Zitat von Christian Fuerchtegott Gellert


Lebe, wie du, wann du stirbst, Wünschen wirst, gelebt zu haben.
Müßig gehn, wenn man's nicht recht versteht, Ist schwerer, als man denken sollte.
Nicht jede Besserung ist Tugend, Oft ist sie nur das Werk der Zeit.
Vereint wirkt also dieses Paar, Was einzeln keinem möglich war.
Viel besser ohne Glück, als ohne Liebe sein.
Wem' Farb und Kleid ein Ansehn geben, Der hat Verstand, so dumm er ist.
Ber?hmt zu werden, ist nicht schwer, man darf nur viel f?r kleine Geister schreiben.
Das Streiten lehrt uns die Natur, drum, Bruder, recht und streite nur.
Der Witwenstand ist ein betr?bter Orden.
Die Nacht ist keines Menschen Freund.
Die Natur l?sst sich nicht zwingen.
Die wilde Hitze roher Jugend Wird mit den Jahren Sittsamkeit.
Dies ist der Tag, den Gott gemacht, Sein werd' in aller Welt gedacht.
Du hast das nicht, was andre haben, Und andern mangeln deine Gaben, Aus dieser Unvollkommenheit Entspringet die Geselligkeit.
Ein Ding mag noch so n?rrisch sein, Es sei nur neu, so nimmt's den P?bel ein.
Ein jeder Stand hat seinen Frieden, Ein jeder Stand hat seine Last.
Ein kleiner Feind, dies lerne fein, Will durch Geduld erm?det sein.
Er lebte, nahm ein Weib und starb.
Es ist mit unseren Urteilen wie mit unseren Uhren. Keine geht mit der anderen vollkommen gleich, und jeder glaubt doch der seinigen.

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