.
Es ist ein geheimnisvoller Zug nach allen Seiten in unserm Innern, aus einem unendlich tiefen Mittelpunkt sich rings verbreitend.
Es ist ein starker Beweis, wie weit wir schon sind, dass wir so ver?chtlich von unsern Fortschritten, von unsrer Stufe denken.
Es ist kein gro?es Lob f?r die Zeit, dass sie so weit von der Natur entfernt, so sinnlos f?r Familienleben, so abgeneigt der sch?nsten poetischen Gesellschaftsform ist.
Es ist mehr Wahrheit in den M?rchen als in gelehrten Chroniken.
Es ist nicht die Krone und das Reich, was einen K?nig macht.
Es ist schon viel gewonnen, wenn das Streben, die Natur vollst?ndig zu begreifen, zur Sehnsucht sich veredelt.
Es ist Tr?gheit, was uns an peinliche Zust?nde kettet.
Es ist unm?glich, dass ein Mensch in wiederkehrenden bestimmten Stunden echte Religionsvortr?ge halten kann, daher der Vorzug der Qu?kersitte, dass jeder aufsteht und spricht, wenn er begeistert ist.

Autoren alphabetisch sortiert [ A ] [ B ] [ C ] [ D ]
[ E ] [ F ] [ G ] [ H ]
[ I ] [ J ] [ K ] [ L ]
[ M ] [ N ] [ O ] [ P ]
[ Q ] [ R ] [ S ] [ T ]
[ U ] [ V ] [ W ] [ X ]
[ Y ] [ Z ]

Private Erotikgeschichten - Das Kamasutra - Vornamen Lexikon - Linkliste