Zitat von Quintus Flaccus Flaccus
Inmitten großer Reichtümer arm.
Lebe eingedenk der Kürze deiner Lebenszeit!
Lerne, großes Glück zu ertragen!
Malern und Dichtern war es stets gleichermaßen erlaubt zu wagen, was auch immer ihnen beliebt.
Mische auch ein wenig Torheit unter deine Besonnenheit! Süß ist's, zur rechten Zeit zu tollen.
Mische ein bisschen Torheit in dein ernsthaftes Tun und Trachten! Albernheiten im rechten Moment sind etwas Köstliches.
Mitunter schläft auch der große Homer.
Nichts weiter wünsche, wer erhielt, was genug ist.
O Nachahmer, Sklavenherde!
O schöner Mutter schönere Tochter!
Ob neidisch, hitzig, träge, trunksüchtig, lüstern niemand ist so wild, dass er nicht friedlich werden könnte.
Reich ist, wer weise ist.
Reichtum kann Dummheit erdulden.
Scherz zerlegt große Fragen meist auf forschere und treffendere Weise als beißender Scharfsinn.
Schließlich bewundern und lieben nicht alle das Gleiche.
Schuld verschandelt auch Wohlgeborene.
Schuldig macht sich eine Geisteshaltung, die sich selbst nie entflieht.
Selten ließ die Strafe hinkenden Fußes vom vorausgehenden Sünder ab.
Staub und Schatten sind wir.
Süß und ehrenvoll ist es, für das Vaterland zu sterben.
Tollkühn alles zu ertragen, stürzt sich das Menschengeschlecht auf verbotene Taten.
Tugend ist die Mitte zwischen den Fehlern.
Überlege oft, was du über jemanden sagst und wem du es sagst.
Überlegt lange, was eure Schultern zu tragen sich weigern und was sie tragen können.
Unaufhaltsam enteilt die Zeit.
Und einmal ausgesprochen, fliegt das Wort unwiderruflich davon.
Uns selbst und unser Hab und Gut schulden wir dem Tod.
Verachte die Vergnügungen, es schadet das mit Schmerz erkaufte Vergnügen.
Verwegene Armut trieb mich an, Verse zu schmieden.
Viele Annehmlichkeiten bringen die voranschreitenden Jahre mit sich, viele nehmen sie wieder weg, wenn sie weichen.
Viele Versprechungen schmälern das Vertrauen.
Vor dir läuft immer die Notwendigkeit her.
Wage es, Vernunft zu üben, fang an!
Während Dumme Fehler zu vermeiden suchen, laufen sie ins Gegenteil.
Während wir sprechen, flieht die missgünstige Zeit. Genieße den Tag!
Was sollen Gesetze ohne Moral?
Was zeigt Trunkenheit nicht an? Sie deckt Verborgenes auf.
Weise hüllt der Gott den Ausgang der kommenden Zeit in düstere Nacht.
Weise zu sein, ist Anfang und Quelle richtigen Schreibens.
Wenig nur unterscheidet sich verborgene Tugend von begrabener Untätigkeit.
Wenn du nicht recht zu leben weißt, weiche den Erfahrenen.
Wenn jemand Schuld belastet, so schütze du, der du getäuscht worden bist, ihn nicht.
Wenn wir fehlerfrei wären, würde es uns nicht so viel Vergnügen bereiten, sie an anderen festzustellen.
Wer nur begann, der hat schon halb vollendet.
Widrige Umstände pflegen Talent zu enthüllen, während Glück es verbirgt.
Wir hassen vollkommene Tugend.
Wir werden vom Schein des Rechten getäuscht.
Zorn ist ein kurzer Wahnsinn: Beherrsche deine Leidenschaften, denn wenn sie nicht gehorchen, befehlen sie.
Zu neuer Verfehlung führt die Flucht vor dem Fehler.
Auch f?r treues Schweigen gibt es sicheren Lohn.
Auch wenn du die Natur mit der Gabel austreiben wirst, wird sie dennoch zur?ckgelaufen kommen.
B?ndige deinen Zorn!
Beim Wein fliehen die bei?enden Sorgen dahin.
Bisweilen sieht die breite Masse das Wichtige, bisweilen macht sie Fehler.
Brot mit Salz wird einen knurrenden Magen gut beruhigen.
Carpe Diem Nutze den Tag!
Da die Zeit kurz ist, begrenze deine lange Hoffnung!
Das gesprochene Wort kann nicht zur?ckkehren.
Das Klima, nicht die Gesinnung ?ndern die, die ?bers Meer fahren.
Deines Reichtums wird sich ein Erbe bem?chtigen.
Dem wachsenden Geld folgt die Sorge.
Den Himmel, nicht die seelische Einstellung wechseln die, die ?ber das Meer fahren.
Denen, die vieles verlangen, mangelt es an vielem.
Denke daran, in widrigen Zeiten ein ruhiges Herz zu bewahren.
Der bleiche Tod klopft mit gerechtem Fu? an arme H?tten und an die T?rme der K?nige.
Der Erfahrene ist furchtsam.
Der Neider magert ab, wenn sein N?chster im Fett sitzt.
Der Tod ist die ?u?erste Grenze alles Irdischen.
Die H?lfte der Tat hat, wer begonnen hat.
Die Traurigen hassen den Fr?hlichen, die Lustigen den Traurigen.
Die Tugend liegt darin, das Laster zu fliehen, und von Dummheit frei zu sein ist der Beginn der Weisheit.
Doch alle erwartet die eine Nacht und der nur einmal zu betretende Weg des Todes.
Doch was verbietet, l?chelnd die Wahrheit zu sagen?
Ein Gastgeber ist wie ein Feldherr: Erst wenn etwas schief geht, zeigt sich sein Talent.
Ein Habgieriger leidet immer Mangel.
Ein Kaufmann macht durch allzu gro?en R?hmen die Ware, die ihm feil ist, nur verd?chtig.
Ein Scherz, ein lachendes Wort entscheidet ?ber gr??te Dinge oft treffender als Ernst und Sch?rfe.
Eine Definition soll Streit ausschlie?en.
Eine gro?e Mitgift ist die Tugend der Eltern.
Einen Mann, der des Lobes w?rdig ist, l?sst die Muse nicht sterben.
Einmal entsandt, fliegt das Wort unwiderruflich dahin.
Es ist billig, dass, wer um Nachsicht seiner Verfehlungen bittet, sie seinerseits gew?hrt.
Es ist hart, mit einem Sieger zu k?mpfen.
