Zitat von Johann Wolfgang Von Goethe
In der Freiheit liegt die Angst der Ohnmacht.
In der Gewohnheit ruht das einzige Behagen des Menschen, selbst das Unangenehme, woran wir uns gewöhnten, vermissen wir ungern.
In der heroischen Zeit, da Götter und Göttinnen liebten, Folgte Begierde dem Blick, folgte Genuss der Begier.
In der jetzigen Zeit soll niemand schweigen oder nachgeben, man muss reden und sich rühren, nicht um zu überwinden, sondern sich auf seinem Posten zu erhalten, ob bei der Majorität oder Minorität, ist ganz gleichgültig.
In der Jugend, wo wir nichts besitzen oder doch den ruhigen Besitz nicht zu schätzen wissen, sind wir Demokraten.
In der Liebe ist alles Wagestück. Unter der Laube oder vor dem Altar, mit Umarmungen oder goldenen Ringen, beim Gesange der Heimchen oder bei Trompeten und Pauken, es ist alles nur ein Wagestück, und der Zufall tut alles.
In der Liebe mag man nie Helfer und Gesellen.
In der Naturforschung bedarf es eines kategorischen Imperativs so gut als im Sittlichen, nur bedenke man, dass man dadurch nicht am Ende, sondern erst am Anfang ist.
In der Schönheit Gebiet sind wir die freiesten Bürger, / Doch da wir sonst nichts sind, sehet, so sind wir nicht viel.
In der wahren Kunst gibt es keine Vorschule, wohl aber Vorbereitungen, die beste jedoch ist die Teilnahme des geringsten Schülers am Geschäft des Meisters. Aus Farbenreibern sind treffliche Maler hervorgegangen.
In der Welt kommt's nicht drauf an, dass man die Menschen kenne, sondern, dass man im Augenblick klüger sei als der vor uns Stehende. Alle Jahrmärkte und Marktschreier geben Zeugnis.
In die Traum- und Zaubersphäre Sind wir, scheint es, eingegangen. Führ uns gut.
In diesem innern Sturm und äußern Streite / Vernimmt der Geist ein schwer verstanden Wort: Von der Gewalt, die alle Wesen bindet, Befreit der Mensch sich, der sich überwindet.
In dieser Armut welche Fülle! In diesem Kerker welche Seligkeit!
In einem Augenblick gewährt die Liebe, Was Mühe kaum in langer Zeit erreicht.
In einem wohl eingerichteten Staate soll das Recht selbst nicht auf unrechte Weise geschehen.
In ew'gem Wechsel wiegt ein Wohl das Weh und schnelle Leiden unsre Freuden auf.
In ihrer Kindheit haben alle Völker das Wunderbare geliebt, und in reiferen Jahren bedienten sie sich noch immer gern dieses Mittels, zu rühren und zu gefallen, ob sie gleich lange nicht mehr daran glaubten.
In irgendeinem Fache muss einer vollkommen sein, wenn er Anspruch auf Mitgenossenschaft machen will.
In jedem Kleide werd ich wohl die Pein Des engen Erdenlebens fühlen.
In jedem Künstler liegt ein Keim von Verwegenheit, ohne den kein Talent denkbar ist, und dieser wird besonders rege, wenn man den Fähigen einschränkt und zu einseitigen Zwecken dingen und brauchen will.
In jeden Quark begräbt er seine Nase.
In jeder großen Trennung liegt ein Keim von Wahnsinn, man muss sich hüten, ihn nachdenklich auszubrüten und zu pflegen.
In jüngeren Jahren ist man ungeduldig bei den kleinsten Übeln.
In langweiligen Versen und abgeschmackten Gedanken Lehrt ein Präzeptor und hier, wie man gefällt und verführt.
In meinen Adern welches Feuer! In meinem Herzen welche Glut!
In weltlichen Dingen sind nur zu betrachten die Mittel und der Gebrauch.
Indem ich mich aufopfere, kann ich fordern.
Indessen hat die Klugheit so was Gebietendes, dass wir ihr oft auch wider unsre Neigung folgen.
Indessen ist die stille Fruchtbarkeit solcher Eindrücke ganz unschätzbar, die man genießend, ohne zersplittern des Urteil, in sich aufnimmt.
Innerhalb einer Epoche gibt es keinen Standpunkt, eine Epoche zu betrachten.
Irren heißt, sich in einem Zustande befinden, als wenn das Wahre gar nicht wäre, den Irrtum sich und andern entdecken, heißt rückwärts erfinden.
Irrend lernt man.
Irrtum verlässt uns nie, doch ziehet ein höher Bedürfnis Immer den strebenden Geist leise zur Wahrheit hinan.
Ist das Geschäft vollbracht, kommt Zeit zum Schmuck.
Ist denn das Leben bloß wie eine Rennbahn, wo man sogleich wieder umkehren muss, wenn man das äußerste Ende erreicht hat?
Ist denn die Wahrheit ein Zwiebel, von dem man die Häute nur abschält? Was ihr hinein nicht gelegt, ziehet ihr nimmer heraus.
Ist denn die Welt nicht schon voller Rätsel genug, dass man die einfachsten Erscheinungen auch noch zu Rätseln machen soll?
Ist die Vielseitigkeit des Schauspielers wünschenswert, so ist es die Vielseitigkeit des Publikums ebenso sehr.
Ist dies die Welt, von deren Wankelmut, Unzuverlässigkeit ich viel gehört und nichts empfunden? Ist dies die Welt?
Ist doch das Leben nur auf Gewinn und Verlust berechnet.
Ist doch ein Vater stets ein Gott.
Ist es doch also der Lauf. Erniedrigt werden die einen Und die andern erhöht, nach eines jeglichen Tugend.
Ist Gehorsam im Gemüte, Wird nicht fern die Liebe sein.
Ist ja in den Bergwerken auch nicht alles lauteres Metall, und man muss, um sich Raum zu machen, mitunter taubes Gestein ans Tageslicht bringen.
Ist je ein Paar alleine, Ist Amor niemals weit.
Ist nicht der Kern der Natur Menschen im Herzen?
Ist vielleicht die Welt nur ein großer Kerker? Und frei ist wohl der Tolle, der sich Ketten zu Kränzen erkiest.
Ja das Bild der Geliebten kann nicht alt werden, denn jeder Moment ist seine Geburtsstunde.
Ja sogar über unser Dasein hinaus sind wir fähig, zu erhalten und zu sichern, wir überliefern Kenntnisse, wir übertragen Gesinnungen so gut als Besitz.
Ja!, das Subjekt ist bei allen Erscheinungen wichtiger, als man denkt.
Ja, eure Reden, die so blinkend sind, In denen ihr der Menschheit Schnitzel kräuselt, Sind unerquicklich wie der Nebelwind, Der herbstlich durch die dürren Blätter säuselt!
Ja, gute Frau, durch zweier Zeugen Mund Wird allerwegs die Wahrheit kund.
Ja, ich bin endlich in dieser Hauptstadt der Welt angelangt!
Ja, ich liebte dich einst, dich, wie ich keine noch liebte, Aber wir fanden uns nicht, finden uns ewig nicht mehr.
Ja, ich sehe wohl ein, dass man ein ganzes Leben studieren kann und am Ende doch noch ausrufen möchte: Jetzt seh ich, jetzt genieß ich erst.
Ja, in der Ferne fühlt sich die Macht, Wenn zwei sich redlich lieben.
Ja, ja, mein Guter, man muss jung sein, um große Dinge zu tun.
Ja, mir hat es der Geist gesagt, und im innersten Busen / Regt sich Mut und Begier, dem Vaterlande zu leben und zu sterben.
Ja, mit dem besten Willen leisten wir So wenig, weil uns tausend Willen kreuzen.
Ja, wäre nur ein Zaubermantel mein! Und trüg er mich in fremde Länder, Mir sollt er um die köstlichsten Gewänder, Nicht feil um einen Königsmantel sein!
Ja, wohl bin ich nur ein Wanderer, ein Waller auf der Erde! Seid ihr denn mehr?
Je älter man wird, desto mehr verallgemeinert sich alles, und wenn die Welt nicht ganz und gar verschwinden soll, so muss man sich zu denen halten, welche sie aufzubauen imstande sind.
Je früher der Mensch gewahr wird, dass es ein Handwerk, dass es eine Kunst gibt, die ihm zur geregelten Steigerung seiner natürlichen Anlagen verhelfen, desto glücklicher ist er.
Je höher ein Mensch, desto mehr steht er unter dem Einfluss der Dämonen, und er muss nur immer aufpassen, dass sein leitender Wille nicht auf Abwege gerate.
Je näher wir der Natur sind, desto näher fühlen wir uns der Gottheit.
Je schlechter das Land, desto bessere Patrioten.
Je weiter man in der Erfahrung fortrückt, desto näher kommt man dem Unerforschlichen, je mehr man die Erfahrung zu nutzen weiß, desto mehr sieht man, dass das Unerforschliche keinen praktischen Nutzen hat.
Jede Anziehung ist wechselseitig.
Jede der deutschen Akademien hat eine besondere Gestalt, denn weil in unserem Vaterlande keine allgemeine Bildung durch dringen kann, so beharrt jeder Ort auf seiner Art und Weise und treibt seine charakteristischen Eigenheiten bis aufs Letzte.
Jede Frau schließt die andere aus, ihrer Natur nach: Denn von jeder wird alles gefordert, was dem ganzen Geschlechte zu leisten obliegt.
Jede Gattung Menschen, die Uniform trägt, imponiert dem großen Haufen und weiß sich ihres Vorzugs meistens sehr gut zu bedienen.
Jede große Idee, die als ein Evangelium in die Welt tritt, wird dem stockenden pedantischen Volke ein Ärgernis und einem Viel , aber Leichtgebildeten eine Torheit.
Jede große Idee, sobald sie in Erscheinung tritt, wirkt tyrannisch.
Jede Kunst verlangt den ganzen Menschen, der höchstmögliche Grad derselben die ganze Menschheit.
Jede Provinz liebt ihren Dialekt, denn er ist doch eigentlich das Element, in welchem die Seele ihren Atem schöpft.
Jede Revolution geht auf Naturzustand hinaus, Gesetz und Schamlosigkeit.
Jedem Alter des Menschen antwortet eine gewisse Philosophie.
Jedem Besitzer das Seine, und jedem Regiererden Rechtsinn! Das ist zu wünschen, doch ihr beides verschafft ihr uns nicht.
Jedem redlichen Bemühn Sei Beharrlichkeit verliehn!
Jedem Tier und jedem Narren haben die Götter seine Verteidigungswaffen gegeben.
Jeden Nachklang fühlt mein Herz Froh und trüber Zeit, Wandle zwischen Freud und Schmerz In der Einsamkeit.
Jeden Tag hat man Ursache, die Erfahrung aufzuklären und den Geist zu reinigen.
Jeder Charakter, so eigentümlich er sein möge, und jedes Darzustellende, vom Stein herauf bis zum Menschen, hat Allgemeinheit, denn alles wiederholt sich, und es gibt kein Ding in der Welt, das nur einmal da wäre.
Jeder Fortschritt ist ein Wagestück, und nur durch Wagen kommt man entschieden vorwärts.
Jeder fühlende, wohlhabende Mann sollte sich und seine Familie, und zwar in verschiedenen Epochen des Lebens, malen lassen.
Jeder hat etwas in seiner Natur, das, wenn er es öffentlich ausspräche, Missfallen erregen würde.
Jeder Jüngling sehnt sich so zu lieben, Jedes Mädchen so geliebt zu sein, Ach, der heiligste von unsern Trieben, Warum quillt aus ihm die grimme Pein?
Jeder Mensch hat in der Nähe und in der Ferne gewisse örtliche Einzelheiten, die ihn anziehen, die ihm, seinem Charakter nach, um des ersten Eindrucks, gewisser Umstände, der Gewohnheit willen, besonders lieb und aufregend sind.
Jeder Mensch, meine schönen Fräulein, treibt seine Liebhabereien sehr ernsthaft, meist ernsthafter als seine Geschäfte.
Jeder wandle für sich und wisse nichts von dem andern, Wandeln nur beide gerad', finden sich beide gewiss.
Jeder Weg zum rechten Zwecke Ist auch recht in jeder Strecke.
Jeder Wein setzt Weinstein in den Fässern an mit der Zeit.
Jeder Zustand hat seine Beschwerlichkeit, der beschränkte sowohl als der losgebundene.
Jeder Zustand, ja jeder Augenblick ist von unendlichem Wert, denn er ist der Repräsentant einer ganzen Ewigkeit.
Jeder, der eine Zeit lang auf dem redlichen Forschen verharrt, muss seine Methode irgendeinmal umändern.
Jedermann hat seine Eigenheiten und kann sie nicht loswerden, und doch geht mancher an seinen Eigenheiten, oft an den unschuldigsten, zugrunde.
Jedes ausgesprochene Wort erregt den Gegensinn.
Jedes Bedürfnis, dessen wirkliche Befriedigung versagt ist, nötigt zum Glauben.
Jedes Gewaltsame, jedes Sprunghafte, ist mir in der Seele zuwider, denn es ist nicht naturgemäß.
Jedes große Genie hat seinen eignen Gang, seinen eignen Ausdruck, seinen eignen Ton, sein eignes System und sogar sein eignes Kostüm.
Jedes Übel soll an der Stelle geheilt werden, wo es zum Vorschein kommt, und man bekümmert sich nicht um jenen Punkt, wo es eigentlich seinen Ursprung nimmt, woher es wirkt.
Jegliche Rede, Wie sie auch weise sei, der erdgeborenen Menschen Löst die Rätsel nicht der undurchdringlichen Zukunft.
Jene garstige Vettel, Die buhlerische, Welt heißt man sie, Mich hat sie betrogen Wie die übrigen alle.
Jene machen Partei, welch unerlaubtes Beginnen! Aber unsre Partei, freilich, versteht sich von selbst.
Jenes Apfels Leichtsinnig augenblicklicher Genuss Hat aller Welt unendlich Weh verschuldet
Jetzt seh ich, jetzt genieß ich erst das Höchste, was uns vom Altertum übrig blieb, die Statuen.
Jetzt, da sich eine Weltliteratur einleitet, hat genau besehen, der Deutsche am meisten zu verlieren, er wird wohl tun, dieser Warnung nachzudenken.
Jugend ist Trunkenheit ohne Wein.
Jugendeindrücke verlöschen nicht, auch in ihren kleinsten Teilen.
Junge Leute: Menschen, die ihre Kenntnis an die Stelle der Einsicht setzen.
Jungfrau, rein im schönsten Sinn, Mutter, Ehren würdig, Uns erwählte Königin, Göttern ebenbürtig.
Jüngling, merke dir, in Zeiten Wo sich Geist und Sinn erhöht:, dass die Muse zu begleiten, Doch zu leiten nicht versteht.
Käme er, man würde ihn zum zweiten Mal kreuzigen.
Kann uns zum Vaterland die Fremde werden?
Kann wohl ein Kind empfinden, wie den Vater Die Sorge möglichen Verlustes quält?
Kannst dem Schicksal widerstehen, Aber manchmal gibt es Schläge, Will's nicht aus dem Wege gehen, Ei! so geh du aus dem Wege!
Kannst du lesen, so sollst du verstehen, kannst du schreiben, so musst du etwas wissen, kannst du glauben, so musst du begreifen, wenn du begehrst, wirst du sollen, wenn du forderst, wirst du nicht erlangen, und wenn du erfahren bist, sollst du nutzen.
Kein Mensch will etwas werden ein jeder will schon was sein.
Kein Phänomen erklärt sich an und aus sich selbst, nur viele, zusammen überschaut, methodisch geordnet, geben zuletzt etwas, das für Theorie gelten könnte.
Kein Unglück berechtigt uns, einen Unschuldigen mit Vorwürfen zu beladen.
Kein Wunder, dass wir uns alle mehr oder weniger im Mittelmäßigen gefallen, weil es uns in Ruhe lässt, es gibt das behagliche Gefühl, als wenn man mit seinesgleichen umginge.
Keine lockt mich, Ranunkeln, von euch, und keine begehr ich, Aber im Beete vermischt sieht euch das Auge mit Lust.
Keine Nation hat ein Urteil als über das, was bei ihr getan und geschrieben ist.
Keine Nation hat eine Kritik als in dem Maße, wie sie vorzügliche, tüchtige und vortreffliche Werke besitzt.
Keine Neigung ist an sich gut, sondern nur insofern sie etwas Gutes wirkt.
Keine Probe ist gefährlich, zu der man Mut hat.
Keine Religion, sagten sie, die sich auf Furcht gründet, wird unter uns geachtet.
Keine Umgebung, selbst die gemeinste nicht, soll in uns das Gefühl des Göttlichen stören, das uns überall hin begleiten und jede Stätte zu einem Tempel einweihen kann.
Keiner bescheidet sich gern mit dem Teile, der ihm gebühret, Und so habt ihr den Stoff immer und ewig zum Krieg.
Kenn ich doch Die Welt von Jugend auf, wie sie so leicht Uns hilflos, einsam lässt, und ihren Weg Wie Sonn und Mond und andre Götter geht.
Kenne ich mein Verhältnis zu mir selbst und zur Außenwelt, so heiß ich's Wahrheit. Und so kann jeder seine eigene Wahrheit haben, und es ist doch immer dieselbige.
Kennst du das Land, wo die Zitronen blühn, Im dunkeln Laub die Goldorangen glühn?
Kinder halten nicht, was sie versprechen, junge Leute sehr selten, und wenn sie Wort halten, hält es ihnen die Welt nicht.
Kinder müssen Komödien haben und Puppen.
Kinder werfen den Ball an die Wand und fangen ihn wieder, Aber ich lobe das Spiel, wirft mir der Freund ihn zurück.
Klassisch ist das Gesunde, romantisch das Kranke.
Kleid eine Säule, Sie sieht wie ein Fräule.
Knurre nicht, Pudel!
Komm, sehn wir zu! Der Lebende soll hoffen!
Kommt jener nun mit Gläsern dort, So bin ich stille, stille, Ich rede kein vernünftig Wort Mit einem durch die Brille.
Konnte denn die Nadel dich nicht, nicht der Hobel ernähren, dass mit Metaphysik stiehlst ein abscheuliches Brot?
Könntest du dem Papiere das einhauchen, was so voll, so warm in dir lebt, dass es würde der Spiegel deiner Seele, wie deine Seele ist der Spiegel des unendlichen Gottes!
Körper, die bei Leibesieben verfaulen und sich in detaillierter Betrachtung ihres Verwesens erbauen, Tote, die zum Verderben anderer am Leben bleiben und ihren Tod am Lebendigen ernähren: Dahin sind unsre Produzenten gelangt!
Kränken ein liebendes Herz und schweigen müssen ? geschärfter Können die Qualen nicht sein, die Rhadamanth sich ersinnt.
Krieg oder Frieden: klug ist das Bemühen, Zu seinem Vorteil etwas auszuziehen.
Krieg, Handel und Piraterie, Dreieinig sind sie, nicht zu trennen.
Kriegsläufte sind mächtiger als die Könige.
Krone des Lebens, Glück ohne Ruh, Liebe, bist du!
Kühn ist das Mühen, Herrlich der Lohn!
Kunst: eine andere Natur, auch geheimnisvoll, aber verständlicher, denn sie entspringt aus dem Verstande.
Lächerlichster, du nennst das Mode, wenn immer von neuem Sich der menschliche Geist nach Bildung bestrebt.
Ladend und lieblich bist du, Und Blumen, Mond und Gestirne Huldigen, Sonne, nur dir.
Lang bei Hofe, lang bei Höll'!
Lange neckt ihr uns schon, doch immer heimlich und tückisch, Krieg verlangtet ihr ja, führt ihn nun offen, den Krieg!
Langer Schlaf verleiht dem Greise Kurzen Wachens rasches Tun.
Langeweile, du bist ärger als ein kaltes Fieber.
Lass das Vergangene vergangen sein.
Lass den Anfang mit dem Ende Sich in Eins zusammenziehn!
Lass den Witzling uns besticheln! Glücklich, wenn ein deutscher Mann, Seinem Freunde Vetter Micheln Guten Abend bieten kann.
Lass der Sonne Glanz verschwinden, Wenn es in der Seele tagt: Wir im eignen Herzen finden, Was die ganze Welt versagt.
Lass dich nur in keiner Zeit Zum Widerspruch verleiten. Weise fallen in Unwissenheit, Wenn sie mit Unwissenden streiten.
Lass in den Tiefen der Sinnlichkeit Uns glühende Leidenschaften stillen! In undurchdrungnen Zauberhüllen Sei jedes Wunder gleich bereit!
Lass sie am Sonnenlicht sich vergnügen, Fleißig bei ihren Weibern liegen, Damit wir tapfer Kinder kriegen.
Lasst mich weinen! das ist keine Schande. Weinende Männer sind gut.
Lasst uns doch vielseitig sein! Märkische Rübchen schmecken gut, am besten gemischt mit Kastanien, und diese beiden edlen Früchte wachsen weit auseinander.
Launen!, nichts als Launen! Da scheinen die Weiber immer krank.
Lebe hoch, wer Leben schafft!
Leben ist ein großes Fest, Wenn sich's nicht berechnen lässt.
Leben muss man und lieben, es endet Leben und Liebe. Schnittest du, Parze, doch nur beiden die Fäden zugleich!
Lebhafte Frage nach der Ursache, Verwechslung von Ursache und Wirkung, Beruhigung in einer falschen Theorie sind von großer, nicht zu entwickelnder Schädlichkeit.
Lebst im Volke, sei gewohnt, keiner je des andern Leben schont.
Lehrbücher sollen anlockend sein, das werden sie nur, wenn sie die heiterste, zugänglichste Seite des Wissens und der Wissenschaft hinbieten.
Lehre tut viel, aber Aufmunterung tut alles.
Leid aus Freude tritt so leicht hervor.
Leidenschaft erzeugt Leidenschaft.
Leider ruht auf dem, was Advokatenhände berühren, so leicht ein Fluch.
Leise müsst ihr das vollbringen, Die gelinde Macht ist groß, Wurzelfasern, wie sie dringen, Sprengen wohl die Felsen los.
Leise, leise! Stille, Stille! Das ist erst das wahre Glück.
Lernen Sie die Menschen kennen, zu denen man Zutrauen haben kann!
Lernst du nicht fremde Sprachen in den Ländern am besten, wo sie zu Hause sind?
Licht und Geist, jenes im Physischen, dieser im Sittlichen herrschend, sind die höchsten denkbaren unteilbaren Energien.
Lieb' und Leidenschaft können verfliegen, Wohlwollen aber wird ewig siegen.
Liebe gibt der Liebe Kraft.
Liebe und Not sind doch die besten Lehrmeister.
Liebe verbindet alles.
Liebe will ich liebend loben, Jede Form, sie kommt von oben.
Liebe, menschlich zu beglücken, Nähret sie ein edles Zwei, Doch zu göttlichem Entzücken Bildet sie ein köstlich Drei.
Lieben ist menschlich, nur müsst ihr menschlich lieben!
Liegt der Irrtum nur erst, wie ein Grundstein, unten im Boden, Immer baut man darauf, nimmermehr kommt er an den Tag.
Liegt dir gestern klar und offen, Wirkst du heute kräftig frei, Kannst auch auf ein Morgen hoffen, Das nicht minder glücklich sei.
Lies uns nach Laune, nach Lust, in trüben, in fröhlichen Stunden, Wie uns der gute Geist, der böse gezeugt.
List hat in der Welt so viel erreicht.
Lüsternheit: Spiel mit dem zu Genießenden, Spiel mit dem genossenen.
Macht man nicht gern eine entfernte Spazierfahrt, um einen Kaffee zu trinken, einen Fisch zu genießen, der uns zu Hause nicht so gut geschmeckt hätte? Wir verlangen Abwechslung und fremde Gegenstände.
Majestät ist das Vermögen, ohne Rück sicht auf Belohnung oder Bestrafung recht oder unrecht zu handeln.
Man befriedigt bei dichterischen Arbeiten sich selbst am meisten und hat noch dadurch den besten Zusammenhang mit andern.
Man behandelt das Mittelmäßige mit Neigung, weil es das Niveau ist, auf dem man steht.
Man bemerkt, dass strenge Gesetze sich sehr bald abstumpfen und nach und nach loser werden, weil die Natur immer ihre Rechte behauptet.
Man betrügt sich oder den andern, und meist beide.
Man darf das nicht vor keuschen Ohren nennen, Was keusche Herzen nicht entbehren können.
Man darf das Wahre nur wunderlich sagen, so scheint zuletzt das Wunderliche auch wahr.
Man darf nur alt werden, um milder zu sein, ich sehe keinen Fehler begehen, den ich nicht auch begangen hätte.
Man darf nur auf der Straße wandeln und Augen haben, man sieht die unnachahmlichsten Bilder.
Man denkt nicht über sich, wenn man sich im Spiegel betrachtet, aber man fühlt sich und lässt sich gelten.
Man erzählt von einem unserer trefflichsten Männer, er habe mit Verdruss das Frühjahr wieder aufgrünen gesehn und gewünscht, es möchte zur Abwechslung einmal rot erscheinen.
Man feire nur, was glücklich vollendet ist.
Man frage nicht, ob man durchaus übereinstimmt, sondern ob man in einem Sinne verfährt.
Man frage sich, ob nicht ein jedes fremde, aus seiner Umgebung gerissene Geschöpf einen gewissen ängstlichen Eindruck auf uns macht, der nur durch Gewohnheit abgestumpft wird.
Man geht nie weiter, als wenn man nicht mehr weiß, wohin man geht.
Man greife nun nach Mädchen, Kronen, Gold, Dem Greifenden ist meist Fortuna hold.
Man habe auch tausendmal von einem Gegenstand gehört, das Eigentümliche desselben spricht nur zu uns aus dem unmittelbaren Anschauen.
Man hält die Menschen gewöhnlich für gefährlicher, als sie sind.
Man hat behauptet, die Welt werde durch Zahlen regiert, das aber weiß ich, dass die Zahlen uns belehren, ob sie gut oder schlecht regiert werde.
Man hofft immer mehr zu tun, als wirklich geschieht.
Man hört, nur die Mathematik sei gewiss, sie ist es nicht mehr als jedes andere Wissen und Tun. Sie ist gewiss, wenn sie sich klüglich nur mit Dingen abgibt, über die man gewiss werden und insofern man darüber gewiss werden kann.
Man ist mit niemand mehr geplagt als mit den Dienstboten, es will niemand dienen, nicht einmal sich selbst.
Man ist niemals mit einem Porträt zufrieden von Personen, die man kennt.
Man ist nur eigentlich lebendig, wenn man sich des Wohlwollens andrer freut.
Man ist nur vielseitig, wenn man zum Höchsten strebt, weil man muss, und zum Geringern herabsteigt, wenn man will.
Man ist oft gleichgültiger als billig.
Man kann alle Leute einige Zeit zum Narren halten und einige Leute allezeit, aber alle Leute allezeit zum Narren halten kann man nicht.
Man kann auf dem rechten Weg irren und auf dem falschen recht gehen.
Man kann dasjenige, was man besitzt, nicht rein erkennen, bis man das, was andere vor uns besessen, zu erkennen weiß.
Man kann den Hochverrat nicht schrecklich genug bestrafen.
Man kann der Gesellschaft alles aufdringen, nur nicht, was eine Folge hat.
Man kann die Erfahrung nicht früh genug machen, wie entbehrlich man in der Welt ist.
Man kann die Nützlichkeit einer Idee anerkennen und doch nicht recht verstehen, sie vollkommen zu nutzen.
Man kann in wahrer Freiheit leben Und doch nicht ungebunden sein.
Man kann nicht für jedermann leben, besonders für die nicht, mit denen man nicht leben möchte.
Man kann nicht stets das Fremde meiden, Das Gute liegt uns oft so fern.
Man kann niemand lieben, als dessen Gegenwart man sicher ist, wenn man sein bedarf.
Man kann sehr ruhig sein, und doch sehr zärtlich lieben.
Man kennt nur diejenigen, von denen man leidet.
Man klagt über wissenschaftliche Akademien, dass sie nicht frisch genug ins Leben eingreifen, das liegt aber nicht an ihnen, sondern an der Art, die Wissenschaft zu behandeln, überhaupt
Man könnt' erzogene Kinder gebären, wenn die Eltern erzogen wären.
Man lässt alles in der Welt gehn, bis es schädlich wird, dann zürnt man und schlägt drein.
Man lässt sich den Winter auch gefallen. Man glaubt sich freier auszubreiten, wenn die Bäume so geisterhaft, so durchsichtig vor uns stehen.
Man lässt sich seine Mängel vorhalten, man lässt sich strafen, man leidet manches um ihrer willen mit Geduld, aber ungeduldig wird man, wenn man sie ablegen soll.
Man lebt nur einmal in der Welt, hat nur einmal diese Kräfte, diese Aussichten, und wer sie nicht zum Besten braucht, wer sich nicht so weit treibt als möglich, ist ein Tor.
Man lebt nur einmal in der Welt.
Man leugnet stets, und man leugnet mit Recht, dass je sich der Adel erlernte.
Man mag noch so eingezogen leben, so wird man, ehe man sich's versieht, ein Schuldner oder ein Gläubiger.
Man möchte oft lieber ein Gespenst als einen alten Liebhaber zur unrechten Zeit vor den Augen sehen.
Man muss etwas sein, um etwas zu machen.
Man muss nicht fürchten, überstimmt zu werden, wenn uns widersprochen wird.
Man muss sein Glaubensbekenntnis von Zeit zu Zeit wiederholen, aussprechen, was man billigt, was man verdammt, der Gegenteil lässt's ja auch nicht daran fehlen.
Man muss seine Irrtümer teuer bezahlen, wenn man sie loswerden will, und dann hat man noch von Glück zu sagen.
Man nimmt in der Welt jeden, wofür er sich gibt, aber er muss sich auch für etwas geben. Man erträgt die Unbequemen lieber, als man die Unbedeutenden duldet.
Man säe nur, man erntet mit der Zeit.
Man sagt gar gehörig: Das Phänomen ist eine Folge ohne Grund, eine Wirkung ohne Ursache. Es fällt dem Menschen so schwer, Grund und Ursache zu finden, weil sie so einfach sind, dass sie sich dem Blick verbergen.
Man sagt immer, die Weiber schwätzen viel, und wenn die Männer anfangen, so hat's gar kein Ende.
Man sagt, zwischen zwei entgegengesetzten Meinungen liege die Wahrheit mitteninne. Keineswegs! Das Problem liegt dazwischen, das Unschaubare, das ewig tätige Leben, in Ruhe gedacht.
Man sagt: »Eitles Eigenlob stinket.« Das mag sein, was aber fremder und ungerechter Tadel für einen Geruch habe, dafür hat das Publikum keine Nase.
Man sagt: »Er stirbt bald«, wenn einer etwas gegen seine Art und Weise tut.
Man schmeichelt sich ins Leben hinein, aber das Leben schmeichelt uns nicht.
Man schont die Alten, wie man die Kinder schont.
Man sehe die Physik genau durch, und man wird finden, dass die Phänomene sowie die Versuche, worauf sie gebaut ist, verschiedenen Wert haben.
Man sieht also, dass man, um vornehm zu scheinen, wirklich vornehm sein müsse.
Man sieht dir's an den Augen an, Gewiss, du hast geweint.
Man soll alle Tage wenigstens ein kleines Lied hören, ein gutes Gedicht lesen, ein treffliches Gemälde sehen und, wenn es möglich zu machen wäre, einige vernünftige Worte sprechen.
Man soll ja keinem Schauspieler übel nehmen, wenn er bei seinen Debüts vorsichtig und eigensinnig ist.
Man soll seinen Weg nur ruhig fortgehn, die Tage bringen das Beste wie das Schlimmste.
Man soll sich vor einem Talente hüten, das man in Vollkommenheit auszuüben nicht Hoffnung hat.
Man soll tun, was man kann, einzelne Menschen vom Untergang zu retten.
Man sollte doch auch nichts glauben, als was man mit Augen sieht!
Man spricht immer vom Studium der Alten, allein was will das anders sagen als: Richte dich auf die wirkliche Welt und suche sie auszusprechen, denn das taten die Alten auch, da sie lebten.
Man spricht vergebens viel, um zu versagen, Der andre hört von allem nur das Nein.
Man spricht viel vom Theater, aber wer nicht selbst darauf war, kann sich keine Vorstellung davon machen.
Man streitet viel und wird viel streiten über Nutzen und Schaden der Bibelverbreitung. Mir ist klar: Schaden wird sie wie bisher, dogmatisch und phantastisch gebraucht, nutzen wie bisher, didaktisch und gefühlvoll aufgenommen.
Man tadelt den, der Taten wägt.
Man tanzt, man schwatzt, man kocht, man trinkt, man liebt, Nun sage mir, wo es was Bessers gibt!
Man tut immer besser, dass man sich grad ausspricht, wie man denkt, ohne viel beweisen zu wollen, denn alle Beweise, die wir vorbringen, sind doch nur Variationen unserer Meinungen, und die Widriggesinnten hören weder auf das eine noch auf das andere.
Man tut nicht wohl, sich allzu lange im Abstrakten aufzuhalten. Das Esoterische schadet nur, indem es exoterisch zu werden trachtet. Leben wird am besten durchs Lebendige belehrt.
Man verändert fremde Reden beim Wiederholen wohl nur darum so sehr, weil man sie nicht verstanden hat.
Man verändert sich viel weniger, als man glaubt, und die Zustände bleiben sich auch meistens sehr ähnlich.
Man verliert nicht immer, wenn man entbehrt.
Man weicht der Welt nicht sicherer aus als durch die Kunst, und man verknüpft sich nicht sicherer mit ihr als durch die Kunst.
Man weiß eigentlich das, was man weiß, nur für sich selbst. Spreche ich mit einem andrem von dem, was ich zu wissen glaube, unmittelbar glaubt er's besser zu wissen, und ich muss mit meinem Wissen immer wieder in mich selbst zurückkehren.
Man will mancherlei wissen und kennen, und gerade das, was einen am wenigsten angeht, und man bemerkt nicht, dass kein Hunger dadurch gestillt wird, wenn man nach der Luft schnappt.
Man wird nie betrogen, man betrügt sich selbst.
Man wird sich an den Vorzügen seiner Zeit nicht wahrhaft und redlicher freuen, wenn man die Vorzüge der Vergangenheit nicht zu würdigen versteht.
Man würde einander besser kennen, wenn sich nicht immer einer dem anderen gleichstellen wollte.
Man würde viel Almosen geben, wenn man Augen hätte zu sehen, was eine empfangende Hand für ein schönes Bild macht.
Manche sind auf das, was sie wissen, stolz, gegen das, was sie nicht wissen, hoffärtig.
Manche Töne sind mir Verdruss, doch bleibet am meisten Hundegebell mir verhasst, kläffend zerreißt es mein Ohr.
Mancher grüßet uns freundlich bei Tage, doch käm er im Finstern Uns in den Weg, es möchte wohl kaum zum Besten geraten.
Mancher hat nach der Antike studiert und sich ihr Wesen nicht ganz zugeeignet: Ist er darum scheltenswert?
Manches Herrliche der Welt Ist in Krieg und Streit zerronnen, Wer beschützet und erhält, Hat das schönste Los gewonnen.
Manchmal ist ein Wort vonnöten, Oft ist's besser, dass man schweigt.
Männer! Männer! Sie machen uns glücklich und elend.
Mannräuschlein nannte man im siebzehnten Jahrhundert gar ausdrucksvoll die Geliebte.
Märchen: das uns unmögliche Begebenheiten unter möglichen oder unmöglichen Bedingungen als möglich darstellt.
Mehl kann man nicht säen.
Mehr als zwanzig Personen sind in dem Märchen geschäftig. »Nun, und was machen sie denn alle?« Das Märchen, mein Freund.
Mein Erbteil wie herrlich, weit und breit! Die Zeit ist mein Besitz, mein Acker ist die Zeit.
Mein erst Gesetz ist, in der Welt Die Frager zu vermeiden.
Mein Freund, die Zeiten der Vergangenheit Sind uns ein Buch mit sieben Siegeln.
Mein höchster Begriff vom Drama ist rastlose Handlung.
Mein Leipzig lob ich mir! Es ist ein klein Paris und bildet seine Leute.
Mein Lied ertönt der unbekannten Menge, Ihr Beifall selbst macht meinem Herzen bang.
Meine Stunde ist kommen. Ich hoffte, sie sollte sein wie mein Leben'. Sein Will geschehe.
Memoiren von oben herunter oder von unten hinauf: Sie müssen sich immer begegnen.
Menschen sind schwimmende Töpfe, die sich aneinander stoßen.
Menschlichkeit kennest du nicht, nur Menschlichkeiten, der Dämon Wechselt bei dir mit dem Schwein ab, und das nennest du Mensch.
Mich plagen keine Skrupel noch Zweifel, Fürchte mich weder vor Hölle noch Teufel.
Mich treibe umher ein unbezwinglich Sehnen, Da bleibt kein Rat als grenzenlose Tränen.
Mikroskope und Fernrohre verwirren eigentlich den Menschensinn.
Mir gäb' es keine größre Pein, Wär' ich im Paradies allein.
Mir ist das Volk zur Last, Meint es doch dies und das: Weil es die Fürsten hasst, Denkt es, es wäre was.
Mir ist es winterlich im Leibe, Ich wünschte Schnee und Frost auf meiner Bahn.
Mir ist für meine Wette gar nicht bange.
Mir ist ganz tugendlich dabei, Ein bisschen Diebsgelüst, ein bisschen Rammelei. So spukt mir schon durch alle Glieder Die herrliche Walpurgisnacht.
Mir kommt kein Besitz ganz rechtmäßig, ganz rein vor, als der dem Staate seinen schuldigen Teil abträgt.
Mir will das kranke Zeug nicht munden, Autoren sollen erst gesunden.
Mir wird von alledem so dumm, Als ging mir ein Mühlrad im Kopf herum.
Mir wird, bei meinem kritischen Bestreben, Doch oft um Kopf und Busen bang.
Missverständnisse und Trägheit machen vielleicht mehr Irrungen in der Welt als List und Bosheit.
Mit andern kann man sich belehren, Begeistert wird man nur allein.
Mit dem Ernsten und Wichtigen spielen, verderbt den Menschen.
Mit den Ansichten, wenn sie aus der Welt verschwinden, gehen oft die Gegenstände selbst verloren. Kann man doch im höheren Sinne sagen, dass die Ansicht der Gegenstand sei.
Mit den Irrtümern der Zeit ist schwer sich abzufinden: Widerstrebt man ihnen, so steht man allein, lässt man sich davon befangen, so hat man auch weder Ehre noch Freude davon.
Mit den Jahren steigern sich die Prüfungen.
Mit einem Herren steht es gut, Der, was er befohlen, selber tut.
Mit Frauen soll man sich nie unterstehn zu scherzen.
Mit Gewalt / Ergreift uns Liebreiz weiblicher Gestalt.
Mit hocherhabnen, hoch beglückten Männern Gewalt'ges Ansehn, würd'gen Einfluss teilen: Für edle Seelen reizender Gewinn!
Mit jemand leben oder in jemand leben ist ein großer Unterschied. Es gibt Menschen, in denen man leben kann, ohne mit ihnen zu leben, und umgekehrt. Beides zu verbinden, ist nur der reinsten Liebe und Freundschaft möglich.
Mit Kleinen tut man kleine Taten, Mit großen wird der Kleine groß.
Mit Narren sich beladen, Das kommt zuletzt dem Teufel selbst zu Schaden.
Mit rechten Leuten wird man was.
Mit Sturm ist da nichts einzunehmen, Wir müssen uns zur List bequemen.
Mit Ungeduld bestraft sich zehnfach Ungeduld, man will das Ziel heranziehn und entfernt es nur.
Mit wahrhaft Gleichgesinnten kann man sich auf die Länge nicht entzweien.
Mit wenig Witz und viel Behagen Dreht jeder sich im engen Zirkeltanz, Wie junge Katzen mit dem Schwanz.
Mittelmäßigkeit ist von allen Gegnern der schlimmste, Deine Verirrung, Genie, schreibt sie als Tugend sich an.
Möge das Studium der griechischen und römischen Literatur immerfort die Basis der höhern Bildung bleiben!
Moliére ist so groß, dass man immer von Neuem erstaunt, wenn man ihn wieder liest.
Morgens rund, Mittags gestampft, Abends in Scheiben, Dabei soll's bleiben, Es ist gesund.
Musik im besten Sinne bedarf weniger der Neuheit, ja vielmehr je älter sie ist, je gewohnter man sie ist, desto mehr wirkt sie.
Muss den alles schädlich sein, was gefährlich aussieht?
Müsst Euer Glück nicht auf die Jüngsten setzen. Die Angejahrten wissen Euch zu schätzen.
musst nicht vor dem Tage fliehen: Denn der Tag, den du ereilest, Ist nicht besser als der heut'ge.
musst nicht widerstehn dem Schicksal, Aber musst es auch nicht fliehen! Wirst du ihm entgegengehen, Wird's dich freundlich nach sich ziehen.
Mystik deutet auf die Geheimnisse der Natur und Vernunft und sucht sie durch Wort und Bild zu lösen.
Nach Golde drängt, am Golde hängt Doch alles!
Nach Pressefreiheit schreit niemand, als wer sie missbrauchen will.
Nachbarin! Euer Fläschchen!
Nachdem man in der zweiten Hälfte des siebzehnten Jahrhunderts dem Mikroskop so unendlich viel schuldig geworden war, so suchte man zu Anfang des achtzehnten Jahrhunderts dasselbe geringschätzig zu behandeln.
Nacht ist schon herein gesunken, schließt sich heilig Stern an Stern, große Lichter, kleine Funken Glitzern nah und glänzen fern.
Nachts, wann gute Geister schweifen, Schlaf dir von der Stirne streifen, Mondenlicht und Sternenflimmern Dich mit ewigem All umschimmern, Scheinst du dir entkörpert schon, Wagest dich an Gottes Thron.
Nah verwandt schienen sich die ersten Menschen, aber ihre Beschäftigungen trennten sie bald.
Narr! Wenn es brennt, so lösche, Hat's gebrannt, bau wieder auf.
Natur hat zu nichts gesetzmäßige Fähigkeit, was sie nicht gelegentlich ausführte und zutage brächte.
Natur ist Sünde, Geist ist Teufel, Sie hegen zwischen sich den Zweifel, Ihr missgestaltet Zwitterkind.
Natur und Idee lässt sich nicht trennen, ohne, dass die Kunst sowie das Leben zerstört werde.
Natur und Kunst, sie scheinen sich zu fliehen Und haben sich, eh man es denkt, gefunden.
Natur! Du ewig keimende, Schaffst jeden zum Genuss des Lebens.
Natur, ein Buch lebendig, Unverstanden, doch nicht unverständlich.
Natürlich, wenn ein Gott sich erst sechs Tage plagt Und selbst am Ende Bravo sagt, Da muss es was Gescheites werden!
Nehmt den heiligen Ernst mit hinaus, denn der Ernst, der heilige, macht allein das Leben zur Ewigkeit.
Neigungen besiegen ist schwer, gesellet sich aber Gewohnheit, Wurzelnd, allmählich zu ihr, unüberwindlich ist sie.
Nein! nein! sie glauben sich nicht frei, wenn sie sich nicht selbst und andern schaden können.
Nein! Nicht länger ist zu säumen, Wecket ihn aus seinen Träumen, Zeigt den diamantnen Schild!
Nein, du bist nicht zum Himmel zurückgekehrt, goldne Zeit! Du umgibst noch jedes Herz, in den Momenten, da sich die Blüte der Liebe erschließt.
Nein, es ist Kein Mensch so klug, dass er nicht eben toll Bei der gemeinsten Sache werden könnte.
Nein, nein! der Teufel ist ein Egoist Und tut nicht leicht um Gottes willen, Was einem andern nützlich ist.
Neuen Lebenslauf Beginne Mit hellem Sinne, Und neue Lieder Tönen darauf!
Neumond und geküsster Mund sind gleich wieder hell und frisch und gesund.
Nicht allein das Angeborene, auch das Erworbene ist der Mensch.
Nicht allein von Feinden, sondern auch von Freunden muss, was man wünscht, erstürmt werden.
Nicht allen Menschen ist es eigentlich um ihre Bildung zu tun, viele wünschen nur so ein Hausmittel zum Wohlbefinden, Rezepte zum Reichtum und zu jeder Art von Glückseligkeit.
Nicht alles Wünschenswerte ist erreichbar, nicht alles Erkennenswerte erkennbar.
Nicht größern Vorteil wüsst' ich zu nennen, Als des Feindes Verdienst erkennen.
Nicht in das Grab, nicht übers Grab verschwendet / Ein edler Mann der Sehnsucht hohen Wert. / Er kehrt in sich und findet staunend / In seinem Busen das Verlorne wieder.
Nicht jeder wandelt nur gemeine Stege: du siehst, die Spinnen bauen luft'ge Wege.
Nicht jedes Mannes Absicht ist offenbar, und manches Mannes Absicht ist zu missdeuten.
Nicht Kunst und Wissenschaft allein, Geduld will bei dem Werke sein.
Nicht überall, wo Wasser ist, sind Frösche, aber wo man Frösche hört, ist Wasser.
Nicht, was der Knecht sei, fragt der Herr, nur, wie er diene.
Nichts Abgeschmackters find' ich auf der Welt Als einen Teufel, der verzweifelt.
Nichts als Zeitverderb ist die Liebe!
Nichts Bessers weiß ich mir an Sonn- und Feiertagen, Als ein Gespräch von Krieg und Kriegsgeschrei, Wenn hinten, weit in der Türkei, Die Völker aufeinander schlagen.
Nichts ist auf der Erde ohne Beschwerlichkeit.
Nichts ist bedeutender in jedem Zustande als die Dazwischenkunft eines Dritten.
Nichts ist dem Dilettantismus mehr entgegen als feste Grundsätze und strenge Anwendung derselben.
Nichts ist widerwärtiger als die Majorität, denn sie besteht aus wenigen kräftigen Vorgängern, aus Schelmen, die sich akkomodieren, aus Schwachen, die sich assimilieren, und der Masse, die nachtrollt, ohne nur im Mindesten zu wissen, was sie will.
Nichts schrecklicher kann den Menschen geschehn, Als das Absurde verkörpert zu sehn.
Nichts taugt Ungeduld, Noch weniger Reue, Jene vermehrt die Schuld, Diese schafft neue.
Nichts vom Vergänglichen, Wie's auch geschah! Uns zu verewigen Sind wir ja da.
Niemals darf ein Mensch, niemals ein Volk wähnen, das Ende sei gekommen.
Niemand hat das Recht, einem geistreichen Manne vorzuschreiben, womit er sich beschäftigen soll.
Niemand ist mehr Sklave, als der sich für frei hält, ohne es zu sein.
Niemand ist zu verdenken, wenn er um Platz und Rang kämpft, der ihm seine Existenz sichert und einen Einfluss verschafft, der auf eine glückliche weitere Folge deutet.
Niemand kann sich umprägen und niemand seinem Schicksale entgehn.
Niemand räumt gern andern einen Vorzug ein, solang er ihn nur einigermaßen leugnen kann. Naturvorzüge aller Art sind am wenigsten zu leugnen.
Niemand weiß, wie lang er es hat, was er ruhig besitzet.
Niemand würde gern in Gesellschaften sprechen, wenn er sich bewusst wäre, wie oft er die andern missversteht.
Niemand würde viel in Gesellschaften sprechen, wenn er sich bewusst wäre, wie oft er die andern missversteht.
Nimmst du die Menschen für schlecht, du kannst dich verrechnen, o Weltmann! Schwärmer, wie bist du getäuscht, nimmst du die Menschen für gut!
Noch ist es Tag, da rühre sich der Mann, Die Nacht tritt ein, wo niemand wirken kann.
Noch zweifl' ich, und wie bang ist da der Zweifel, Wenn unser Schicksal am Entschlüsse hängt!
Nun ging mir eine neue Welt auf. Ich näherte mich den Gebirgen, die sich nach und nach entwickelten.
Nun sag mir eins, man soll kein Wunder glauben!
Nun sag: Wie hast du's mit der Religion?
Nun schaut der Geist nicht vorwärts, nicht zurück, Die Gegenwart allein Ist unser Glück.
Nun wurden wir abermals gewahr, dass man, anstatt sich der Weichlichkeit und phantastischen Vergnügungen hinzugeben, wohl eher Ursache habe, sich abzuhärten, um die unvermeidlichen Übel entweder zu ertragen oder ihnen entgegenzuwirken
Nur alle Menschen machen die Menschheit aus, nur alle Kräfte zusammengenommen die Welt.
Nur allein der Mensch Vermag das Unmögliche: Er unterscheidet, wählet und richtet, Er kann dem Augenblick Dauer verleihen.
Nur aus innig verbundenem Ernst und Spiel kann wahre Kunst entspringen.
Nur das Leichtere trägt auf leichten Schultern der Schöngeist, Aber der schöne Geist trägt das Gewichtige leicht.
Nur dem Feigen ist es Nacht.
Nur der Mangel erhebt über dich selbst dich hinweg.
Nur der verdient die Gunst der Frauen, Der kräftigst sie zu schützen weiß.
Nur der verdient sich Freiheit wie das Leben, der täglich sie erobern muss.
Nur die Handelsleute, besonders die Bankiers wissen, was wir wollen, und werden reich dadurch, wenn auch gleich manche durch falsche Spekulation zugrunde gehen.
Nur die widernatürlichste Phantasie kann uns noch retten.
Nur durch Eifersucht auf den Besitz erhält man die Besitztümer.
Nur durch eine erhöhte Praxis sollten die Wissenschaften auf die äußere Welt wirken, denn eigentlich sind sie alle esoterisch und können nur durch Verbessern irgendeines Tuns exoterisch werden. Alle übrige Teilnahme führt zu nichts.
Nur durch geregelte Übung könnte man vorwärts kommen.
Nur in der Schule selbst ist die eigentliche Vorschule.
Nur in Wirkung und Gegenwirkung erfreuen wir uns!
Nur klugtätige Menschen, die ihre Kräfte kennen und sie mit Maß und Gescheitigkeit benutzen, werden es im Weltwesen weit bringen.
Nur rastlos betätigt sich der Mann.
Nur solchen Menschen, die nichts hervorzubringen wissen, ist nichts.
Nur wenn das Herz erschlossen, Dann ist die Erde schön. Du standest so verdrossen Und wusstest nicht zu sehn.
Nur wer von Allah begünstiget ist, der nährt sich, erzieht sich, lebendig und reich.
O diese Zeit hat fürchterliche Zeichen: Das Niedre schwillt, das Hohe senkt sich nieder.
O du Ausgeburt der Hölle' Soll das ganze Haus ersaufen?
O glaube mir, ein selbstisches Gemüt Kann nicht der Qual des engen Neids entfliehen.
O glücklich, wer noch hoffen kann, Aus diesem Meer des Irrtums aufzutauchen!
O Gott, beschwichtige die Gedanken, Erleuchte mein bedürftig Herz.
O Gott, was sind die Hoffnungen dieser Erden.
O ihr Tags? und Splitterrichter, Splittert nur nicht alles klein! Denn fürwahr!, der schlechteste Dichter Wird noch euer Meister sein.
O Lieb, o Liebe! So golden schön, Wie Morgenwolken Auf jenen Höhn!
O liebe Hand!, so göttergleich Die Hütte wird durch dich ein Himmelreich.
O Mädchen, Mädchen, Wie lieb ich dich! Wie blickt dein Auge! Wie liebst du mich!
O Männer wüsstet ihr's, ihr könntet wartend ruhn. Uns ist's so viel um euch, als euch um uns zu tun.
O sähst du, voller Mondenschein, Zum letzten Mal auf meine Pein.
O schaudre nicht! Lass diesen Blick, Lass diesen Händedruck dir sagen, Was unaussprechlich ist.
O sprich mir nicht von jener bunten Menge, Bei deren Anblick uns der Geist entflieht! Verhüllt mir das wogende Gedränge, Das wider Willen uns zum Strudel zieht!
O süße Stimme! Viel willkommner Ton Der Muttersprach in einem fremden Lande!
O trüg ich doch ein männlich Herz in mir, Das, wenn es einen kühnen Vorsatz hegt, Vor jeder andern Stimme sich verschließt!
O Welt voll wunderbarer Wirrung, Voll Geist der Ordnung träger Irrung, Du Kettenring von Wonn und Wehe.
O Welt!, wie schamlos und boshaft du bist! Du nährst und erziehest und tötest zugleich.
O wie froh ist die Zeit, wenn mit der Braut sich der Bräutigam Schwinget im Tanze, den Tag der gewünschten Verbindung erwartend.
O wie fühl ich in Rom mich so froh! Gedenk ich der Zeiten, Da mich ein graulicher Tag hinten im Norden umfing.
Ob die Menschen im Ganzen sich bessern? Ich glaub' es, denn einzeln, Suche man, wie man auch will, sieht man doch gar nichts davon.
Ob er dir gefallen kann? Die Augen musst du fragen. Ob's ein braver guter Mann? Das muss das Herz dir sagen.
Oh, diese Zeit hat fürchterliche Zeichen: Das Niedre schwillt, das Hohe senkt sich nieder.
Oh, du Ausgeburt der Hölle! Soll das ganze Haus ersaufen?
Oh, es beliebt dem Herrn zu scherzen!
Ohne Aufopferung lässt sich keine Freundschaft denken.
Ohne Fastnachtstanz und Mummenspiel Ist am Februar auch nicht viel.
Ohne Schlittschuh und Schellengeläut Ist der Januar ein böses Heut.
Ohne Umschweife Begreife, Was dich mit der Welt entzweit, Nicht will sie Gemüt, will Höflichkeit.
Ohne Wasser ist kein Heil!
Ohne Wunder findet sich bei Wandrern Oft ein sehr erklärliches Erstaunen.
Opfer fallen hier, Weder Lamm noch Stier, Aber Menschenopfer unerhört.
Ordnung ist ein Durcheinander, an das man sich gewöhnt hat.
Ordnung und Klarheit vermehrt die Lust zu sparen und zu erwerben.
Organische Natur: ins Kleinste lebendig, Kunst: ins Kleinste empfunden.
Original, fahr hin in deiner Pracht!
Paris ist Frankreich.
Personen, die der erste Anblick empfiehlt, sollten die Bescheidenheit nicht so weit treiben.
Pfingsten, das liebliche Fest, war gekommen, es grünten und blühten Feld und Wald, auf Hügeln und Höhn, in Büschen und Hecken übten ein fröhliches Lied die neu ermunterten Vögel.
Pflicht des Historikers, das Wahre vom Falschen, das Gewisse vom Ungewissen, das Zweifelhafte vom Verwerflichen zu unterscheiden.
Pflicht: Wo man liebt, was man sich selbst befiehlt.
Pfui, wie sieht so ein Menschenwerk und so ein schlechtes notgedrungenes Menschenwerk, so ein schwarzes Städtchen, so ein Schindel und Steinhaufen, mitten in der großen herrlichen Natur aus!
Philosophie deutet auf die Geheimnisse der Vernunft und sucht sie durchs Wort zu lösen.
Poesie deutet auf die Geheimnisse der Natur und sucht sie durchs Bild zu lösen.
Presse, du bist wieder frei. Jeder wünscht die Freiheit sich, Andre brav zu pressen.
Prophete rechte, Prophete links, Das Weltkind in der Mitten.
Proselyten zu machen ist der natürlichste Wunsch eines jeden Menschen.
Querkopf, schreiet ergrimmt in unsere Wälder Herr Nickel, Leerkopf!, schallt es darauf lustig zum Walde heraus.
Rastlos streicht die Rache hin und wider, sie zerstreuet ihr Gefolge an die Enden der bewohnten Erde über der Verbrecher schweres Haupt.
Rate sich jeder selber und tue, was er nicht lassen kann.
Raubt die Liebste denn gleich mir einige Stunden des Tages, Gibt sie Stunden der Nacht mir zur Entschädigung hin.
Rechnung für Rechnung ist berichtigt, Die Wucherklauen sind beschwichtigt, Los bin ich solcher Höllenpein, Im Himmel kann's nicht heitrer sein.
Recht bleibt Recht, und wer es auch hat, es zeigt sich am Ende.
Recht zu handeln, Grad zu wandeln, Sei des edlen Mannes Wahl. Soll er leiden, Nicht entscheiden, Spreche Zufall auch einmal.
Reformation hätt ihren Schmaus Und nahm den Pfaffen Hof und Haus, Um wieder Pfaffen 'nein zu pflanzen, Die nur in allem Grund der Sachen Mehr schwätzen, wen'ger Grimassen machen.
Reget sich was, gleich schießt der Jäger, ihm scheinet die Schöpfung, Wie lebendig sie ist, nur für den Schnappsack gemacht.
Reine mittlere Wirkung zur Vollendung des Guten und Rechten ist sehr selten, gewöhnlich sehen wir Pedanterie, welche zu retardieren, und Frechheit, die zu übereilen strebt.
Reisen lern ich wohl auf dieser Reise, ob ich leben lerne, weiß ich nicht.
Religion, Sitte, Gesetz, Stand, Verhältnisse, Gewohnheit, alles beherrscht nur die Oberfläche des städtischen Daseins.
Religionen sind Fertighäuser für arme Seelen.
Republiken hab' ich gesehn, und das ist die beste, Die dem regierenden Teil Lasten, nicht Vorteil gewährt.
Rosen, ihr blendenden, Balsam versendenden! Flatternde, schwebende, Heimlich belebende, Zweigleinbeflügelte, Knospenentsiegelte, Eilet zu blühn!
Ruhe der Seele ist kein Festtagskleid.
s ist eine der größten Himmelsgaben, So ein lieb Ding im Arm zu haben.
s ist wohl auch fein, Ein wackrer Mann zu seiner Zeit zu sein.
Säen ist nicht so beschwerlich als ernten.
Sag ich's euch, geliebte Bäume, Die ich ahndevoll gepflanzt, Als die wunderbarsten Träume Morgenrötlich mich umtanzt?
Sag mir, warum dich keine Zeitung freut? Ich liebe sie nicht sie dienen der Zeit.
Sage mir, mit wem du umgehst, so sage ich dir, wer du bist, weiß ich, womit du dich beschäftigst, so weiß ich, was aus dir werden kann.
Saget, Steine, mir an, o sprechet, ihr hohen Paläste! Straßen, redet ein Wort! Genius, regst du dich nicht? Ja, es ist alles beseelt in deinen heiligen Mauern, Ewige Roma, nur mir schweiget noch alles so still.
Saget, wann nützt mein Gedicht, o Musen? - Wenn es den Edlen Weckt in dem Augenblick, wenn er sich selber vergisst.
Schädliche Wahrheit, ich ziehe sie vor dem nützlichen Irrtum, Wahrheit heilet den Schmerz, den sie vielleicht uns erregt.
Schädlicher als Beispiele sind dem Genius Prinzipien.
Schämt euch, ihr Nüchternen! Schämt euch, ihr Weisen!
Schauen kann der Mann und wählen! Doch was hilft ihm oft die Wahl, Kluge schwanken, Weise fehlen, Doppelt ist dann ihre Qual.
Schaut in die Klüfte des Berges hinein, Ruhig entwickelt sich Stein aus Gestein.
Schaut mit den Augen des Geistes hinan! In euch lebe die bildende Kraft, die das Schönste, das Höchste hinauf, über die Sterne das Leben trägt.
Schicksal des Menschen, Wie gleichst du dem Wind.
Schlafe! Was willst du mehr!
Schlecht und modern!
Schleppt ihr Holz herbei, so tut's mit Wonne, Denn ihr tragt den Samen irdscher Sonne.
schließt eure Herzen sorgfältiger als eure Tore. Es kommen die Zeiten des Betrugs, es ist ihm Freiheit gegeben. Die Nichtswürdigen werden regieren mit List, und der Edle wird in ihre Netze fallen.
Schmachtende Liebe vermeidet den Tanz. Johann Wolfgang von Goethe, Wechsellied zum Tanze
Schmerzen sind der Jugend Nahrung, Tränen seliger Lobgesang.
Schmollt der Mann und grillt die Frau, So fasst sie nur behände, Führt mir nach dem Mittag sie, Und ihn an Nordens Ende.
Schon hat sich still der Jahre Kreis geründet, Die Lampe harrt der Flamme, die entzündet.
Schon in ein reinliches Haus zu kommen, ist eine Freude, wenn es auch sonst geschmacklos gebauet und verziert ist: Denn es zeigt uns die Gegenwart wenigstens von einer Seite gebildeter Menschen.
Schon wieder Krieg! Der Kluge hört's nicht gern.
Schöne Zähne sind überall, besonders auch im Morgenland, als eine Gabe Gottes hoch angesehen.
Schönheit bändigt allen Zorn.
Schönheit ist überall ein gar willkommener Gast.
Schönheit und Geist muss man entfernen, wenn man nicht ihr Knecht werden will.
Schreibe nur, wie du reden würdest, und so wirst du einen guten Brief schreiben.
Schreiben ist geschäftiger Müßiggang, es kommt mir sauer an.
Schriftsteller versprechen nur gar zu leicht, weil sie hoffen, dasjenige leisten zu können, was sie vermögen. Johann Wolfgang von Goethe, Die guten Weiber
Schwache passen an keinen Platz in der Welt, sie müssten denn Spitzbuben sein.
Schwärmer prägen den Stempel des Geists auf Lügen und Unsinn, Wem der Probierstein fehlt, hält sie für redliches Gold.
Schwer ist zu tragen das Unglück, aber schwerer das Glück.
Schwing dich auf, Frau Nachtigall, Grüß mir mein Liebchen zehntausendmal!
Seelenleiden zu heilen vermag der Verstand nicht, die Vernunft wenig, die Zeit viel, entschlossene Tätigkeit alles.
Seh ich den Pilgrim, so kann ich mich nie der Tränen enthalten. Oh, wie beseligt uns Menschen ein falscher Begriff!
Sehnsucht aber und Verlangen Hebt vom Boden in die Höh.
Sehr leicht zerstreut der Zufall, was er sammelt.
Sei das Wort die Braut genannt, Bräutigam der Geist.
Sei ein Mann und folge mir nicht nach!
Sei ganz ein Weib und gib Dich hin dem Triebe, der dich zügellos Ergreift und dahin oder dorthin reißt.
Seid erst nicht hängenswert, wenn ihr uns hängen wollt.
Seid, geliebte Lieder, Zeugen meiner Fröhlichkeit, Ach, sie kommt gewiss nicht wieder, Dieser Tage Frühlingszeit.
Sein Jahrhundert kann man nicht verändern, aber man kann sich dagegenstellen und glückliche Wirkungen vorbereiten.
Seine Bürde mag jeglicher tragen, und jeglicher gebe Red und Antwort, wie er in seinem Stande die Pflichten Zu erfüllen strebt.
Seine Wort und Werke Merkt ich und den Brauch, Und mit Geistesstärke Tu ich Wunder auch.
Seinen eigenen Weg zu verfolgen, bleibt immer das Vorteilhafteste: Denn dieser hat das Glückliche, uns von Irrwegen wieder auf uns selbst zurückzuführen.
Selbst das größte Genie würde nicht weit kommen, wenn es alles seinem eigenen Innern verdanken wollte. Das begreifen aber viele sehr gute Menschen nicht und tappen mit ihren Träumen von Originalität ein halbes Leben im Dunkeln.
Selbst das mäßige Talent hat immer Geist in Gegenwart der Natur, deswegen einigermaßen sorgfältige Zeichnungen der Art immer Freude machen.
Selbst der Geistliche vergisst, Wohin er streben soll, und strebt nach Gold.
Selbst im Augenblick des höchsten Glücks und der höchsten Not bedürfen wir des Künstlers.
Selbst wer gebieten kann, muss überraschen.
Selbstische Menschen sind wohl zugleich auch gut, es kommt nur darauf an, dass die harte Schale, die den fruchtbaren Kern umschließt, durch gelinde Einwirkung aufgelöst werde.
Selig, wer sich vor der Welt Ohne Hass verschließt, Einen Freund am Busen hält Und mit dem genießt.
Seliges Geschöpf!, das den Mangel seiner Glückseligkeit einem irdischen Hindernis zuschreiben kann.
Selten sind unsere Aufopferungen tätig, wir tun gleich Verzicht auf das, was wir weggeben.
Seltsam ist Propheten Lied, Doppelt seltsam, was geschieht.
Setze den Stein nach der Richtschnur, nicht die Richtschnur nach dem Stein.
Sich alles gleichzumachen, ist ein großes Prinzip der Natur. Nur verschlingt die größre Kraft die andre.
Sich auf ein Handwerk zu beschränken, ist das Beste.
Sich im Respekt zu erhalten, muss man recht borstig sein. Alles jagt man mit Falken, Nur nicht das wilde Schwein.
Sich in seiner Beschränktheit gefallen, ist ein elender Zustand, in Gegenwart des Besten seine Beschränktheit fühlen, ist freilich ängstlich, aber diese Angst erhebt.
Sich klug und mäßig zeigen muss.
Sich mitzuteilen ist Natur, Mitgeteiltes aufzunehmen, wie es gegeben wird, ist Bildung.
Sich selbst erhalten, bleibt der Selbstsucht Lehre.
Sie feiern die Auferstehung des Herrn, Denn sie sind selber auferstanden: Aus niedriger Häuser dumpfen Gemächern.
Sie glauben miteinander zu streiten Und fühlen das Unrecht von beiden Seiten.
Sie ist ein Weib, guter Oranien, und die möchten immer gern, dass sich alles unter ihr sanftes Joch gelassen schmiegte.
Sie ist so sitt- und tugendreich und etwas schnippisch doch zugleich.
Sie peitschen den Quark, ob nicht etwa Creme daraus werden wolle.
Sie scheinen mir aus einem edlen Haus: Sie sehen stolz und unzufrieden aus.
Sie sprach zu ihm, sie sang zu ihm, Da war's um ihn geschehn.
Sie stellen wie vom Himmel sich gesandt Und lispeln englisch, wenn sie lügen.
Sie übertrieben wie Schauspieler, die nichts empfinden.
Sie wollen immer reizen, um niemals zu befriedigen.
Siegen, heißt es, oder fallen Ist, was alle Völker schuf.
Sieh doch, verändert sich nicht alles in der Welt, warum sollten unsere Leidenschaften bleiben.
Sieh nieder, Zeus, Auf meine Welt, sie lebt. Ich habe sie geformt nach meinem Bilde, Ein Geschlecht, das mir gleich sei. Zu leiden, weinen, zu genießen und zu freuen sich, Und dein nicht zu achten, wie ich.
Sieht man ein Übel, so wirkt man unmittelbar darauf, das heißt, man kuriert unmittelbar aufs Symptom los.
Sind doch Tiere nur Zerrbilder des Menschen. Johann Wolfgang von Goethe, Die guten Weiber
Sind wir ein Spiel von jedem Druck der Luft?
Sind zwei Liebende sich doch ein versammeltes Volk.
Singet nicht in Trauertönen Von der Einsamkeit der Nacht, Nein, sie ist, o holde Schönen, Zur Geselligkeit gemacht.
Sinn und Verstand verlier ich schier, Seh ich den Junker Satan wieder hier!
Sinnreich bist du, die Sprache von fremden Wörtern zu säubern, Nun, so sage doch, Freund, wie man Pedant uns verdeutscht.
So am Grünen, so am Bunten Kräftigt sich ein reiner Sinn.
So bleibt die eigentliche Religion ein Inneres, ja Individuelles, denn sie hat ganz allein mit dem Gewissen zu tun, dieses soll erregt, soll beschwichtigt werden.
So ein verliebter Tor verpufft Euch Sonne, Mond und alle Sterne Zum Zeitvertreib dem Liebchen in die Luft.
So fühl ich denn im Augenblick, was den Dichter macht, ein volles, ganz von einer Empfindung volles Herz.
So gewiss ist der allein glücklich und groß, der weder zu herrschen noch zu gehorchen braucht, um etwas zu sein.
So hat man immer Trieb und Lust, vor fremden Türen zu kehren.
So herrsche denn Eros, der alles begonnen!
So ist Entschiedenheit und Folge nach meiner Meinung das Verehrungswürdigste am Menschen.
So klammert sich der Schiffer endlich noch / Am Felsen fest, an dem er scheitern sollte.
So laufen wir nach dem, was vor uns flieht, / Und achten nicht des Weges, den wir treten.
So scheuet das böse Gewissen Licht und Tag.
So sind am härtesten wir gequält: Im Reichtum fühlend, was uns fehlt!
So sind die Menschen fürwahr!, und einer ist doch wie der andre, dass er zu gaffen sich freut, wenn den Nächsten ein Unglück befället!
So sucht man in dem weiten Sand des Meers Vergebens eine Perle, die verborgen In stillen Schalen eingeschlossen ruht.
So üb ich nun des Richters erste Pflicht: Beschuldigte zu hören.
So verrauschte Scherz und Kuss, Und die Treue so.
So wälz ich ohne Unterlass, Wie Sankt Diogenes, mein Fass.
So wenig der Gärtner sich durch andere Liebhabereien und Neigungen zerstreuen darf, so wenig darf der ruhige Gang unterbrochen werden, den die Pflanze zur dauernden oder zur vorübergehenden Vollendung nimmt.
So wie der Weihrauch einer Kohle Leben erfrischet, so erfrischet das Gebet die Hoffnungen des Herzens.
So wie ich bin, bin ich mein eigen, Mir soll niemand eine Gunst erzeigen.
So will man sich verbieten, wohltätig zu sein, sobald man sieht, dass man sein eigenes Hauswesen dadurch zugrunde richtet.
So würde der zu schätzen sein, der sich lieber undankbar zeigte, als, dass er etwas Schändliches aus Liebe zu seinem Wohltäter unternähme.
Sobald die Tyrannei aufgehoben ist, geht der Konflikt zwischen Aristokratie und Demokratie unmittelbar an.
Sobald du dir vertraust, sobald weißt du zu leben.
Sobald ein frisches Kelchlein blüht, Es fordert neue Lieder, Und wenn die Zeit verrauschend flieht, Jahrszeiten kommen wieder.
Solang man trinken kann, lässt sich's noch glücklich sein.
Soll dein Kompass dich richtig leiten, Hüte dich vor Magnetstein', die dich begleiten.
Soll dich das Alter nicht verneinen, So musst du's gut mit andern meinen, musst viele fördern, manchem nützen, Das wird dich vor Vernichtung schützen.
Soll er strafen oder schonen, muss er Menschen menschlich sehn.
Soll ich denn am Ende loben, Was ich nicht begreife?
Soll ich dir die Gegend zeigen, musst du erst das Dach besteigen.
Soll ich vielleicht in tausend Büchern lesen, dass überall die Menschen sich gequält, dass hie und da ein Glücklicher gewesen?
Soll zwischen uns kein fernster Zwist sich regen! Ich liebe mir den Zaubrer zum Kollegen.
Sollt ich aus der Ferne schauen? Nein, ich teile Sorg und Not!
Sollt ich beben Vor dem selbstgeschaffnen Wahn?
Sollten zufällige Ereignisse einen Zusammenhang haben? Und das, was wir Schicksal nennen, sollte es bloß Zufall sein?
Sonst: Wie die Alten sangen, So zwitscherten die Jungen, Jetzt: Wie die Jungen singen, Soll's bei den Alten klingen. Bei solchem Lied und Reigen Das Beste - ruhn und schweigen.
Sorgend bewacht der Verstand des Wissens dürftigen Vorrat, Nur zu erhalten ist er, nicht zu erobern geschickt.
Spitzbögiger Zenith erhebt den Geist, Solch ein Gebäu erbaut uns allermeist.
Spott vertreibt die Liebe nicht.
Sprich man ja mit sich selbst nicht immer, wie man denkt.
Sprich unbehutsam nicht dein eigen Urteil.
Spricht man ja mit sich selbst nicht immer, wie man denkt.
Steil wohl ist er, der Weg zur Wahrheit, und schlüpfrig zu steigen, Aber wir legen ihn doch nicht gern auf Eseln zurück.
Steile Gegenden lassen sich nur durch Umwege erklimmen, auf der Ebene führen gerade Wege von einem Ort zum andern.
Steile Höhen besucht die ernste forschende Weisheit, Sanft gebahnteren Pfad findet die Liebe im Tal.
Steine sind stumme Lehrer, sie machen den Beobachter stumm, und das Beste, was man von ihnen lernt, ist nicht mitzuteilen.
Sterben! Was heißt das? Siehe, wir träumen, wenn wir vom Tode reden.
Still und maulfaul saßen wir, Wenn Philister schwätzten, Über göttlichen Gesang Ihr Geklatsche schätzten.
Stirb Götz - du hast dich selbst überlebt!
Streichen wir nicht in einem Buche Stellen an, die sich unmittelbar auf uns beziehen?
Stumm war alles, still und öde, Einsam Gott zum ersten Mal! Da erschuf er Morgenröte, Die erbarmte sich der Qual.
Suche nicht vergebne Heilung! Unsrer Krankheit schwer Geheimnis Schwankt zwischen Übereilung Und zwischen Versäumnis.
Suchet in euch, so werdet ihr alles finden, und erfreuet euch, wenn da draußen, wie ihr es immer heißen möget, eine Natur liegt, die Ja und Amen zu allem sagt, was ihr in euch gefunden habt!
Sucht nur die Menschen zu verwirren, sie zu befriedigen ist schwer.
Sünd und Schande Bleibt nicht verborgen.
Tadeln ist leicht, Erschaffen so schwer, ihr Tadler des Schwachen, Habt ihr das Treffliche denn auch zu belohnen ein Herz?
Tage der Wonne, kommt ihr so bald? Schenkt mir die Sonne, Hügel und Wald?
Tages Arbeit! Abends Gäste! Saure Wochen! Frohe Feste!
Taste aber nur einer das Eigentum an, und der Mensch mit seinen Leidenschaften wird sogleich da sein.
Tätigkeit allein verscheucht Furcht und Sorge.
Tätst du zur rechten Zeit dich regen, Hättest du's bequemer haben mögen.
Teilnehmend führen gute Geister, Gelinde leitend höchste Meister Zu dem, der alles schafft und schuf.
Theorien sind gewöhnlich Übereilungen eines ungeduldigen Verstandes, der die Phänomene gern los sein möchte und an ihrer Stelle deswegen Bilder, Begriffe, ja oft nur Worte einschiebt.
Tiefe Gemüter sind gezwungen, in der Vergangenheit so wie in der Zukunft zu leben.
Tiefe Stille herrscht im Wasser, Ohne Regung ruht das Meer, Und bekümmert sieht der Schiffer Glatte Fläche ringsumher.
Tiefe Wunden schlägt das Schicksal, aber oft heilbare.
Toleranz der meisten: Sie haben nichts dagegen, wenn sich ihnen eine Ameise in den Weg stellt.
Toleranz sollte eigentlich nur eine vorübergehende Gesinnung sein: Sie muss zur Anerkennung führen. Dulden heißt beleidigen.
Toll ist: Wer Toren belehrt, Weisen widerredet, von hohlen Reden bewegt wird, Huren glaubt, Geheimnisse Unsichern anvertraut.
Tolle Zeiten hab ich erlebt, und hab nicht ermangelt, Selbst auch töricht zu sein, wie es die Zeit mit gebot.
Töne, Lied, aus weiter Ferne, Säusle heimlich nächster Nähe, So der Freude, so dem Wehe!
Toren und gescheite Leute sind gleich unschädlich. Nur die Halbnarren und Halbweisen, die sind die gefährlichsten.
Tote Sprachen nennt ihr die Sprache des Flaccus und Pindar, Und von beiden nur kommt, was in der unsrigen lebt.
Trägt ja ein jeder Mensch sein Joch.
Träumt ihr den Friedenstag? Träume, wer träumen mag! Krieg ist das Losungswort! Sieg!, und so klingt es fort.
Treffliche Künste dankt man der Not und dankt man dem Zufall, Nur zur Wissenschaft hat keines von beiden geführt.
Trenne alles, was eigentlich Geschäft ist, vom Leben.
Trocknet nicht, trocknet, Tränen unglücklicher Liebe!
Trüge gern noch länger des Lehrers Bürden, / Wenn Schüler nur nicht gleich Lehrer würden.
Trüget doch öfter der Schein! Ich mag dem Äußern nicht trauen.
Tulpen, ihr werdet gescholten von sentimentalischen Kennern, Aber ein lustiger Sinn wünscht auch ein lustiges Blatt.
Tut, was ihr wollt: Es ist ganz einerlei!
Über allen Gipfeln Ist Ruh, In allen Wipfeln Spürest du Kaum einen Hauch, Die Vögelein schweigen im Walde. Warte nur, balde Ruhest du auch.
Über das Absurde schreit jedermann auf und freut sich, etwas so tief unter sich zu sehen. Über das Mittelmäßige erhebt man sich mit Behaglichkeit.
Über des Erschlagenen Stätte schweben rächende Geister und lauem auf den wiederkehrenden Mörder.
Über ein Ding wird viel geplaudert, Viel beraten und lange gezaudert, Und endlich gibt ein böses muss Der Sache widrig den Beschluss.
Über Geschichte kann niemand urteilen, als wer an sich selbst Geschichte erlebt hat. So geht es ganzen Nationen. Die Deutschen können erst über Literatur urteilen, seitdem sie selbst eine Literatur haben.
Über Rosen lässt sich dichten, In die Äpfel muss man beißen.
Über Wetter und Herrenlaunen Runzle niemals die Augenbraunen, Und bei den Grillen der hübschen Frauen musst du immer vergnüglich schauen.
Überall bedarf der Mensch Geduld, überall muss er Rücksicht nehmen.
Überall bist du Poet, im Gespräch, in Geschäften, am Spieltisch, Nur in der Poesie bist du nicht immer Poet.
Überall lernt man nur von dem, den man liebt.
Überhaupt hat das Gebirgsleben etwas Menschlicheres als das Leben auf dem flachen Lande. Die Bewohner sind einander näher und, wenn man will, auch ferner, die Bedürfnisse geringer, aber dringender.
Übersetzer sind als geschäftige Kuppler anzusehen, die uns eine halb verschleierte Schöne als höchst liebenswürdig anpreisen: Sie erregen eine unwiderstehliche Neigung nach dem Original.
Übrigens ist mir alles verhasst, was mich bloß belehrt, ohne meine Tätigkeit zu vermehren oder unmittelbar zu beleben.
Um einen Gegenstand ganz zu besitzen, zu beherrschen, muss man ihn um seiner selbst willen studieren.
Um einen Mann zu schätzen, muss man ihn Zu prüfen wissen.
Um Guts zu tun, braucht's keiner Überlegung.
Um Mitternacht, wenn die Menschen erst schlafen, Auf Wiesen an den Erlen Wir suchen unsern Raum Und wandeln und singen Und tanzen einen Traum.
Um zu begreifen, dass der Himmel überall blau ist, braucht man nicht um die Welt zu reisen.
Unauflösliches, wer löst es? Liebende, sich wiederfindend.
Unbedingte Tätigkeit, von welcher Art sie sei, macht zuletzt bankrott.
Und aller Wille Ist nur ein Wollen, weil wir eben sollen, Und vor dem Willen schweigt die Willkür stille.
Und alles löst sich endlich auf in Schlaf. So Freud als Schmerz.
Und an diesem Zauberfädchen, Das sich nicht zerreißen lässt, Hält das liebe, lose Mädchen Mich so wider Willen fest.
Und besonders bedarf die Jugend, dass man sie leite.
Und besonders werden Frauen sich am Talisman erbauen.
Und bist du nicht willig, so brauch ich Gewalt.
Und das Schweigen geziemt allen Geweihten genau.
Und das Wohl der ganzen Welt Ist's, worauf ich ziele.
Und dein Streben, sei's in Liebe, und dein Leben sei die Tat.
Und der wilde Knabe brach 's Röslein auf der Heiden, Röslein wehrte sich und stach, Half ihr doch kein Weh und Ach, musst es eben leiden. Röslein, Röslein, Röslein rot, Röslein auf der Heiden.
Und die Weiber, die Weiber! Man vertändelt gar zu viel Zeit mit ihnen.
Und die Weisen sagen: Beurteile niemand, bis du an seiner Stelle gestanden hast.
Und doch ist oft nichts natürlicher, als, dass man nicht zusammenkommt, wenn man so nahe beisammen ist.
Und doch sang ich in gläubiger Weise:, dass mir die Geliebte treu, dass die Welt, wie sie auch kreise, Liebevoll und dankbar sei.
Und doch, welch Glück, geliebt zu werden! Und lieben, Götter, welch ein Glück!
Und einmal vor allemal, eine Hierarchie ist ganz und gar wider den Begriff einer echten Kirche.
Und etwas Denken ist dem Menschen immer nütze.
Und fühlt nicht, dass er schon tot ist, der um seiner Sicherheit willen lebt.
Und gar vieles zu dulden verbindet ein einziges Jawort.
Und gewiss bleibt es wunderbar, dass der Mensch das große Vorrecht, nach seinem Tode noch über seine Habe zu disponieren, sehr selten zugunsten seiner Lieblinge braucht.
Und hast du das Mädchen, so hat sie dich auch.
Und hat er Glück, so hat er auch Vasallen.
Und ich habe nicht Arme, nicht Mark wie ihr, doch hab ich, was euch allen eben fehlt, Mut und Verachtung der Gefahr.
Und ist der gute Wille eines Volks nicht das sicherste, das edelste Pfand?
Und jeder geht in der aufsteigenden Linie seiner Ausbildung fort, so wie er angefangen.
Und jedes Mädchen wär gern bequem, Wenn nur eine andre ins Kindbett käm.
Und kann ich nur einmal Recht einsam sein, Dann bin ich nicht allein.
Und keine Zeit und keine Macht zerstückelt Geprägte Form, die lebend sich entwickelt.
Und leider haben überhaupt die Heiraten verzeihen Sie mir einen lebhafteren Ausdruck etwas Tölpelhaftes, sie verderben die zartesten Verhältnisse, und es liegt doch eigentlich nur an der plumpen Sicherheit, auf die sich wenigstens ein Teil zugute tut.
Und leider kann man nichts versprechen, was unserm Herzen widerspricht.
Und Lust und Liebe sind die Fittiche Zu großen Taten.
Und man gewinnt immer, wenn man erfährt, was andere von uns denken. Johann Wolfgang von Goethe, Die guten Weiber
Und man kommt ins Gered', wie man sich immer stellt.
Und mir leuchtet der Mond heller als nordischer Tag.
Und Neugier nur beflügelt jeden Schritt.
Und sehe, dass wir nichts wissen können! Das will mir schier das Herz verbrennen.
Und seid von Herzen froh: Das ist das A und O.
Und seines Bellens lauter Schall Beweist nur, dass wir reiten.
Und so trink ich! trinke! trinke! Stoßet an, ihr! Trinke trinke! Du dort hinten, komm heran! Stoßet an, so ist's getan.
Und so verleugnet ihr das Göttlichste, Wenn euch des Herzens Winke nichts bedeuten.
Und so, über Gräber vorwärts.
Und solang du das nicht hast, Dieses: Stirb und werde! Bist du nur ein trüber Gast Auf der dunklen Erde.
Und soll mein Lied die besten Männer wecken, So muss es auch der besten würdig sein.
Und steht nur erst der Glaube fest, So hebt sich auch die Liebe wieder.
Und Tränen fließen gar so süß, Erleichtern mir das Herz.
Und wären Mädchen noch so blöde, Und wären Weiber noch so spröde, Doch allen wird so liebebang Bei Zaubersaiten und Gesang.
Und wärst du auch zum fernsten Ort, Zur kleinsten Hütte durchgedrungen, Was hilft es dir, du findest dort Tabak und böse Zungen.
Und was das liebe junge Volk betrifft, Das ist noch nie so naseweis gewesen.
Und was du tust, sagt erst der andre Tag, War es zum Schaden oder Frommen.
Und was nicht vorwärts gehen kann, schreitet zurück.
Und weiterhin im Mai, wenn's glückt, Hat dich wieder ein Mädchen berückt. Und das beschäftigt dich so sehr, Zählst Tage, Wochen und Monde nicht mehr.
Und wenn der Mensch in seiner Qual verstummt, Gab mir ein Gott zu sagen, was ich leide.
Und wenn die Flut dich noch so vorwärts führt, Die Ebbe gleich wird dich zurücke reißen.
Und wenn du denkst: »Mein Schätzel ist gut!« Ist weiter ja nichts vonnöten.
Und wenn Ihr Euch nur selbst vertraut, Vertrauen Euch die andern Seelen.
Und wer am Zoll sitzt, ohne reich zu werden, ist ein Pinsel.
Und wer der Dichtkunst Stimme nicht vernimmt, Ist ein Barbar, er sei auch, wer er sei.
Und wer in dem Kloster Gut zu schwatzen versteht, der wird im Orden erhoben.
Und wer sich rüsten will, muss eine Kraft Im Busen fühlen, die ihm nie versagt.
Und wie der Dichter eher ist als der Kritiker, so müssen wir auch vieles sehen, lesen und hören, ehe wir uns einfallen lassen wollen zu urteilen.
Und wie ein Wort das andere gibt, so folgt noch glücklicher eine Tat aus der andern, und wenn dadurch zuletzt auch wieder Worte veranlasst werden, so sind diese umso fruchtbarer und geisterhebender.
Und wohin kann der Ernst weiter führen als zur Betrachtung der Vergänglichkeit und des Unwerts aller irdischen Dinge.
Undank ist das größte Laster, und kein Mensch wäre undankbar, wenn er nicht vergesslich wäre!
Unendlich ist das Werk, das zu vollführen Die Seele dringt.
Unendlicher Verschwendung Sind ungemessne Güter wünschenswert.
Ungeduld ist es, die den Menschen zuweilen anfällt, und dann beliebt er, sich unglücklich zu finden.
Ungerechtes Gut befängt die Seele, zehrt auf das Blut.
Ungern entschließt sich der Mensch zur Ehrfurcht, oder vielmehr entschließt sich nie dazu, es ist ein höherer Sinn, der seiner Natur gegeben werden muss.
Ungleich erscheint im Leben viel, doch bald Und unerwartet ist es ausgeglichen.
Unhöflich sind der Niedrigkeit genossen.
Unmöglich ist's, drum eben glaubenswert.
Unnütz sein ist tot sein.
Unreine Lebensverhältnisse soll man niemand wünschen, sie sind aber für den, der zufällig hineingerät, Prüfsteine des Charakters und des Entschiedensten, was der Mensch vermag.
Uns ist ganz kannibalisch wohl, Als wie fünfhundert Säuen.
Unser Fehler besteht darin, dass wir am Gewissen zweifeln und das Ungewisse fixieren möchten. Meine Maxime bei der Naturforschung ist, das Gewisse festzuhalten und dem Ungewissen aufzupassen.
Unser Wollen ist ein Vorausverkünden dessen, was wir unter allen Umständen tun werden. Diese Umstände aber ergreifen uns auf ihre eigene Weise.
Unsere Eigenschaften müssen wir kultivieren, nicht unsere Eigenheiten.
Unsere Frauen sollen gelobt werden, wenn sie so fortfahren, durch Betrachtung und Übung sich auszubilden.
Unsere Meister nennen wir billig die, von denen wir immer lernen. Nicht ein jeder, von dem wir lernen, verdient diesen Titel.
Unsere Wünsche sind Vorgefühle der Fähigkeiten, die in uns liegen, Vorboten desjenigen, was wir zu leisten imstande sein werden.
Unsinn und Wut Durchflammt ein Volk weit eher als Lieb' und Freude.
Unsinnig war's, leichtsinnig zu versprechen.
Unsre Leidenschaften sind wahre Phönixe. Wie der alte verbrennt, steigt der neue sogleich wieder aus der Asche hervor.
Unsre modernen Kriege machen viele unglücklich, indessen sie dauern, und niemand glücklich, wenn sie vorbei sind.
Unsre Poeten sind seicht, doch das Unglück ließ sich vertuschen, Hätten die Kritiker nicht, ach, so entsetzlich viel Geist.
Unter allen Festen ist das Hochzeitsfest das unschicklichste, keines sollte mehr in Stille, Demut und Hoffnung begangen werden als dieses.
Unverzeihlich find ich den Leichtsinn, doch liegt er im Menschen.
Unwillig, wie sich Feuer gegen Wasser Im Kampfe wehrt und gischend seinen Feind zu tilgen sucht, so wehret sich der Zorn In meinem Busen gegen deine Worte.
Unwissende werfen Fragen auf, welche von Wissenden vor tausend Jahren schon beantwortet sind.
Ursache des Dilettantismus: Flucht vor der Manier, Unkenntnis der Methode, törichtes Unternehmen, gerade immer das Unmögliche leisten zu wollen, welches die höchste Kunst erforderte, wenn man sich ihm je nähern könnte.
Vergebens werden ungebundne Geister Nach der Vollendung reiner Höhe streben.
Vergebens, dass Ihr ringsum wissenschaftlich schweift, Ein jeder lernt nur, was er lernen kann.
Vergnügen sucht der Mann sich in Gefahren.
Verharren wir aber in dem Bestreben, das Falsche, Ungehörige, Unzulängliche, was sich in uns und andern entwickeln oder einschleichen könnte, durch Klarheit und Redlichkeit auf das Möglichste zu beseitigen.
Verlang ich Rat von einem alten Weibe?
Verlangst du nicht nach einem Besenstiele?
Verleg sie sich auf Neuigkeiten! Nur Neuigkeiten ziehn uns an!
Verleger haben die Autoren und sich selbst für vogelfrei erklärt, wie wollen sie untereinander, wer will mit ihnen rechten?
Vermag die Liebe alles zu dulden, so vermag sie noch viel mehr, alles zu ersetzen.
Vermeide niemand, der dir begegnet. Du findest leicht einen, dem du hilfst, einen, der dir helfen kann.
Vernunft fängt wieder an zu sprechen, Und Hoffnung wieder an zu blühn, Man sehnt sich nach des Lebens Bächen, Ach, nach des Lebens Quelle hin.
Vernunft und Liebe hegen jedes Glück, und jeden Unfall mildert ihre Hand.
Vernünftige Leute können viel tun.
Vernünftiges und Unvernünftiges haben gleichen Widerspruch zu erleiden.
Versäumt die Zeit nicht, die gemessen ist!
Verschiedene Sprüche der Alten, die man sich öfters zu wiederholen pflegt, hatten eine ganz andere Bedeutung, als man ihnen in späteren Zeiten geben möchte.
Verschone nicht den Kranken, lieber Arzt! Reich ihm das Mittel, denke nicht daran, Ob's bitter sei.
Verschwiegenheit fordern, ist nicht das Mittel, sie zu erlangen.
Versöhnt man sich, so bleibt doch etwas hängen.
Versprechen macht noch keinen Besitz.
Verstellung, sagt man, sei ein großes Laster, Doch von Verstellung leben wir.
Versuche, die eigne Autorität zu fundieren: Sie ist überall begründet, wo Meisterschaft ist.
Verwaiste Väter sind beklagenswert, Allein, verwaiste Kinder sind es mehr.
Verwirrungen und Missverständnisse sind die Quellen des tätigen Lebens und der Unterhaltung.
Verzeih, ich kann nicht hohe Worte machen.
Verzeiht! es ist ein groß Ergötzen, Sich in den Geist der Zeiten zu versetzen, Zu schauen, wie vor uns ein weiser Mann gedacht, Und wie wir's dann zuletzt so herrlich weit gebracht.
Viel Glück zum neuen Jahre. Lassen Sie uns dieses zubringen, wie wir das vorige geendigt haben, mit wechselseitiger Teilnahme an dem, was wir lieben und treiben.
Viel übrig bleibt zu tun, Möge nur keiner lässig ruhn!
Viele Gedanken heben sich erst aus der allgemeinen Kultur hervor wie die Blüten aus den grünen Zweigen. Zur Rosenzeit sieht man Rosen überall blühen.
Viele verwechseln gar die Mittel und den Zweck, erfreuen sich an jenem, ohne diesen im Auge zu behalten.
Viele Worte frommen nicht den Scheidenden.
Vieles geht in der Welt verloren, weil man es zu geschwind für verloren gibt.
Vieles wünscht sich der Mensch, und doch bedarf er nur wenig.
Vielleicht hätte man viel mehr Dank und Vorteil vom Leben, wenn man sich wechselweise gerade heraus ausspräche, was man voneinander erwartet.
Vielleicht sollte man aus den Vorteilen seines Handwerks ein Geheimnis machen.
Völlig fremde und gegeneinander gleichgültige Menschen, wenn sie eine Zeitlang zusammenleben, kehren ihr Inneres wechselseitig heraus, und es muss eine gewisse Vertraulichkeit entstehen.
Vollkommenheit ist die Norm des Himmels, Vollkommenes wollen die Norm des Menschen.
Vollkommenheit kann mit Disproportion bestehen, Schönheit allein mit Proportion.
Vollkommne Künstler haben mehr dem Unterricht als der Natur zu danken.
Vom Eise befreit sind Strom und Bäche Durch des Frühlings holden, belebenden Blick.
Vom Handwerk kann man sich zur Kunst erheben. Vom Pfuschen nie.
Vom hohen Sternenrund Bis 'nunter in tiefen Erdengrund, muss nichts so schön, so Liebes sein, Als nur mein Schätzel allein.
Vom Reinen lässt das Schicksal sich versöhnen, Und alles löst sich auf im Guten und im Schönen.
Vom starren Blick erstarrt des Menschen Blut.
Von allen Geistern, die verneinen, Ist mir der Schalk am wenigsten zur Last.
Von dem, was sie verstehen, wollen sie nichts wissen.
Von der besten Gesellschaft sagte man: Ihr Gespräch ist unterrichtend, ihr Schweigen bildend.
Von drückenden Pflichten kann uns nur die gewissenhafteste Ausübung befreien.
Von einem Schuldner lässt man sich nicht übel begegnen.
Von hier und heute geht eine neue Epoche der Weltgeschichte aus, und ihr könnt sagen, ihr seid dabei gewesen.
Von Jugend auf verwöhnt durchs Glück und seine Gaben, Hat man so viel man braucht und glaubt noch nichts zu haben.
Von Natur besitzen wir keinen Fehler, der nicht zur Tugend, keine Tugend, die nicht zum Fehler werden könnte.
Von Schönheit ward von jeher viel gesungen, Wem sie erscheint, wird aus sich selbst entrückt, Wem sie gehörte, ward zu hoch beglückt.
Von unten hinauf zu dienen, ist überall nötig.
Von Verdiensten, die wir zu schätzen wissen, haben wir den Keim in uns.
Vor andern fühl ich mich so klein, Ich werde stets verlegen sein.
Vor dem Gewitter erhebt sich zum letzten Male der Staub gewaltsam, der nun bald für lange getilgt sein soll.
Vor der Revolution war alles Bestreben, nachher verwandelte sich alles in Forderung.
Vor einer Revolution ist alles Bestreben, nachher verwandelt sich alles in Forderung.
Vor Mittelmaß ist keine Größe sicher.
Vor Ziegenbock und Käferzahn Soll man ein Bäumchen wahren!
Vorbei! Ein dummes Wort. Warum vorbei?
Vornehm schaut ihr im Glück auf den blinden Empiriker nieder, Aber seid ihr in Not, so ist er der delphische Gott.
Wähntest du etwa, Ich sollte das Leben hassen, In Wüsten fliehen, Weil nicht alle Blütenträume reiften?
Wahre Neigung vollendet sogleich zum Manne den Jüngling.
Wahrheit ist niemals schädlich, sie straft und die Strafe der Mutter Bildet das schwankende Kind, wehret der schmeichelnden Magd.
Wahrheitsliebe zeigt sich darin, dass man überall das Gute zu finden und zu schätzen weiß.
Wandeln der Liebe ist himmlischer Tanz.
Wann magst du dich am liebsten bücken? Dem Liebchen Frühlingsblume zu pflücken.
War es ein Gott, der diese Zeichen schrieb, Die mir das innre Toben stillen, Das arme Herz mit Freude füllen Und mit geheimnisvollem Trieb Die Kräfte der Natur rings um mich her enthüllen?
Wäre es Gott darum zu tun gewesen, dass die Menschen in der Wahrheit leben und handeln sollten, so hätte er seine Einrichtung anders machen müssen.
Wärt ihr, Schwärmer, imstande, die Ideale zu fassen, Oh, so verehrtet ihr auch, wie sich's gebührt, die Natur.
Warum gelingt uns das Epische so selten? Weil wir keine Zuhörer haben.
Warum plagen wir einer den andern? Das Leben zerrinnet, Und es versammelt uns nur einmal wie heute die Zeit.
Warum sind wir so klug, wenn wir jung sind, so klug, um immer törichter zu werden!
Warum sollte ich leugnen, dass der Anfang der Reformation eine Mönchszänkerei war und, dass es Luthers Intention im Anfang gar nicht war, das auszurichten, was er ausrichtete.
Warum tanzen Bübchen mit Mädchen so gern? Ungleich dem Gleichen bleibet nicht fern.
Warum weinst du, junge Waise? Gott!, ich wünschte mir das Grab, Denn mein Vormund, leise, leise, Bringt mich an den Bettelstab.
Warum will sich Geschmack und Genie so selten vereinen? Jener fürchtet die Kraft, dieses verachtet den Zaum.
Was aber ist deine Pflicht? Die Forderung des Tages.
Was aber künftig ist, bleibt mir verborgen.
Was bedeutend schmückt, es ist durchaus gefährlich.
Was bin ich denn gegen das All? Johann Wolfgang von Goethe, Wilhelm Meisters Wanderjahre
Was bringt in Schulden? Harren und Dulden.
Was das Entsetzlichste sei von allen entsetzlichen Dingen? Ein Pedant, den es juckt, locker und lose zu sein.
Was das Luthertum war, ist jetzt das Franztum in diesen Letzten Tagen, es drängt ruhige Bildung zurück.
Was dem einen widerfährt, Widerfährt dem andern, Niemand wäre so gelehrt, Der nicht sollte wandern.
Was deprimierend ist: Du bist wie alle anderen. Was tröstlich ist: Alle anderen sind wie du.
Was der August nicht tut, macht der September gut.
Was die Einbildungskraft für ein göttliches Geschenk ist.
Was die Wissenschaften am meisten retardiert, ist, dass diejenigen, die sich damit beschäftigen, ungleiche Geister sind.
Was du ererbt von deinen Vätern hast, Erwirb es, um es zu besitzen!
Was du erwartest, schätzest du zu sehr.
Was ehemals Grund war, ist nun Gipfel. Sie gründen auch hierauf die rechten Lehren, Das Unterste ins Oberste zu kehren.
Was einem angehört, wird man nicht los, auch wenn man es wegwürfe.
Was einem jeden Menschen gewöhnlich begegnet, wiederholt sich mehr, als man glaubt, weil seine Natur hiezu die nächste Bestimmung gibt.
Was euch das Innre stört, Dürft ihr nicht leiden! Dringt es gewaltig ein, Müssen wir tüchtig sein.
Was euch unrein dünkt, es sei bedecket.
Was für Mängel dürfen wir behalten, ja an uns kultivieren? Solche, die den andern eher schmeicheln als sie verletzen.
Was gelten soll, muss wirken und muss dienen.
Was glänzt, ist für den Augenblick geboren.
Was hat dir das arme Glas getan? Sieh deinen Spiegel nicht so hässlich an.
Was hat man dir, du armes Kind, getan?
Was hilft dem Menschengeist Verstand, / Dem Herzen Güte, Willigkeit der Hand, Wenn's fieberhaft durchaus im Staate wütet Und Übel sich in Übeln überbrütet?
Was ihr den Geist der Zeiten heißt, Das ist im Grund der Herren eigner Geist, In dem die Zeiten sich bespiegeln.
Was im Leben uns verdrießt, Man im Bilde gern genießt.
Was ist das Heiligste? Das, was heut und ewig die Geister, / Tief und tiefer gefühlt, immer nur einiger macht.
Was ist das höchste Glück des Menschen, als, dass wir das ausführen, was wir als recht und gut einsehen?, dass wir wirklich Herren über die Mittel zu unseren Zwecken sind?
Was ist das Schwerste von allem? Was die das Leichteste dünket: Mit den Augen zu sehen, was vor dem Augen dir liegt.
Was ist das Schwerste von allem? Was dir das Leichteste dünket: Mit den Augen zu sehen, was vor den Augen dir liegt.
Was ist denn das Erfinden? Es ist der Abschluss des Gesuchten.
Was ist des Menschen Klugheit, wenn sie nicht Auf jener Willen droben achtend lauscht?
Was ist ein Akademiker anderes als ein eingelerntes und angeeignetes Glied einer großen Vereinigung?
Was ist ein Minister anders, als das Haupt einer Partei, die er zu beschützen hat und von der er abhängt?
Was ist es anders als Menschenschicksal, sein Maß auszuleiden, seinen Becher auszutrinken?
Was ist Gesetz und Ordnung? Können sie Der Unschuld Kindertage nicht beschützen.
Was ist nicht beschwerlich auf dieser Welt.
Was ist unser höchstes Gesetz? Unser eigener Vorteil.
Was ist unserem Herzen die Welt ohne Liebe! Was eine Zauberlaterne ist ohne Licht!
Was ist's denn so großes Leiden? Geht's nicht, so lassen wir uns scheiden.
Was kann erwünschter sein als entschiedenes Andenken des Höchsten aus einer Zeit, die nicht wiederkommt?
Was kann uns zu höherem Vorteil gereichen, als in die Ansichten solcher Männer einzugehen, die mit Tief und Scharfsinn ihre Aufmerksamkeit auf ein einziges Ziel hinrichten?
Was machst du an der Welt? sie ist schon gemacht, / Der Herr der Schöpfung hat alles bedacht.
Was macht gewinnen? Nicht lange besinnen!
Was man erfindet, tut man mit Liebe, was man gelernt hat, mit Sicherheit.
Was man erringt, behauptet man hartnäckiger als das, was man ererbt hat. Johann Wolfgang von Goethe, Die guten Weiber
Was man Idee nennt: das, was immer zur Erscheinung kommt und daher als Gesetz aller Erscheinungen uns entgegentritt.
Was man in der Jugend wünscht, hat man im Alter die Fülle.
Was man mündlich ausspricht, muss der Gegenwart, dem Augenblick gewidmet sein, was man schreibt, widme man der Ferne, der Folge.
Was man nicht liebt, kann man nicht machen.
Was man nicht versteht, besitzt man nicht.
Was man Verruchten tut, wird nicht gesegnet.
Was man verspricht, das sollst du rein genießen, Dir wird davon nichts abgezwackt.
Was man zu heftig fühlt, fühlt man nicht allzu lang.
Was muss geschehn, mag's gleich geschehn!
Was nicht eine wahre innere Existenz hat, hat kein Leben und kann nicht lebendig gemacht werden und kann nicht groß sein und nicht groß werden.
Was nicht mehr entsteht, können wir uns als entstehend nicht denken, das Entstandene begreifen wir nicht.
Was nicht originell ist, daran ist nichts gelegen, und was originell ist, trägt immer die Gebrechen des Individuums an sich.
Was nützte mir der ganzen Erde Geld? Kein kranker Mensch genießt die Welt.
Was räucherst du nun deinen Toten? Hättest du's ihm so im Leben geboten!
Was rechte Weiber sind, sollten keine Männer lieben, wir sind nichts wert.
Was sagt sie uns für Unsinn vor? Es wird mir gleich der Kopf zerbrechen. Mich dünkt, ich hör ein ganzes Chor Von hunderttausend Narren sprechen.
Was sie gestern gelernt, das wollen sie heute schon lehren Ach, was haben die Herrn doch für ein kurzes Gedärm!
Was sind die Haupttugenden der Weiber? Geduld und Gehorsam. Was ist ihr Sinnbild? Der Mond. Warum? Weil er sie erinnert, dass sie kein eigen Licht haben, sondern, dass sie allen Glanz vom Manne erhalten.
Was soll man sich viel verstellen gegen die, mit denen man sein Leben zuzubringen hat!
Was sollen erst die Engländer und Franzosen von der Sprache unserer Philosophen denken, wenn wir Deutschen sie selber nicht verstehen.
Was verkürzt mir die Zeit? Tätigkeit!
Was weißt du, was der Mensch begehrt!
Was will die Nadel, nach Norden gekehrt? Sich selbst zu finden, es ist ihr verwehrt.
Was willst du dich das Stroh zu dreschen plagen?
Was willst du dich der Gunst denn schämen, Willst du sie geben, musst du sie nehmen.
Was willst du, armer Teufel, geben? Ward eines Menschen Geist in seinem hohen Streben Von deinesgleichen je gefasst?
Was wir in Gesellschaft singen, Wird von Herz zu Herzen dringen.
Was wissen wir denn, und wie weit reichen wir mit all unserm Witze!
Wechselseitiges Vertrauen Wird ein reinlich Häuschen bauen.
Wegen der Majorität haben wir ganz eigene Gedanken, wir lassen sie freilich gelten im notwendigen Weltlauf, im höhern Sinne haben wir aber nicht viel Zutrauen auf sie.
Wehe dem, der sich von Jugend auf gewöhnt, in dem Notwendigen etwas Willkürliches finden zu wollen, der dem Zufälligen eine Art von Vernunft zuschreiben möchte, welcher zu folgen sogar eine Religion sei.
Wehe der Nachkommenschaft, die dich verkennt.
Wehe jeder Art von Bildung, welche die wirksamsten Mittel wahrer Bildung zerstört und uns auf das Ende hinweist, anstatt uns auf dem Wege selbst zu beglücken!
Weil du die Augen offen hast, glaubst du, du siehst.
Weil ein Gedicht entweder vortrefflich sein oder gar nicht existieren soll.
Weimar, Jena, da ist's gut!
Wein, er kann dir nicht behagen, Dir hat ihn kein Arzt erlaubt, Wenig nur verdirbt den Magen Und zu viel erhitzt das Haupt.
Welch ein Geräusch, welch ein Gegacker.
Welch eine himmlische Empfindung ist es, seinem Herzen zu folgen!
Welch erbärmlich Grauen Fasst Übermenschen dich! Wo ist der Seele Ruf? Wo ist die Brust, die eine Welt in sich erschuf Und trug und hegte? die mit Freudebeben Erschwoll, sich uns, den Geistern, gleichzuheben?
Welch Getöse bringt das Licht! Es trompetet, es posaunet, Auge blinzt, und Ohr erstaunet, Unerhörtes hört sich nicht.
Welch Glück sondergleichen, Ein Mannsbild zu sein!
Welch reicher Himmel! Stern bei Stern! / Wer kennet ihre Namen?
Welch Schauspiel! Aber ach! ein Schauspiel nur!
Welche Regierung die beste sei? Diejenige, die uns lehrt, uns selbst zu regieren.
Welche Vorteile gewährt die doppelte Buchhaltung dem Kaufmanne!
Welche wichtige Personen glauben wir zu sein!
Welchen Leser ich wünsche? Den unbefangensten, der mich, sich und die Welt vergisst und in dem Buche nur lebt.
Welchen Überblick verschafft uns nicht die Ordnung, in der wir unsere Geschäfte führen!
Welcher Unsterblichen Soll der höchste Preis sein? Mit niemand streit ich, Aber ich geb ihn Der ewig beweglichen, Immer neuen, Seltsamen Tochter Jovis, Seinem Schoßkinde, Der Phantasie.
Welches Genie das größte wohl sei? Das größte ist dieses, Welches, umstrickt von der Kunst, bleibt auf der Spur der Natur.
Wem die Natur ihr offenbares Geheimnis zu enthüllen anfängt, der empfindet eine unwiderstehliche Sehnsucht nach ihrer würdigsten Auslegerin, der Kunst.
Wen ergötzt nicht die Ansicht großer theatralischer Ballette?
Wen Gott niederschlägt, der richtet sich selbst nicht auf.
Wen jemand lobt, dem stellt er sich gleich.
Wenige Liebhaber bedenken, dass man nicht gerade alles wie die Bratwurst in der Garküche vom Rost in den Mund nehmen kann, sondern, dass Vorbereitung verlangt wird sowohl unserer als des Gegenstandes.
Wenn auch der Held sich selbst genug ist, Verbunden geht es doch geschwinder, Und wenn der Überwundne klug ist, Gesellt er sich zum Überwinder.
Wenn auch ein Tag uns klar vernünftig lacht, In Traumgespinst verwickelt uns die Nacht.
Wenn das Blut einmal von Liebe schwillt, Reißt es gar leicht der Ehrfurcht Grenzen nieder.
Wenn das Gewölbe widerschallt, Fühlt man erst recht des Basses Grundgewalt.
Wenn das Reh flieht, so ist es darum nicht schuldig.
Wenn das, was der Mensch besitzt, von großem Wert ist, so muss man demjenigen, was er tut und leistet, noch einen größern zuschreiben.
Wenn der Künstler einen echten Gegenstand hat, so kann er etwas Echtes machen.
Wenn der Mensch alles leisten soll, was man von ihm fordert, so muss er sich für mehr halten, als er ist.
Wenn der Mensch über sein Physisches oder Moralisches nachdenkt, findet er sich gewöhnlich krank.
Wenn der Pöbel heilige Namen ausspricht, ist's Aberglaube oder Lästerung.
Wenn der Ritter seine Schöne nicht für die schönste und einzige hielte, würde er Drachen und Ungeheuer um ihretwillen bekämpfen?
Wenn der schwer Gedrückte klagt: Hilfe, Hoffnung sei versagt, Bleibet heilsam fort und fort Immer noch ein freundlich Wort.
Wenn der Sommer sich verkündet, Rosenknospe sich entzündet, Wer mag solches Glück entbehren?
Wenn die Affen es dahin bringen könnten, Langeweile zu haben, so könnten sie Menschen werden.
Wenn die Frauenzimmer immer wüssten, was sie könnten, wenn sie wollten!
Wenn die Jugend ein Fehler ist, so legt man ihn sehr schnell ab.
Wenn die Menschen recht schlecht werden, haben sie keinen Anteil mehr als die Schadenfreude.
Wenn die Reben wieder blühen, Rühret sich der Wein im Fasse.
Wenn dir's bei uns nun nicht gefällt, So geh in deine östliche Welt.
Wenn dir's in Kopf und Herzen schwirrt, Was willst du Bessres haben! Wer nicht mehr liebt und nicht mehr irrt, Der lasse sich begraben.
Wenn doch der Mensch sich nicht vermessen wollte, irgend etwas für die Zukunft zu versprechen! Das Geringste vermag er nicht zu halten, geschweige, wenn sein Vorsatz von Bedeutung ist.
Wenn du als Mann die Wissenschaft vermehrst, So kann dein Sohn zu höhrem Ziel gelangen.
Wenn du eine weise Antwort verlangst, musst du vernünftig fragen.
Wenn du nicht irrst, kommst du nicht zu Verstand!
Wenn du von außen ausgestattet bist, So wird sich alles zu dir drängen. Ein Kerl, der nicht ein wenig eitel ist, Der mag sich auf der Stelle hängen.
Wenn ein Gewölbe sich dem Schlussstein anvertraut, Dann ist's mit Sicherheit für ew'ge Zeit erbaut.
Wenn einem Autor ein Lexikon nachkommen kann, so taugt er nichts.
Wenn euer Gewissen rein ist, so seid ihr frei.
Wenn ich an meinen Tod denke, darf ich, kann ich nicht denken, welche Organisation zerstört wird.
Wenn ich die Meinung eines andern anhören soll, so muss sie positiv ausgesprochen werden, Problematisches hab' ich in mir selbst genug.
Wenn ich einen Menschen kennen lerne, frage ich sogleich: Womit beschäftigt er sich? und wie? und in welcher Folge? und mit der Beantwortung der Frage ist auch mein Interesse an ihm zeitlebens entschieden.
Wenn ich irre, kann es jeder bemerken, wenn ich lüge, nicht.
Wenn ich weiß, was eine Sache kostet, so schmeckt mir kein Bissen.
Wenn ihr's nicht fühlt, ihr werdet's nicht erjagen.
Wenn in Wäldern Baum an Bäumen, Bruder sich mit Bruder nähret, Sei das Wandern, sei das Träumen Unverwehrt und ungestöret.
Wenn Künstler von Natur sprechen, subintelligieren sie immer die Idee, ohne sich's deutlich bewusst zu machen.
Wenn man alle Gesetze studieren wollte, so hätte man gar keine Zeit, sie zu übertreten.
Wenn man alt ist, denkt man über die weltlichen Dinge anders, als da man jung war.
Wenn man älter wird, muss man mit Bewusstsein auf einer gewissen Stufe stehen bleiben.
Wenn man den Tod abschaffen könnte, dagegen hätten wir nichts, die Todesstrafen abzuschaffen, wird schwer halten. Geschieht es, so rufen wir sie gelegentlich wieder zurück.
Wenn man denkt, fertig zu sein, geht's erst recht an.
Wenn man einige Monate die Zeitungen nicht gelesen hat und man liest sie alsdann zusammen, so zeigt sich erst, wie viel Zeit man mit diesen Papieren verdirbt.
Wenn man einmal weiß, worauf alles ankommt, hört man auf, gesprächig zu sein.
Wenn man ins Wasser kommt, lernt man schwimmen.
Wenn man mit sich selbst einig ist, ist man es auch mit andern.
Wenn man nicht trinken kann, Soll man nicht lieben, Doch sollt ihr Trinker euch Nicht besser dünken, Wenn man lieben kann, Soll man nicht trinken.
Wenn man sich einmal in die Welt macht und sich mit der Welt einlässt, so mag man sich ja hüten, dass man nicht entrückt oder gar verrückt wird.
Wenn man sich um der Kinder willen keine Mühe gäbe, wie wärt ihr groß geworden?
Wenn man statt des Problems ein anderes hinsetzt, so denkt die gleichgültige Menge schon, es wäre ihr geholfen.
Wenn man von den Leuten Pflichten fordert und ihnen keine Rechte zugestehen will, muss man sie gut bezahlen.
Wenn man von Dingen spricht, die niemand begreift, so ist's einerlei, was für Worte man braucht.
Wenn man weiter nichts vom Leben hätte, als was unsere Biographen und Lexikonschreiber von uns sagen, so wäre es ein schlechtes Metier und überall nicht der Mühe wert.
Wenn man zusammen ist, so weiß man nicht, was man hat, weil man es so gewohnt ist.
Wenn mancher sich nicht verpflichtet fühlte, das Unwahre zu wiederholen, weil er's einmal gesagt hat, so wären es ganz andere Leute geworden.
Wenn mich etwas neckt und mich verdrießlich machen will, spring ich auf und sing ein paar Contretänze den Garten auf und ab, gleich ist's weg.
Wenn mir eine Sache missfällt, so lass ich sie liegen oder mache sie besser.
Wenn nun unser Schulunterricht immer auf das Altertum hinweist, das Studium der griechischen und lateinischen Sprache fördert, so können wir uns Glück wünschen, dass diese zu einer höheren Kultur so nötigen Studien niemals rückgängig werden.
Wenn Phantasie sich sonst mit kühnem Flug Und hoffnungsvoll zum Ewigen erweitert, So ist ein kleiner Raum ihr nun genug, Wenn Glück auf Glück im Zeitenstrudel scheitert.
Wenn sich der Verirrte findet, Freuen alles Götter sich.
Wenn sich die Sozietät des Rechtes begibt, die Todesstrafe zu verfügen, so tritt die Selbsthilfe unmittelbar wieder hervor: Die Blutrache klopft an die Türe.
Wenn sie wüssten, wo das liegt, was sie suchen, so suchten sie ja nicht.
Wenn so das Mädgen keimt, da liebt sie eins zum Spaß, Es krabbelt ihr ums Herz, doch sie versteht nicht, was?
Wenn weise Männer nicht irrten, müssten die Narren verzweifeln.
Wenn wir das, was wir wissen, nach anderer Methode oder wohl gar in fremder Sprache dargelegt finden, so erhält es einen sonderbaren Reiz der Neuheit und frischen Ansehens.
Wenn wir die Menschen nur nehmen wie sie sind, so machen wir sie schlechter, wenn wir sie behandeln, als wären sie, was sie sein sollten, so bringen wir sie dahin, wohin sie zu bringen sind.
Wenn wir in raschen, mutigen Momenten / Auf unsern Füßen stehen, strack und kühn, / Als eigner Stütze froh und selbst vertraun, / Dann scheint uns Welt und Himmel zu gehören.
Wenn wir nur etwas, das uns Sorge macht, aus unserer Gegenwart verbannen können, da glauben wir schon, nun sei es abgetan.
Wenn wir uns selbst fehlen, ,fehlt uns doch alles.
Wenn wir verheiratet sind, fragt niemand weiter mehr nach unsern Tugenden, noch unsern Mängeln.
Wenn's Männer gäbe, die ein weiblich Herz Zu schätzen wüssten, die erkennen möchten, Welch einen holden Schatz von Treu und Liebe Der Busen einer Frau bewahren kann.
Wenn's was zu naschen gibt, so sind wir all beim Schmause, Doch macht ein Mädgen ernst, da ist kein Mensch zu Hause.
Wer aber geliebt ist, hat leicht regieren.
Wer aber nicht eine Million Leser erwartet, sollte keine Zeile schreiben.
Wer aber recht bequem ist und faul, Flög' dem eine gebratne Taube ins Maul, Er würde höflich sich's verbitten, Wär' sie nicht auch geschickt zerschnitten.
Wer alt mit Fürsten wird, lernt vieles, lernt / Zu vielem schweigen.
Wer andere lehren will, kann wohl oft das Beste verschweigen, was er weiß, aber er darf nicht halbwissend sein.
Wer angelangt am Ziel ist, wird gekrönt, Und oft entbehrt ein Würd'ger eine Krone.
Wer aus einem inneren Triebe treulich liebevoll arbeitet und mitteilt, darf an reiner Aufnahme nicht zweifeln.
Wer aus großen Absichten fehlgreift, handelt immer lobenswürdiger, als wer dasjenige tut, was nur kleinen Absichten gemäß ist.
Wer belohnet den Meister? Der zart antwortende Nachklang Und der reine Reflex aus der begegnenden Brust.
Wer bloß mit dem Vergangenen sich beschäftigt, kommt zuletzt in Gefahr, das Entschlafene, für uns Mumienhafte, vertrocknet an sein Herz zu schließen.
Wer bloß mit Zeichen wirkt, ist ein Pedant, ein Heuchler oder ein Pfuscher.
Wer darf das Kind beim rechten Namen nennen?
Wer das erste Knopfloch verfehlt, kommt mit dem Zuknöpfen nicht zu Rande.
Wer das Falsche verteidigen will, hat alle Ursache, leise aufzutreten und sich zu einer feinen Lebensart zu bekennen. Wer das Recht auf seiner Seite fühlt, muss derb auftreten: Ein höfliches Recht will gar nichts heißen.
Wer das Geld bringt, kann die Ware nach seinem Sinne verlangen.
Wer deine Schönheit sieht, der kann dir nichts versagen.
Wer den Geist der Gierigkeit hat, er lebt nur in Sorgen, Niemand sättiget ihn.
Wer den Wein noch so sehr liebt, dem wird alles Lust zum Trinken vergehen, wenn er sich bei vollen Fässern in einem Keller befände, in welchem die verdorbene Luft ihn zu ersticken drohte.
Wer die Augen offen hält, dem wird im Leben manches glücken. Doch noch besser geht es dem, der versteht, eins zuzudrücken.
Wer die Bitte bekümmerter Unschuld verachtet, wird einst selbst bitten und nicht erhört werden.
Wer die Gefahr verheimlicht, ist ein Feind.
Wer die Sterne fragt, was er tun soll, ist gewiss nicht klar über das, was zu tun ist.
Wer durch Brillen sieht, hält sich für klüger, als er ist.
Wer edel ist, den suchet die Gefahr, Und er sucht sie: So müssen sie sich treffen.
Wer ein heimisch Glück gefunden, warum sucht er's dort im Blaun?
Wer ein Übel los sein will, der weiß immer, was er will.
Wer einem Autor Dunkelheit vorwerfen will, sollte erst sein eigen Inneres beschauen, ob es denn da auch recht hell ist: In der Dämmerung wird eine sehr deutliche Schrift unlesbar.
Wer fertig ist, dem ist nichts recht zu machen, Ein Werdender wird immer dankbar sein.
Wer fremde Sprachen nicht kennt, weiß nichts von seiner eigenen.
Wer Freude will, besänftige sein Blut.
Wer freudig tut und sich des Getanen freut, ist glücklich.
Wer geboren ist in bösren Tagen, Dem werden selbst die bösen behagen.
Wer gegen sich selbst und andere wahr ist und bleibt, besitzt die schönste Eigenschaft der größten Talente.
Wer Gewalt braucht, darf nicht zittern.
Wer Großes will, muss sich zusammenraffen.
Wer Gründe anhört, kommt in Gefahr, nachzugeben.
Wer Gutes will, der sei erst gut.
Wer hätte mit mir Geduld haben sollen, wenn ich's nicht gehabt hätte?
Wer hebt den ersten Stein auf gegen den Ehemann, der im gerechten Zorne sein untreues Weib und ihren nichtswürdigen Verführer aufopfert?
Wer im Frieden Wünschet sich Krieg zurück, Der ist geschieden Vom Hoffnungsglück.
Wer in der Weltgeschichte lebt, Dem Augenblick sollt' er sich richten? Wer in die Zeiten schaut und strebt, Nur der ist wert, zu sprechen und zu dichten.
Wer in sich recht ernstlich hinabsteigt, wird sich immer nur als Hälfte finden, er fasse nachher ein Mädchen oder eine Welt, um sich zum Ganzen zu konstituieren, das ist einerlei.,
Wer ist das würdigste Glied des Staats? Ein wackerer Bürger, unter jeglicher Form bleibt er der edelste Stoff.
Wer ist denn so begabt, dass er vielseitig genießen könne?
Wer jetzt will seinem Nachbarn helfen? Ein jeder hat für sich zu tun.
Wer kann sagen, er erfahre was, wenn er nicht ein Erfahrender ist?
Wer kann was Dummes, wer was Kluges denken, Das nicht die Vorwelt schon gedacht?
Wer keine Liebe fühlt, muss schmeicheln lernen, sonst kommt er nicht aus.
Wer kennt sich selbst? Wer weiß, was er vermag?
Wer klare Begriffe hat, kann befehlen.
Wer lange lebt, hat viel erfahren, Nichts Neues kann für ihn auf dieser Welt geschehn
Wer lebenslang dir wohl getan, Verletzung rechne dem nicht an.
Wer lebt, verliert, aber er gewinnt auch.
Wer lernt aus in der Liebe?
Wer ließe sich nicht lieber den Arm abnehmen, als, dass er durch Zaudern und Zagen sein Leben aufs Spiel setzte?
Wer mit dem Leben spielt, Kommt nie zurecht, Wer sich nicht selbst befiehlt, Bleibt immer ein Knecht.
Wer muss Langmut üben Der große Tat vorhat, bergan steigt, Fische speist.
Wer nicht eine Million Leser erwartet, sollte keine Zeile schreiben.
Wer nicht im Augenblick hilft, scheint mir nie zu helfen, wer nicht im Augenblick Rat gibt, nie zu raten.
Wer nicht mehr liebt und nicht mehr irrt, der lasse sich begraben.
Wer nicht neugierig ist, erfährt nichts!
Wer nichts für andre tut, tut nichts für sich.
Wer nie sein Brot mit Tränen aß, Wer nie die kummervollen Nächte Auf seinem Bette weinend saß, Der kennt euch nicht, ihr himmlischen Mächte.
Wer Pech knetet, klebt seine eigenen Hände zusammen.
Wer Recht behalten will und hat nur eine Zunge, behält's gewiss.
Wer recht will tun, immer und mit Lust, Der hege wahre Lieb' in Sinn und Brust.
Wer Schauspieler bilden will, muss unendliche Geduld haben.
Wer schweigt, hat wenig zu sorgen, Der Mensch bleibt unter der Zunge verborgen.
Wer sein Leben lang von hohen ernsten Eichen umgeben wäre, müsste ein anderer Mensch werden, als wer täglich unter luftigen Birken sich erginge.
Wer sein Leben mit einem Geschäft zubringt, dessen Undankbarkeit er zuletzt einsieht, der hasst es und kann es doch nicht loswerden.
Wer sein Vaterland nicht kennt, hat keinen Maßstab für fremde Länder.
Wer selbst misstrauisch ist, verdient der viel Vertrauen?
Wer sich an falsche Vorstellung gewöhnt, dem wird jeder Irrtum willkommen sein.
Wer sich den Gesetzen nicht fügen lernt, muss die Gegend verlassen, wo sie gelten.
Wer sich der Einsamkeit ergibt, Ach! der ist bald allein, Ein jeder lebt, ein jeder liebt Und lässt ihn seiner Pein.
Wer sich einer strengen Kunst ergibt, muss sich ihr fürs Leben widmen.
Wer sich in ein Wissen einlassen soll, muss betrogen werden oder sich selbst betrügen, wenn äußere Nötigungen ihn nicht unwiderstehlich bestimmen. Wer würde ein Arzt werden, wenn er alle Unbilden auf einmal vor sich sähe, die seiner warten?
Wer sich kennt, kann in sich vor und rückwärts gehn.
Wer sich mit reiner Erfahrung begnügt und danach handelt, der hat Wahres genug. Das heranwachsende Kind ist weise in diesem Sinne.
Wer sich nicht selbst befiehlt, bleibt immer Knecht.
Wer sich nicht zu viel dünkt, ist mehr, als er glaubt.
Wer sich schont, muss sich selbst verdächtig werden.
Wer sich vor dem Pulver fürchtet, muss nicht mit Pulver umgehen.
Wer sichere Schritte tun will, muss sie langsam tun.
Wer sie nicht kennte, Die Elemente, Ihre Kraft Und Eigenschaft, Wäre kein Meister Über die Geister.
Wer sittlich wirkt, verliert keine seiner Bemühungen.
Wer spät im Leben sich verstellen lernt, der hat den Schein der Ehrlichkeit voraus.
Wer streiten will, muss sich hüten, bei dieser Gelegenheit Sachen zu sagen, die ihm niemand streitig macht.
Wer tätig sein will und muss, hat nur das Gehörige des Augenblicks zu bedenken, und so kommt er ohne Weitläufigkeit durch. Das ist der Vorteil der Frauen, wenn sie ihn verstehen.
Wer Thron und Kron begehrt, Persönlich sei er solcher Ehren wert!
Wer über eine Beleidigung weint, dem werden mehrere begegnen.
Wer überwindet, der gewinnt.
Wer viel mit Kindern lebt, wird finden, dass keine äußere Einwirkung auf sie ohne Gegenwirkung bleibt.
Wer vieles bringt, wird manchem etwas bringen.
Wer von der Schönen zu scheiden verdammt ist, Fliehe mit abgewendetem Blick! Wie er, sie schauend, im Tiefsten entflammt ist, Zieht sie, ach! reißt sie ihn ewig zurück!
Wer von reiner Lieb entbrannt, Wird vom lieben Gott erkannt.
Wer vor andern lange allein spricht, ohne den Zuhörern zu schmeicheln, erregt Widerwillen.
Wer vorsieht, ist der Herr des Tages.
Wer Waffen schmiedet, bereitet Krieg.
Wer was Gutes will, soll niemals weilen.
Wer Wein verlangt, der keltre reife Trauben.
Wer weinte nicht, wenn das Unsterbliche Vor der Zerstörung selbst nicht sicher ist?
Wer will, ist dem nicht alles möglich?
Wer wird auf Bundesgenossen pochen!
Wer wollte nicht dem im höchsten Sinne verehrten Johann Jakob Rousseau auf seinen einsamen Wanderungen folgen.
Wer Wunder hofft, der stärke seinen Glauben!
Wer zu viel verlangt, wer sich am Verwickelten erfreut, der ist den Verirrungen ausgesetzt.
Werd ich zum Augenblicke sagen: Verweile doch! Du bist so schön! Dann magst du mich in Fesseln schlagen, Dann will ich gern zugrunde gehen!
Werde jeder bessre Sinn Dir zum Dienst erbötig! Jungfrau, Mutter, Königin, Göttin, bleibe gnädig!
Werde klüger, so wie du älter wirst.
Werden wir durchs Praktische doch unseres eigenen Daseins selbst erst recht bewusst.
Wer's nicht besser machen kann, macht's wenigstens anders, Zuhörer und Leser, in herkömmlicher Gleichgültigkeit, lassen dergleichen am liebsten gelten.
Wer's Recht hat und Geduld, für den kommt auch die Zeit.
Widersacher, Weiber, Schulden, Ach! kein Ritter wird sie los.
Widerspruch und Schmeichelei machen beide ein schlechtes Gespräch.
Wie alles sich zum Ganzen webt, Eins in dem andern wirkt und lebt!
Wie also Hunger das beste Gewürz bleibt, so wird Müdigkeit der herrlichste Schlaftrunk sein.
Wie anders ist es, was man mit sich und unter Freunden ins Zarteste und Besonderste arbeitet.
Wie begrüßt ich so oft mit Staunen die Fluten des Rheinstroms, Wenn ich, reisend nach meinem Geschäft, ihm wieder mich nahte! Immer schien er mir groß, und erhob mir Sinn und Gemüte.
Wie das Weib dem Mann gegeben Als die schönste Hälfte zwar, Ist die Nacht das halbe Leben, Und die schönste Hälfte zwar.
Wie der Mensch das Pfuschen so liebt!
Wie die Zeit die Betrübnis mildert, so mildert sie auch die Reue.
Wie doppelt angenehm ist es uns also, wenn aus einer menschlichen Wohnung uns der Geist einer höhern, obgleich auch nur sinnlichen Kultur entgegen spricht.
Wie eng gebunden ist des Weibes Glück!
Wie es auch sei, das Leben, es ist gut.
Wie etwas sei leicht Weiß der es erfunden und der es erreicht.
Wie glücklich würde sich der Affe schätzen, könnt er nur auch ins Lotto setzen!
Wie herrlich ist die Welt!, wie schön! Heil ihm, der je sie so gesehn!
Wie herrlich leuchtet Mir die Natur! Wie glänzt die Sonne! Wie lacht die Flur!
Wie hieß die Fee? Lili? Fragt nicht nach ihr! Kennt ihr sie nicht, so danket Gott dafür!
Wie in einen Lostopf greifst du in die dunkle Zukunft: Was du fassest, ist noch zugerollt, dir unbewusst, sei's Treffer oder Fehler!
Wie in Rom außer den Römern noch ein Volk von Statuen war, so ist außer dieser realen Welt noch eine Welt des Wahns, viel mächtiger beinahe, in der die meisten leben.
Wie jedes gegen sich selbst einen Bezug hat, so muss es auch gegen andere ein Verhältnis haben.
Wie kann der Charakter, die Eigentümlichkeit des Menschen, mit der Lebensart bestehen? Das Eigentümliche müsste mit der Lebensart erst recht hervorgehoben werden.
Wie kann der Priester segnen, wenn das Ja Der holden Braut nicht aus dem Herzen quillt.
Wie kann man sich selbst kennen lernen? Durch Betrachten niemals, wohl aber durch Handeln. Versuche, deine Pflicht zu tun, und du weißt gleich, was an dir ist.
Wie kommt's, dass du so traurig bist, Da alles froh erscheint?
Wie leicht der Jüngling schwere Lasten trägt, Und Fehler wie den Staub vom Kleide schüttelt!
Wie man aus Gewohnheit nach einer abgelaufenen Uhr hinsieht, als wenn sie noch ginge, so blickt man auch wohl einer Schönen ins Gesicht, als wenn sie noch liebte.
Wie man ein Liebesabenteuer treibt: Zufällig naht man sich, man fühlt, man bleibt, Und nach und nach wird man verflochten.
Wie man es wendet und wie man es nimmt, / Alles geschieht, was die Götter bestimmt!
Wie man nach Norden weiterkommt, Da nehmen Ruß und Hexen zu.
Wie mancher hat nicht seine Braut Belogen und betrogen!
Wie mancher König wird durch seinen Minister, wie mancher Minister durch seinen Sekretär regiert!
Wie mangelhaft aller Unterricht sein muss, der nicht durch Leute vom Metier erteilt wird.
Wie oft schlägt man einen Weg ein und wird davon abgeleitet!
Wie oft werden wir von einem scharf ins Auge gefassten Ziel abgelenkt, um ein höheres zu erreichen!
Wie schön ist es zu säen, damit geerntet werde!
Wie schön und wie fröhlich, durch Feld und durch Tal Sein Liebchen am Arme zu führen!
Wie schwer ist es, dass der Mensch recht abwäge, was man aufopfern muss gegen das, was zu gewinnen ist!
Wie schwer sind nicht die Mittel zu erwerben, / Durch die man zu den Quellen steigt! Und eh man wohl den halben Weg erreicht, muss wohl ein armer Teufel sterben.
Wie schwer, den Zweck zu wollen und die Mittel nicht zu verschmähen!
Wie selten ist eine Fete, wobei derjenige, der die Gäste zusammenberuft, auch die Schuldigkeit empfindet, für ihre Bedürfnisse und Bequemlichkeiten auf alle Weise zu sorgen!
Wie selten kommt ein König zu Verstand.
Wie selten, dass uns die reine Tugend irgendeines Menschen erscheint, der wirklich für andere zu leben, für andere sich aufzuopfern getrieben wird.
Wie sich Verdienst und Glück verketten, Das fällt den Toren niemals ein, Wenn sie den Stein der Weisheit hätten, Der Weise mangelte dem Stein.
Wie sie klingeln, die Pfaffen! Wie angelegen sie's machen, dass man komme, nur ja plappre, wie gestern so heut!
Wie sonderbar ist es, dass den Menschen nicht allein so manches Unmögliche, sondern auch so manches Mögliche versagt ist!
Wie traurig steigt die unvollkommne Scheibe Des roten Monds mit später Glut heran.
Wie tröstlich ist es, einem Freunde, der Auf eine kurze Zeit verreisen will, Ein klein Geschenk zu geben.
Wie über die Menschen, so auch über die Denkmäler lässt sich die Zeit ihr Recht nicht nehmen.
Wie ungern tritt man nach einer Krankheit vor den Spiegel! Die Besserung fühlt man, und man sieht nur die Wirkung des vergangenen Übels.
Wie viel Eltern verkennen das Wohl ihrer Kinder und sind für ihre dringendsten Empfindungen taub.
Wie viel Menschen mögen denn das freiwillig zugestehen, was sie am Ende doch müssen?
Wie viel Missverständnisse können die Welt verwirren, wie viel Umstände können dem größten Fehler Vergebung erflehen?
Wie viele Freuden werden zertreten, weil die Menschen meist nur in die Höhe gucken und, was zu ihren Füßen liegt, nicht achten.
Wie wir was Großes lernen sollen, flüchten wir uns gleich in unsre angeborne Armseligkeit und haben doch immer was gelernt.
Wie wollte einer als Meister in seinem Fach erscheinen, wenn er nichts Unnützes lehrte!
Wie zieret den bescheidnen Mann der Kranz!
Wie, du kannst nicht mehr küssen Mein Freund, so kurz vor mir entfernt, Und hast's Küssen verlernt Warum wird mir an deinem Halse so bang.
Wie? Wann? und Wo? Die Götter bleiben stumm! Du halte dich ans Weil und frage nicht Warum?
Will Licht einem Körper sich vermählen, Es wird den ganz durchsicht'gen wählen.
Willkürlich handeln ist des Reichen Glück.
Willst du den März nicht ganz verlieren, So lass nicht in April dich führen.
Willst du dich am Ganzen erquicken, So musst du das Ganze im Kleinsten erblicken.
Willst du ein braves Weib, so sei ein rechter Mann.
Willst du genau erfahren, was sich ziemt, / So frage nur bei edlen Frauen an. / Denn ihnen ist am meisten dran gelegen, /, dass alles wohl sich zieme, was geschieht.
Willst du immer weiter schweifen? Sieh, das Gute liegt so nah. Lerne nur das Glück ergreifen, Denn das Glück ist immer da.
Willst du ins Unendliche schreiten, Geh nur im Endlichen nach allen Seiten.
Willst du mit mir hausen, So lass die Bestie draußen.
Willst du mit reinem Gefühl der Liebe Freuden genießen, O so lass Frechheit und Ernst ferne vom Herzen dir sein.
Willst du nach den Früchten greifen, Eilig nimm dein Teil davon! Diese fangen an zu reifen, Und die andern keimen schon.
Willst du viele befrein, so wag es, vielen zu dienen.
Willst fliegen und bist vorm Schwindel nicht sicher?
Wind ist der Welle Lieblicher Buhler, Wind mischt vom Grund aus Schäumende Wogen.
Wir alle leben vom Vergangenen und gehen am Vergangenen zugrunde.
Wir alle sind so borniert, dass wir immer glauben, Recht zu haben, und so lässt sich ein außerordentlicher Geist denken, der nicht allein irrt, sondern sogar Lust am Irrtum hat.
Wir alle sind von oben.
Wir befinden uns nicht leicht in großer Gesellschaft, ohne zu denken, der Zufall, der so viele zusammenbringt, solle uns auch unsre Freunde herbeiführen.
Wir blicken so gern in die Zukunft, weil wir das Ungefähre, was sich in ihr hin und her bewegt, durch stille Wünsche so gern zu unsern Gunsten heranleiten möchten.
Wir dünken uns Gesellen und sind Knechte.
Wir erschrecken über unsere eigenen Sünden, wenn wir sie an anderen erblicken.
Wir gebrauchen die gute Zeit in freier Luft, die böse im Zimmer, überall findet sich etwas zum Freuen, Lernen und Tun.
Wir haben angeborene und anerzogene Schwächen, und es möchte noch die Frage sein, welche von beiden uns am meisten zu schaffen geben.
Wir haben das unabweichliche, täglich zu erneuernde, grundernstliche Bestreben, das Wort mit dem Empfundenen, Geschauten, Gedachten, Erfahrenen, Imaginierten, Vernünftigen möglichst unmittelbar zusammentreffend zu erfassen.
Wir haben so viel Rechte hingegeben, dass uns auf nichts ein Recht mehr übrig bleibt.
Wir hängen unsern Fehlern gar zu gern das Gewand eines gültigen Gesetzes um.
Wir hoffen immer, und in allen Dingen Ist besser hoffen als verzweifeln. Denn Wer kann das Mögliche berechnen?
Wir irrten uns aneinander, Es war eine schöne Zeit.
Wir kommen erst aus Spanien zurück, Dem schönen Land des Weins und der Gesänge.
Wir können einem Widerspruch in uns selbst nicht entgehen, wir müssen ihn auszugleichen suchen. Wenn uns andere widersprechen, das geht uns nichts an, das ist ihre Sache.
Wir können nichts machen, als was wir machen, und der Beifall ist eine Gabe des Himmels.
Wir könnten manches vom Kapital entbehren, wenn wir mit den Interessen weniger willkürlich umgingen.
Wir leben alle vom Vergangenen und gehen am Vergangenen zu Grunde.
Wir leben in einer Zeit, wo wir einander viel verzeihen müssen.
Wir leben innerhalb der abgeleiteten Erscheinungen und wissen keineswegs, wie wir zur Urfrage gelangen sollen.
Wir lernen die Menschen nicht kennen, wenn sie zu uns kommen, wir müssen zu ihnen gehen, um zu erfahren, wie es mit ihnen steht.
Wir mögen die Welt kennen lernen, wie wir wollen, sie wird immer eine Tag und eine Nachtseite haben.
Wir richten uns immer häuslich ein, um wieder auszuziehen, und wenn wir es nicht mit Willen und Willkür tun, so wirken Verhältnisse, Leidenschaften, Notwendigkeit und was nicht alles.
Wir sehen in unser Leben doch nur als in ein Zerstückeltes zurück, weil das Versäumte, Misslungene uns immer zuerst entgegentritt und das Geleistete, Erreichte in der Einbildungskraft überwiegt.
Wir sehn ja, dem Gewaltigen, dem Klugen Steht alles wohl, und er erlaubt sich alles.
Wir sind nicht klein, wenn Umstände uns zu schaffen machen, nur wenn sie uns überwältigen.
Wir sind nie entfernter von unseren Wünschen, als wenn wir uns einbilden, das Gewünschte zu besitzen.
Wir sind nur insofern zu achten, als wir zu schätzen wissen.
Wir sind unsere eigenen Teufel, wir vertreiben uns aus unserem Paradies.
Wir sollen es mit den Kindern machen wie Gott mit uns, der uns am glücklichsten macht, wenn er uns in freundlichem Wahne so hintaumeln lässt.
Wir wissen von keiner Welt als in Bezug auf den Menschen, wir wollen keine Kunst, als die ein Abdruck dieses Bezugs ist.
Wir wollen alle Tage sparen Und brauchen alle Tage mehr.
Wir wollen einander nicht aufs ewige Leben vertrösten. Hier noch müssen wir glücklich sein.
Wir würden gar vieles besser kennen, wenn wir es nicht zu genau erkennen wollten. Wird uns doch ein Gegenstand unter einem Winkel von fünfundvierzig Graden erst fasslich.
Wir würden manches besser kennen, wenn wir es nicht gar zu genau erkennen wollten.
Wir würden unser Wissen nicht für Stückwerk halten, wenn wir nicht einen Begriff von einem Ganzen hätten.
Wirbelwind und trocknen Kot lass sie drehn und stäuben.
Wird der Poet nur geboren? Der Philosoph wird's nicht minder, Alle Wahrheit zuletzt wird nur gebildet, geschaut.
Wirf dich ins Meer, wo es am wildesten tobt.
Wirke gut, so wirkst du länger, Als es Menschen sonst vermögen.
Wirst, erstarrtes Herz, du wieder schlagen?
Wissen wollt ihr und handeln, und keiner fragt sich: Was bin ich Für ein Gefäß zum Gehalt? Was für ein Werkzeug zur Tat?
Wissen: das Bedeutende der Erfahrung, das immer ins Allgemeine hinweist.
Wissenschaften entfernen sich im Ganzen immer vom Leben und kehren nur durch einen Umweg wieder dahin zurück.
wisst ihr, wie auch der Kleine was ist? Er mache das Kleine Recht, der große begehrt just so das große zu tun.
Wo Anmaßung mir wohl gefällt? An Kindern: denen gehört die Welt.
Wo auch der Mensch seinen Überfluss hinwendet, ihm ist wohl dabei, am wohlsten, wenn er sich damit schmückt und aufputzt.
Wo der Anteil sich verliert, verliert sich auch das Gedächtnis.
Wo die Geselligkeit Unterhaltung findet, ist sie zu Hause.
Wo genug zu schaffen ist, bleibt kein Raum für Betrachtung.
Wo guter Wille, kräftig durch Verstand, Und Tätigkeit, vielfältige, zur Hand, Was könnte da zum Unheil sich vereinen, Zur Finsternis, wo solche Sterne scheinen?
Wo ich aufhören muss, sittlich zu sein, habe ich keine Gewalt mehr.
Wo ich nütze, ist mein Vaterland.
Wo keine Freiheit ist, wird jede Lust getötet.
Wo viel Licht ist, ist starker Schatten.
Wo wir trinken, wo wir lieben, da ist reiche, freie Welt.
Wo wir uns der Sonne freuen, Sind wir jede Sorge los.
Woher sind wir geboren? Aus Lieb. Wie wären wir verloren? Ohn Lieb. Was hilft uns überwinden? Die Lieb. Kann man auch Liebe finden? Durch Lieb. Was lässt nicht lange weinen? Die Lieb. Was soll uns stets vereinen? Die Lieb.
Wohin ich immer gehe, Wie weh, wie weh, wie wehe Wird mir im Busen hier! Ich bin, ach!, kaum alleine, Ich wein, ich wein, ich weine, Das Herz zerbricht in mir.
Wohl dem, der seiner Väter gern gedenkt.
Wohlhabend ist jeder, der dem, was er besitzt, vorzustehen weiß, vielhabend zu sein ist eine lästige Sache, wenn man es nicht versteht.
Wollte Gott! alle Menschen wären eitel, wären es aber mit Bewusstsein, mit Maß und im rechten Sinne: So würden wir in der gebildeten Welt die glücklichsten Menschen sein.
Wolltet ihr bei Lust und Tänzen Allzu üppig euch erweisen, Denkt an dieses Fadens Grenzen! Hütet euch, er möchte reißen!
Wonniglicher, das Pochen des Neulebendigen fühlen, Das in dem lieblichen Schoß immer sich nährend bewegt.
Worte sind des Dichters Waffen.
Worte sind Gegenstände: man kann sich an ihnen stoßen.
Worte, nichts als Worte.
Wozu nützt die ganze Erdichtung? Ich will es dir sagen, Leser, sagst du mir, wozu die Wirklichkeit nützt.
Wüchsen die Kinder in der Art fort, wie sie sich andeuten, so hätten wir lauter Genies.
Wundertätig ist die Liebe, Die sich im Gebet enthüllt.
Zahnreihen aber, junge, neidlos anzusehn, Das ist die größte Prüfung mein, des Alten. Johann Wolfgang von Goethe, Zahme Xenien
Zeitverkürzend ist immer die Nähe der Geliebten.
Zerbrecht euch die Köpfe nicht, und wenn's auf eine oder die andre Weise übel abläuft, zerbrecht sie euch auch nicht.
Zerstreuung ist wie eine goldne Wolke, die den Menschen, wär es auch nur auf kurze Zeit, seinem Elend entrückt.
Zieret Stärke den Mann und freies mutiges Wesen, O! So ziemet ihm fast tiefes Geheimnis noch mehr.
Zu des Lebens lustigem Sitze Eignet sich ein jedes Land.
Zu Hause kann einer unnütz sein, ohne, dass es gleich bemerkt wird, außen in der Welt ist der Unnütze gar bald offenbar.
Zu neuen Ufern lockt ein neuer Tag.
Zu schwer bezahlt man oft ein leicht Versehen.
Zu vollenden ist nicht die Sache des Schülers, es ist genug, wenn er sich übt.
Zudringliche Jugend findet Gunst.
Zuerst belehre man sich selbst, dann wird man Belehrung von andern empfangen.
Zufall aber bleibt verhasst.
Zufriedene sind Resignierende, ohne es zu wissen.
Zum Entdecken gehört Glück, zum Erfinden Geist, und beide können beides nicht entbehren.
Zum Jüngsten Tag fühl ich das Volk gereift, Da ich zum letzten Mal den Hexenberg ersteige, Und weil mein Fässchen trübe läuft, So ist die Welt auch auf der Neige.
Zum Leben braucht's nicht just, dass man so tapfer ist. Man kommt auch durch die Welt mit Schleichen und mit List.
Zum Lichte des Verstandes können wir immer gelangen, aber die Fülle des Herzens kann uns niemand geben.
Zum Teufel erst das Instrument! Zum Teufel hinterdrein der Sänger!
Zum Verdienste fordert man Bescheidenheit, aber diejenigen, die unbescheiden das Verdienst schmälern, werden mit Behagen angehört.
Zur Arbeit heißt der Morgen rege sein.
Zur Methode wird nur der getrieben, dem die Empirie lästig wird.
Zur Nation euch zu bilden, ihr hoffet es, Deutsche, vergebens, Bildet, ihr könnt es, dafür freier zu Menschen euch aus.
Zur Resignation gehört Charakter.
Zur Sklaverei gewöhnt der Mensch sich gut / Und lernet leicht gehorchen, wenn man ihn / Der Freiheit ganz beraubt.
Zur Verteidigung der Wahrheit braucht es ein viel höheres Organ als zur Verteidigung des Irrtums.
Zur Weisheit bekehre Bald sich jeder, und meide das Böse, Verehre die Tugend!
Zustand ist ein albernes Wort, weil nichts steht und alles beweglich ist.
Zutraulichkeit an der Stelle der Ehrfurcht ist immer lächerlich.
Zuwachs an Kenntnis ist Zuwachs an Unruhe.
Zwar bin ich sehr gewohnt, inkognito zu gehn, Doch lässt am Galatag man seine Orden sehn.
Zwar die brave Faust gewinnet, Doch der Geist bewährt den Ruhm.
Zwar Nehmen ist recht gut, doch besser ist: Behalten!
Zwar weiß ich viel, doch möcht ich alles wissen.
Zwei Welten sind es, meine Liebe, die, Gewaltsam sich bekämpfend, uns bedrängen.
Zwischen der Wieg und dem Sarg wir schwanken und schweben Auf dem großen Kanal sorglos durchs Leben dahin.
Zwischen heut und morgen liegt eine lange Frist, lerne schnell besorgen, da du noch munter bist.
Zwischen Mann und Frau redet sich gar viel nicht.
Zwischen uns Sei Wahrheit!
Am Tag erkennen, das sind Possen, Im Finstern sind Mysterien zu Haus.
Am widerw?rtigsten sind die kricklichen Beobachter und grilligen Theoristen, ihre Versuche sind kleinlich und kompliziert, ihre Hypothesen abstrus und wunderlich.
An Zerstreuungen l?sst es uns die Welt nicht fehlen, wenn ich lese, will ich mich sammeln und nicht, wie jener Sultan von Indien, durch abgerupfte M?rchen hingehalten sein.
Anatomie leistet am organisierten Wesen, was Chemie am unorganisierten.
Anatomieren magst du die Sprache, doch nur ihr Kadaver, Geist und Leben entschl?pft fl?chtig dem groben Skalpell.
Andere beherrschen erfordert Kraft. Sich selbst beherrschen fordert St?rke.
Andere kommen und gehn, es werden dir andre gefallen, Selbst dem gro?en Talent dr?ngt sich ein gr??eres nach.
?ngstlich ist es, immer zu suchen, aber viel ?ngstlicher, gefunden zu haben und verlassen zu m?ssen.
Anma?lich find ich, dass zur schlechtesten Frist Man etwas sein will, wo man nichts mehr ist.
Antike Tempel konzentrieren den Gott im Menschen, des Mittelalters Kirchen streben nach dem Gott in der H?he.
Aristokratische Hunde, sie knurren auf Bettler, ein echter Demokratischer Spitz kl?fft nach dem seidenen Strumpf.
Arkadisch frei sei unser Gl?ck!
Arm am Beutel, krank am Herzen.
Armer Mensch, an dem der Kopf alles ist!
Armut gibt Verwegenheit.
Armut ist die gr??te Plage, Reichtum ist das h?chste Gut.
Armut selbst macht stolz, die unverdiente.
Auch auf Parteien, wie sie hei?en, Ist heutzutage kein Verlass, Sie m?gen schelten oder preisen, Gleichg?ltig wurden Lieb und Hass.
Auch B?cher haben ihr Erlebtes, das ihnen nicht entzogen werden kann.
Auch das hohe Alter hat seine Bl?te.
Auch der Aufschub hat seine Freuden.
Auch die Gerechtigkeit tr?gt eine Binde Und schlie?t die Augen jedem Blendwerk zu.
Auch die Kultur, die alle Welt beleckt, Hat auf den Teufel sich erstreckt.
Auch in den Wissenschaften ist alles ethisch, die Behandlung h?ngt vom Charakter ab.
Auch in der Tat ist Raum f?r ?berlegung.
Auch in Wissenschaften kann man eigentlich nichts wissen, es will immer getan sein.
Auch nicht in Gefahren mag ich sinnlos Ungest?m.
Auch sind wir nicht bestellt, uns selbst zu richten.
Auch verkannten wir nicht, dass die gro?e und herrliche franz?sische Welt uns manchen Vorteil und Gewinn darbiete: denn Rousseau hatte uns wahrhaft zugesagt.
Auf alle F?lle sind wir gen?tigt, unser Jahrhundert zu vergessen, wenn wir nach unserer ?berzeugung arbeiten wollen.
Auf allen Pfaden des Lebens F?hren die Horen dich streng, wie es das Schicksal gebeut.
Auf Bergen, in der reinsten H?he, Tief R?tlichblau ist Himmelsn?he. Du staunest ?ber die K?nigspracht, Und gleich ist sammetschwarz die Nacht.
Auf dem flachen Lande empf?ngt man gutes und b?ses Wetter, wenn es schon fertig geworden, im Gebirge ist man gegenw?rtig, wenn es entsteht.
Auf dem Gipfel der Zust?nde h?lt man sich nicht lange.
Auf der H?he der Empfindung h?lt sich kein Sterblicher.
Auf ebnem Boden straucheln ist ein Scherz.
Auf einem hohen nackten Gipfel sitzend und eine weite Gegend ?berschauend, kann ich mir sagen: Hier ruhst du unmittelbar auf einem Grunde, der bis zu den tiefsten Orten der Erde hinreicht.
Auf ernstem Lebensgrunde zeigt sich das Heitere so sch?n.
Auf Menschen ist nicht leicht zu wirken, Doch auf das willige Papier.
Auf Teufel reimt der Zweifel nur, Da bin ich recht am Platze.
Auf!, bade, Sch?ler, unverdrossen Die ird'sche Brust im Morgenrot!
Aufmerksamkeit ist das Leben!
Aufrichtig w?hrt am l?ngsten und wirkt am sichersten.
Aufrichtig zu sein, kann ich versprechen, unparteiisch zu sein, aber nicht.
Aus der Natur, nach welcher Seite hin man schaue, entspringt Unendliches.
Aus dieser Erde quellen meine Freuden, Und diese Sonne scheinet meinen Leiden.
Aus vielen Skizzen endlich ein Ganzes hervorzubringen, gelingt selbst den Besten nicht immer.
Aus Vorsatz hast du nie, aus Leichtsinn stets gefehlt.
Bald, es kenne nur jeder den eigenen, g?nne dem andern Seinen Vorteil, so ist ewiger Friede gemacht.
Bedecke deinen Himmel, Zeus, Mit Wolkendunst Und ?be, dem Knaben gleich, Der Disteln k?pft, An Eichen dich und Bergesh?hn, musst mir meine Erde doch lassen stehn Und meine H?tte, die du nicht gebaut, Und meinen Herd.
Bedenke man, eh noch die Tat beginnt.
Bedenkt: Der Teufel, der ist alt, So werdet alt, ihn zu verstehn.
Begl?ckt, wer Treue rein im Busen tr?gt, Kein Opfer wird ihn je gereuen!
Begn?ge dich, aus einem kleinen Staate, / Der dich besch?tzt, dem wilden Lauf der Welt, Wie von dem Ufer, ruhig zuzusehn.
Begreiflich ist jedes Besondere, das sich auf irgendeine Weise anwenden l?sst. Auf diese Weise kann das Unbegreifliche n?tzlich werden.
Begriff ist Summe, Idee Resultat der Erfahrung, jene zu ziehen, wird Verstand, dieses zu erfassen, Vernunft erfordern.
Behandelt die Frauen mit Nachsicht! Aus krummer Rippe ward sie erschaffen, Gott konnte sie nicht ganz grade machen. Willst du sie biegen, sie bricht, l?sst du sie ruhig, sie wird noch kr?mmer, Du guter Adam, was ist denn schlimmer?
Beharre, wo du stehst Maxime, notwendiger als je, indem einerseits die Menschen in gro?e Parteien gerissen werden, sodann aber auch jeder Einzelne nach individueller Einsicht und Verm?gen sich geltend machen will.
Bei den Mannsleuten ist alle M?he verloren, sie sind doch nicht zu bessern.
Bei der Abreise f?llt einem doch immer jedes fr?here Scheiden und auch das k?nftige letzte unwillk?rlich in den Sinn.
Bei Erweiterung des Wissens macht sich von Zeit zu Zeit eine Umordnung n?tig, sie geschieht meistens nach neueren Maximen, bleibt aber immer provisorisch.
Bei gro?en Unternehmungen wie bei gro?en Gefahren muss der Leichtsinn verbannt sein.
Bei jedem Kunstwerk, gro? oder klein, bis ins Kleinste kommt alles auf die Konzeption an.
Bei keiner Revolution sind die Extreme zu vermeiden. Bei der politischen will man anf?nglich nichts weiter als die Abstellung von allerlei Missbr?uchen, aber ehe man es sich versieht, steckt man tief in Blutvergie?en und Greueln.
Bei Unvorsichtigkeiten ist nichts gew?hnlicher, als Aussichten auf die M?glichkeit eines Auswegs zu suchen.
Bei wissenschaftlichen Streitigkeiten nehme man sich in Acht, die Probleme nicht zu vermehren.
Beim Himmel, dieses Kind ist sch?n! So etwas hab ich nie gesehn.
Bekanntschaften, wenn sie sich auch gleichg?ltig ank?ndigen, haben oft die wichtigsten Folgen.
Bemalung und Punktierung der K?rper ist eine R?ckkehr zur Tierheit.
Bescheiden freue dich des Ruhms, So bist du wert des Heiligtums.
Beschr?nkt und unerfahren, h?lt die Jugend Sich f?r ein einzig auserw?hltes Wesen Und alles ?ber alle sich erlaubt.
Besonders macht sich das Falsche dadurch stark, dass man es mit oder ohne Bewusstsein wiederholt, als wenn es das Wahre w?re.
Besser geschworen / Als verloren.
Besser laufen als faulen.
Betrachtet, forscht, die Einzelheiten sammelt, Naturgeheimnis werde nachgestammelt.
Betrogne Mannsen! Von Adam her verf?hrte Hansen!
Betrug war alles, Lug und Schein!
Bewundert viel und viel gescholten.
Bilde, K?nstler! Rede nicht! Nur ein Hauch sei dein Gedicht.
Bilder so wie Leidenschaften M?gen gern am Liede haften.
Bin die Verschwendung, bin die Poesie, Bin der Poet, der sich vollendet, Wenn er sein eigenst Gut verschwendet.
Bin ich der Fl?chtling nicht, der Unbehauste? Der Unmensch ohne Zweck und Ruh, Der wie ein Wassersturz von Fels zu Felsen brauste, Begierig w?tend, nach dem Abgrund zu?
Bin m?nnlichen Geschlechts, der Geiz!
Bin weder Fr?ulein noch sch?n, Kann ungeleitet nach Hause gehn.
Bist du ein Mensch, so f?hle meine Not!
Bleibe nicht am Boden heften, frisch gewagt und frisch hinaus! Kopf und Arm mit heitern Kr?ften, ?berall sind sie zu Haus.
Blumen sind die sch?nen Worte und Hieroglyphen der Natur, mit denen sie uns andeutet, wie lieb sie uns hat.
Blut ist ein ganz besondrer Saft.
Brenn einem das Haus ab, daran er zehn Jahre gebauet hat, und schick ihm einen Beichtvater, der ihm die christliche Geduld empfiehlt.
Bring in Flammen Liebende zur Ruh! Wenn der Funke spr?ht, Wenn die Asche gl?ht, Eilen wir den alten G?ttern zu.
Bringst du Geld, so findest du Gnade, Sobald es dir mangelt, schlie?en die T?ren sich zu.
Br?der auf!, die Welt zu befreien! Kometen winken, die Stund ist gro?. Alle Gewebe der Tyranneien entzwei und rei?t euch los!
Buonarroti fing an, den Block zur B?ste zu bilden, Sah, es wurde nichts draus, Freunde, da lie? er ihn stehn.
Charakter im gro?en und Kleinen ist, dass der Mensch demjenigen eine stete Folge gibt, dessen er sich f?hig f?hlt.
Chinesische, indische, ?gyptische Altert?mer sind immer nur Kuriosit?ten, es ist sehr wohl getan, sich und die Welt damit bekannt zu machen, zu sittlicher und ?sthetischer Bildung aber werden sie uns wenig fruchten.
Cogito ergo sum. Ich denke und mithin so bin ich, Ist das eine nur wahr, ist es das andre gewiss.
Da die alten Sprichw?rter meist auf geographischen, historischen, nationellen und individuellen Verh?ltnissen ruhen, so enthalten sie einen gro?en Schatz von reellem Stoff.
Da die Sch?nheit unteilbar ist und uns den Eindruck einer vollkommenen Harmonie verleiht, so l?sst sie sich durch eine Folge von Worten nicht darstellen.
Da ist f?r mich nichts Neues zu erfahren, Das kenn ich schon seit hunderttausend Jahren.
Da ist kein anderer Rat, du musst suchen, sie zu verachten, Und mit Abscheu alsdann tun, wie die Pflicht dir gebeut.
Da man immer Zeit genug hat, wenn man sie gut anwenden will, so gelang mir manchmal das Doppelte und Dreifache.
Da schwebt hervor Musik mit Engelschwingen, Verflicht zu Millionen T?n' um T?ne, Des Menschen Wesen durch und durch zu dringen, Zu ?berf?llen ihn mit ew'ger Sch?ne.
Da steh ich nun, ich armer Tor, Und bin so klug als wie zuvor!
Da wo du bist, da wo du bleibst, wirke was du kannst, sei t?tig und gef?llig, und lass dir die Gegenwart heiter sein.
Da, wo wir lieben, Ist Vaterland, Wo wir genie?en, Ist Hof und Haus.
Dabei lern ich denn auch, alles wohl berechnet, dass es nicht gut ist, dass der Mensch allein sei, und sehne mich recht herzlich zu den Meinigen.
Dacht' ich's doch! Wissen sie nichts Vern?nftiges mehr zu erwidern, Schieben sie's einem geschwind in das Gewissen hinein.
D?monen, wei? ich, wird man schwerlich los, Das geistig strenge Band ist nicht zu trennen.
Dann gab's ein Gerede, man wei? nicht wie: Das nennt man eine Akademie.
Darin sind die Weiber fein und haben Recht, wenn sie zwei Verehrer in gutem Vernehmen miteinander erhalten k?nnen, ist der Vorteil immer ihr, so selten es auch angeht.
Darum sind die Oblaten so zart im katholischen Welschland, Denn aus demselbigen Teig weihet der Priester dem Gott
Das Allgemeine und Besondere fallen zusammen: Das Besondere ist das Allgemeine, unter verschiedenen Bedingungen erscheinend.
Das also war des Pudels Kern! Ein fahrender Skolast? Der Kasus macht mich lachen.
Das Alter h?rt sich gern, auch wenn es nichts zu sagen hat.
Das Alter ist ein kaltes Fieber im Frost von grillenhafter Not. Hat einer drei?ig Jahr vor?ber, so ist er schon so gut wie tot.
Das Altertum setzen wir gern ?ber uns, aber die Nachwelt nicht. Nur ein Vater neidet seinem Sohn nicht das Talent.
Das artige Wesen, das entz?ckt, Sich selbst und andre gern begl?ckt, Das m?cht ich Seele nennen.
Das Auge bevorteilt gar leicht das Ohr und lockt den Geist von innen nach au?en.
Das Au?erordentliche geschieht nicht auf glattem, gew?hnlichem Wege.
Das ?u?erste liegt der Leidenschaft zun?chst.
Das Bedeutende will jedermann, nur soll es nicht unbequem sein.
Das bedeutet Verdruss, so sagen bedenkliche Leute, Wenn beim Eintritt ins Haus nicht fern von der Schwelle der Fu? knackt.
Das Bergvolk denkt und simuliert, Ist in Natur und Felsenschrift studiert.
Das beste Gl?ck, des Lebens sch?nste Kraft Ermattet endlich.
Das beste Monument des Menschen ist der Mensch.
Das Betragen ist ein Spiegel, in welchem jeder sein Bild zeigt.
Das Bild eines Despoten, wenn es auch nur in der Luft schwebt, ist edlen Menschen schon f?rchterlich.
Das B?hmen ist ein eigenes Land. Ich bin dort immer gern gewesen.
Das Drama soll eilen, und der Charakter der Hauptfigur muss sich nach dem Ende dr?ngen, und nur aufgehalten werden.
Das Echte bleibt der Nachwelt unverloren.
Das Edle zu erkennen, ist Gewinst, Der nimmer uns entrissen werden kann.
Das eigentlich wahrhaft Gute, was wir tun, geschieht gr??tenteils heimlich, mit Gewalt und auf Bitten.
Das einfach Sch?ne soll der Kenner sch?tzen, / Verziertes aber spricht der Menge zu.
Das Erlebte wei? jeder zu sch?tzen, am meisten der Denkende und Nachsinnende im Alter, er f?hlt mit Zuversicht und Behaglichkeit, dass ihm das niemand rauben kann.
Das Erste und Letzte, was vom Genie gefordert wird, ist Wahrheitsliebe.
Das Ewige regt sich fort in allen: Denn. alles muss in Nichts zerfallen, Wenn es im Sein beharren will.
Das Ewigweibliche Zieht uns hinan.
Das Falsche ist meistens der Schw?che bequemer.
Das Fiedeln, Schreien, Kegelschieben Ist mir ein gar verhasster Klang, Sie toben, wie vom B?sen Geist getrieben, Und nennen's Freude, nennen's Gesang.
Das Fortreisen ist eine gute Sache, wenn nur das Wiederkommen nicht w?re.
Das freie Meer befreit den Geist.
Das F?rchterlichste ist, wenn platte unf?hige Menschen zu Phantasten sich gesellen.
Das Gef?hl eigener Anmut macht anmutig.
Das Geld ist freilich alles verm?gend.
Das Gemeine muss man nicht r?gen, denn das bleibt sich ewig gleich.
Das Genie mit Gro?sinn sucht seinem Jahrhundert vorzueilen, das Talent aus Eigensinn m?chte es oft zur?ckhalten.
Das Gesetz macht den Menschen, Nicht der Mensch das Gesetz.
Das Gesetz nur kann uns Freiheit geben.
Das Gleiche l?sst uns in Ruhe, aber der Widerspruch ist es, der uns produktiv macht.
Das Gleichgewicht in den menschlichen Handlungen kann leider nur durch Gegens?tze hergestellt werden.
Das Gl?ck des Genies: wenn es zu Zeiten des Ernstes geboren wird.
Das Gl?ck tut's nicht allein, sondern der Sinn, der das Gl?ck herbeiruft, um es zu regeln.
Das Gl?ck Und nicht die Sorge b?ndigt die Gefahr.
Das gro?e wie das Niedre n?tigt uns, Geheimnisvoll zu handeln und zu wirken.
Das gr??te Bed?rfnis eines Staats ist eine mutige Obrigkeit.
Das Gr??te will man nicht erreichen, man beneidet nur seinesgleichen, der schlimmste Neidhart ist in der Welt, der jeden f?r seinesgleichen h?lt.
Das Gute in der Welt ist viel schm?ler ges?t, als man denkt, was man hat, muss man halten.
Das Halbgewusste hindert das Wissen. Weil alles unser Wissen nur halb ist, so hindert unser Wissen immer das Wissen.
Das H?chste w?re: zu begreifen, dass alles Faktische schon Theorie ist. Die Bl?ue des Himmels offenbart uns das Grundgesetz der Chromatik. Man suche nur nichts hinter den Ph?nomenen: Sie selbst sind die Lehre.
Das H?chste, wozu der Mensch gelangen kann, ist das Erstaunen.
Das ist das Angenehme auf Reisen, dass auch das Gew?hnliche durch Neuheit und ?berraschung das Ansehen eines Abenteuers gewinnt.
Das ist der Jugend edelster Beruf: Die Welt, sie war nicht, eh ich sie erschuf! Die Sonne f?hrt ich aus dem Meer herauf, Mit mir begann der Mond des Wechsels Lauf.
Das ist die Kunst, das ist die Welt, dass eins ums andere gef?llt.
Das ist die wahre Liebe, die immer und immer sich gleich bleibt, Wenn man ihr alles gew?hrt, wenn man ihr alles versagt.
Das ist die wahre Symbolik, wo das Besondere das Allgemeinere repr?sentiert, nicht als Traum und Schatten, sondern als lebendig augenblickliche Offenbarung des Unerforschlichen.
Das ist die Welt: Sie steigt und f?llt Und rollt best?ndig, Sie klingt wie Glas Wie bald bricht das! Ist hohl inwendig.
Das ist ein Augenblick, der alles erf?llt, Alles, was wir gesehnt, getr?umt, gehofft, Gef?rchtet, meine Beste. Das ist der Tod.
Das ist f?r mich nichts Neues zu erfahren, Das kenn ich schon seit hunderttausend Jahren.
Das ist mein Zorn, so m?cht ich ihn behandeln, Das stolze Haupt in Schemeltritt verwandeln!
Das Jahrhundert ist vorger?ckt, jeder Einzelne aber f?ngt doch von vorne an.
Das L?cherliche entspringt aus einem sittlichen Kontrast, der auf eine unsch?dliche Weise f?r die Sinne in Verbindung gebracht wird.
Das Leben eines Menschen ist sein Charakter.
Das Leben geh?rt den Lebendigen an, und wer lebt, muss auf Wechsel gefasst sein.
Das Leben ist des Lebens Pfand.
Das Leben ist so kurz, und das Gute wirkt so langsam.
Das Leben lehret jedem, was er sei.
Das Leben lehrt uns, weniger mit uns Und andern strenge sein.
Das Leben vieler Menschen besteht aus Klatschigkeiten, T?tigkeiten, Intrige zu momentaner Wirkung.
Das Leben, so gemein es aussieht, so leicht es sich mit dem Gew?hnlichen, Allt?glichen zu befriedigen scheint, hegt und pflegt doch immer gewisse h?here Forderungen im Stillen fort und sieht sich nach Mitteln um, sie zu befriedigen.
Das Lebendige hat die Gabe, sich nach den vielf?ltigsten Bedingungen ?u?erer Einfl?sse zu bequemen und doch eine gewisse errungene entschiedene Selbstst?ndigkeit zu wahren.
Das leerste M?rchen hat f?r die Einbildungskraft schon einen hohen Reiz, und der geringste Gehalt wird vom Verstande dankbar aufgenommen.
Das Lied, das aus der Kehle dringt, Ist Lohn, der reichlich lohnet.
Das Los der Waffen wechselt hin und her: Kein kluger Streiter h?lt den Feind gering.
Das Menschenleben ist seltsam eingerichtet: Nach den Jahren der Last hat man die Last der Jahre.
Das musst du als ein Knabe leiden, dass dich die Schule t?chtig reckt. Die alten Sprachen sind die Scheiden, Darin das Messer des Geistes steckt.
Das nackte Kind, das zagt nicht, Mit seinem Pfennig springt es fort Und kennt recht gut den Sammelort, Ich meine des B?ckers Laden.
Das Naive als nat?rlich ist mit dem Wirklichen verschwistert. Das Wirkliche ohne sittlichen Bezug nennen wir gemein.
Das passet nicht in unsern Kreis: Zugleich Soldat und Diebsgeschmei?! Und wer sich unserm Kaiser naht, Der sei ein redlicher Soldat!
Das poetische Talent ist dem Bauer so gut gegeben wie dem Ritter, es kommt nur darauf an, dass jeder seinen Zustand ergreife und ihn nach W?rden behandle.
Das Portr?t wie die Biographie haben ein ganz eigenes Interesse, der bedeutende Mensch, den man sich ohne Umgebung nicht denken kann, tritt einzeln abgesondert heraus und stellt sich vor uns wie vor einen Spiegel.
Das Publikum beklagt sich lieber unaufh?rlich, ?bel bedient worden zu sein, als, dass es sich bem?hte, besser bedient zu werden.
Das Publikum sieht sich nach Autorit?ten um, und es hat Recht.
Das Publikum will wie Frauenzimmer behandelt sein: Man soll ihnen durchaus nichts sagen, als was sie h?ren m?chten.
Das Rechte, das ich viel getan, Das ficht mich nun nicht weiter an, Aber das Falsche, das mir entschl?pft, Wie ein Gespenst mir vor Augen h?pft.
Das Reich der Poesie bl?ht auf, und nur der ist Poet, der den Volksglauben besitzt oder sich ihn anzueignen wei?.
Das reizt nicht mehr, und was nicht reizt, ist tot.
Das Romantische ist schon in seinen Abgrund verlaufen, das Gr?sslichste der neuern Produktionen ist kaum noch gesunkener zu denken.
Das Schaudern ist der Menschheit bestes Teil, / Wie auch die Welt ihm das Gef?hl verteure, / Ergriffen, f?hlt er tief das Ungeheure.
Das Schicksal gew?hrt uns unsre W?nsche, aber auf seine Weise, um uns etwas ?ber unsere W?nsche geben zu k?nnen.
Das Schicksal sorgt f?r die Liebe, und um so gewisser, da Liebe gen?gsam ist.
Das schlechteste Bild kann zur Empfindung und zur Einbildungskraft sprechen, indem es sie in Bewegung setzt, los und frei macht und sich selbst ?berl?sst.
Das Sch?ne ist eine Manifestation geheimer Naturgesetze, die uns ohne dessen Erscheinung ewig w?ren verborgen geblieben.
Das sch?ne Wetter hilft zu allem.
Das sch?nste Bild von einem Weibe! Ist's m?glich, ist das Weib so sch?n? muss ich an diesem hingestreckten Leibe Den Inbegriff von allen Himmeln sehn? So etwas findet sich auf Erden?
Das sch?nste Gl?ck des denkenden Menschen ist, das Erforschliche erforscht zu haben und das Unerforschliche zu verehren.
Das Schrecklichste f?r den Sch?ler ist, dass er sich am Ende doch gegen den Meister wiederherstellen muss. Je kr?ftiger das ist, was dieser gibt, in desto gr??erem Unmut, ja Verzweiflung ist der Empfangende.
Das Schwache ist ein Charakterzug unseres Jahrhunderts.
Das so genannte Aus sich Sch?pfen macht gew?hnlich falsche Originale und Manieristen.
Das so genannte Romantische einer Gegend ist ein stilles Gef?hl des Erhabenen unter der Form der Vergangenheit oder, was gleich lautet, der Einsamkeit, Abwesenheit, Abgeschiedenheit.
Das Spionieren, scheint's ist eine Lust.
Das Teufels und Hexenwesen machte ich nur einmal, ich war froh, mein nordisches Erbteil verzehrt zu haben und wandte mich zu den Tischen der Griechen.
Das Teufelspack, es fragt nach keiner Regel.
Das Tier wird durch seine Organe belehrt, der Mensch belehrt die seinigen und beherrscht sie.
Das T?chtige, und wenn auch falsch, Wirkt Tag f?r Tag, von Haus zu Haus, Das T?chtige, wenn's wahrhaft ist, Wirkt ?ber alle Zeiten hinaus.
Das tut die Jugend. Werden sich schon legen, die stolzen Wellen.
Das ?bel, das du f?rchtest, wird gewiss durch deine Tat.
Das Ungeheure h?rt auf, erhaben zu sein, es ?berreicht unsere Fassungskraft, es droht uns zu vernichten.
Das Ungeheure l?sst keine Mannigfaltigkeit zu.
Das Ungl?ck, das wir mit Augen sehen, ist geringer, als wenn unsere Einbildungskraft das ?bel gewaltsam in unser Gem?t einsenkt.
Das unmittelbare Anschauen der Dinge ist mir alles, Worte sind mir weniger als je.
Das Unzul?ngliche, hier wird's Ereignis.
Das Vertrauen, welches neue Freunde sich einander schenken, pflegt sich stufenweise zu entwickeln.
Das Volk sch?tzt St?rke vor allem.
Das Wahre f?rdert, aus dem Irrtum entwickelt sich nichts, er verwickelt uns nur.
Das wahre Gl?ck Ist die Gen?gsamkeit, Und die Gen?gsamkeit Hat ?berall genug.
Das Wahre ist eine Fackel, aber eine ungeheure, deswegen versuchen wir alle, nur blinzelnd daran vorbeizukommen, in Furcht sogar, uns zu verbrennen.
Das Wahre ist gott?hnlich: Es erscheint nicht unmittelbar, wir m?ssen es aus seinen Manifestationen erraten.
Das Wahre, mit dem G?ttlichen identisch, l?sst sich niemals von uns direkt erkennen: wir schauen es nur im Abglanz, im Beispiel, Symbol.
Das w?re mir die rechte H?he, Da zu befehlen, wo ich nichts verstehe!
Das Wasser ist ein freundliches Element f?r den, der damit bekannt ist und es zu behandeln wei?.
Das Wichtige bedenkt man nie genug.
Das Wiedersehn ist froh, das Scheiden schwer, Das Wieder Wiedersehn begl?ckt noch mehr, Und Jahre sind im Augenblick ersetzt, Doch t?ckisch harrt das Lebewohl zuletzt.
Das Wissen wird durch das Gewahrwerden seiner L?cken, durch das Gef?hl seiner M?ngel zur Wissenschaft gef?hrt, welche vor, mit und nach allem Wissen besteht.
Das Wort verwundet leichter, als es heilt.
Das Wunder ist des Augenblicks Gesch?pf.
Das Wunder ist des Glaubens liebstes Kind.
Das Wunderbare, ja das Unm?gliche, erz?hlt und wieder erz?hlt, nimmt endlich vollkommen die Stelle des Wirklichen, des Allt?glichen ein.
Das Wunderlichste im Leben ist das Vertrauen, dass andre uns f?hren werden. Haben wir's nicht, so tappen und stolpern wir unseren eignen Weg hin, haben wir's, so sind wir auch, eh wir's uns versehen, auf das schlechteste gef?hrt.
Das Zuf?llig-Wirkliche, an dem wir weder ein Gesetz der Natur noch der Freiheit f?r den Augenblick entdecken, nennen wir das Gemeine.
Das Zugreifen ist doch der nat?rlichste Trieb der Menschheit. Greifen die Kinder nicht nach allem, was ihnen in den Sinn f?llt?
Dasein ist Pflicht, und w?r's ein Augenblick.
Dass anderer Menschen Gedanken solchen Einfluss auf uns haben!
Dass das Gr??te und Herrlichste vergehe, liegt in der Natur der Zeit und der gegeneinander unbedingt wirkenden sittlichen und physischen Elemente.
Dass das Leben des Menschen nur ein Traum sei, ist manchem schon so vorgekommen.
Dass die Wahrheit wohl einem Diamant zu vergleichen, dessen Strahlen nicht nach einer Seite gehen, sondern nach vielen.
Dass doch die Jugend immer zwischen den Extremen schwankt!
Dass du der Fehler schlimmsten, die Mittelm??igkeit, meidest, J?ngling, so meide doch ja keinen der andern zu fr?h!
Dass du sie liebtest, das war nat?rlich, dass du ihr die Ehe versprachst, war eine Narrheit, und wenn du Wort gehalten h?ttest, w?r's gar Raserei gewesen.
Dass man junge M?nner praktisch bilde, fordert die neuste Zeit.
Dass man sich zwingen kann, beweist nicht, dass man liebt.
Dass sich das gr??te Werk vollende, Gen?gt ein Geist f?r tausend H?nde.
Dass so viel Selbstisches in der Liebe ist und doch, was w?re sie ohne das.
Dass Verfassung sich ?berall bilde, wie sehr ist's zu w?nschen! Aber ihr Schw?tzer verhelft uns zu Verfassungen nicht!
Dass wir uns in ihr zerstreuen, Darum ist die Welt so gro?.
Dein Geist wird dich leiten, in jedem Augenblick das Rechte zu wirken.
Dem Genie traut man alles zu, da es doch nur ein Gewisses vermag.
Dem Helfer half der Helfer droben.
Dem Hunde, wenn er gut erzogen, Wird selbst ein weiser Mann gewogen.
Dem Klugen kommt das Leben leicht vor, wenn dem Toren schwer, und oft dem Klugen schwer, wenn dem Toren leicht.
Dem Klugen, Weitumsichtigen zeigt f?rwahr sich oft Unm?gliches noch als m?glich.
Dem K?nig sollte nichts Geheimnis sein.
Dem Liebhaber glaubt ein M?dchen immer mehr als die Mutter.
Dem Menschen ist verhasst, was er nicht glaubt selbst getan zu haben, deswegen der Parteigeist so eifrig ist. Jeder Alberne glaubt, ins Beste einzugreifen, und alle Welt, die nichts ist, wird zu was.
Dem P?belsinn verworrner Geister Entwickelt sich ein Widerstand: Die Ketzer sind's! die Hexenmeister! Und sie verderben Stadt und Land.
Dem t?tigen Menschen kommt es darauf an, dass er das Rechte tue, ob das Rechte geschehe, soll ihn nicht k?mmern.
Dem T?chtigen ist diese Welt nicht stumm!
Dem T?chtigen ist diese Welt nicht stumm! Was braucht er in die Ewigkeit zu schweifen? Was er erkennt, l?sst sich ergreifen.
Dem wackern Mann vertraut ein Weib getrost.
Dem Wurme gleich ich, der den Staub durchw?hlt, Den, wie er, sich im Staube n?hrend, lebt, Des Wandrers Tritt vernichtet und begr?bt!
Dem, der viel erlangen kann, geziemt, viel zu fordern.
Dem?tigung beschleicht die Stolzen oft.
Den besten Unterricht zieht man aus vollst?ndiger Umgebung.
Den Deutschen ist nichts daran gelegen, zusammenzubleiben, aber doch, f?r sich zu bleiben. Jeder, sei er auch, welcher er wolle, hat so ein eignes F?rsich, das er sich nicht gern m?chte nehmen lassen.
Den ganzen Tag hat man die H?nde voll!
Den Geschmack kann man nicht am Mittelgut bilden, sondern nur am Allervorz?glichsten.
Den G?ttern gleich zu sein, ist Edler Wunsch.
Den lieb ich, der Unm?gliches begehrt.
Den M?gden ist ein Kuss, was uns ein Glas voll Wein.
Den Menschen und den Sachen gerade in die Augen zu sehen und sich dabei auszusprechen, wie einem eben zumute ist, dieses bleibt das Rechte, mehr soll und kann man nicht tun.
Den Stoff sieht jedermann vor sich, den Gehalt findet nur der, der etwas dazuzutun hat, und die Form ist ein Geheimnis den meisten.
Den Teufel halte, wer ihn h?lt! Er wird ihn nicht so bald zum zweiten Male fangen.
Den Teufel sp?rt das V?lkchen nie, Und wenn er sie beim Kragen h?tte.
Den Vorteil aber hat der Weg zum Wahren, dass man sich unsicherer Schritte, eines Umwegs, ja eines Fehltritts noch immer gern erinnert.
Denk' ich, so bin ich. Wohl! Doch wer wird immer auch denken? Oft schon war ich und hab' wirklich an gar nichts gedacht.
Denke nur niemand, dass man auf ihn als den Heiland gewartet habe!
Denke, dass nichts besser schm?ckt, Als wenn man den Freund begl?ckt.
Denken ist interessanter als Wissen, aber nicht als Anschauen.
Denken und Tun, Tun und Denken, das ist die Summe aller Weisheit, von jeher anerkannt, von jeher ge?bt, nicht eingesehen von einem jeden.
Denn aller Flei?, der m?nnlich sch?tzenswerteste, Ist morgendlich, nur er gew?hrt dem ganzen Tag Nahrung, Behagen, m?der Stunden Vollgenuss.
Denn alles Vornehme ist eigentlich ablehnend.
Denn an der Braut, die der Mann sich erw?hlt, l?sst gleich sich erkennen, Welches Geistes er ist, und ob er sich eigenen Wert f?hlt.
Denn an der Farbe l?sst sich die Sinnesweise, an dem Schnitt die Lebensweise des Menschen erkennen.
Denn auch der Einzelne vermag seine Verwandtschaft mit der Gottheit nur dadurch zu bet?tigen, dass er sich unterwirft und anbetet.
Denn Bescheidenheit ist fein, Wenn das M?dchen bl?ht, Sie will zart geworben sein, Die den Rohen flieht.
Denn Beschr?nkung ist ?berall unser Los.
Denn das ist eben die Eigenschaft der wahren Aufmerksamkeit, dass sie im Augenblick das Nichts zu allem macht.
Denn das Wahre ist einfach und gibt wenig zu tun, das Falsche gibt Gelegenheit, Zeit und Kr?fte zu zersplittern.
Denn der Schauspieler muss sich immer zwischen zwei Gegenst?nden teilen: n?mlich zwischen dem Gegenstande, mit dem er spricht, und zwischen seinen Zuh?rern.
Denn die Gelegenheit ist eine gleichg?ltige G?ttin, sie beg?nstigt das Gute wie das B?se.
Denn die M?nner sind heftig und denken nur immer das Letzte, Und das Hindernis treibt die Heftigen leicht von dem Wege, Aber ein Weib ist geschickt, auf Mittel zu denken, und wandelt Auch den Umweg, geschickt zu ihrem Zweck zu gelangen.
Denn die Mitlebenden werden an vorz?glichen Menschen gar leicht irre, das Besondere der Person st?rt sie, das laufende bewegliche Leben verr?ckt ihre Standpunkte, hindert das Kennen und Anerkennen eines solchen Mannes.
Denn die Quelle kann nur gedacht werden, insofern sie flie?t.
Denn die Vorsehung hat tausend Mittel, die Gefallenen aufzuheben und die Niedergebeugten aufzurichten.
Denn die W?nsche verh?llen uns selbst das Gew?nschte, die Gaben Kommen von oben herab, in ihren eignen Gestalten.
Denn eigentlich sind die verwickelten F?lle die interessantesten.
Denn ein Gesch?pf, das im Werden ist, hat mit den entwickelten, auch denen von eigner Art, wenig gemein.
Denn ein Gott hat Jedem seine Bahn Vorgezeichnet, Die der Gl?ckliche Rasch zum freudigen Ziele rennt.
Denn ein Herz, das sucht, f?hlt wohl, dass ihm etwas mangle, ein Herz, das verloren hat, f?hlt, dass es entbehre.
Denn ein herzlich Anerkennen Ist des Alters zweite Jugend.
Denn ein jeglicher denkt nur, sich selbst und das n?chste Bed?rfnis Schnell zu befriedigen und rasch, und nicht des folgenden denkt er.
Denn ein vollkommner Widerspruch Bleibt gleich geheimnisvoll f?r Kluge wie f?r Toren.
Denn ein wanderndes M?dchen ist immer von schwankendem Rufe.
Denn ein Zorniger ist wohl zu beg?tigen, wenn es uns gl?ckt, ihn zum L?cheln zu bringen.
Denn eine gro?e Reise zu tun, ist f?r einen jungen Mann ?u?erst n?tzlich.
Denn eine sch?ne Frau hat manchen Dieb gerettet.
Denn entgegengesetzte Eigenschaften machen eine innigere Verbindung m?glich.
Denn er w?re imstande, von der F?lle der Kindheit w?rdig zu sprechen!
Denn es fehlte mir der Zusammenhang, und darauf kommt doch eigentlich alles an.
Denn es ist den Frauen angeboren, die Neigungen der M?nner genau zu kennen.
Denn es ist Drang, und so ist's Pflicht.
Denn es ist keine Neigung, keine Gewohnheit so stark, dass sie gegen die Missreden vorz?glicher Menschen, in die man Vertrauen setzt, auf die L?nge sich erhalten k?nnte.
Denn es ist nun einmal nicht anders, dass man, sobald man fertig ist, gleich wieder was Neues im Sinne haben m?sse.
Denn es ist zuletzt doch nur der Geist, der jede Technik lebendig macht.
Denn es l?set die Liebe, das f?hl ich, jegliche Bande, Wenn sie die ihrigen kn?pft.
Denn es muss von Herzen gehen, Was auf Herzen wirken soll.
Denn gleich hauen die M?nner ?ber die Schnur, wenn man ihnen ein bisschen Luft l?sst.
Denn h?her vermag sich niemand zu heben, als wenn er vergibt.
Denn ich wei? es recht wohl: Der Einzelne schadet sich selber, Der sich hingibt, wenn sich nicht alle zum Ganzen bestreben.
Denn ich wei?, du liebst das Droben, das Unendliche zu schauen, wenn sie sich einander loben, jene Feuer in dem Blauen.
Denn in einer so absoluten Einsamkeit, wo man durch gar nichts zerstreut und auf sich selbst gestellt ist, f?hlt man erst recht und lernt begreifen, wie lang ein Tag sei.
Denn jeder Unmut ist eine Geburt, ein Z?gling der Einsamkeit.
Denn jeder, der sein inn'res Selbst Nicht zu regieren wei?, regierte gar zu gern Des Nachbars Willen, eignem stolzen Sinn gem??.
Denn leben hie?: sich wehren!
Denn leben und wirken hei?t ebenso viel als Partei machen und ergreifen.
Denn man erlaubt ja gern der Wohlt?tigkeit eine wunderliche Au?enseite.
Denn mir bleiben weit mehr die Nebel des traurigen Nordens Als ein gesch?ftiges Volk s?dlicher Fl?he verhasst.
Denn mit Gespenstern sind die Diebe nah verschwistert.
Denn mit G?ttern Soll sich nicht messen Irgend ein Mensch.
Denn nichts vermag den Glanz der Sonne und ihren Widerschein im Meer zu ?berstrahlen.
Denn nichts, was wirkt, ist ohne Einfluss, und manches Folgende l?sst sich ohne das Vorhergehende nicht begreifen.
Denn niemand glaube, die ersten Eindr?cke der Jugend ?berwinden zu k?nnen.
Denn Opfer, wie sie Liebe bringt, Das sind die schmerzlichsten von allen.
Denn schon im heidnischen Altertum war Jungfr?ulichkeit und Mutterschaft verbunden denkbar.
Denn so ist die Liebe beschaffen, dass sie allein Recht zu haben glaubt und alle anderen Rechte vor ihr verschwinden.
Denn um neuen Most zu bergen, leert man rasch den alten Schlauch!
Denn unf?hlend Ist die Natur: Es leuchtet die Sonne ?ber B?s' und Gute, Und dem Verbrecher Gl?nzen wie dem Besten Der Mond und die Sterne.
Denn unter vielen ist zu vielerlei Meinung.
Denn von den Teufeln kann ich ja Auf gute Geister schlie?en.
Denn was ist ein Bed?rfnis, das auf eine bestimmte Weise befriedigt werden muss, anders als eine Forderung?
Denn was ist Genie anders als jene produktive Kraft, wodurch Taten entstehen, die vor Gott und der Natur sich zeigen k?nnen und die eben deswegen Folge haben und von Dauer sind.
Denn was man schwarz auf wei? besitzt, kann man getrost nach Hause tragen.
Denn was sogar die Frauen an uns ungebildet zur?cklassen, das bilden die Kinder aus, wenn wir uns mit ihnen abgeben.
Denn welcher Kluge f?nd im Vatikan Nicht seinen Meister?
Denn welcher Lehrer spricht Die Wahrheit uns direkt ins Angesicht?
Denn wenn dem fr?heren Alter Tun und Wirken geb?hrt, so ziemt dem sp?teren Betrachtung und Mitteilung.
Denn wenn es keine Hexen g?be, Wer, Teufel!, m?chte Teufel sein!
Denn wenn wir uns dem Altertum gegen?berstellen und es ernstlich in der Absicht anschauen, uns daran zu bilden, so gewinnen wir die Empfindung, als ob wir erst eigentlich zu Menschen w?rden.
Denn wer den Schatz, das Sch?ne heben will, Bedarf der h?chsten Kunst: Magie der Weisen.
Denn wer die Weiber hasst, wie kann der leben?
Denn wer lange bedenkt, der w?hlt nicht immer das Beste.
Denn wer sich die Rosen, die bl?henden, bricht, Den kitzeln f?rwahr nur die Dornen.
Denn wer verm?chte wohl jetzt die Arbeitsleute zu zahlen?
Denn wir behalten von unsern Studien am Ende doch nur das, was wir praktisch anwenden.
Denn wir k?nnen die Kinder nach unserm Sinne nicht formen.
Denn wirkten Grobe Nicht auch im Lande, Wie k?men Feine f?r sich zustande, So sehr sie witzten?
Denn wo Gespenster Platz genommen, Ist auch der Philosoph willkommen. Damit man seiner Kunst und Gunst sich freue, Erschafft er gleich ein Dutzend neue.
Denn wo man die Geliebte sucht, Sind Ungeheuer selbst willkommen.
Denn Wollust f?hlen alle Tiere, der Mensch allein verfeinert sie.
Denn zu Zeiten der Not bedarf man seiner Verwandten.
Denn, wenn ein Wunder auf der Welt geschieht, Geschieht's durch liebevolle, treue Herzen.
Der Achse wird mancher Sto? versetzt, Sie r?hrt sich nicht - und bricht zuletzt.
Der alte Tod verlor die rasche Kraft: Das Ob sogar ist zweifelhaft!
Der Alte verliert eins der gr??ten Menschenrechte: Er wird nicht mehr von seinesgleichen beurteilt.
Der alte Winter, in seiner Schw?che, Zog sich in raube Berge zur?ck.
Der Anblick gibt den Engeln St?rke, Da keiner dich ergr?nden mag, Und alle deine hohen Werke Sind herrlich wie am ersten Tag.
Der Appell an die Nachwelt entspringt aus dem reinen lebendigen Gef?hl, dass es ein Unverg?ngliches gebe und, wenn auch nicht gleich anerkannt, doch zuletzt aus der Minorit?t sich der Majorit?t werde zu erfreuen haben.
Der Augenblick der Pubert?t ist f?r beide Geschlechter der Augenblick, in welchem die Gestalt der h?chsten Sch?nheit f?hig ist, aber man darf wohl sagen: Es ist nur ein Augenblick.
Der Augenblick ist eine Art von Publikum: Man muss ihn betr?gen, dass er glaube, man tue was, dann l?sst er uns gew?hren und im Geheimen fortf?hren, wor?ber seine Enkel erstaunen m?ssen.
Der Augenblick nur entscheidet ?ber das Leben des Menschen und ?ber sein ganzes Geschicke.
Der Ausgang gibt den Taten ihren Titel.
Der Autor ist mir der liebste, in dem ich meine Welt wieder finde, bei dem's zugeht wie um mich, und dessen Geschichte mir doch so interessant, so herzlich wird, als mein eigen h?uslich Leben.
Der Autor ist selten ein unparteiischer Richter seiner eigenen Sachen, er tut sich bald zu viel, bald zu wenig.
Der beste Diener ist der gr??te Schelm.
Der beste Rat ist: Folge gutem Rat, Und lass das Alter dir ehrw?rdig sein.
Der Blocksberg, wie der deutsche Parnass, Hat gar einen breiten Gipfel.
Der Br?utigam herrscht nicht wie der Ehemann, er bittet nur, und seine Geliebte sucht ihm abzumerken, was er w?nscht, um es noch eher zu vollbringen.
Der Charakter ruht auf der Pers?nlichkeit, nicht auf den Talenten.
Der denkende Mensch hat die wunderliche Eigenschaft, dass er an die Stelle, wo das unaufgel?ste Problem liegt, gerne ein Phantasiebild hinfabelt, das er nicht loswerden kann, wenn das Problem auch aufgel?st und die Wahrheit am Tage ist.
Der Deutsche soll alle Sprachen lernen, damit ihm zu Hause kein Fremder unbequem, er aber in der Fremde ?berall zu Hause sei.
Der Dilettant verh?lt sich zur Kunst wie der Pfuscher zum Handwerk.
Der Dilettantismus folgt der Neigung der Zeit.
Der Dilettantismus negiert den Meister. Die Meisterschaft gilt f?r Egoismus.
Der echte Deutsche bezeichnet sich durch mannigfache Bildung und Einheit des Charakters.
Der echte Sch?ler lernt aus dem Bekannten das Unbekannte entwickeln und n?hert sich dem Meister.
Der edle Mensch kann sich in Momenten vernachl?ssigen, der vornehme nie.
Der eine Bruder brach T?pfe, der andere Kr?ge. Verderbliche Wirtschaft!
Der einzelne Mann entfliehet am leichtesten.
Der Engl?nder ist Meister, das Entdeckte gleich zu nutzen, bis es wieder zu neuer Entdeckung und frischer Tat f?hrt. Man frage sich nur, warum sie uns ?berall voraus sind.
Der erste Grad einer wahren Aufkl?rung ist, wenn der Mensch ?ber seinen Zustand nachzudenken und ihn dabei w?nschenswert zu finden gew?hnt wird.
Der Fehler schwacher Geister ist, dass sie im Reflektieren sogleich vom Einzelnen ins Allgemeine gehen, anstatt, dass man nur in der Gesamtheit das Allgemeine suchen kann.
Der Feige droht nur, wo er sicher ist.
Der Frauen Liebe n?hrt das Kind, Den Knaben ziehn am besten M?nner.
Der Frauen Zustand ist beklagenswert.
Der Fr?hling webt schon in den Birken, Und selbst die Fichte f?hlt ihn schon, Sollt er nicht auch auf unsre Glieder wirken?
Der Gatte zieht sein Weib unwiderstehlich In seines Kreises abgeschlossne Bahn. Dorthin ist sie gebannt, sie kann sich nicht Aus eigner Kraft besondre Wege w?hlen.
Der Geist der Medizin ist leicht zu fassen! Ihr durchstudiert die gro?e und kleine Welt, Um es am Ende gehn zu lassen, Wie's Gott gef?llt.
Der Geist des Widerspruchs und die Lust zum Paradoxen steckt in uns allen.
Der geringste Mensch kann komplett sein, wenn er sich innerhalb der Grenzen seiner F?higkeiten und Fertigkeiten bewegt, aber selbst sch?ne Vorz?ge werden verdunkelt, aufgehoben und vernichtet, wenn jenes unerl?sslich geforderte Ebenma? abgeht.
Der Gl?ckliche glaubt nicht, dass noch Wunder geschehn, denn nur im Elend erkennt man Gottes Hand und Finger, der gute Menschen zum Guten leitet.
Der Gott, der Bub und M?dchen schuf, erkannte gleich den edelsten Beruf, auch selbst Gelegenheit zu machen.
Der G?ttliche l?chelt, er siehet mit Freuden Durch tiefes Verderben ein menschliches Herz.
Der gro?e Geist hat mich verschm?ht, Vor mir verschlie?t sich die Natur.
Der gr??te Respekt wird allen eingepr?gt f?r die Zeit als f?r die h?chste Gabe Gottes und der Natur und die aufmerksamste Begleiterin des Daseins.
Der Grund aller theatralischen Kunst wie einer jeden andern ist das Wahre, das Naturgem??e. Je bedeutender dieses ist, auf je h?herem Punkte Dichter und Schauspieler es zu fassen verstehen, eines desto h?heren Ranges wird sich die B?hne zu r?hmen ha
Der Handelnde ist immer gewissenlos, es hat niemand Gewissen als der Betrachtende.
Der Hass ich parteiisch, aber die Liebe ist es noch mehr.
Der Hass ist eine l?st'ge B?rde. Er senkt das Herz tief in die Brust hinab Und legt sich wie ein Grabstein schwer auf alle Freuden.
Der Hasser lehrt uns immer wehrhaft bleiben.
Der Himmel f?hrt oft Ungl?ckliche zusammen, dass beider Elend gehoben werde.
Der Humor ist eins der Elemente des Genies, aber sobald er vorwaltet, nur ein Surrogat desselben, er begleitet die abnehmende Kunst, zerst?rt, vernichtet sie zuletzt.
Der Irrtum ist recht gut, solange wir jung sind, man muss ihn nur nicht mit ins Alter schleppen.
Der Irrtum ist viel leichter zu erkennen, als die Wahrheit zu finden, jener liegt auf der Oberfl?che, damit l?sst sich wohl fertig werden, diese ruht in der Tiefe, danach zu forschen ist nicht jedermanns Sache.
Der Irrtum verh?lt sich gegen das Wahre wie der Schlaf gegen das Wachen. Ich habe bemerkt, dass man aus dem Irren sich wie erquickt wieder zu dem Wahren hinwende.
Der Irrtum wiederholt sich immerfort in der Tat, deswegen muss man das Wahre unerm?dlich in Worten wiederholen.
Der ist der gl?cklichste Mensch, der das Ende seines Lebens mit dem Anfang in Verbindung setzen kann.
Der ist nicht fremd, wer teilzunehmen wei?.
Der Jugend F?hrer sei das Alter, beiden sei Nur wenn sie als Verbundne wandeln, Gl?ck beschert.
Der Jugend Nachtgef?hrt ist Leidenschaft, Ein wildes Feuer leuchtet ihrem Pfad.
Der J?ngling k?mpft, damit der Greis genie?e.
Der J?ngling reifet zum Manne, Besser im Stillen reift er zur Tat oft, als im Ger?usche Wilden, schwankenden Lebens, das manchen J?ngling verderbt hat.
Der J?ngling, der vieles ahnet, glaubt in einem Geheimnisse viel zu finden, in ein Geheimnis viel legen und durch dasselbe wirken zu m?ssen.
Der J?ngling, froh wie in der Kindheit Flor, Im Fr?hling - tritt als Fr?hling selbst hervor.
Der Karneval ist ein Fest, das dem Volke eigentlich nicht gegeben wird, sondern das sich das Volk selbst gibt.
Der kleine Gott der Welt bleibt stets vom gleichen Schlag Und ist so wunderlich als wie am ersten Tag.
Der lebendige begabte Geist, sich in praktischer Absicht ans Allern?chste haltend, ist das Vorz?glichste auf Erden.
Der letzte Trunk sei nun mit ganzer Seele Als festlich hoher Gru? dem Morgen zugebracht!
Der Liebe Sehnsucht fordert Gegenwart.
Der liebt nicht, der die Fehler des Geliebten nicht f?r Tugenden h?lt.
Der Magnet ist ein Urph?nomen, das man nur aussprechen darf, um es erkl?rt zu haben, dadurch wird es denn auch ein Symbol f?r alles ?brige, wof?r wir keine Worte noch Namen zu suchen brauchen.
Der Medikus kuriert dir eine Krankheit weg, die andere herbei, und du kannst nie recht wissen, ob er dir genutzt oder geschadet hat.
Der Mensch aber kann nicht ruhen, er will immer noch was anders.
Der Mensch braucht nur wenige Erdschollen, um drauf zu genie?en, weniger, um drunter zu ruhen.
Der Mensch erf?hrt, er sei auch, wer er mag, Ein letztes Gl?ck und einen letzten Tag.
Der Mensch erkennt sich nur im Menschen, nur Das Leben lehret jeden, was er sei.
Der Mensch hat nur allzu sehr Ursache, sich vor dem Menschen zu sch?tzen.
Der Mensch hilft sich selbst am besten.
Der Mensch ist ein beschr?nktes Wesen, unsere Beschr?nkung zu ?berdenken, ist der Sonntag gewidmet.
Der Mensch ist genugsam ausgestattet zu allen wahren irdischen Bed?rfnissen, wenn er seinen Sinnen traut und sie dergestalt ausbildet, dass sie des Vertrauens wert bleiben.
Der Mensch ist nicht eher gl?cklich, als bis sein unbedingtes Streben sich selbst seine Begrenzung bestimmt.
Der Mensch kann nur mit seinesgleichen leben und auch mit denen nicht, denn er kann auf die L?nge nicht leiden, dass ihm jemand gleich sei.
Der Mensch mag sich wenden, wohin er will, er mag unternehmen, was es auch sei, stets wird er auf jenen Weg wieder zur?ckkehren, den ihm die Natur einmal vorgezeichnet hat.
Der Mensch muss bei dem Glauben verharren, dass das Unbegreifliche begreiflich sei, er w?rde sonst nicht forschen.
Der Mensch w?re nicht der Vornehmste auf der Erde, wenn er nicht zu vornehm f?r sie w?re.
Der Mensch, wenn er sich getreu bleibt, findet zu jedem Zustande eine h?lfreiche Maxime.
Der Mensch: Ein durch die Zensur gerutschter Affe.
Der Menschheit ganzer Jammer fasst mich an.
Der missversteht die Himmlischen, der sie Blutgierig w?hnt: er dichtet ihnen nur Die eignen grausamen Begierden an.
Der mittelm??igste Roman ist immer noch besser als die mittelm??igen Leser, ja der schlechteste partizipiert etwas von der Vortrefflichkeit des ganzen Genres.
Der Most, der g?rend sich vom Schaum gel?utert, Er wird zum Trank, der Geist und Sinn erheitert.
Der M?ller denkt, es wachse kein Weizen, als damit seine M?hle gehe.
Der Mut stellt sich die Wege k?rzer vor.
Der Mut verlernt sich nicht, wie er sich nicht lernt.
Der Mutter schenk ich, Der Tochter denk ich.
Der Mystizismus ist die Scholastik des Herzens, die Dialektik des Gef?hls.
Der Nachahmer verdoppelt nur das Nachgeahmte, ohne etwas hinzuzutun oder uns weiterzubringen.
Der Natur ist's nicht gew?hnlich, Doch die Mode bringt's hervor.
Der Neider steht als Folie des Gl?cks, Der Hasser lehrt uns immer wehrhaft bleiben.
Der nur verdient geheimnisvolle Weihe, Der ihr durch Ahnung vorzugreifen wei?.
Der obern Macht ist schwer zu widerstehen.
Der Patriotismus verdirbt die Geschichte.
Der Pfeil des Schimpfs kehrt auf den Mann zur?ck, Der zu verwunden glaubt.
Der Philosoph, der tritt herein Und beweist euch, es m?sst so sein: Das Erst w?r so, das Zweite so Und drum das Dritt und Vierte so, Und wenn das Erst und Zweit nicht w?r, Das Dritt und Viert w?r nimmermehr.
Der rasche Kampf verewigt einen Mann: Er falle gleich, so preiset ihn das Lied.
Der rechtliche Mensch denkt immer, er sei vornehmer und m?chtiger, als er ist.
Der Reisende bricht unterwegs zu seinem h?chsten Verdruss ein Rad und gelangt durch diesen unangenehmen Zufall zu den erfreulichsten Bekanntschaften und Verbindungen, die auf sein ganzes Leben Einfluss haben.
Der Rettende fasst an und kl?gelt nicht.
Der Rhythmus hat etwas Zauberisches, sogar macht er uns glauben, das Erhabene geh?re uns an.
Der rohe Mensch ist zufrieden, wenn er nur etwas vorgehen sieht, der Gebildete will empfinden, und Nachdenken ist nur dem ganz Ausgebildeten angenehm.
Der Roman soll eigentlich das wahre Leben sein, nur folgerecht, was dem Leben abgeht.
Der Rost macht erst die M?nze wert.
Der S?bel ist gut anzusehen, aber seine Wirkungen sind unangenehm.
Der Scharfsinn verl?sst geistreiche M?nner am wenigsten, wenn sie unrecht haben.
Der Schauspieler muss stets bedenken, dass er um des Publikums willen da ist.
Der Schein, was ist er, dem das Wesen fehlt? / Wesen, w?r es, wenn es nicht erschiene?
Der Schmerz um Liebe, wie die Liebe, bleibt Unteilbar und unendlich.
Der Sch?nheit wie der Neigung Wert verliert sich bald, Allein der Wert des Goldes bleibt.
Der sei ein Mensch, der menschlich Ansehn tr?gt.
Der Sieger, wie er prangt, preist den gewogenen Gott, Und alles stimmt mit ein.
Der sinnliche Mensch lacht oft, wo nichts zu lachen ist. Was ihn auch anregt, sein inneres Behagen kommt zum Vorschein.
Der Skizzist spricht aber unmittelbar zum Geiste, besticht und entz?ckt dadurch jeden Unerfahrnen.
Der Sonne herrlich Licht, des ?thers freier Raum, Dort wohnt das Ewige, das Wahre.
Der Staat des Papstes hingegen scheint sich nur zu erhalten, weil ihn die Erde nicht verschlingen will.
Der Strau?, den ich gepfl?cket, Gr??e dich vieltausendmal! Ich habe mich oft geb?cket, Ach, wohl eintausendmal, Und ihn ans Herz gedr?cket Wie hunderttausendmal!
Der Sturm vermehrt die Glut und die Gefahr.
Der Tag geh?rt dem Irrtum und dem Fehler, die Zeitreihe dem Erfolg und dem Gelingen.
Der T?nzer interessiert uns, nicht die Violine, und in ein Paar sch?ne schwarze Augen zu sehen, tut einem Paar blauen Augen gar wohl.
Der Teufel hat hier weiter nichts zu sagen.
Der Teufel muss doch etwas sein, Wie g?b's denn sonst auch Teufel?
Der Teufel stellt dir n?chstens doch ein Bein.
Der Theolog befreit dich von der S?nde, die er selbst erfunden hat.
Der Tor bl?st ein der Weise spricht.
Der t?richste von allen Irrt?mern ist, wenn junge gute K?pfe glauben, ihre Originalit?t zu verlieren, indem sie das Wahre anerkennen, was von andern schon anerkannt worden.
Der Tr?nen Gabe, sie vers?hnt den grimmsten Schmerz, Sie flie?en gl?cklich, wenn's im Innern heilend schmilzt.
Der Umgang mit Frauen ist das Element guter Sitten.
Der Undank ist immer eine Art Schw?che. Ich habe nie gesehen, dass t?chtige Menschen w?ren undankbar gewesen.
Der Ungl?ckliche wird argw?hnisch, er kennt weder die gute Seite des Menschen noch die g?nstigen Winke des Schicksals.
Der Uniform sind wir durchaus abgeneigt, sie verdeckt den Charakter.
Der Vater erhebe seinen Sohn zum Mitbesitzer, er lasse ihn mitbauen, pflanzen und erlaube ihm, wie sich selbst, eine unsch?dliche Willk?r.
Der Verst?ndige findet fast alles l?cherlich, der Vern?nftige fast nichts.
Der Verst?ndige regiert nicht, aber der Verstand, nicht der Vern?nftige, sondern die Vernunft.
Der wahre Schmecker, Der Tellerlecker, Er riecht den Braten, Er ahnet Fische, Das regt zu Taten An G?nners Tische.
Der Wein erfreut des Menschen Herz, und die Freudigkeit ist die Mutter aller Tugenden.
Der Wein, er erh?ht uns, er macht uns zum Herrn Und l?set die sklavischen Zungen.
Der Weise sagt der Weise war nicht klein: / Nichts scheinen, aber alles sein.
Der Wille lockt die Taten nicht herbei.
Der Winter ist den Kindern hold, Die j?ngsten sind's gewohnt. Ein Engel kommt, die Fl?glein Gold, Der guten Kindern lohnt.
Der Witz setzt immer ein Publikum voraus. Darum kann man den Witz auch nicht bei sich behalten. F?r sich allein ist man nicht witzig.
Der Wolf im Schafpelze ist weniger gef?hrlich als das Schaf in irgendeinem Pelze, wo man es f?r mehr als einen Sch?ps nimmt.
Der Worte sind genug gewechselt, Lasst mich auch endlich Taten sehn! Indes ihr Komplimente drechselt, kann etwas N?tzliches geschehn.
Der Wunsch, etwas zu machen, ist eine Vorahnung der F?higkeiten, die man hat.
Der Zeitungsschreiber selbst ist wirklich zu beklagen, Gar ?fters wei? er nichts, und oft darf er nichts sagen.
Der zur T?tigkeit geborne Mensch ?bernimmt sich in Planen und ?berladet sich mit Arbeiten.
Der Zweifel ist's, der Gutes b?se macht. Bedenke nicht, gew?hre, wie du's f?hlst.
Derjenige, der sich mit Einsicht f?r beschr?nkt h?lt, ist der Vollkommenheit am n?chsten.
Derjenige, der's allen andern zuvortun will, betr?gt sich meist selbst, er tut nur alles, was er kann, und bildet sich dann gef?llig vor, das sei so viel und mehr als das, was alle k?nnen.
Des Denkens Faden ist zerrissen, Mir ekelt lange vor allem Wissen.
Des Denkers einziger Besitztum sind die Gedanken, die aus ihm selbst entspringen.
Des echten Mannes wahre Feier ist die Tat!
Des Kaisers Wort ist gro? und sichert jede Gift, Doch zur Bekr?ftigung bedarfs der edlen Schrift, Bedarfs der Signatur.
Des K?nigs Milde zeugt Verwegenheit.
Des Lebens M?he Lehrt uns allein des Lebens G?ter sch?tzen.
Des Menschen Geist ist unb?ndig, ich besonders bedarf der Weite gar sehr.
Des Menschen gr??tes Verdienst bleibt wohl, wenn er die Umst?nde so viel als m?glich bestimmt und sich so wenig als m?glich von ihnen bestimmen l?sst.
Des Menschen Seele / Gleicht dem Wasser: / Vom Himmel kommt es, Zum Himmel steigt es, Und wieder nieder / Zur Erde muss es, Ewig wechselnd.
Des Menschen T?tigkeit kann allzu leicht erschlaffen, Er liebt sich bald die unbedingte Ruh.
Des t?t'gen Manns Behagen sei Parteilichkeit!
Des tragischen Dichters Aufgabe und Tun ist nichts anderes, als ein psychisch sittliches Ph?nomen, in einem fasslichen Experiment dargestellt, in der Vergangenheit nachzuweisen.
Deshalb sind Briefe so viel wert, weil sie das Unmittelbare des Daseins aufbewahren.
Dich hat die Hand der Venus ber?hrt, sie deutet dir leise, dass sie das K?rperchen bald, ach! unaufhaltsam verstellt. Bald verdirbt sie die schlanke Gestalt, die zierlichen Br?stchen, Alles schwillt nun, es passt nirgends das neuste Gewand.
Dichter lieben nicht zu schweigen, Wollen sich der Menge zeigen. Lob und Tadel muss ja sein!
Dichter und Liebhaber sind l?ngst schon leider im Ruf, dass ihren Versprechen und Zusagen nicht viel zu trauen sei.
Dichterische ?u?erungen sind unwillk?rliche Bekenntnisse, in welchen unser Inneres sich aufschlie?t und zugleich unsre Verh?ltnisse nach au?en sich ergeben.
Die Absonderung vom Wohlt?ter ist der eigentliche Undank.
Die Allegorie verwandelt die Erscheinung in einen Begriff, den Begriff in ein Bild, doch so, dass der Begriff im Bilde immer noch begrenzt und vollst?ndig zu halten und zu haben und an demselben auszusprechen sei.
Die Alten vergleichen die Hand der Vernunft. Die Vernunft ist die Kunst der K?nste. Die Hand die Technik alles Handwerks.
Die angeborene Leidenschaft zur Dichtkunst ist so wenig als ein anderer Naturtrieb zu hemmen, ohne das Gesch?pf zugrunde zu richten.
Die Angelegenheiten unseres Lebens haben einen geheimnisvollen Gang, der sich nicht berechnen l?sst.
Die angenehmsten Gesellschaften sind die, in welchen eine heitere Ehrerbietung der Glieder gegeneinander obwaltet.
Die Arbeit macht den Gesellen.
Die Augen t?ten ihm sinken, Trank nie einen Tropfen mehr.
Die Au?enwelt ist durchaus unbarmherzig, und sie hat Recht, denn sie muss sich ein f?r alle Mal selbst behaupten.
Die Beharrlichkeit auf den Besitz gibt uns in manchen F?llen die gr??te Energie.
Die Besch?ftigung mit der Natur ist die unschuldigste.
Die beste Bildung findet ein gescheiter Mensch auf Reisen.
Die Bibel an sich selbst, und dies bedenken wir nicht genug, hat in der ?ltern Zeit fast gar keine Wirkung gehabt.
Die Bildhauerkunst wird mit Recht so hoch gehalten, weil sie die Darstellung auf ihren h?chsten Gipfel bringen kann und muss, weil sie den Menschen von allem, was ihm nicht wesentlich ist, entbl??t.
Die Bosheit sucht keine Ursachen, nur Gr?nde.
Die Botschaft h?r ich wohl, allein mir fehlt der Glaube.
Die Deutschen der neueren Zeit haben nichts anderes f?r Denk und Pressefreiheit gehalten, als, dass sie sich einander ?ffentlich missachten d?rfen.
Die Dialektik ist die Ausbildung des Widersprechungsgeistes, welcher dem Menschen gegeben, damit er den Unterschied der Dinge erkennen lerne.
Die Dilettanten, wenn sie das M?glichste getan haben, pflegen zu ihrer Entschuldigung zu sagen, die Arbeit sei noch nicht fertig. Freilich kann sie nie fertig werden, weil sie nicht recht angefangen ward.
Die du gro?en S?nderinnen Deine N?he nicht verweigerst Und ein b??endes Gewinnen In die Ewigkeiten steigerst, G?nn auch dieser guten Seele, Die sich einmal nur vergessen, Die nicht ahnte, dass sie fehle, Dein Verzeihen angemessen!
Die Dummheit wei? von keiner Sorge.
Die Dunkelheit gewisser Maximen ist nur relativ: Nicht alles ist dem H?ren den deutlich zu machen, was dem Aus?benden einleuchtet.
Die Ehe ist der Anfang und Gipfel aller Kultur.
Die Eifersucht qu?lt manches Haus Und tr?gt am Ende doch nichts aus Als doppelt Wehe.
Die Eigenliebe l?sst uns sowohl unsere Tugenden als unsere Fehler viel bedeutender, als sie sind, erscheinen.
Die empirisch Sittliche Welt besteht gr??tenteils nur aus b?sem Willen und Neid.
Die endliche Ruhe wird nur versp?rt, Sobald der Pol den Pol ber?hrt. Drum danket Gott, ihr S?hne der Zeit, dass er die Pole f?r ewig entzweit.
Die Engl?nder werden uns besch?men durch reinen Menschenverstand und guten Willen, die Franzosen durch geistreiche Umsicht und praktische Ausf?hrung.
Die Erde freut sich in einer treuen Seele, Der Himmel gibt ihr Segen und Gedeihn.
Die Erde wird durch Liebe frei, Durch Taten wird sie gro?.
Die Erfahrung ist immer eine Parodie auf die Idee.
Die Erfahrung nutzt erst der Wissenschaft, sodann schadet sie, weil die Erfahrung Gesetz und Ausnahme gewahr werden l?sst. Der Durchschnitt von beiden gibt keineswegs das Wahre.
Die Erkenntnis w?chst in jedem Menschen nach Graden, die ein Lehrer weder ?bertreiben soll noch kann.
Die erste Liebe, sagt man mit Recht, sei die einzige, denn in der zweiten und durch die zweite geht schon der h?chste Sinn der Liebe verloren.
Die Evangelisten m?gen sich widersprechen, wenn sich nur nicht das Evangelium widerspricht.
Die Farben sind Taten des Lichts, Taten und Leiden.
Die Form will so gut verdauet sein als der Stoff, ja, sie verdaut sich viel schwerer.
Die Fratze des Parteigeists ist mir mehr zuwider als irgendeine andere Karikatur.
Die Frau ist grimmig, wenn sie greift, Ist ohne Schonung, wenn sie raubt.
Die Freigebigkeit erwirbt einem jeden Gunst, vorz?glich wenn sie von Demut begleitet wird.
Die Freiheitsapostel, sie waren mir immer zuwider, Willk?r suchte doch nur jeder am Ende f?r sich.
Die Freude des ersten Gewahrwerdens, des so genannten Entdeckens, kann uns niemand nehmen. Verlangen wir aber auch Ehre davon, die kann uns sehr verk?mmert werden, denn wir sind meistens nicht die Ersten.
Die frische Luft des freien Feldes ist der eigentliche Ort, wo wir hingeh?ren, es ist, als ob der Geist Gottes dort den Menschen unmittelbar anwehte und eine g?ttliche Kraft ihren Einfluss aus?bte.
Die fr?he Nacht und die allgemeine Stille ist das Element, worin das Schreiben recht gut gedeiht.
Die Funktion ist das Dasein, in T?tigkeit gedacht.
Die Gaben des Geistes sind ?berall zu Hause, die Geschenke der Natur ?ber den Erdboden sparsam ausgeteilt.
Die Gebirge sind stumme Meister und machen schweigsame Sch?ler.
Die Gedanken kommen wieder, die ?berzeugungen pflanzen sich fort, die Zust?nde gehen unwiederbringlich vor?ber.
Die Gefahr l?sst sich nicht auslernen.
Die Gegenwart des Elenden ist dem Gl?cklichen zur Last! Und ach!, der Gl?ckliche dem Elenden noch mehr.
Die Gegenwart ist eine m?chtge G?ttin.
Die Gegenwart verf?hrt ins ?bertriebne.
Die Geheimnisse der Lebenspfade darf und kann man nicht offenbaren, es gibt Steine des Ansto?es, ?ber die ein jeder Wanderer stolpern muss. Der Poet aber deutet auf die Stelle hin.
Die Geister haben keine Gestalten, jeder sieht sie mit den Augen seiner Seele in bekannte Formen gekleidet.
Die Geister, l?ngst dem flachen Land entzogen, Sind mehr als sonst dem Felsgebirg gewogen.
Die geistlichen Herren haben immer die schmackhaftesten, die s??esten Besitzt?mer.
Die Gelehrten sind meist geh?ssig, wenn sie widerlegen, einen irrenden sehen sie gleich als ihren Todfeind an.
Die Geschichte der Wissenschaften ist eine gro?e Fuge, in der die Stimmen der V?lker nach und nach zum Vorschein kommen.
Die Geschichte wie das Universum, das sie repr?sentieren soll, hat einen realen und idealen Teil.
Die Gestalt des Menschen ist der beste Text zu allem, was sich ?ber ihn empfinden und sagen l?sst.
Die gew?hnlichen Theaterkritiken sind unbarmherzige S?ndenregister, die ein b?ser Geist vorwurfsweise den armen Sch?chern vorh?lt ohne hilfreiche Hand zu einem bessern Wege.
Die Glocke sie donnert ein m?chtiges Eins Und unten zerschellt das Gerippe.
Die goldne Zeit, wohin ist sie geflohn, Nach der sich jedes Herz vergebens sehnt?
Die G?tter r?chen Der V?ter Missetat nicht an dem Sohn.
Die gr??te Achtung, die ein Autor f?r sein Publikum haben kann, ist, dass er niemals bringt, was man erwartet, sondern was er selbst auf der jedesmaligen Stufe eigener und fremder Bildung f?r recht und n?tzlich h?lt.
Die gr??te Wahrscheinlichkeit der Erf?llung l?sst noch einen Zweifel zu, daher ist das Gehoffte, wenn es in die Wirklichkeit eintritt, jederzeit ?berraschend.
Die gr??te Wirkung jedoch auf mein junges Wesen tat eine fromme Erziehung, die ein gewisses Gef?hl des Rechtlichen und Schicklichen, als von Allgegenwart g?ttlicher Liebe getragen, in mir entwickelte.
Die gr??ten Schwierigkeiten liegen da, wo wir sie nicht suchen.
Die Gunst der Musen, wie die der D?monen, besucht uns nicht immer zur rechten Zeit.
Die G?te des Herzens nimmt einen weiteren Raum ein als der Gerechtigkeit ger?umiges Feld.
Die guten Leutchen wissen nicht, was es einem f?r Zeit und M?he gekostet, um lesen zu lernen. Ich habe achtzig Jahre dazu gebraucht und kann noch jetzt nicht sagen, dass ich am Ziele w?re.
Die Hauptsache ist immer, dass die Rasse rein und der Mensch nicht seine verst?mmelnde Hand angelegt hat.
Die Hindus der W?ste geloben, keine Fische zu essen.
Die h?chste Absicht der Kunst ist, menschliche Formen zu zeigen, so sinnlich bedeutend und so sch?n, als es m?glich ist.
Die Hoffnung hilft uns leben.
Die Hofleute m?ssten vor Langeweile umkommen, wenn sie ihre Zeit nicht durch Zeremonien auszuf?llen w?ssten.
Die H?he reizt uns, nicht die Stufen, den Gipfel im Auge, Wandeln wir gerne auf der Ebene.
Die h?heren Forderungen sind an sich schon sch?tzbarer, auch unerf?llt, als niedrige, ganz erf?llte.
Die H?lle selbst hat ihre Rechte?
Die ich rief, die Geister Werd' ich nun nicht los.
Die Idee ist ewig und einzig,, dass wir auch den Plural brauchen, ist nicht wohl getan. Alles, was wir gewahr werden und wovon wir reden k?nnen, sind nur Manifestationen der Idee, Begriffe sprechen wir aus, und insofern ist die Idee selbst ein Begriff.
Die irdische Harmonie ist doch gewaltiger als die himmlische.
Die Irrt?mer des Menschen machen ihn eigentlich liebensw?rdig.
Die Jagd ist doch immer was, und eine Art von Krieg.
Die jetzige Generation entdeckt immer, was die alte schon vergessen hat.
Die jungen Leute sind neue Aperçus der Natur.
Die Kinderschuhe treten sich von selbst aus, wenn sie einem zu eng werden.
Die Kirche hat einen guten Magen, Hat ganze L?nder aufgefressen Und doch noch nie sich ?bergessen, Die Kirche allein, meine lieben Frauen, Kann ungerechtes Gut verdauen.
Die Kirche segnet den, der ihr zu Diensten f?hrt.
Die kl?gsten Fische treibt der Hunger an die Angel.
Die kommen eben von der Reise: Man sieht's an ihrer wunderlichen Weise.
Die Konsequenz der Natur tr?stet sch?n ?ber die Inkonsequenz der Menschen.
Die Konstanz der Ph?nomene ist allein bedeutend, was wir dabei denken, ist ganz einerlei.
Die Krankheit des Gem?tes l?set In Klagen und Vertraun am leichtesten auf.
Die Krankheit erst bew?hret den Gesunden.
Die Kritik erscheint wie Ate: Sie verfolgt die Autoren, aber hinkend.
Die k?nftigen Zeiten brauchen auch M?nner.
Die Kunst an und f?r sich selbst ist edel, deshalb f?rchtet sich der K?nstler nicht vor dem Gemeinen. Ja indem er es aufnimmt, ist es schon geadelt, und so sehen wir die gr??ten K?nstler mit K?hnheit ihr Majest?t recht aus?ben.
Die Kunst des Schauspielers besteht in Sprache und K?rperbewegung.
Die Kunst gibt sich selbst Gesetze und gebietet der Zeit.
Die Kunst hat nie ein Mensch allein besessen.
Die Kunst ist eine Vermittlerin des Unaussprechlichen.
Die Kunst kann niemand f?rdern als der Meister. G?nner f?rdern den K?nstler, das ist recht und gut, aber dadurch wird nicht immer die Kunst gef?rdert.
Die Laune ist ein Bewusstloses und beruht auf Sinnlichkeit. Es ist der Widerspruch der Sinnlichkeit mit sich selbst.
Die Lehre mag sich indessen stellen, wie sie will, das Leben geht seinen Gang fort.
Die Leidenschaft bringt Leiden!
Die Leidenschaft erh?ht und mildert sich durchs Bekennen. In nichts w?re die Mittelstra?e vielleicht w?nschenswerter als im Vertrauen und Verschweigen gegen die, die wir lieben.
Die Leidenschaften sind M?ngel oder Tugenden, nur gesteigerte.
Die Leipziger sind als eine kleine moralische Republik anzusehn.
Die Liebe herrscht nicht, aber sie bildet, und das ist mehr.
Die Liebe kann wohl viel, allein die Pflicht noch mehr.
Die Liebe macht vieles Unm?gliche m?glich.
Die Liebe, deren Gewalt die Jugend empfindet, ziemt nicht dem Alten, so wie alles, was Produktivit?t voraussetzt., dass diese sich mit den Jahren erh?lt, ist ein seltner Fall.
Die Literatur verdirbt sich nur in dem Ma?e, als die Menschen verdorbener werden.
Die M?ngel aufdecken ist nicht genug, ja man hat Unrecht, solches zu tun, wenn man nicht zugleich das Mittel zu dem besseren Zustande anzugeben wei?.
Die M?ngel erkennt nur der Lieblose, deshalb, um sie einzusehen, muss man auch lieblos werden, aber nicht mehr, als hierzu n?tig ist.
Die M?nner wissen gar viel, wenn sie etwas finden k?nnen, was uns, wenigstens dem Scheine nach, herabsetzt.
Die Masse k?nnt ihr nur durch Masse zwingen.
Die Mathematik vermag kein Vorurteil wegzuheben, sie kann den Eigensinn nicht lindern, den Parteigeist nicht beschwichtigen, nichts von allem Sittlichen vermag sie.
Die Mathematiker sind eine Art Franzosen, redet man zu ihnen, so ?bersetzen sie es in ihre Sprache, und dann ist es alsbald ganz etwas anderes.
Die meisten verarbeiten den gr??ten Teil der Zeit, um zu leben, und das bisschen, das ihnen von Freiheit ?brig bleibt, ?ngstigt sie so, dass sie alle Mittel aufsuchen, um's loszuwerden: O Bestimmung des Menschen!
Die Meisterschaft gilt oft f?r Egoismus.
Die Menge der Dichter ist es, die die Dichtkunst herunterbringt in Ansehen und Wirkung.
Die Menge fragt bei einer jeden bedeutenden Erscheinung, was sie nutze, und sie hat nicht Unrecht, denn sie kann blo? durch den Nutzen den Wert einer Sache gewahr werden.
Die Menge kann t?chtige Menschen nicht entbehren, und die T?chtigen sind ihnen jederzeit zur Last.
Die Menge sch?tzt nur den Wider schein des Verdienstes.
Die Menge schwankt in ungewissem Geist, Dann str?mt sie nach, wohin der Strom sie rei?t.
Die Menschen begreifen gar nicht, wie ernst man sein muss, um heiter zu sein.
Die Menschen dauern mich in ihren Jammertagen.
Die Menschen glauben, dass man sich mit ihnen abgeben m?sse, da man sich mit sich selbst nicht abgibt.
Die Menschen halten sich mit ihren Neigungen ans Lebendige. Die Jugend bildet sich wieder an der Jugend.
Die Menschen kennen einander nicht leicht, selbst mit dem besten Willen und Vorsatz, nun tritt noch der b?se Wille hinzu, der alles entstellt.
Die Menschen lieben die D?mmerung mehr als den hellen Tag, und eben in der D?mmerung erscheinen die Gespenster.
Die Menschen sind als Organe ihres Jahrhunderts anzusehen, die sich meist unbewusst bewegen.
Die Menschen sind durch die endlichen Bedingungen des Erscheinens dergestalt obruiert, dass sie das eine Urbedingende nicht gewahren k?nnen.
Die Menschen sind im ganzen Leben blind: Nun, Fauste, werde du's am Ende!
Die Menschen sind wie das Rote Meer: Der Stab hat sie kaum auseinander gehalten, gleich hinterdrein flie?en sie wieder zusammen.
Die Menschen werden an sich und andern irre, weil sie die Mittel als Zweck behandeln, da dann vor lauter T?tigkeit gar nichts geschieht oder vielleicht gar das Widerw?rtige.
Die Menschen werden durch Gesinnungen geeinigt und durch Meinungen getrennt.
Die Menschen, da sie zum Notwendigen nicht hinreichen, bem?hen sich ums Unn?tze.
Die milde Luft, die ein gro?er Fluss mitbringt, ist ganz was Eigenes.
Die M?h ist klein, der Spa? ist gro?.
Die Musik ist heilig oder profan. Das Heilige ist ihrer W?rde ganz gem??, und hier hat sie die gr??te Wirkung aufs Leben, welche sich durch alle Zeiten und Epochen gleich bleibt. Die profane sollte durchaus heiter sein.
Die Nachtigall, sie war entfernt, Der Fr?hling lockt sie wieder, Was Neues hat sie nicht gelernt, Singt alte liebe Lieder.
Die Natur auffassen und sie unmittelbar benutzen, ist wenig Menschen gegeben, zwischen Erkenntnis und Gebrauch erfinden sie sich gern ein Luftgespinst, das sie sorgf?ltig ausbilden und dar?ber den Gegenstand zugleich mit der Benutzung vergessen.
Die Natur bek?mmert sich nicht um irgendeinen Irrtum, sie selbst kann nicht anders als ewig recht handeln, unbek?mmert, was daraus erfolgen m?ge.
Die Natur hat jedem alles gegeben, was er f?r Zeit und Dauer n?tig h?tte, dieses zu entwickeln, ist unsere Pflicht, ?fter entwickelt sich's besser von selbst.
Die Natur hat sich so viel Freiheit vorbehalten, dass wir mit Wissen und Wissenschaft ihr nicht durchg?ngig beikommen oder sie in die Enge treiben k?nnen.
Die Natur ist das einzige Buch, das auf allen Bl?ttern gro?en Gehalt bietet.
Die Natur verstummt auf der Folter, ihre treue Antwort auf redliche Frage ist: Ja! ja! Nein! nein! Alles ?brige ist vom ?bel.
Die Natur wirkt nach Gesetzen, die sie sich in Eintracht mit dem Sch?pfer vorschrieb, die Kunst nach Regeln, ?ber die sie sich mit dem Genie einverstanden hat.
Die Neigung der Jugend zum Geheimnis, zu Zeremonien und gro?en Worten ist au?erordentlich und oft ein Zeichen einer gewissen Tiefe des Charakters.
Die neuere Zeit sch?tzt sich selbst zu hoch, wegen der gro?en Masse Stoffes, den sie umfasst. Der Hauptvorzug des Menschen beruht aber nur darauf, inwiefern er den Stoff zu behandeln und zu beherrschen wei?.
Die Notwendigkeit aber ist der beste Ratgeber.
Die Pflanze gleicht den eigensinnigen Menschen, von denen man alles erhalten kann, wenn man sie nach ihrer Art behandelt.
Die Ph?nomene sind nichts wert, als wenn sie uns eine tiefere reichere Einsicht in die Natur gew?hren, oder wenn sie uns zum Nutzen anzuwenden sind.
Die Raupe schon, die Chrysalide deutet Den k?nftigen bunten Schmetterling.
Die religi?se Erfurcht vor dem, was unter uns ist, umfasst nat?rlich auch die Tierwelt und legt den Menschen die Pflicht auf, die unter ihm entstehenden Gesch?pfe zu ehren und zu schonen.
Die Reue spricht sich aus, und du wirst Gnade finden.
Die Ruhe der Seele ist ein herrliches Ding und die Freude an sich selbst. Lieber Freund, wenn nur das Kleinod nicht ebenso zerbrechlich w?re, als es sch?n und kostbar ist.
Die Sakramente sind das H?chste der Religion, das sinnliche Symbol einer au?erordentlichen g?ttlichen Gunst und Gnade.
Die schlechteste Gesellschaft l?sst dich f?hlen, dass du ein Mensch Mitmenschen bist.
Die Schmerzen sind's, die ich zu Hilfe rufe: Denn es sind Freunde, Gutes raten sie.
Die Sch?ne bleibt sich selber selig.
Die Sch?nheit ist verg?nglich.
Die Sch?nheit: jede milde hohe ?bereinstimmung alles dessen, was unmittelbar, ohne ?berlegen und Nachdenken zu erfordern gef?llt.
Die Schweine kommen nicht zu Fette, Verpf?ndet ist der Pf?hl im Bette, Und auf den Tisch kommt vorgegessen Brot.
Die schwer zu l?sende Aufgabe strebender Menschen ist, die Verdienste ?lterer Mitlebender anzuerkennen und sich von ihren M?ngeln nicht hindern zu lassen.
Die Schwierigkeiten wachsen, je n?her man dem Ziele kommt.
Die Sinne tr?gen nicht, das Urteil tr?gt.
Die Sonne t?nt nach alter Weise In Brudersph?ren Wettgesang, Und ihre vorgeschriebne Reise Vollendet sie mit Donnergang.
Die Sterne, die begehrt man nicht, Man freut sich ihrer Pracht, Und mit Entz?cken blickt man auf In jeder heitren Nacht.
Die Studien wollen nicht allein ernst und flei?ig, sie wollen auch heiter und mit Geistesfreiheit behandelt werden.
Die S??igkeit liegt nicht im Rohr, Der Zucker, der ist s??.
Die Tage der Jugend, sie gl?nzen und bl?hn, O lass uns der Tage der Jugend genie?en!
Die Tat allein beweist der Liebe Kraft.
Die Tat ist alles, nichts der Ruhm.
Die Technik im B?ndnis mit dem Abgeschmackten ist die f?rchterlichste Feindin der Kunst.
Die Tendenz der Zeit, alles ins Schwache und J?mmerliche herunterzuziehen, geht immer mehr durch und durch.
Die Tr?ne hat uns die Natur verliehen, Den Schrei des Schmerzens, wenn der Mann zuletzt Es nicht mehr tr?gt.
Die Tr?ne quillt, die Erde hat mich wieder!
Die Trauer wird durch Trauern immer herber.
Die Trennung hei?t der Liebe Bund erneuen.
Die Trennung hei?t der Liebe Bund erneuern.
Die Tugend wohnt in keinem Mann allein.
Die Uhr steht still Steht still! Sie schweigt wie Mitternacht. Der Zeiger f?llt Er f?llt! Es ist vollbracht.
Die Ungewissheit schl?gt mir tausendf?ltig Die dunklen Schwingen um das bange Haupt.
Die Ungl?cklichen sind gef?hrlich!
Die uns das Leben gaben, herrliche Gef?hle Erstarren in dem irdischen Gew?hle.
Die Unsterblichkeit ist nicht jedermanns Sache.
Die Ursachen eines M?dchens, das sich zur?ckzieht, scheinen immer g?ltig, die des Mannes niemals.
Die Vaterschaft beruht ?berhaupt nur auf der ?berzeugung, ich bin ?berzeugt, und also bin ich Vater.
Die Vernunft ist auf das Werdende, der Verstand auf das Gewordene an gewiesen, jene bek?mmert sich nicht: Wozu? dieser fragt nicht: Woher? Sie erfreut sich am Entwickeln, er w?nscht alles, festzuhalten damit er es nutzen k?nne.
Die Vernunft ist grausam, das Herz ist besser.
Die vern?nftige Welt ist als ein gro?es unsterbliches Individuum zu betrachten, das unaufhaltsam das Notwendige bewirkt und dadurch sich sogar ?ber das Zuf?llige zum Herrn macht.
Die Verwandtschaften werden erst interessant, wenn sie Scheidungen bewirken.
Die Vollendung liegt nur zu weit, wenn man weit sieht.
Die Vorsicht ist einfach, die Hinterdreinsicht vielfach.
Die Vorsicht stellt der List sich klug entgegen.
Die Vorurteile der Menschen beruhen auf dem jedesmaligen Charakter der Menschen, daher sind sie, mit dem Zustand innig vereinigt, ganz un?berwindlich, weder Evidenz noch Verstand noch Vernunft haben den mindesten Einfluss darauf.
Die Wahl» ist schwerer als das ?bel selbst, Die zwischen zweien ?beln schwankend bebt.
Die Wahlspr?che deuten auf das, was man nicht hat, wonach man strebt. Man stellt sich solches wie billig immer vor Augen.
Die wahre Freundschaft zeigt sich im Versagen der rechten Zeit.
Die wahre Poesie k?ndet sich dadurch an, dass sie, als ein weltliches Evangelium, durch innere Heiterkeit, durch ?u?eres Behagen, uns von den irdischen Lasten zu befreien wei?, die auf uns dr?cken.
Die wahre Vermittlerin ist die Kunst. ?ber Kunst sprechen hei?t, die Vermittlerin vermitteln wollen, und doch ist uns daher viel K?stliches erfolgt.
Die Wahrheit geh?rt dem Menschen, der Irrtum der Zeit an.
Die Weiber, sagt man, sind eitel von Hause aus, doch es kleidet sie und sie gefallen uns umso mehr.
Die Weisheit ist nur in der Wahrheit.
Die weite Welt, so ausgedehnt sie auch sei, ist immer nur ein erweitertes Vaterland und wird, genau besehen, uns nicht mehr geben, als was der einheimische Boden auch verlieh.
Die Welle beugt sich jedem Winde gern.
Die Welt durchaus ist lieblich anzuschauen, Vorz?glich aber sch?n die Welt der Dichter.
Die Welt ist ein Gef?ngnis.
Die Welt ist ein Sardellensalat, Er schmeckt uns fr?h, er schmeckt uns sp?t.
Die Welt ist nicht aus Brei und Mus geschaffen, Deswegen haltet euch nicht wie Schlaraffen, Harte Bissen gibt es zu kauen: Wir m?ssen erw?rgen oder sie verdauen.
Die Welt ist so leer, wenn man nur Berge, Fl?sse und St?dte darin denkt, aber hie und da jemand zu wissen, der mit uns ?bereinstimmt, mit dem wir auch stillschweigend fortleben, das macht uns dieses Erdenrund erst zu einem bewohnten Garten.
Die Welt ist undankbar, sagen viele, ich habe noch nicht gefunden, dass sie undankbar sei, wenn man auf die rechte Art etwas f?r sie zu tun wei?.
Die Welt urteilt nach dem Scheine.
Die W?rde der Kunst erscheint bei der Musik vielleicht am eminentesten, weil sie keinen Stoff hat, der abgerechnet werden m?sste. Sie ist ganz Form und Gehalt und erh?ht und veredelt alles, was sie ausdr?ckt.
Die Zeit entschuldigt, wie sie tr?stet, Worte sind in beiden F?llen von wenig Kraft.
Die Zeit ist kurz, die Kunst ist lang.
Die Zeit ist selbst ein Element.
Die Zeit ist unendlich lang und ein jeder Tag ein Gef??, in das sich sehr viel eingie?en l?sst, wenn man es wirklich ausf?llen will.
Die Zeit r?ckt fort und in ihr Gesinnungen, Meinungen, Vorurteile und Liebhabereien.
Die Zeit wird Herr: Der Greis hier liegt im Sand!
Die Zeit, sie m?ht so Rosen als Dornen, Aber das treibt immer wieder von vornen.
Die Zeitung heutzutag ist unertr?glich kalt, Das Neuste was man h?rt, ist immer Monats alt.
Die Zudringlichkeiten junger Dilettanten muss man mit Wohlwollen ertragen: Sie werden im Alter die wahrsten Verehrer der Kunst und des Meisters.
Diejenigen Naturen, die sich beim Zusammentreffen einander schnell ergreifen und wechselseitig bestimmen, nennen die verwandt.
Diejenigen, welche widersprechen und streiten, sollten mitunter bedenken, dass nicht jede Sprache jedem verst?ndlich sei.
Dienen hei?t zuvorkommen.
Dienet die Schwester dem Bruder doch fr?h, sie dienet den Eltern, Und ihr Leben ist immer ein ewiges Gehen und Kommen.
Dies ist die Art, mit Hexen umzugehn!
Diese dumpfen Pfaffenchristen, Lasst uns keck sie ?berlisten! Mit dem Teufel, den sie fabeln, Wollen wir sie selbst erschrecken.
Diese Unvergleichlichen Wollen immer weiter: Sehnsuchtsvolle Hungerleider Nach dem Unerreichlichen.
Dieser Erdenkreis Gew?hrt noch Raum zu gro?en Taten.
Dieweil ich bin, muss ich auch t?tig sein.
Dieweil nun Affe, Mensch und Kind Zur Nachahmung geboren sind.
Dir scheint es m?glich, weil der Wunsch dich tr?gt.
Doch als in allerneusten Jahren Das Weib nicht mehr gewohnt zu sparen Und wie ein jeder b?ser Zahler Weit mehr Begierden hat als Taler, Da bleibt dem Manne viel zu dulden: Wo er nur hinschaut, da sind Schulden.
Doch bleibt immer das sch?nste Denkmal des Menschen eigenes Bildnis.
Doch das Wissen bl?het auf.
Doch deine Macht, o Sorge, schleichend gro?, / Ich werde sie nicht anerkennen!
Doch der den Augenblick ergreift, Das ist der rechte Mann.
Doch der Mensch wei? ihn zu z?hmen, und das grausamste der Gesch?pfe hat Ehrfurcht vor dem Ebenbilde Gottes.
Doch ein Begriff muss bei dem Worte sein.
Doch ein gekr?nktes Herz erholt sich schwer.
Doch es ziemet K?niginnen, allen Menschen ziemt es wohl, Sich zu fassen, zu ermannen, was auch drohend ?berrascht.
Doch es ziemt dem Menschen nicht mehr zu gr?beln, wo er nicht mehr wirken soll.
Doch Euch des Schreibens ja beflei?t, Als diktiert Euch der Heilig Geist!
Doch Forschung strebt und ringt, erm?dend nie, Nach dem Gesetz, dem Grund Warum und Wie.
Doch ist eine weite Aussicht, wo Erde und Himmel so vielerlei Ansichten geben, mehr wert, als man glaubt, wenn man sie t?glich genie?t.
Doch ist es jedem eingeboren, dass sein Gef?hl hinauf und vorw?rts dringt.
Doch l?sst sich ihm vertraun, und das ist viel.
Doch man bewirkt das Wunderbare nicht auf allt?gliche Weise.
Doch was wir auch sinnen und vorhaben, geschehe nicht aus Leidenschaft, noch aus irgendeiner andern N?tigung, sondern aus einer dem besten Rat entsprechenden ?berzeugung.
Doch wenn das M?chtige, das uns regiert, Ein gro?es Opfer heischt, wir bringen's doch, Mit blutendem Gef?hl, der Not zuletzt.
Doch wer ist so gebildet, dass er nicht seine Vorz?ge gegen andere manchmal auf eine grausame Weise geltend machte?
Doch wie man mit eigenen Sachen selten fertig wird, so wird man es mit ?bersetzungen niemals.
Doch wie wollte die Gottheit ?berall Wunder zu tun Gelegenheit finden, wenn sie es nicht zuweilen in au?erordentlichen Individuen versuchte, die wir anstaunen und nicht begreifen, woher sie kommen.
Doch willst du dir ein M?dchen kaufen, So geh und gib dich selbst daf?r.
Dort str?mt die Menge zu dem B?sen, Da muss sich manches R?tsel l?sen.
Dort ziehen Fraun vorbei Schwebend nach oben. Die Herrliche, mitteninn, im Sternenkranze, die Himmelsk?nigin.
Drau?en zu wenig oder zu viel, Zu Hause nur ist Ma? und Ziel.
Drei Dinge werden nicht eher erkannt als zu gewisser Zeit: ein Held im Kriege, ein weiser Mann im Zorn, ein Freund in der Not.
Drei Klassen von Narren: die M?nner aus Hochmut, die M?dchen aus Liebe, die Frauen aus Eifersucht.
Drei sind, die da herrschen auf Erden: die Weisheit, der Schein und die Gewalt.
Dringe tief zu Berges Gr?ften, Wolken folge hoch zu L?ften, Muse ruft zu Bach und Tale Tausend, Abertausend Male.
Drohen Geister, uns zu sch?digen Soll sich die Magie bet?tigen.
Drum hab ich mich der Magie ergeben, Ob mir durch Geistes Kraft und Mund Nicht manch Geheimnis w?rde kund.
Du bist mein und bist so zierlich, Du bist mein und so manierlich, Aber etwas fehlt dir noch: K?ssest mit so spitzen Lippen, Wie die Tauben Wasser nippen, Allzu zierlich bist du doch.
Du bist und bleibst ein L?gner, ein Sophiste.
Du erhebest uns erst zu Idealen und st?rzest Gleich zur Natur uns zur?ck, glaubst du, wir danken dir das?
Du glaubst zu schieben, und du wirst geschoben.
Du gleichst dem Geist, den du begreifst, Nicht mir!
Du im Leben nichts verschiebe, Sei dein Leben Tat um Tat!
Du klirrst mit deinen Ketten Und ?berredest dich, es sei Musik.
Du lieber Gott, was so ein Mann nicht alles, alles denken kann!
Du musst steigen oder sinken, Du musst herrschen und gewinnen, Oder dienen und verlieren, Leiden oder triumphieren, Amboss oder Hammer sein.
Du musst von einem Mann nicht alles fordern.
Du Narrt Beg?nstige die Pfuscherei, So bist du ?berall zu Hause.
Du nennst dich einen Teil, und stehst doch ganz vor mir?
Du reisest, ein Geschick bestimmt den Raum.
Du sehnst dich, weit hinaus zu wandern, Bereitest dich zu raschem Flug, Dir selbst sei treu und treu den andern, Dann ist die Enge weit genug.
Du sollst Ehrfurcht haben vor der ehelichen Verbindung, wo du Gatten siehst, die sich lieben, sollst du dich dar?ber freuen und teil daran nehmen wie an dem Gl?ck eines heitern Tags.
Du sprichst ein gro?es Wort gelassen aus.
Du tr?gst sehr leicht, wenn du nichts hast, Aber Reichtum ist eine leichtere Last.
Du ?bersinnlicher, sinnlicher Freier, Ein M?gdelein nasf?hret dich!
Du verklagest das Weib, sie schwanke von einem zum andern! Tadle sie nicht: Sie sucht einen best?ndigen Mann.
Du wei?t wohl nicht, mein Freund!, wie grob du bist?
Du wei?t, dass der Leib ein Kerker ist, Die Seele hat man hinein betrogen, Da hat sie nicht freie Ellebogen.
Du, Geist der Erde, bist mir n?her, Schon f?hl ich meine Kr?fte h?her, Schon gl?h ich wie von neuem Wein. Ich f?hle Mut, mich in die Welt zu wagen, Der Erde Weh, der Erde Gl?ck zu tragen.
Duldung ist die einzige Vermittlerin eines in allen Kr?ften und Anlagen t?tigen Friedens.
Dummheit, seinen Feind vor dem Tode, und Niedertr?chtigkeit, nach dem Siege zu verkleinern.
Dunkel ist die Nacht, bei Gott ist Licht. Warum hat er uns nicht auch so zugericht?
Durch das, was wir Betragen und gute Sitten nennen, soll das erreicht werden, was au?erdem nur durch Gewalt und auch nicht einmal durch Gewalt zu erreichen ist.
Durch die sinnliche Handlung der Taufe oder des H?ndeauflegens ger?hrt, gab vielleicht ihr K?rper der Seele eben denjenigen Ton, der n?tig ist, um mit dem Wehen des heiligen Geistes zu sympathisieren, das uns unaufh?rlich umgibt.
Durch Heftigkeit ersetzt der Irrende, Was ihm an Wahrheit und an Kr?ften fehlt.
Durch jede philosophische Schrift geht, und wenn es auch noch so wenig sichtbar w?rde, ein gewisser polemischer Faden.
Durch Liebe wird uns erst etwas zum Besitz.
Durch nichts bezeichnen die Menschen mehr ihren Charakter als durch das, was sie l?cherlich finden.
Durch Ruhe und Geradheit geht doch alles durch.
Durch Trauern wird die Trauer zum Genuss.
Durch Vern?nfteln wird Poesie vertrieben, Aber sie mag das Vern?nftige lieben.
Durch Weiberk?nste, schwer zu kennen, Verstehen sie, vom Sein den Schein zu trennen, Und jeder schw?rt, das sei das Sein.
Durch Wunder nur sind Wunder zu erlangen.
Durch Wunder und Gleichnisse wird eine neue Welt aufgetan. Jene machen das Gemeine au?erordentlich, diese das Au?erordentliche gemein.
Eben daher entsteht das Wunderbare des Wunders, dass das Gew?hnliche und das Au?ergew?hnliche, das M?gliche und das Unm?gliche eins werden.
Eben dasjenige, was niemand zugibt, was niemand h?ren will, muss desto ?fter wiederholt werden.
Edel sei der Mensch, Hilfreich und gut! Denn das allein Unterscheidet ihn Von allen Wesen, Die wir kennen.
Egoistische Kleinst?dterei, die sich Zentrum deucht.
Ehrlichkeit macht unbesonnen, auch wohl trotzig.
Eigentlich ergreift der Aberglaube nur falsche Mittel, um ein wahres Bed?rfnis zu befriedigen.
Eigentlich kommt alles auf die Gesinnungen an, wo diese sind, treten auch die Gedanken hervor, und nachdem sie sind, sind auch die Gedanken.
Eigentlich lernen wir nur aus B?chern, die wir nicht beurteilen k?nnen. Der Autor eines Buches, das wir beurteilen k?nnen, m?sste von uns lernen.
Eigentlich lernen wir nur von B?chern, die wir nicht beurteilen k?nnen. Der Autor eines Buchs, das wir beurteilen k?nnten, m?sste von uns lernen.
Eigentlich sollte man mit uns Poeten verfahren wie die Herz?ge von Sachsen mit Luthern, uns auf der Stra?e wegnehmen und auf ein Bergschloss sperren.
Eigentlich wei? man nur, wenn man wenig wei?, mit dem Wissen w?chst der Zweifel.
Eigentlichster Wert der so genannten Volkslieder ist der, dass ihre Motive unmittelbar von der Natur genommen sind. Dieses Vorteils aber k?nnte der gebildete Dichter sich auch bedienen, wenn er es verst?nde.
Eigent?mlichkeit des Ausdrucks ist Anfang und Ende aller Kunst.
Eile mit Weile! Das war selbst Kaiser Augustus' Devise.
Ein allgemein anerkanntes Talent kann von seinen F?higkeiten einen Gebrauch machen, der problematisch ist.
Ein altes Wort bew?hrt sich leider auch an mir:, dass Gl?ck und Sch?nheit dauerhaft sich nicht vereint.
Ein asphaltischer Sumpf bezeichnet hier noch die St?tte, Wo Jerusalem stand, das uns Torquato besang.
Ein Aufruhr, angeflammt in wenig Augenblicken, Ist eben auch so bald durch Klugheit zu ersticken.
Ein ausgesprochnes Wort fordert sich selbst wieder.
Ein Baum, dessen Zweige von unten bis oben, die ?ltesten wie die j?ngsten, gen Himmel streben, der seine dreihundert Jahre dauert, ist wohl der Verehrung wert.
Ein B?sewicht gelangt zu keiner Gr??e.
Ein braver Mann, ich kenn ihn ganz genau: Erst pr?gelt er, dann k?mmt er seine Frau.
Ein B?cherkenner ist ?berall willkommen.
Ein Ding mag noch so wenig taugen, Es k?mmt ein Augenblick, und man kann alles brauchen.
Ein dramatisches Werk zu verfassen, dazu geh?rt Genie. Am Ende soll die Empfindung, in der Mitte die Vernunft, am Anfang der Verstand vorwalten und alles gleichm??ig durch eine lebhaft klare Einbildungskraft vorgetragen werden.
Ein edler Mensch zieht edle Menschen an Und wei? sie festzuhalten
Ein edles Beispiel macht die schweren Taten leicht.
Ein Einungsk?nstler w?re in jedem Fache der ganzen Welt willkommen.
Ein einzig Wort enth?lt mein ganzes Gl?ck.
Ein einziges Glied, das in einer gro?en Kette bricht, vernichtet das Ganze.
Ein Fehltritt st?rzt vom Gipfel dich herab.
Ein garstig Lied! Pfui! Ein politisch Lied Ein leidig Lied!
Ein geliebtes Abgeschiedenes umarme ich weit eher und inniger im Grabh?gel als im Denkmal.
Ein Gl?ck, dass wir in der unbeweglichen nordischen Masse stecken, gegen die man sich so leicht nicht wenden wird.
Ein gl?hend Leben: So schaff ich am sausenden Webstuhl der Zeit Und wirke der Gottheit lebendiges Kleid.
Ein gro?er Fehler:, dass man sich mehr d?nkt, als man ist, und sich weniger sch?tzt, als man wert ist.
Ein gro?er Vorsatz scheint im Anfang toll.
Ein guter Abend kommt heran, Wenn ich den ganzen Tag getan.
Ein guter Mensch, in seinem dunklen Drange, Ist sich des rechten Weges wohl bewusst.
Ein guter Rat ist auch nicht zu verschm?hen.
Ein guter Schauspieler macht uns bald eine elende unschickliche Dekoration vergessen, dahingegen das sch?nste Theater den Mangel an guten Schauspielern erst recht f?hlbar macht.
Ein Hagestolz ist schwerlich zu bekehren.
Ein Herz, das einen liebt, kann keinen Menschen hassen.
Ein innres Unbehagen f?gt sich oft, Auch wider unsern Willen, an die Tat.
Ein jeder kehre vor seiner T?r, und rein ist jedes Stadtquartier.
Ein jeder muss Sich wehren, wie er kann, Vom Knaben auf, so wird's zuletzt ein Mann.
Ein jeder ?be sein' Lektion, So wird es gut im Rate stohn.
Ein jeder, weil er spricht, glaubt, auch ?ber Sprache sprechen zu k?nnen.
Ein jeglicher muss seinen Helden w?hlen, Dem er die Wege zum Olymp hinauf Sich nacharbeitet.
Ein jeglicher, gut oder b?se, nimmt Sich seinen Lohn mit seiner Tat hinweg.
Ein Kind, ein junger Mensch, die auf ihrem eigenen Wege irre gehen, sind mir lieber als manche, die auf fremdem Wege recht wandeln.
Ein kleiner Mann ist auch ein Mann.
Ein Kranz ist gar viel leichter binden, Als ihm ein w?rdig Haupt zu finden.
Ein leichter Sinn tr?gt alles!
Ein leuchtend Farb und Glanzgestein erh?ht / Die Sch?nheit wie die Majest?t.
Ein lustiger Gef?hrte ist ein Rollwagen auf der Wanderschaft.
Ein M?dchen und ein Gl?schen Wein Kurieren alle Not, Und wer nicht trinkt und wer nicht k?sst, Der ist so gut wie tot.
Ein Mann ist nicht immer bequem.
Ein Mann, der recht zu wirken denkt, muss auf das beste Werkzeug halten.
Ein Mann, der Tr?nen streng entw?hnt, Mag sich ein Held erscheinen, Doch wenn's im Innern sehnt und dr?hnt, Geb ihm ein Gott zu weinen.
Ein Mensch, auf der Scholle geboren, wird ihr durch Gewohnheit angeh?rig, beide verwachsen miteinander, und sogleich kn?pfen sich die sch?nsten Bande.
Ein Mensch, der eitel ist, kann nie ganz froh sein, denn er w?nscht zu gefallen, und so akkomodiert er sich andern.
Ein Poet ist nichts, wenn er es nicht mit Ernst und Kunstm??igkeit ist.
Ein Regenbogen, der eine Viertelstunde steht, sieht man nicht mehr an.
Ein Richter, der nicht strafen kann, Gesellt sich endlich zum Verbrecher.
Ein r?hriger Geist fasst ?berall Fu?.
Ein Schatz, wird er mit Augen gesehn?
Ein sch?ner Fu? ist eine gro?e Gabe der Natur. Diese Anmut ist unverw?stlich.
Ein sch?nes Weib ist immer sch?n.
Ein seltsam ungl?cklicher Mensch, und wenn er auch schuldlos w?re, ist auf eine f?rchterliche Weise gezeichnet.
Ein starkes Bier, beizender Toback, Und eine Magd im Putz, das ist nun mein Geschmack.
Ein Tag ist Nicht dem anderen gleich.
Ein ?berirdisches Vergn?gen! In Nacht und Tau auf den Gebirgen liegen Und Erd und Himmel wonniglich umfassen, Zu einer Gottheit sich aufschwellen lassen.
Ein unbegreiflich holdes Sehnen Trieb mich, durch Wald und Wiesen hinzugehn, Und unter tausend hei?en Tr?nen F?hlt ich mir eine Welt entstehn.
Ein unn?tz Leben ist ein fr?her Tod: Dies Frauenschicksal ist vor allen meins.
Ein Unterschied, der dem Verstand nichts gibt, ist kein Unterschied.
Ein unzul?ngliches Wahre wirkt eine Zeit lang fort, statt v?lliger Aufkl?rung aber tritt auf einmal ein blendendes Falsche herein, das gen?gt der Welt, und so sind Jahrhunderte bet?rt.
Ein Vater, der sechs S?hne hat, ist verloren, er mag sich stellen, wie er will.
Ein Vermummter, der kenntlich ist, spielt eine armselige Rolle.
Ein Volk, das unter dem unertr?glichen Joch eines Tyrannen seufzt, darfst du das schwach hei?en, wenn es endlich aufg?rt und seine Ketten zerrei?t?
Ein Vorsatz, mitgeteilt, ist nicht mehr dein.
Ein wenig besser w?rd' er leben, H?ttest du ihm nicht den Schein des Himmelslichts gegeben, Er nennt's Vernunft und braucht's allein, Nur tierischer als jedes Tier zu sein.
Ein Zustand, der alle Tage neuen Verdruss zuzieht, ist nicht der rechte.
Einbl?sereien sind des Teufels Redekunst.
Eine allgemeine Ausbildung dringt uns jetzt die Welt ohnehin auf, wir brauchen uns deshalb darum nicht weiter zu bem?hen, das Besondere m?ssen wir uns zueignen.
Eine Ehe sollte nur alsdann f?r unaufl?slich gehalten werden, wenn entweder beide Teile oder wenigstens der eine Teil zum dritten Mal verheiratet w?re.
Eine einzige Entdeckung kann einen Mann ber?hmt machen und sein b?rgerliches Gl?ck begr?nden.
Eine einzige Nacht an deinem Herzen! Das andre gibt sich. Es trennet uns noch Amor in Nebel und Nacht.
Eine eklektische Philosophie kann es nicht geben, wohl aber eklektische Philosophen.
Eine falsche Lehre l?sst sich nicht widerlegen, denn sie ruht ja auf der ?berzeugung, dass das Falsche wahr sei. Aber das Gegenteil kann, darf und muss man wiederholt aussprechen.
Eine gro?e Epoche hat das Jahrhundert geboren, Aber der gro?e Moment findet ein kleines Geschlecht.
Eine jede Idee tritt als ein fremder Gast in die Erscheinung, und wie sie sich zu realisieren beginnt, ist sie kaum von Phantasie und Phantasterei zu unterscheiden.
Eine kleine Liebschaft ist das Einzige, was uns einen Badeaufenthalt ertr?glich machen kann, sonst stirbt man vor Langeweile.
Eine Liebe hatt ich, sie war mir lieber als alles! Aber ich hab sie nicht mehr. Schweig und ertrag den Verlust!
Eine Masse gem?nztes Gold und Silber verleiht selbst dem Unwahren Ansehen und Gewicht, man l?sst die L?ge gelten, indem man die Barschaft beneidet.
Eine nachgesprochne Wahrheit verliert schon ihre Grazie, aber ein nachgesprochner Irrtum ist ganz ekelhaft.
Eine reinliche und vollends sch?ne Umgebung wirkt immer wohlt?tig auf die Gesellschaft.
Eine richtige Antwort ist wie ein lieblicher Kuss.
Eine Rohheit kann nur durch eine andere ausgetrieben werden, die noch gewaltiger ist.
Eine Sammlung von Anekdoten und Maximen ist f?r den Weltmann der gr??te Schatz, wenn er die ersten an schicklichen Orten ins Gespr?ch einzustreuen, der letzten im treffenden Falle sich zu erinnern wei?.
Eine schlechte Wohnung macht brave Leute ver?chtlich.
Eine Schule ist als ein einziger Mensch anzusehen, der hundert Jahre mit sich selbst spricht und sich in seinem eignen Wesen, und wenn es auch noch so albern w?re, ganz au?erordentlich gef?llt.
Eine T?tigkeit l?sst sich in die andere verweben, keine an die andre anst?ckeln.
Eine Welt zwar bist du, o Rom, doch ohne die Liebe W?re die Welt nicht die Welt, w?re denn Rom auch nicht Rom.
Einem bejahrten Manne verdachte man, dass er sich noch um junge Frauenzimmer bem?hte. »Es ist das einzige Mittel«, versetzte er, »sich zu verj?ngen, und das will doch jedermann.«
Einem ist sie die hohe, die himmlische G?ttin, dem andern Eine t?chtige Kuh, die ihn mit Butter versorgt.
Einem Klugen widerf?hrt keine geringe Torheit.
Einem Meinungen aufzwingen, ist schon grausam, aber von einem verlangen, er m?sse empfinden, was er nicht empfinden kann, das ist tyrannischer Unsinn.
Einen Regenbogen, der eine Viertelstunde steht, sieht man nicht mehr an.
Einen Tyrannen zu hassen verm?gen auch knechtische Seelen, Nur wer die Tyrannei hasset, ist edel und gro?.
Einen Verlornen zu beweinen, ist auch m?nnlich.
Einer neuen Wahrheit ist nichts sch?dlicher als ein alter Irrtum.
Einer Stadt kann kein gr??eres Gl?ck begegnen, als wenn mehrere, im Guten und Rechten gleich gesinnte, schon gebildete M?nner daselbst nebeneinander wohnen.
Eines der vorz?glichsten Kennzeichen des Verfalles der Kunst ist die Vermischung der verschiednen Arten derselben.
Eines verzeih' ich mir nicht, ich verzeihe mir nicht, dass ich etwas H?heres ?ber euch, g?ttliche Musen, gesucht.
Eingebildete Gleichheit: das erste Mittel, die Ungleichheit zu zeigen.
Einige wandeln zu ernst, die andern schreiten verwegen, Wenige gehen den Schritt, wie ihn das Publikum h?lt.
Einmal nur in unserm Leben, Was auch sonst begegnen mag, Ist das h?chste Gl?ck gegeben, Einmal feiert solchen Tag!
Einsam lernt niemand je sich selbst, Noch wen'ger anderen gebieten.
Einsamkeit ist h?chstes Gut.
Einseitige Bildung ist keine Bildung.
Eltern und Kindern bleibt nichts ?brig, als entweder vor oder hintereinander zu sterben, und man wei? am Ende nicht, was man vorziehen sollte.
Entbehren sollst du! sollst entbehren! Das ist der ewige Gesang, der jedem an die Ohren klingt, Den, unser ganzes Leben lang, Uns heiser jede Stunde singt.
Entschiedner Wert ist leicht zu kennen.
Entzwei' und gebiete! t?chtig Wort, Verein' und leite! Bessrer Hort.
Er aber, sag's ihm, kann mich im Arsch lecken.
Er ist neugierig wie ein Fisch.
Er setzt' ihn an, er trank ihn aus: O Trank voll s??er Labe! O wohl dem hoch begl?ckten Haus, Wo das ist kleine Gabe!
Erfahrung bleibt des Lebens Meisterin.
Erfahrung ist fast immer eine Parodie auf die Idee.
Erfahrung kann sich ins Unendliche erweitern, Theorie nicht eben in dem Sinne reinigen und vollkommener werden. Jener steht das Universum nach allen Richtungen offen, diese bleibt innerhalb der Grenze der menschlichen F?higkeiten eingeschlossen.
Erf?llte Pflicht empfindet sich immer noch als Schuld, weil man sich nie ganz genug getan.
Ergeht's euch wohl, so denkt an mich.
Erhabne Gro?mama! Des Jahres erster Tag Erweckt in meiner Brust ein z?rtliches Empfinden Und hei?t mich ebenfalls Sie jetzo anzubinden Mit Versen, die vielleicht kein Kenner lesen mag.
Erhabner Gro?papa, ein neues Jahr erscheint, Drum muss ich meine Pflicht und Schuldigkeit entrichten, Die Ehrfurcht hei?t mich, hier aus reinem Herzen dichten, So schlecht es aber ist, so gut ist es gemeint.
Erholung reichet M?den jede Nacht genug.
Erkenne dich! Was soll das hei?en? Es hei?t: sei nur! und sei auch nicht! Es ist eben ein Spruch der lieben Weisen, Der sich in K?rze widerspricht.
Err?t man wohl, wonach du strebtest? Es war gewiss erhaben k?hn! Der du dem Mond um so viel n?her schwebtest, Dich zog wohl deine Sucht dahin?
Erziehung hei?t, die Jugend an die Bedingungen gew?hnen, zu den Bedingungen bilden, unter denen man in der Welt ?berhaupt, sodann aber in besonderen Kreisen existieren kann.
Es bildet ein Talent sich in der Stille, sich ein Charakter in dem Strom der Welt.
Es bleibt doch endlich nach wie vor Mit ihren hunderttausend Possen Die Welt ein einzig gro?er Tor.
Es bleibt einem jedem immer noch so viel Kraft, das auszuf?hren, wovon er ?berzeugt ist.
Es bleibt einem jeden immer noch soviel Kraft, das auszuf?hren, wovon er ?berzeugt ist.
Es darf sich einer nur f?r frei erkl?ren, so f?hlt er sich den Augenblick als bedingt. Wagt er es, sich f?r bedingt zu erkl?ren, so f?hlt er sich frei.
Es deutet die fallende Bl?te dem G?rtner, dass die liebliche Frucht schwellend im Herbste gedeiht.
Es freut sich die Gottheit der reuigen S?nder.
Es geh?rt durchaus eine gewisse Verschrobenheit dazu, um sich gern mit Karikaturen und Zerrbildern abzugeben.
Es geh?rt eine eigene Geisteswendung dazu, um das gestaltlose Wirkliche in seiner eigensten Art zu fassen und es von Hirngespinsten zu unter scheiden, die sich denn doch auch mit einer gewissen Wirklichkeit lebhaft aufdr?ngen.
Es geht mit allen Gesch?ften wie mit der Ehe, man denkt wunder, was man zustande gebracht habe, wenn man kopuliert ist, und nun geht der Teufel erst recht los.
Es geschieht nichts Unvern?nftiges, das nicht Verstand oder Zufall wieder in die Richte br?chten, nichts Vern?nftiges, das Unverstand und Zufall nicht missleiten k?nnten.
Es gibt bedeutende Zeiten, von denen wir wenig wissen, Zust?nde, deren Wichtigkeit uns nur durch ihre Folgen deutlich wird.
Es gibt B?cher, durch welche man alles erf?hrt und doch zuletzt von der Sache nichts begreift.
Es gibt ein Gl?ck, allein wir kennen's nicht: Wir kennen's wohl und wissen's nicht zu sch?tzen.
Es gibt eine enthusiastische Reflexion, die von dem gr??ten Wert ist, wenn man sich von ihr nur nicht hinrei?en l?sst.
Es gibt eine H?flichkeit des Herzens, sie ist der Liebe verwandt. Aus ihr entspringt die bequemste H?flichkeit des ?u?ern Betragens.
Es gibt eine Tyrannei ganzer Massen, die h?chst gewaltsam und widerw?rtig ist.
Es gibt F?lle, ja, es gibt deren!, wo jeder Trost niedertr?chtig und Verzweiflung Pflicht ist.
Es gibt Hypothesen, wo Verstand und Einbildungskraft sich an die Stelle der Idee setzen.
Es gibt kein ?u?eres Zeichen der H?flichkeit, das nicht einen tiefen sittlichen Grund h?tte. Die rechte Erziehung w?re, welche dieses Zeichen und den Grund zugleich ?berlieferte.
Es gibt keine Lage, die man nicht veredeln k?nnte durch Leisten oder Dulden.
Es gibt keine Lage, die man nicht wandeln k?nnte durch Leisten oder Dulden.
Es gibt keinen gr??eren Trost f?r die Mittelm??igkeit, als, dass das Genie nicht unsterblich sei.
Es gibt Menschen, die auf die M?ngel ihrer Freunde sinnen, dabei ist nichts zu gewinnen. Ich habe immer auf die Verdienste meiner Widersacher Acht gehabt und davon Vorteil gezogen.
Es gibt Menschen, die ihr Gleiches lieben und aufsuchen, und wieder solche, die ihr Gegenteil lieben und diesem nachgehen.
Es gibt nichts Gemeines, was, fratzenhaft ausgedr?ckt, nicht humoristisch auss?he.
Es gibt nur zwei wahre Religionen, die eine, die das Heilige, das in und um uns wohnt, ganz formlos, die andere, die es in der sch?nsten Form anerkennt und anbetet. Alles, was dazwischen liegt, ist G?tzendienst.
Es gibt Pedanten, die zugleich Schelme sind, und das sind die allerschlimmsten.
Es gibt so manches W?nschenswerte, m?glich Scheinende, durch eine kleine Verwechslung machen wir es zu einem erreichbaren Wirklichen.
Es gibt viele Menschen, die sich einbilden, was sie erfahren, das verst?nden sie auch.
Es gibt zwei friedliche Gewalten: das Recht und die Schicklichkeit.
Es gibt, sagt man, f?r den Kammerdiener keinen Helden. Das kommt aber blo? daher, weil der Held nur vom Helden anerkannt werden kann. Der Kammerdiener wird aber wahrscheinlich seinesgleichen zu sch?tzen wissen.
Es glaubt der Mensch sein Leben zu leiten, sich selbst zu f?hren, und sein Innerstes wird unwiderstehlich nach seinem Schicksale gezogen.
Es hat der Autor, wenn er schreibt, So was Gewisses, das ihn treibt.
Es hat Minister gegeben, die Volk und K?nig gegen sich hatten und die ihre gro?en Pl?ne einsam durchf?hrten.
Es hatte wirklich etwas F?rchterliches, eine Strafe an einem leblosen Wesen ausge?bt zu sehen. Die Ballen platzten im Feuer und wurden durch Ofengabeln auseinander gesch?rt und mit den Flammen mehr in Ber?hrung gebracht.
Es hilft nicht immer Recht zu haben.
Es h?rt doch jeder nur, was er versteht.
Es irrt der Mensch, so lang er strebt.
Es irrt der Mensch, solang' er strebt.
Es ist aber doch immer besser, ein f?r alle Mal zu entsagen, als immer einmal einen um den andern Tag rasend zu werden.
Es ist angenehm, auch im Unendlichen vorw?rts zu kommen.
Es ist bekannt, dass die Menschen, sobald es ihnen einigerma?en wohl und nach ihrem Sinne geht, alsbald nicht wissen, was sie vor ?bermut anfangen sollen.
Es ist besser zu tun, als zu reden.
Es ist besser, dass ein ?bel juckt, als, dass es rei?t und zieht.
Es ist besser, eine Torheit pur geschehen zu lassen, als ihr mit einiger Vernunft nachhelfen zu wollen. Die Vernunft verliert ihre Kraft, indem sie sich mit der Torheit vermischt, und die Torheit ihr Naturell, das ihr oft fort hilft.
Es ist besser, es geschehe dir Unrecht, als die Welt sei ohne Gesetz. Deshalb f?ge sich jeder dem Gesetze.
Es ist besser, man betr?gt sich an seinen Freunden, als, dass man seine Freunde betr?ge.
Es ist betr?bt, die langen Winterabende so allein zu sein.
Es ist blo? ein D?nkel der Eltern, wenn sie sich einbilden, dass ihr Dasein f?r die Kinder so n?tig sei.
Es ist die Eigenschaft der menschlichen Seele, dass sie sich dann am schnellsten erhebt, wenn sie am st?rksten niedergedr?ckt wird.
Es ist doch gewiss, dass in der Welt den Menschen nichts notwendig macht als die Liebe.
Es ist doch nichts besser, als wenn man sich liebt und zusammen ist.
Es ist ein angenehmes Gesch?ft, die Natur zugleich und sich selbst zu erforschen, weder ihr noch seinem Geiste Gewalt anzutun, sondern beide durch gelinden Wechseleinfluss mit einander ins Gleichgewicht zu setzen.
Es ist ein Fehler bei Fu?reisen, dass man nicht oft genug r?ckw?rts sieht, wodurch man die sch?nsten Aussichten verliert.
Es ist ein gar unschuldig Ding, das eben f?r nichts zur Beichte ging, ?ber die hab ich keine Gewalt!
Es ist ein Gl?ck f?r die Welt, dass die wenigsten Menschen zu Beobachtern geboren sind.
Es ist ein gro?er Unterschied, ob ich lese zu Genuss und Belebung oder zu Erkenntnis und Belehrung.
Es ist ein wahres Ungl?ck, wenn man von vielerlei Geistern verfolgt und versucht wird!
Es ist eine eigene Sache, schon durch die Geburt auf einen erhabenen Platz in der menschlichen Gesellschaft gesetzt zu sein.
Es ist eine falsche Nachgiebigkeit gegen die Menge, wenn man ihnen die Empfindungen erregt, die sie haben wollen, und nicht die, die sie haben sollen.
Es ist eine Forderung der Natur, dass der Mensch mitunter bet?ubt werde, ohne zu schlafen, daher der Genuss im Tabakrauchen, Branntweintrinken, Opiaten.
Es ist eine Wollust, einen gro?en Mann zu sehen.
Es ist ganz einerlei, ob man das Wahre oder das Falsche sagt, beidem wird widersprochen.
Es ist ganz einerlei, vornehm oder gering sein: Das Menschliche muss man immer ausbaden.
Es ist gar zu nichts n?tze, dass man sich von denen entfernt, die man liebt, die Zeit geht hin, und man findet keinen Ersatz.
Es ist gar zu sch?n, den ganzen Tag im Walde zu sein und die V?gel zu h?ren, zu wissen, wie sie hei?en, wo ihre Nester sind.
Es ist gef?hrlich, wenn man allzu lang Sich klug und m??ig zeigen muss.
Es ist gewiss, ein ungem??igt Leben, Wie es uns schwere wilde Tr?ume gibt, Macht uns zuletzt am hellen Tage tr?umen.
Es ist ihnen wohl Ernst, aber sie wissen nicht, was sie mit dem Ernst machen wollen.
Es ist immer dieselbe Welt, die der Betrachtung offensteht, die immerfort angeschaut oder geahnet wird, und es sind immer dieselben Menschen, die im Wahren oder Falschen leben, im letzten bequemer als im ersten.
Es ist immer ein sonderbares Ding um den ersten Eindruck, er ist immer ein Gemisch von Wahrheit und L?ge im hohen Grade.
Es ist kein sichrer Mittel, die Welt f?r Narrn zu halten, als sich albern zu stellen.
Es ist klug und k?hn, dem unvermeidlichen ?bel entgegenzugehn.
Es ist mit den Jahren wie mit den sibyllinischen B?chern: Je mehr man ihrer verbrennt, desto teurer werden sie.
Es ist mit in den Wissenschaften gegangen wie einem, der fr?h aufsteht, in der D?mmerung die Morgenr?te, sodann aber die Sonne ungeduldig erwartet und doch, wie sie hervortritt, geblendet wird.
Es ist mit Meinungen, die man wagt, wie mit Steinen, die man voran im Brette bewegt: Sie k?nnen geschlagen werden, aber sie haben ein Spiel eingeleitet, das gewonnen wird.
Es ist nicht genug zu wissen, man muss es auch anwenden. Es ist nicht genug zu wollen, man muss es auch tun.
Es ist nicht genug, zu wissen, man muss auch anwenden, es ist nicht genug, zu wollen, man muss auch tun.
Es ist nicht immer n?tig, dass das Wahre sich verk?rpere, schon genug, wenn es geistig umherschwebt und ?bereinstimmung bewirkt, wenn es wie Glockenton ernst freundlich durch die L?fte wogt.
Es ist nicht wahr, dass das Leben ein Traum sei, nur dem scheint es so, der Auf eine alberne Weise ruhet, Auf die ungeschickteste Weise verletzt.
Es ist nichts erb?rmlicher in der Welt, als ein unentschlossener Mensch.
Es ist nichts furchtbarer anzuschauen als grenzenlose T?tigkeit ohne Fundament. Gl?cklich diejenigen, die im Praktischen gegr?ndet sind und sich zu gr?nden wissen! Hierzu bedarfs aber einer ganz eigenen Doppelgabe.
Es ist nichts inkonsequenter als die h?chste Konsequenz, weil sie unnat?rliche Ph?nomene hervorbringt, die zuletzt umschlagen.
Es ist nichts j?mmerlicher, als Leute unaufh?rlich von Vernunft reden zu h?ren, mittlerweile sie allein nach Vorurteilen handeln.
Es ist nichts schrecklicher als ein Lehrer, der nicht mehr wei?, als die Sch?ler allenfalls wissen sollen.
Es ist nichts schrecklicher als eine t?tige Unwissenheit.
Es ist nichts theatralisch, was nicht f?r die Augen symbolisch w?re.
Es ist nichts unertr?glicher, als sich das Vergn?gen vorrechnen zu lassen, das man genie?t.
Es ist offenbar, dass sich das Auge nach den Gegenst?nden bildet, die es von Jugend auf erblickt.
Es ist schon genug, dass Kunstliebhaber das Vollkommene ?bereinstimmend anerkennen und sch?tzen, ?ber das Mittlere l?sst sich der Streit nicht endigen.
Es ist schwer, gegen den Augenblick gerecht zu sein: Der gleichg?ltige macht uns Langeweile, am guten hat man zu tragen und am b?sen zu schleppen.
Es ist schwerer, als man denkt, gerecht zu sein.
Es ist so elend, betteln zu m?ssen, Und noch dazu mit b?sem Gewissen!
Es ist so gewiss als wunderbar, dass Wahrheit und Irrtum aus einer Quelle entstehen, deswegen man oft dem Irrtum nicht schaden darf, weil man zugleich der Wahrheit schadet.
Es ist so sch?n, zu herrschen!
Es ist so schwer, etwas von Mustern zu lernen, als von der Natur.
Es ist so viel gleichzeitig T?chtiges und Treffliches auf der Welt, aber es ber?hrt sich nicht.
Es ist traurig anzusehen, wie ein au?erordentlicher Mensch sich gar oft mit sich selbst, seinen Umst?nden, seiner Zeit herumw?rgt, ohne auf einen gr?nen Zweig zu kommen.
Es ist viel mehr schon entdeckt, als man glaubt.
Es ist wahr, das Spiel ist ein Probierstein des Gehirns.
Es ist wahr, der Diebstahl ist ein Laster: aber der Mensch, der, um sich und die Seinigen vom gegenw?rtigen Hungertode zu erretten, auf Raub ausgeht, verdient der Mitleiden oder Strafe?
Es ist was Sch?nes, sein eigenes Bild im liebenden Auge zu erblicken.
Es ist was Schreckliches um einen vorz?glichen Mann, auf den sich die Dummen was zugute tun.
Es ist weit eher m?glich, sich in den Zustand eines Gehirns zu versetzen, das im entschiedensten Irrtum befangen ist, als eines, das Halbwahrheiten sich vorspiegelt.
Es ist wunderbar, versetzte der F?rst, dass der Mensch durch Schreckliches immer aufgeregt sein will.
Es k?me niemand mit der Brille auf der Nase in ein vertrauliches Gemach, wenn er w?sste, dass uns Frauen sogleich die Lust vergeht, ihn anzusehen und uns mit ihm zu unterhalten.
Es kommen einem im Leben mehr unerwartete wunderbare Dinge vor, und es w?re schlimm, wenn alles im Gleise ginge.
Es kommt alles darauf an, dass man die Zeit wohl braucht und keine Stimmung vers?umt.
Es kommt darauf an, dass Sie sich ein Kapital bilden, das nie ausgeht.
Es kommt doch am Ende darauf an, dass man aush?lt und die andern ausdauert.
Es kommt nicht darauf an, dass die Freunde zusammenkommen, sondern darauf, dass sie ?bereinstimmen.
Es kommt nur immer darauf an, dass derjenige, von dem wir lernen wollen, unserer Natur gem?? sei.
Es krabbelt wohl mir um die Ohren, Allein zum Herzen dringt es nicht.
Es k?sst sich so s??e die Lippe der Zweiten Als kaum sich die Lippe der Ersten gek?sst.
Es lacht der Mai! Der Wald ist frei Von Eis und Reifgeh?nge!
Es lebe die Freiheit!, es lebe der Wein!
Es lebe, wer sich tapfer h?lt!
Es leben die Soldaten, / Der Bauer gibt den Braten, / Der Winzer gibt den Most, / Das ist Soldatenkost.
Es liegt in der menschlichen Natur, immer mehr von sich und von andern zu fordern, je mehr man empfangen hat.
Es m?chte kein Hund so l?nger leben!
Es m?sste eine recht angenehme Empfindung sein, sich am Eise zu w?rmen.
Es m?sste schlimm zugehen, wenn ein Buch unmoralischer wirken sollte als das Leben selber, das t?glich der skandal?sen Szenen im ?berfluss, wo nicht vor unsern Augen, doch vor unseren Ohren entwickelt.
Es nenne niemand frei und weise sich Vor seinem Ende!
Es schadet nichts, wenn Starke sich verst?rken.
Es schlug mein Herz, geschwind zu Pferde!
Es schnurrt mein Tagebuch Am Bratenwender: Nichts schreibt sich leichter voll Als ein Kalender.
Es sind nur wenige, die den Sinn haben und zugleich zur Tat f?hig sind.
Es soll niemand genie?en, was besser ist als er, er muss erst desselben wert, das hei?t ihm gleich sein.
Es steht manches Sch?ne isoliert in der Welt, doch der Geist ist es, der Verkn?pfungen zu entdecken und dadurch Kunstwerke hervor zubringen hat.
