Zitat von Gustave Flaubert
Instinkt: ersetzt die Intelligenz.
Reisen, reisen, niemals innehalten, und in umermesslichem Reigen alles auftauchen und schwinden sehen!
Ruhm: nicht mehr als ein Rausch.
Schön ist solch ein Leben in ewiger Schönheit, wenn man den Mantel um sich schlägt wie ein König, die höchsten Leidenschaften nachempfindet und Liebe liebt.
Und das war, was man die Menschheit zu nennen pflegt: ein oberflächliches Gewimmel von Schurken, Feiglingen, Idioten und Krüppeln.
Unglücklich ist, wer sich nie einen tragischen Zorn gewünscht hat, wer kein Liebeslied auswendig weiß, um es im Mondenschein vor sich hin zu flüstern!
Vergebliches Trachten, über alte Leidenschaften neue säen zu wollen! Sie brechen immer wieder hervor, keine Macht der Welt vermöchte sie mit den Wurzeln auszureißen.
Von Liebe träumen heißt von allem träumen, sie ist das Unendliche im Glück, das Mysterium in der Lust.
Warum haben wir unser Glück nicht bis zur letzten Tiefe genossen, als es durch unsere Hände glitt?
Warum ist das Menschenherz so groß und das Leben so klein?
Was hienieden beginnen? Wovon träumen? Was erschaffen? Sagt es mir doch, ihr, denen das Leben eine Lust ist, die ihr einem Ziele nachstrebt und euch um etwas härmt!
Was ist Gleichheit anderes als die Verneinung aller Freiheit, alles Höheren und der Natur selbst?
Was tun? Wen lieben? Von wem geliebt werden?
Welch tiefe Ruhe ist über alle Friedhöfe gebreitet! Wenn man dort mit über der Brust gekreuzten Armen liegt, gehüllt in das Leichentuch, dann gleiten die Jahrhunderte vorüber und stören so wenig wie der Wind, der durch das Gras fächelt.
Wenn die Bäume kahl sind, wenn am Himmel die tiefroten Farben des Sonnenuntergangs schwimmen und das vergilbte Gras übergolden, dann gewahrst du mit Entzücken, wie alles verlischt, was jüngst noch in dir brannte.
Wenn die Gesellschaft so fortfährt, wird in zweitausend Jahren nichts mehr da sein, kein Grashalm, kein Baum, sie wird die Natur aufgefressen haben.
Wenn man doch alles, was in einem ist, ausscheiden und einzig ein mit der Fähigkeit des Denkens begabtes Wesen sein könnte!
Wer kennt all die einsamen Trauergänge am Bachesrand, all die Seufzer, die in warmen Nächten, wenn die Brust zu zerspringen droht, aus übervollem Herzen zu den Sternen dringen?
Wer sich Respekt verschaffen will, darf sich nur von seiner hässlichsten Seite zeigen.
Wie balsamisch duftet das Haar der Frauen! Wie zart ist die Haut ihrer Hände, wie versehren ihre Blicke!
Wie leer ist die Welt für den, der sie einsam durchwandert!
Angst: verleiht Fl?gel.
Aus Scham oder Selbstsucht verbirgt jeder das Beste und Zarteste in seinem Innern.
Beim Abschiednehmen kommt ein Augenblick, wo man die Trauer so stark vorausf?hlt, dass der geliebte Mensch schon nicht mehr bei einem ist.
Blaustrumpf: Ausdruck der Verachtung F?r jede Frau, die sich f?r geistige Sachen interessiert.
Da ich das Dasein nicht nutzte, nutzte das Dasein mich ab.
Das Etwas, wonach fast alle Menschen suchen, ist vielleicht nur die Erinnerung an eine Liebe, die uns im Himmel oder in den ersten Lebenstagen zuteil ward.
Das Menschenherz ist ein unergr?ndlicher Born der Traurigkeit: Nur ein einziges Gl?ck wohnt darin, vielleicht noch ein zweites, aber der Menschheit ganzer Jammer vermag dort zusammenzutreffen und als steter Gast darin zu hausen.
Das Reifen des Herzens geht dem des K?rpers vorauf.
Das Schenken und Austauschen von Haar ist eines der k?stlichsten Liebesspiele.
Denn es bereitet Lust, zu empfinden, wie die K?lte sich ins Herz schleicht, und sagen zu k?nnen, w?hrend man es mit der Hand betastet wie einen noch rauchenden Herd: Es brennt nicht mehr.
Denn stets sind Erinnerungen s??, m?gen sie gleich traurig oder heiter sein, denn sie gemahnen uns an die Unendlichkeit.
Der Adler ist ein stolzer Vogel, der auf den h?chsten Felsen horstet, unter sich sieht er die Wolken durch die T?ler wogen, mit ihnen ziehen die Schwalben.
Die Begierde nach einer Frau, die man besessen hat, ist etwas Grauenvolles und tausendmal schlimmer als alles andere, f?rchterliche Phantasiebilder verfolgen einen wie Gewissensbisse.
Doch das verwehte Wunschbild l?sst in uns seinen M?dchenduft zur?ck, und wir suchen seine Spur auf allen Pfaden seiner Flucht.
Dummk?pfe: denken anders als man selbst.
Ein wenig Wissen entfernt vom Glauben, sehr viel f?hrt zum Glauben zur?ck.
Erfolg sollte stets nur die Folge, nie das Ziel des Handelns sein.
Es bedarf einer betr?chtlichen Verdorbenheit oder Weite des Herzens, um alles lieben zu k?nnen.
