Zitat von Epikur


Jeder Schmerz ist leicht zu verachten. Denn der eine bringt zwar eine schneidende Qual, aber seine Dauer ist beschnitten, der andere dauert zwar im Fleische, aber seine Qual ist stumpf.
Keine Lust ist an sich ein Übel. Aber das, was bestimmte Lustempfindungen verschafft, führt Störungen herbei, die um vieles stärker sind als Lustempfindungen.
Lachen soll man und zugleich philosophieren, seinen Haushalt führen, seine übrigen Fähigkeiten anwenden und niemals aufhören, die aus der richtigen Philosophie stammenden Lehrsätze zu verkünden.
Lebe heute, vergiss die Sorgen der Vergangenheit.
Man soll nicht vorgeben zu philosophieren, sondern tatsächlich philosophieren. Denn wir bedürfen nicht des Gesundscheinens, sondern des wahrhaften Gesund Seins.
Mitfühlen wollen wir mit unseren Freunden, nicht indem wir jammern, sondern indem wir uns um sie kümmern!
Nichts ist ausreichend für den, dem das Ausreichende zu wenig ist.
Niemals strebte ich danach, der Masse zu gefallen. Denn was ihr gefiel, verstand ich nicht, was ich wusste, war ihrer Wahrnehmung weit entrückt.
Niemand erblickt ein Übel und wählt es dennoch, sondern man wird von ihm geködert, als sei es ein Gut, und lässt sich von dem Übel, das größer ist als das Gut, einfangen.
Niemanden soll man beneiden. Denn die Guten verdienen den Neid nicht, die Schlechten ruinieren sich selbst umso mehr, je mehr Glück sie haben.
Schwach ist unsere Konstitution gegenüber dem Übel, nicht gegenüber dem Guten. Denn durch Lustempfindungen wird sie erhalten, durch Schmerzen zerrüttet.
Sinnlos ist es, von den Göttern zu erbitten, was einer sich selbst zu verschaffen imstande ist.
Tue nichts im Leben, was dir Angst bereitet, wenn es von deinen Mitmenschen entdeckt wird.
Um sich vor den Menschen sicher zu fühlen, dafür gab es infolge ihrer Veranlagung ein Gut, nämlich Herrschaft und Königtum, mit deren Hilfe man im Stand war, sich dies zu verschaffen.
Versuchen sollen wir, den nachfolgenden Tag vollkommener zu gestalten als den vorhergehenden, solange wir auf dem Wege sind, sooft wir aber an die Grenze kommen, gleichmäßig froh gestimmt sein.
Von den Begierden sind die einen anlagebedingt und notwendig, die anderen anlagebedingt und nicht notwendig, wieder andere sind weder anlagebedingt noch notwendig, sondern entstehen durch ziellose Erwartung.
Weder die Leichtfertigen noch die Zauderer soll man der Freundschaft würdigen. Man muss allerdings etwas riskieren um der Freundschaft willen.
Wem genug zuwenig ist, dem ist nichts genug
Wenn du einen Menschen glücklich machen willst, dann füge nichts seinem Reichtum hinzu, sondern nimm ihm einige von seinen Wünschen.
Wenn du nach der Natur lebst, wirst du niemals arm. Wenn du nach den Meinungen lebst, wirst du niemals reich.
Werden Anblick, Verkehr und Umgang miteinander genommen, so löst sich die erotische Leidenschaft auf.
Die schlechten Gewohnheiten wollen wir wie minderwertige Menschen, die uns lange Zeit schwer gesch?digt haben, endg?ltig vertreiben.
Ein jeder scheidet aus dem Leben, als sei er gerade geboren.

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