Zitat von Johann Gottlieb Fichte
Jedes Schreckbild verschwindet, wenn man es fest ins Auge fasst.
Merke auf dich selbst: Kehre deinen Blick von allem, was dich umgibt, ab und in dein Inneres, ist die erste Forderung, welche die Philosophie an ihren Lehrling tut.
Nicht die Gewalt der Armee noch die Tüchtigkeit der Waffen, sondern die Kraft des Gemüts ist es, welche Siege erkämpft.
Unser Denken ist nicht in sich selbst, unabhängig von unsern Trieben und Neigungen, gegründet, der Mensch besteht nicht aus zwei nebeneinander fortlaufenden Stücken, er ist absolut Eins.
Von dem Fortgange der Wissenschaft hängt unmittelbar der Fortgang des Menschengeschlechts ab. Wer jenen aufhält, hält diesen auf.
Wir lehren nicht bloß durch Worte, wir lehren auch weit eindringlicher durch unser Beispiel.
Das endliche Vernunftwesen hat nichts au?er der Erfahrung, diese ist es, die den ganzen Stoff seines Denkens enth?lt.
Das h?chste Interesse und der Grund alles ?brigen Interesses ist das f?r uns selbst.
Der Dogmatismus ist g?nzlich unf?hig, zu erkl?ren, was er zu erkl?ren hat, und dies entscheidet ?ber seine Untauglichkeit.
Der Gelehrte in der letzten R?cksicht betrachtet soll der sittlich beste Mensch seines Zeitalters sein: Er soll die h?chste Stufe der bis auf ihn m?glichen sittlichen Ausbildung in sich darstellen.
Der Gelehrte vergesse, was er getan, sobald es getan ist, und denke stets nur auf das, was er noch zu tun hat.
Der letzte Zweck jedes einzelnen Menschen sowohl als der ganzen Gesellschaft, mithin auch aller Arbeiten des Gelehrten an der Gesellschaft, ist sittliche Veredlung des ganzen Menschen.
Der Mensch ist nicht Erzeugnis der Sinnenwelt, und der Endzweck seines Daseins kann in derselben nicht erreicht werden. Seine Bestimmung geht ?ber Zeit und Raum und alles Sinnliche hinaus.
Der Zweck des Erdenlebens der Menschheit ist der, dass sie in demselben alle ihre Verh?ltnisse mit Freiheit nach der Vernunft einrichten.
Des Menschen grausamster Feind ist der Mensch.
Die h?heren Zweige der Vernunftkultur, Religion, Wissenschaft, Tugend k?nnen nie Zwecke des Staates werden.
Es siegt immer und notwendig die Begeisterung ?ber den, der nicht begeistert ist.
