Zitat von Epiktet
Man darf das Schiff nicht an einen einzigen Anker und das Leben nicht an eine einzige Hoffnung binden.
Nenne dich niemals einen Philosophen und sprich mit den Leuten auch möglichst nicht über philosophische Überzeugungen, sondern handle danach.
Nicht die Dinge selbst beunruhigen die Menschen, sondern ihre Urteile und Meinungen über sie.
Sich zu bilden heißt, lernen zu wollen, wie alles geschieht.
Tod, Verbannung und alles andere, was als furchtbar gilt, halte dir täglich vor Augen, besonders aber den Tod, und du wirst niemals kleinliche Gedanken haben oder etwas übermäßig begehren.
Wende dich mutig an die Götter, die du als deine Ratgeber betrachten mögest. Und dann, wenn dir ein Rat erteilt wird, denke daran, an welche Ratgeber du dich gewandt hast und wem du den Gehorsam verweigerst, falls du nicht hörst.
Wenn dir jemand mitteilt, dir sage jemand Böses nach, dann rechtfertige dich nicht, sondern antworte: »Er kannte wohl meine anderen Fehler nicht, denn sonst würde er nicht nur diese hier erwähnen.«.
Wenn du deinen Körper an ein einfaches Leben gewöhnt hast, dann prahle nicht damit. Und wenn du nur Wasser trinkst, dann sage nicht bei jeder Gelegenheit, dass du nur Wasser trinkst.
Wie die Sonne nicht auf Lob und Bitten wartet, um aufzugehen, sondern eben leuchtet und von der ganzen Welt begrüßt wird, so darfst auch Du weder Schmeicheln noch Beifall brauchen, um Gutes zu tun.
Wie kein Ziel aufgestellt wird, damit man es verfehle, so gibt es auch nichts von Natur aus Böses in der Welt.
Zu den öffentlichen Autorenlesungen geh nicht unüberlegt und ohne innere Bereitschaft. Gehst du aber hin, so bewahre deine Würde und Zurückhaltung und sorge dafür, dass du niemandem lästig wirst.
Zustand und Charakter eines Durchschnittsmenschen: Niemals erwartet er Nutzen oder Schaden von sich selbst, sondern nur von den äußeren Umständen. Zustand und Charakter eines Philosophen: Er erwartet allen Nutzen und allen Schaden von sich selbst.
Bleibe deinen Vors?tzen wie gew?hnlichen Gesetzen treu in der ?berzeugung, dass du eine gottlose Tat begehst, wenn du sie missachtest.
Denn wenn du erst einmal das Ma? ?berschritten hast, dann gibt es keine Grenze mehr.
Du kannst unbesiegbar sein, wenn du dich auf keinen Kampf einl?sst, in dem der Sieg nicht von dir abh?ngt.
Du musst dich entscheiden: Entweder arbeitest du f?r deine Seele oder f?r die ?u?eren Dinge. Entweder bem?hst du dich um das Innere oder um das ?u?ere, das hei?t, entweder spielst du die Rolle eines Philosophen oder eines gew?hnlichen Menschen.
Ein Schiff sollte man nicht an einen einzigen Anker und das Leben nicht an eine einzige Hoffnung binden.
Es sind nicht die Dinge, die uns beunruhigen, sondern die Meinungen, die wir von den Dingen haben.
