Zitat von Vincent Willem Van Gogh
In der Zeit, in der wir leben, kann es einem passieren, dass man aus einer Schlacht zurückkehrt und sich schämt, gekämpft zu haben.
In unserer Seele kann ein großes Feuer brennen, und doch kommt nie jemand, um sich daran zu wärmen, und die Vorübergehenden sehen nur eine leichte Rauchwolke aus dem Kamin aufsteigen und gehen ihres Weges.
Ist die Ganzheit des Lebens für uns sichtbar, oder ist es nicht eher so, dass wir auf dieser Seite des Todes nur die eine Hälfte sehen?
Ist uns das Leben nicht gegeben, damit wir reicher werden im Geist, auch wenn die äußere Erscheinung leiden muss?
Je mehr ich darüber nachdenke, desto mehr fühle ich, dass es nichts gibt, was wahrhaft künstlerischer wäre, als die Menschen zu lieben.
Konkurrenz, die aus Neid entspringt, ist etwas ganz anderes als die Bemühung, sein Bestes zu tun, um, aus gegenseitiger Achtung, die Arbeit so gut wie möglich zu machen.
Korn ist Korn, auch wenn Stadtleute es anfangs für Gras halten.
Lass uns darum bitten, dass unser Auge einfältig werden möge, dann wird unser Leib licht sein.
Lass uns ruhig weitergehen, jeder auf seinem Weg, auf das Licht zu, »sursum corda«, als Menschen, die wissen, dass wir sind, was andere sind, und, dass andere sind, was wir sind, und, dass es gut ist, einander zu lieben.
Lieber lasse ich mich für immer in eine Irrenzelle stecken, als ein anderes Menschenleben dem meinen zu opfern.
Maler um nur von ihnen zu reden sprechen, wenn sie tot und begraben sind, durch ihr Werk zur nächsten Generation oder zu mehreren folgenden Generationen.
Man beginnt immer deutlicher zu erkennen: Das Leben ist nur eine Zeit der Aussaat, und die Ernte ist nicht hier.
Man braucht der Form nach mit dem religiösen Gefühl nicht genau übereinzustimmen, aber wenn es aufrichtig ist, muss man Respekt davor haben.
Man darf kein Stadtmensch sein, man muss ein Landmensch sein, wie gebildet man auch sein mag.
Man muss ein Werk schaffen, und es muss geschaffen werden.
Man soll das Feuer in seiner Seele nie ausgehen lassen, sondern es schüren.
Man soll lieben, so viel man kann, und darin liegt die wahre Stärke, und wer viel liebt, der tut auch viel und vermag viel, und was in Liebe getan wird, das wird gut getan.
Man sollte annehmen, Menschenliebe, die das Fundament von allem ist, sollte in jedem Menschen sein. Aber manche behaupten, es gebe bessere Fundamente. Auf die bin ich nicht sehr neugierig.
Man sollte dann und wann lachen können und ein bisschen Spaß machen oder sogar viel.
Mancher Mensch hat ein großes Feuer in seiner Seele, und niemand kommt, um sich daran zu wärmen.
Meine einzige bange Sorge ist: Wie kann ich nützlich sein in der Welt? Kann ich nicht irgendeinem Zweck dienen und zu etwas gut sein?
Meine Malereien sind dazu bestimmt, vor einem schlichten Hintergrund gesehen zu werden.
Meinungen können an gewissen Grundwahrheiten so wenig ändern, wie die Wetterfahnen die Richtung des Windes ändern können.
Menschen sind mehr als Dinge, und je mehr Mühe ich mir mit meinen Bildern gebe, umso mehr lassen mich Bilder an sich selbst kalt.
Mir erscheint es als eine Pflicht des Malers, zu versuchen, eine Idee in sein Werk zu legen.
Mir scheint, ich sehe etwas Tieferes, Unendlicheres, Ewigeres als den Ozean im Ausdruck eines kleinen Kindes, wenn es am Morgen erwacht und kräht oder lacht, weil es die Sonne auf seine Wiege scheinen sieht.
Mit einem Bild möchte ich etwas Tröstliches sagen, so wie Musik tröstlich ist.
Mitleid ist vielleicht nicht Liebe, aber es kann dennoch sehr tief gehen.
Nichts Geringeres als das Unendliche und das Wunderbare ist uns notwendig, und der Mensch tut gut daran, sich mit nichts Geringerem zufrieden zu geben und sich nicht daheim zu fühlen, solange er es nicht erlangt hat.
Recht und Falsch existieren nicht getrennt, sondern wie Schwarz und Weiß in der Natur.
Schau, Bruder, selbst wenn unser Gemüt dann und wann von dem Problem erfüllt ist, »Gibt es einen Gott, oder gibt es ihn nicht?«, so ist das kein Grund für uns, absichtlich etwas Gottloses zu tun.
Sind viele aufrichtig und entschieden, dann wird das ganze Zeitalter gut oder zumindest wirksam.
Stunden in Schwermut, der Not, der Angst ich glaube, die haben wir alle in kleinerem oder größerem , Ausmaß, und es ist Bedingung jedes bewussten menschlichen Lebens.
Um ein Buch zu schreiben, eine Tat zu vollbringen, ein Bild zu malen, darin Leben ist, muss man selbst ein lebendiger Mensch sein.
Und es tut mir gut, etwas Schweres zu machen. Das hindert nichts daran, dass ich ein schreckliches Bedürfnis soll ich das Wort sagen? nach Religion habe. Dann gehe ich in die Nacht hinaus und male die Sterne.
Unser Ziel ist Wandeln mit Gott das Gegenteil des Lebens im Getriebe der Großstädte.
Unter manchen Umständen ist es besser, der Besiegte zu sein als der Sieger.
Vergötterung ist keine Liebe.
Wandlung ist notwendig wie die Erneuerung der Blätter im Frühling.
Warum bin ich so wenig Künstler, dass ich immer bedaure, dass die Statue und das Bild nicht leben.
Warum, frage ich mich, sollten die leuchtenden Punkte am Himmel nicht ebenso zugänglich sein wie die schwarzen Punkte auf der Karte von Frankreich?
Weißt du, wie notwendig ist, dass der Kunst ehrliche Leute erhalten bleiben.
Wenn man nur treu liebt, was wahrhaft liebenswert ist, und seine Liebe nicht an unbedeutende und sinnlose Dinge vergeudet, dann wird man allmählich mehr Licht erlangen und stärker werden.
Wer aufrichtig lebt und viel Unglück und Enttäuschung erfährt und sich dadurch doch nicht beugen lässt, der ist mehr wert als einer, der immer Rückenwind hat und dauernd im Wohlstand lebt.
Wer Feuer in sich und Seele hat, kann sie nicht unter einem Scheffel verstecken, und man will lieber brennen als ersticken.
Wir haben Fröhlichkeit nötig und Glück, Hoffnung und Liebe.
Wir können nicht zu einem Stern gelangen, solange wir am Leben sind, ebenso wenig wie wir den Zug nehmen können, wenn wir tot sind.
Wir sind Menschen, die im Feuer des Lebens geprüft werden müssen, um innerlich gestärkt und gefestigt zu werden und das zu werden, was sie durch die Gnade Gottes von Natur aus sind.
Wo Sympathie erneuert wird, wird das Leben neu.
Wozu kann ich nützlich sein, wozu kann ich dienen? Da ist etwas in mir, was mag es sein?
Das Gewissen ist der Kompass des Menschen.
Das gro?e kommt nicht allein durch Impuls zustande, sondern ist eine Aneinanderkettung kleiner Dinge, die zu einem Ganzen vereint worden sind.
Denn was k?nnte man Besseres lernen als das, was Gott von Natur aus in jede Menschenseele gelegt hat, was in der Tiefe jeder Seele lebt und liebt, hofft und glaubt, wenn es nicht mutwillig zerst?rt wird?
Der Kummer darf sich nicht in unserem Herzen ansammeln wie Wasser in einem tr?ben T?mpel.
Der Tod ist vielleicht nicht das Schwerste im Leben eines Malers.
Die G?te, die du mir erwiesen hast, ist nicht verloren, denn du hattest sie, und das bleibt dir, auch wenn die materiellen Ergebnisse null sein soll ten, das bleibt dir trotzdem, aber ich kann es nicht sagen, wie ich es f?hle.
Die Hoffnung durch einen Stern ausdr?cken, die Sehnsucht der Seele durch einen strahlenden Sonnenuntergang.
Die Liebe zwischen Br?dern ist eine starke St?tze im Leben.
Die Maler sterben oder werden verr?ckt aus Verzweiflung oder gel?hmt in ihrem Schaffen, weil niemand sie liebt.
Die Tatsache, dass mich das Bewusst sein meiner eigenen Fehlerhaftigkeit vor vielen Fehlern bewahren wird, hindert nichts daran, dass ich trotzdem noch sehr viele Fehler begehen werde.
Die Welt achtet nicht die Menschheit im Menschen, sondern nur seinen h?heren oder niedrigeren Wert an Geld und Besitz, den er mit sich f?hrt, solange er diesseits des Grabes ist.
Die wirkliche Bedeutung dessen zu verstehen suchen, was die gro?en K?nstler, die ernsten Meister, uns in ihren Meisterwerken sagen, das f?hrt zu Gott, der eine hat es in einem Buch gesagt, der andere in einem Bild.
Dieses Werk ist mein Ziel - und wenn man sich auf diese eine Idee konzentriert, vereinfacht sich alles, was man tut, es ist nicht chaotisch, sondern alles wird in dieser Absicht getan.
Ein Bauernm?dchen mit seinem staubigen, geflickten blauen Rock und der Jacke, die durch Wetter, Wind und Sonne die feinsten Farbt?ne bekommen hat, ist in meinen Augen sch?ner als eine Dame.
Eine Aussicht muss es geben und eine Zukunft auch, selbst wenn wir ihre Geographie nicht kennen.
Erniedrige ich mich, wenn ich mit den Menschen lebe, die ich zeichne? Erniedrige ich mich, wenn ich in die H?user der Arbeiter und armen Leute gehe, und wenn ich sie in meinem Atelier empfange?
Es bedeutet einen Kampf, uns von der Welt der Konventionen und der Spekulation zu befreien. Es ist etwas Gutes, etwas Friedvolles, ein ehrliches Unternehmen.
Es ist besser, feurig von Geist zu sein, selbst wenn man dann mehr Fehler begeht, als beschr?nkt und ?bervorsichtig.
Es ist ebenso interessant und schwer, etwas gut zu sagen, wie es gut zu malen ist.
Es ist gut, den Glauben zu bewahren, dass alles viel wunderbarer ist, als man fassen kann, denn das ist die Wahrheit.
Es ist gut, ein feinf?hliges, dem?tiges und z?rtliches Herz zu haben, wenn man auch dieses F?hlen mitunter verbergen muss.
Es ist gut, so ein Buch wieder zu lesen, um gewisse Gef?hle lebendig zu halten.
Es ist gut, wissend zu sein in den Dingen, die den Weisen und Gescheiten dieser Welt verborgen sind, die aber von Natur aus den Armen und Einf?ltigen, den Frauen und den kleinen Kindern offenbart sind.
Es ist manchmal ein gutes Mittel, die notwendige Einsamkeit zu sichern, damit man sich auf etwas konzentrieren kann, was man tiefer erforschen will.
Es ist nach allem doch besser, zugrunde zu gehen, als zugrunde zu richten.
Es ist nicht recht, nur eine Sache zu kennen man wird dumm davon, man sollte nicht ruhen, bis man auch das Gegenteil kennt.
Es scheint mir immer mehr, dass die Menschen die Wurzel von allem sind.
Es sind Harmonien und Kontraste in den Farben verborgen, die ganz von selbst zusammenwirken.
