Zitat von Eschenbach Marie Freifrau Von Ebner


In der Fähigkeit, einen edlen Wunsch intensiv und heiß zu nähren, liegt etwas wie Erfüllung.
In der großen Welt gefällt nichts so sehr wie die Gleichgültigkeit darüber, ob man ihr gefällt.
In der Jugend lernt man, im Alter versteht man.
In der Jugend meinen wir, das Geringste, was das Leben uns gewähren könne, sei Gerechtigkeit. Im Alter erfährt man, dass es das Höchste ist.
In der Kunst ist alles Bilden nur ein Nachbilden.
In einem guten Buche stehen mehr Wahrheiten, als sein Verfasser hineinzuschreiben meinte.
In jede hohe Freude mischt sich eine Empfindung von Dankbarkeit.
In jedem tüchtigen Menschen steckt ein Poet und kommt beim Schreiben zum Vorschein, beim Lesen, beim Sprechen oder beim Zuhören.
Je einfacher das Problem, desto tiefer muss es gefasst werden.
Je kleiner das Sandkörnlein ist, desto sicherer hält es sich für die Achse der Welt.
Je kürzer der Fleiß, je länger der Tag.
Je mehr du dich selbst liebst, je mehr bist du dein eigener Feind.
Je törichter dein Hoffen, umso fester.
Je ungebildeter ein Mensch, je schneller ist er mit einer Ausrede fertig.
Je weiter unsere Erkenntnis Gottes dringt, desto weiter weicht Gott vor uns zurück.
Jede neue Wahrheit beginnt als Anachronismus, sie wird erst langsam wahr. Es braucht immer eine gewisse Zeit, bis ihre Tiefe heraufsteigt, nach oben kommt und sichtbar, das heißt: oberflächlich wird.
Jeder Dichter und alle ehrlichen Dilettanten schreiben mit ihrem Herzblute, aber wie diese Flüssigkeit beschaffen ist, darauf kommt es an.
Jeder Künstler soll es der Vogelmutter nachmachen, die sich um ihre Brut nicht mehr bekümmert, sobald sie flügge geworden ist.
Jeder Mensch glaubt, er sei unter allen der wichtigste, der beste, aber nur der Narr und der Dummkopf haben den Mut, es zu sagen.
Jeder Mensch hat ein Brett vor dem Kopf - es kommt nur auf die Entfernung an.
Jeder Mensch hat ein Brett vor dem Kopf. Es kommt nur auf die Entfernung an.
Jeder Weltmann verkehrt lieber mit einem wohlerzogenen Bösewicht als mit einem schlecht erzogenen Heiligen.
Jedes brave eheliche Verhältnis endet mit Freundschaft.
Jung sein ist schön, alt sein ist bequem.
Kein Genusssüchtiger schreit so wild nach Freuden, wie ein Flagellant nach seiner Geißel schreit.
Kein Leiden braucht so viel Teilnahme und findet so wenige wie das selbst verschuldete.
Kein Mensch steht so hoch, dass er anderen gegenüber gerecht sein dürfte.
Kein Mensch weiß, was in ihm schlummert und zu Tage kommt, wenn sein Schicksal anfängt, ihm über den Kopf zu wachsen.
Kein Mensch weiß, was in ihm schlummert und zutage kommt, wenn sein Schicksal anfängt, ihm über den Köpf zu wachsen.
Kein Toter ist so gut begraben wie eine erloschene Leidenschaft.
Kinder und Greise fabeln. Die Ersten, weil ihr Verstand die Herrschaft über die Phantasie noch nicht gewonnen, die Zweiten, weil er sie verloren hat.
Klarheit ist Wahrhaftigkeit in der Kunst und in der Wissenschaft.
Künstler ein Priester.
Künstler haben gewöhnlich die Meinung von uns, die wir von unseren Werken haben.
Künstler, was du nicht schaffen musst, das darfst du nicht schaffen wollen.
Langeweile ist die Halbschwester der Verzweiflung.
Läufer sind schlechte Geher.
Liebe alle Menschen, der Leidende aber sei dein Kind.
Liebe ist Qual, Lieblosigkeit ist Tod.
Liebe vergeht, Gleichgültigkeit vergeht nicht.
Lieber von einer Hand, die wir nicht drücken möchten, geschlagen, als von ihr gestreichelt werden.
Liebhabereien bewahren vor Leidenschaften, eine Liebhaberei wird zur Leidenschaft.
Macht ist Pflicht, Freiheit ist Verantwortlichkeit.
Man bleibt jung, solange man noch lernen, neue Gewohnheiten annehmen und Widerspruch ertragen kann.
Man darf anders denken als seine Zeit, aber man darf sich nicht anders kleiden.
Man darf anders denken, wie seine Zeit, - sich aber nicht anders kleiden.
Man darf die Phantasie verführen, aber Gewalt darf man ihr nicht antun wollen.
Man fordere nicht Wahrhaftigkeit von den Frauen, solange man sie in dem Glauben erzieht, ihr vornehmster Lebenszweck sei zu gefallen.
Man hat einen zu guten oder einen zu schlechten Ruf, nur den Ruf hat man nicht, den man verdient.
Man kann auf falschem Wege sein und doch zu den herrlichsten Aussichtspunkten gelangen, nur natürlich nicht ans Ziel.
Man kann den Leuten aus dem Weg gehen vor lauter Verachtung oder vor lauter Respekt.
Man kann nicht allen helfen", sagt der Engherzige und hilft keinem.
Man kann nicht allen helfen, sagt der Engherzige, und hilft keinem.
Man kann nicht jedes Unrecht gut , wohl aber jedes Recht schlechtmachen.
Man kann sich nicht im Besitz von eigentlich unveräußerlichen Gütern befinden, ohne etwas von seinem Rechtssinn einzubüßen.
Man kann viele Dinge kaufen, die unbezahlbar sind.
Man muss das Gute tun, damit es in der Welt sei!
Man muss das Gute tun, damit es in der Welt sei.
Man muss die Fehler, die man nicht ablegen kann, in Tugenden verwandeln.
Man muss manchmal sogar der Versuchung, hilfreich zu sein, widerstehen können.
Man muss schon etwas wissen, um verbergen zu können, dass man nichts weiß.
Man sagt »in jungen Jahren« und »in alten Tagen«, weil die Jugend Jahre und das Alter nur noch Tage vor sich hat.
Man sollte nicht sprechen von der Kunst, glücklich zu sein, sondern von der Kunst, sich glücklich zu fühlen.
Manche Ehen sind ein Zustand, in dem zwei Leute es weder mit noch ohne einander durch längere Zeit aushalten können.
Manche Leute wären frei, wenn sie zu dem Bewusstsein ihrer Freiheit kommen könnten.
Manche Tugenden kann man dadurch erwerben, dass man sie lange Zeit hindurch heuchelt. Andere wird man um so weniger erringen, je mehr man sucht, sich ihren Schein zu geben. Zu den ersten gehört der Mut, zu den zweiten die Bescheidenheit.
Mehr noch als nach dem Glück unserer Jugend sehnen wir uns im Alter nach den Wünschen unserer Jugend zurück.
Menschen, die nach immer größerem Reichtum jagen, ohne sich jemals Zeit zu gönnen, ihn zu genießen, sind wie Hungrige, die immerfort kochen, sich aber nie zu Tische setzen.
Menschen, die viel von sich sprechen, machen so ausgezeichnet sie übrigens sein mögen den Eindruck der Unreife.
Merkmal großer Menschen ist, dass sie an andere weit geringere Anforderungen stellen als an sich selbst.
Misstraue deinem Urteil, sobald du darin den Schatten eines persönlichen Motivs entdecken kannst.
Mit unseren Eltern begraben wir die Vergangenheit, mit unseren Kindern die Zukunft.
Mit wenig Talent macht man's schlecht, ohne Talent macht man gar nichts.
Mitleid ist Liebe im Negligé.
Modern sein heißt, auf dem Wege sein, unmodern zu werden.
Mut des Schwachen, Milde des Starken beide anbetungswürdig!
Nächstenliebe lebt mit tausend Seelen, Egoismus mit einer einzigen, und die ist erbärmlich.
Natur ist Wahrheit, Kunst ist die höchste Wahrheit.
Nenne dich nicht arm, weil deine Träume nicht in Erfüllung gegangen sind, wirklich arm ist nur der, der nie geträumt hat.
Nicht jeder große Mann ist ein großer Mensch.
Nicht jene, die streiten, sind zu fürchten, sondern jene, die ausweichen.
Nicht leisten können, was andere leisten du musst dich bescheiden. Nicht mehr leisten können, was du selbst einmal geleistet hast zum Verzweifeln.
Nicht teilnehmen an dem geistigen Fortschreiten seiner Zeit, heißt moralisch im Rückschritt sein.
Nicht tödlich, aber unheilbar, das sind die schlimmsten Krankheiten.
Nicht was wir erleben, sondern wie wir empfinden, was wir erleben, macht unser Schicksal aus.
Nichts Besseres kann der Künstler sich wünschen als grobe Freunde und höfliche Feinde.
Nichts bist du, nichts ohne die andern. Der verbissenste Misanthrop braucht die Menschen doch, wenn auch nur, um sie zu verachten.
Nichts entfernt zwei innerlich wenig verwandte Menschen mehr voneinander als das Zusammenleben.
Nichts ist erbärmlicher als die Resignation, die zu früh kommt.
Nichts ist weniger verheißend als Frühreife, die junge Distel sieht einem zukünftigen Baume viel ähnlicher als die junge Eiche.
Nichts lernen wir so spät und verlernen wir so früh, als zugeben, dass wir unrecht haben.
Nichts macht uns feiger und gewissen loser als der Wunsch, von allen Menschen geliebt zu werden.
Nichts schwerer, als den gelten lassen, der uns nicht gelten lässt.
Nichts wird oft so unwiederbringlich versäumt wie eine Gelegenheit.
Nichts wird so oft unwiederbringlich versäumt wie eine Gelegenheit, die sich täglich bietet.
Niemand ist so beflissen, immer neue Eindrücke zu sammeln, wie der, der die alten nicht zu verarbeiten versteht.
Nur der Denkende erlebt sein Leben, am Gedankenlosen zieht es vorbei.
Nur der Denkende erlebt sein Leben. Am Gedankenlosen zieht es vorbei.
Nur der Starke kann verzeihen, der Schwächling wird immer nachtragen.
Nur die allergescheitesten Leute benutzen ihren Scharfsinn zur Beurteilung nicht bloß anderer, sondern auch ihrer selbst.
Nur was für die Gegenwart zu gut ist, ist gut genug für die Zukunft.
Nur wieder empor nach jedem Sturz aus der Höhe! Entweder fällst du dich tot, oder es wachsen dir Flügel.
Ob das Werkzeug früher versagt als die Hand, ist ein großer Unterschied, kommt aber auf eins heraus.
Ob zwei Leute gut getan haben, einander zu heiraten, kann man bei ihrer silbernen Hochzeit noch nicht wissen.
Ohne Phantasie keine Güte, keine Weisheit.
Raison annehmen kann niemand, der nicht schon welche hat.
Reizvoll und vergänglich passen zusammen, vom Schönen verlangen wir Dauer.
Respekt vor dem Gemeinplatz! Er ist seit Jahrhunderten aufgespeicherte Weisheit.
Rücksichtslosigkeiten, die edle Menschen erfahren haben, verwandeln sich in Rücksichten, die sie erweisen.
Sag etwas, das sich von selbst versteht, zum ersten Mal, und du bist unsterblich.
Sagen, was man denkt, ist manchmal die größte Torheit und manchmal die größte Kunst.
Schaffen führt zum Glauben an einen Schöpfer.
Schrittweises Zurückweichen ist oft schlimmer als ein Sturz.
Schüchterne Dummheit und verschämte Armut sind den Göttern heilig.
Sehr geringe Unterschiede begründen manchmal sehr große Verschiedenheiten.
Sei deines Willens Herr und deines Gewissens Knecht.
Selbst der bescheidenste Mensch hält mehr von sich, als sein bester Freund von ihm hält.
Selbsterkenntnis ist ein unfehlbares Mittel gegen Selbstliebe.
Sich glücklich fühlen, auch ohne Glück - das ist Glück.
Sich mit wenigem begnügen ist schwer, sich mit vielem begnügen unmöglich.
Sich mit wenigem begnügen, ist schwer, sich mit vielem begnügen noch schwerer.
Sich mit wenigem zu begnügen, ist schwer, sich mit viel zu begnügen, noch schwerer.
Siege, aber triumphiere nicht.
So lang es mehr faule als fleißige Menschen gibt, bleibt der sozialistische Staat eine Utopie.
So manche Wahrheit ging von einem Irrtum aus.
So mancher meint ein gutes Herz zu haben und hat nur schwache Nerven.
So mancher meint, ein Don Juan zu sein, und ist nur ein Faun.
So mancher meint, ein gutes Herz zu haben, und hat nur schwache Nerven.
So manches können wir anderen zuliebe tun, unsere Schuldigkeit tun wir immer nur uns selbst zuliebe.
So reich unser Leben an wohl ausgenützten Gelegenheiten war, vortrefflichen Menschen nahe zu stehen, so reich ist es überhaupt gewesen.
So weit deine Selbstbeherrschung geht, so weit geht deine Freiheit.
Sobald eine Mode allgemein geworden ist , hat sie sich überlebt.
Soweit Deine Selbstbeherrschung geht, soweit geht Deine Freiheit.
Soweit die Erde Himmel sein kann, soweit ist sie es in einer glücklichen Ehe.
Späte Freuden sind die schönsten, sie stehen zwischen entschwundener Sehnsucht und kommendem Frieden.
Stark im Tun, schwach im Dulden, ist Männerart. Schwach im Tun, stark im Dulden, ist Frauenart.
Steril ist der, dem nichts einfällt, langweilig ist, der ein paar alte Gedanken hat, die ihm alle Tage neu einfallen.
Suche immer zu nützen! Suche nie, dich unentbehrlich zu machen.
Theorie und Praxis sind eins wie Seele und Leib, und wie Seele und Leib liegen sie großenteils miteinander in Streit.
Tiefe Bildung glänzt nicht.
Traurigkeit ist Stille, ist Tod, Heiterkeit ist Regsamkeit, Bewegung, Leben.
Treue üben ist Tugend, Treue erfahren ist Glück.
Tue deine Pflicht so lange, bis sie deine Freude wird.
Tugend und Gelehrsamkeit haben nichts miteinander gemein, heißt es. Seht aber zu, wohin es mit eurem moralischen Fortschreiten kommt, wenn ihr von dem geistigen Fortschreiten eurer Zeit keine Notiz nehmt.
Über das Kommen mancher Leute tröstet uns oft nichts als die Hoffnung auf ihr Gehen.
Über das Kommen mancher Menschen tröstet uns nichts als die Hoffnung auf ihr Gehen.
Überlege einmal, bevor du gibst, zweimal, bevor du annimmst und tausendmal, bevor du verlangst und forderst.
Überlege wohl, bevor du dich der Einsamkeit ergibst, ob du auch für dich selbst ein heilsamer Umgang bist.
Überlege wohl, bevor du dich der Einsamkeit gibst, ob Du auch für dich selbst ein heilsamer Umgang bist.
Um ein öffentliches Amt glänzend zu verwalten, braucht man eine gewisse Anzahl guter und - schlechter Eigenschaften.
Um in eine Versammlung feiner Leute treten zu dürfen, muss man den Frack tragen, die Uniform oder die Livree.
Um wie viel weniger bekümmert ein gescheiter Mensch sich um die Fehler anderer als um seine eigenen!
Unbefangenheit, Geradheit, Bescheidenheit sind auch göttliche Tugenden.
Unbegründeter Tadel ist manchmal eine Form der Schmeichelei.
Und ich habe mich so gefreut! sagst du vorwurfsvoll, wenn dir eine Hoffnung zerstört wurde. Du hast dich gefreut - ist das nichts?
und ich habe mich so gefreut, sagst Du vorwurfsvoll, wenn Dir eine Hoffnung zerstört wurde. Du hast Dich gefreut - ist das nichts?
Unerreichbare Wünsche werden als "fromm" bezeichnet. Man scheint anzunehmen, dass nur die profanen in Erfüllung gehen.
Unser Stolz auf den Besitz einer guten Eigenschaft erleidet einen argen Stoß, wenn wir sehen, wie stolz andere auf das Nichtbesitzen derselben guten Eigenschaft sind.
Unsere Zeit ist eine Zeit der Gleichheit, in der jeder alle anderen überragen will.
Unseren schlechten Eigenschaften gegenüber gibt es nur ewigen Kampf oder schimpflichen Frieden.
Vaterlandsliebe errichtet Grenzpfähle, Nächstenliebe reißt sie nieder.
Verlegenheit äußert sich bei unerzogenen Menschen als Grobheit, bei nervösen Menschen als Schwatzhaftigkeit, bei alten Jungfern und Junggesellen als Bissigkeit. Phlegmatische Menschen macht die Verlegenheit stumm.
Verschmähtes Erbarmen kann sich in Grausamkeit verwandeln wie verschmähte Liebe in Hass.
Verständnis des Schönen und Begeisterung für das Schöne sind eins.
Vertrauen ist die größte Selbstaufopferung.
Vertrauen ist Mut, und Treue ist Kraft.
Vervollkommnung deiner selbst erreichst du nur durch Unzufriedenheit mit dir selbst.
Verwöhnte Kinder sind die unglücklichsten, sie lernen schon in jungen Jahren die Leiden der Tyrannen kennen.
Viele Leute glauben, wenn sie einen Fehler eingestanden haben, brauchen sie ihn nicht mehr abzulegen.
Viele Leute glauben, wenn sie einen Fehler erst eingestanden haben, brauchen sie ihn nicht mehr abzulegen.
Viele Männer gibt es, viele Frauen, die vernünftig sind im Umgang mit dem eigenen und ach, so albern im Umgang mit dem anderen Geschlecht.
Viele Worte sind lange zu Fuß gegangen, ehe sie geflügelte Worte wurden.
Vieles erfahren haben heißt noch nicht Erfahrung besitzen.
Vieles erfahren haben, heißt noch nicht, Erfahrung besitzen.
Vor Verleumdung kann nicht einmal der liebe Herrgott sich schützen.
Vorurteil stützt die Throne, Unwissenheit die Altäre.
Während des Beisammenseins mit geliebten Menschen kann man sich in den Zustand der Trennung von ihnen ebenso wenig hineindenken wie in den des Todes.
Warten lernen wir gewöhnlich erst, wenn wir nichts mehr zu erwarten haben.
Was andere uns zutrauen, ist meist bezeichnender für sie als für uns.
Was dein Wort zu bedeuten hat, erfährst du durch den Widerhall, den es erweckt.
Was du wirklich besitzest, das wurde dir geschenkt.
Was du zu müssen glaubst, ist das, was du willst.
Was ein Kind tut, soll nicht als eine Handlung, sondern als ein Symptom aufgefasst werden.
Was ein Mensch glaubt und woran er zweifelt, ist gleich bezeichnend für die Stärke seines Geistes.
Was geschehen ist, solange die Welt steht, braucht deshalb nicht zu geschehen, solange sie noch stehen wird.
Was ist Reue? Eine große Trauer darüber, dass wir sind, wie wir sind.
Was liegt am Ruhm, da man den Nachruhm nicht erleben kann.
Was liegt dem Narren an einem vernünftigen Menschen? Die wichtige Person für ihn ist der andere Narr, der ihn gelten lässt.
Was Menschen und Dinge wert sind, kann man erst beurteilen, wenn sie alt geworden sind.
Was nennen die Menschen am liebsten dumm? Das Gescheite, das sie nicht verstehen.
Was noch zu leisten ist, das bedenke, was du schon geleistet hast, das vergiss.
Was uns an der sichtbaren Schönheit entzückt, ist ewig nur die unsichtbare.
Weh der Frau, die nicht im Falle der Not ihren Mann zu stellen vermag.
Welch ein Unterschied liegt darin, wie man's macht und wie sich's macht!
Welch triste Epoche, in der es leichter ist, ein Atom zu zertrümmern als ein Vorurteil!
Welcher Autor darf sagen, dass der Gedanke an die Oberflächlichkeit der meisten Leser ihm stets ein peinlicher und nicht mitunter auch ein tröstlicher sei?
Wenig Leidenschaft, große Herzens wärme, Verstand, Anmut, leichte Umgangsformen, Respekt vor dem Ernst, Verständnis für den Scherz summa summarum: Liebenswürdigkeit.
Wenn alberne Leute sich bemühen, ein Geheimnis vor uns zu verbergen, dann erfahren wir es gewiss, so wenig uns auch danach gelüstet.
Wenn der Kunst kein Tempel mehr offen steht, dann flüchtet sie in die Werkstatt.
Wenn der Mann das Amt hat und die Frau den Verstand, dann gibt es eine gute Ehe.
Wenn der Mensch etwas verschweigen will, dann gibt es keine Macht auf Erden, die ihm sein Geheimnis entreißt.
Wenn die Großmut vollkommen sein soll, muss sie eine kleine Dosis Leichtsinn enthalten.
Wenn die Missgunst aufhören muss, fremdes Verdienst zu leugnen, fängt sie an, es zu ignorieren.
Wenn die Nachtigallen aufhören zu schlagen, fangen die Grillen an zu zirpen.
Wenn die Neugier sich auf ernsthafte Dinge richtet, dann nennt man sie Wissensdrang.
Wenn die Zeit kommt, in der man könnte, ist die vorüber, in der man kann.
Wenn die, die uns nachfolgten, uns nicht mehr erreichen können, schwören sie darauf, dass wir uns verirrt haben.
Wenn du durchaus nur die Wahl hast zwischen einer Unwahrheit und einer Grobheit, dann wähle die Grobheit, wenn jedoch die Wahl getroffen werden muss zwischen einer Unwahrheit und einer Grausamkeit, dann wähle die Unwahrheit.
Wenn du einen viel betretenen Weg lange gehst, so gehst du ihn endlich allein.
Wenn du heute nicht etwas besser bist, als du gestern warst, bist du gewiss etwas schlechter.
Wenn du sicher wählen willst im Konflikt zweier Pflichten, wähle diejenige, die zu erfüllen dir schwerer fällt.
Wenn ein edler Mensch sich bemüht, ein begangenes Unrecht gutzumachen, kommt seine Herzensgüte am reinsten und schönsten zutage.
Wenn ein Mensch uns zugleich Mitleid und Ehrfurcht einflößt, dann ist seine Macht über uns grenzenlos.
Wenn eine Frau sagt »jeder«, meint sie: jedermann. Wenn ein Mann sagt »jeder«, meint er: jeder Mann.
Wenn eine Frau sagt jeder, meint sie: jedermann. Wenn ein Mann sagt jeder, meint er: jeder Mann.
Wenn eine große Tat getan wird, hält die Zeit den Atem an, und diesem Augenblick wird ein Sterblicher unsterblich.
Wenn es einen Glauben gibt, der Berge versetzen kann, so ist es der Glaube an die eigene Kraft.
Wenn ich nicht predigen müsste, würde ich mich nicht kasteien, sagte ein wahrheitsliebender Priester.
Wenn jeder dem anderen helfen wollte, wäre allen geholfen.
Wenn jemand etwas kann, das gewöhnliche Menschen nicht können, so trösten sie sich damit, dass er gewiss von allem, was sie können, nichts kann.
Wenn man das Dasein als eine Aufgabe betrachtet, dann vermag man es immer zu ertragen.
Wenn man ein Seher ist, braucht man kein Beobachter zu sein.
Wenn man nicht aufhören will, die Menschen zu lieben, muss man nicht aufhören, ihnen Gutes zu tun.
Wenn man nur die Alten liest, ist man sicher, immer neu zu bleiben.
Wenn mein Herz nicht spricht, dann schweigt auch mein Verstand, sagt die Frau. Schweige, Herz, damit der Verstand zu Worte komme, sagt der Mann.
Wenn unsere Schwächen unserer Stärke nie zu Hilfe kämen, sie würde oft versagen.
Wenn wir an Freuden denken, die wir erlebt haben oder noch zu erleben hoffen, denken wir sie uns immer ungetrübt.
Wenn wir auch der Schmeichelei keinen Glauben schenken, der Schmeichler gewinnt uns doch.
Wenn wir auch der Schmeichelei keinen Glauben schenken, der Schmeichler gewinnt uns doch. Einige Dankbarkeit empfinden wir immer für den, der sich die Mühe macht, uns angenehm zu belügen.
Wenn wir die ersehnte Ruhe endlich haben werden, werden wir nichts mehr von ihr haben.
Wenn wir eine Freude ganz ungetrübt genießen sollen, muss sie einem Menschen zuteil werden, den wir lieben.
Wenn wir nur das Unrecht hassen und nicht diejenigen, die es tun, werden wir unsere Kampfgenossen und unsere Feinde lieben.
Wenn wir nur noch das sehen, was wir zu sehen wünschen, sind wir bei der geistigen Blindheit angelangt.
Wenn zwei brave Menschen über Grundsätze streiten, haben immer beide Recht.
Wenn zwei Menschen zugleich anfangen, einander zu lieben, das ist ein großes Glück. Ein noch größeres Glück aber ist, wenn beide auch zu gleicher Zeit aufhören, einander zu lieben.
Wer an die Freiheit des menschlichen Willens glaubt, hat nie geliebt und nie gehasst.
Wer die materiellen Genüsse des Lebens seinen idealen Gütern vorzieht, gleicht dem Besitzer eines Palastes, der sich in den Gesindestuben einrichtet und die Prachtsäle leer stehen lässt.
Wer es versteht, den Leuten mit Anmut und Behagen Dinge auseinander zu setzen, die sie ohnehin wissen, der verschafft sich am geschwindesten den Ruf eines gescheiten Menschen.
Wer Geduld sagt, sagt Mut, Ausdauer, Kraft.
Wer Gleichheit zu schaffen verstände, müsste der Natur Gewalt antun können.
Wer hat nicht schon das, was er sich zutraut, für das gehalten, was er vermag?
Wer in die Öffentlichkeit tritt, hat keine Nachsicht zu erwarten und keine zu fordern.
Wer in Gegenwart von Kindern spottet oder lügt, begeht ein todeswürdiges Verbrechen.
Wer nichts weiß, muss alles glauben.
Wer sich an seine Kindheit nicht mehr deutlich erinnert, ist ein schlechter Erzieher.
Wer sich keine Annehmlichkeiten versagen kann, wird sich nie ein Glück erobern.
Wer sich mit wenig Ruhm begnügt, verdient nicht vielen.
Wer sich seiner eigenen Kindheit nicht mehr deutlich erinnert, ist ein schlechter Erzieher.
Wer sich zum Wurm macht, kann nachher nicht klagen, wenn er mit Füßen getreten wird.
Wie jede schöne Daseinsblume verwelkt im Alter auch der Ehrgeiz, perennierend aber ist die elende Klette Eitelkeit.
Wie oft wird ein großer Name nur auf Kosten des guten Namens errungen!
Wie teuer du eine schöne Illusion auch bezahltest, du hast doch einen guten Handel gemacht.
Wie viel Bewegung wird hervorgebracht durch das Streben nach Ruhe!
Wie weise muss man sein, um immer gut zu sein.
Wir entschuldigen nichts so leicht als Torheiten, die uns zuliebe begangen wurden.
Wir hassen unsere Fehler wenn wir ihnen bei anderen begegnen.
Wir hätten wenig Mühe, wenn wir niemals unnötige Mühe hätten.
Wir können uns nie genug darüber wundern, wie so wichtig den anderen ihre eigenen Angelegenheiten sind.
Wir müssen immer lernen, zuletzt auch noch sterben lernen.
Wir sind für nichts so dankbar wie für Dankbarkeit.
Wir sind in Todesangst, dass die Nächstenliebe sich zu weit ausbreiten könnte, und richten Schranken gegen sie auf die Nationalitäten.
Wir sind leicht bereit, uns selbst zu tadeln, unter der Bedingung, dass niemand einstimmt.
Wir sind so eitel, dass uns sogar an der Meinung der Leute, an denen uns nichts liegt, etwas gelegen ist.
Wir sind so eitel, dass uns sogar an der Meinung von Leuten, an denen uns nichts liegt, etwas gelegen ist.
Wir sollen immer verzeihen, dem Reuigen um seinetwillen, dem Reuelosen um unseretwillen.
Wir sollen nicht nur leben, als ob wir morgen sterben, sondern auch, als ob wir noch hundert Jahre leben könnten.
Wir sträuben uns gegen das Leiden. Wer aber möchte nicht gelitten haben?
Wir suchen die Wahrheit, finden wollen wir sie aber nur dort, wo es uns beliebt.
Wir unterschätzen das, was wir haben, und überschätzen das, was wir sind.
Wir verlangen sehr oft nur deshalb Tugenden von anderen, damit unsere Fehler sich bequemer breitmachen können.
Wir werden alt, unsere Eitelkeit wird immer jünger.
Wir werden vom Schicksal hart oder weich geklopft. Es kommt aus das Material an.
Wissensdrang: wenn die Neugier sich auf ernsthafte Dinge richtet.
Wisset, die euch Hass predigen, erlösen euch nicht.
Wo die Eitelkeit anfängt, hört der Verstand auf.
Wo Geschmacklosigkeit daheim ist, wird auch immer etwas Rohheit wohnen.
Wo gibt es noch einmal zwei Dinge so entgegengesetzt und doch so nahe verwandt, so unähnlich und doch so oft kaum voneinander zu unterscheiden wie Bescheidenheit und Stolz.
Wo wäre die Macht der Frauen, wenn die Eitelkeit der Männer nicht wäre?
Wohl dem, der sagen darf: Der Tag der Aussaat war der Tag der Ernte.
Wohl finden wir unsere Worte auf den Lippen der Freunde wieder, aber nicht mehr als unser, sondern als ihr Eigentum.
Wohl jedem, der nur liebt, was er darf, und nur hasst, was er soll.
Wohlerzogene Menschen sprechen in Gesellschaft weder vom Wetter noch von der Religion.
Zu jeder Zeit liegen einige große Wahrheiten in der Luft, sie bilden die geistige Atmosphäre des Jahrhunderts.
Zu späte Erfüllung einer Sehnsucht labt nicht mehr. Die lechzende Seele zehrt sie auf wie glühendes Eisen einen Wassertropfen.
Zwei sehr verschiedene Tugenden können einander lange und scharf befehden, der Augenblick bleibt nicht aus, wo sie erkennen, dass sie Schwestern sind.
Zwischen Können und Tun liegt ein Meer und auf seinem Grunde die gescheiterte Willenskraft.
Am unbarmherzigsten im Urteil ?ber fremde Kunstleistungen sind die Frauen mittelm??iger K?nstler.
Am weitesten in der R?cksichtslosigkeit bringen es die Menschen, die vom Leben nichts verlangen als ihr Behagen.
Am Ziele deiner W?nsche wirst du jedenfalls eines vermissen: dein Wandern zum Ziel.
An dem Manna der Anerkennung lassen wir es uns nicht gen?gen, uns verlangt nach dem Gifte der Schmeichelei.
An die St?tzen, die wir wanken f?hlen, klammern wir uns doppelt fest.
An edlen und gro?en Eigenschaften der Menschen hat man zeitweise seine Freude, ?ber ihre kleinen Unarten ?rgert man sich best?ndig.
An Rheumatismen und an wahre Liebe glaubt man erst, wenn man davon befallen wird.
An Rheumatismus und an wahre Liebe glaubt man erst, wenn man davon befallen wird.
Andere neidlos Erfolge erringen zu sehen, nach denen man selbst strebt, ist Gr??e.
Anerzogen ist wie angeklebt, manchmal aber verw?chst das Angeklebte.
Anmut ist ein Ausstr?men der inneren Harmonie.
Anspruchslosigkeit ist Seligkeit.
Arme Leute schenken gern.
?rzte werden gehasst aus ?berzeugung oder aus ?konomie.
Auch der ungew?hnlichste Mensch ist gehalten, seine ganz gew?hnliche Schuldigkeit zu tun.
Auch die Tugend ist eine Kunst, und auch ihre Anh?nger teilen sich in Aus?bende und in blo?e Liebhaber.
Auch in dem elendsten Dasein gibt es ein H?kchen, an das ein Faden des Heils sich ankn?pfen lie?e.
Auch was wir am meisten sind, sind wir nicht immer.
Auf angeborene Tugenden ist man nicht stolz.
Aus dem Mitleid mit anderen erw?chst die feurige, die mutige Barmherzigkeit, aus dem Mitleid mit uns selbst die weichliche, feige Sentimentalit?t.
Aus dem Verlangen nach dem ?berfl?ssigen ist die Kunst entstanden.
Ausdauer ist eine Tochter der Kraft, Hartn?ckigkeit eine Tochter der Schw?che, ', n?mlich der Verstandesschw?che.
Ausnahmen sind nicht immer Best?tigung der alten Regel, sie k?nnen auch die Vorboten einer neuen Regel sein.
Autoren, die bestohlen werden, sollten sich dar?ber nicht beklagen, sondern freuen. In einer Gegend, in der kein Waldfrevel vorkommt, hat der Wald keinen Wert.
Begeisterung spricht nicht immer f?r den, der sie erweckt, und immer f?r den, der sie empfindet.
Begreifen geistiges Ber?hren. Erfassen geistiges Sichaneignen.
Bei den Hottentotten ist nicht einmal Napoleon ber?hmt.
Beim Genie hei?t es: Lass dich gehen! Beim Talent: Nimm dich zusammen!
Beim Tode eines geliebten Menschen sch?pfen wir eine Art Trost aus dem Glauben, dass der Schmerz ?ber unseren Verlust sich nie vermindern wird.
Beim Wiedersehen nach einer Trennung fragen die Bekannten nach dem, was mit uns, die Freunde nach dem, was in uns vorgegangen.
Best?ndiges unwillk?rliches Lernen ist Sache des Genies.
Bevor aus deinem Stil etwas werden kann, muss aus dir selbst etwas geworden sein.
Bewunderung der Tugend ist Talent zur Tugend.
Bis zu einem gewissen Grade selbstlos sollte man schon aus Selbstsucht sein.
Bitter ist der Tadel, aus dem wir beim besten Willen keinen Nutzen ziehen k?nnen.
B?cher sind oft die besten Freunde. Aber sie sollten nicht die einzigen in unserem Leben sein.
Da zuletzt doch alles auf den Glauben hinausl?uft, m?ssen wir jedem Menschen das Recht zugestehen, lieber das zu glauben, was er sich selbst, als was andre ihm weisgemacht.
Daf?r, dass uns am Lobe nichts liegt, wollen wir besonders gelobt sein.
Das Alter verkl?rt oder versteinert.
Das edelste, wohltuendste Verst?ndnis findet der K?nstler bei einem bescheiden gebliebenen Dilettanten.
Das edle: Ich will! hat keinen schlimmeren Feind als das feige, selbstbetr?gerische: Ja, wenn ich wollte!
Das Erfundene kann vervollkommnet, das Geschaffene nur nachgeahmt werden.
Das Gem?t bleibt jung, solange es leidensf?hig bleibt.
Das gibt sich, sagen schwache Eltern von den Fehlern ihrer Kinder. O nein! Es gibt sich nicht. Es entwickelt sich.
Das ist eine arme Frau, die nichts mehr zu geben hat, wenn sie sich hingegeben hat.
Das meiste haben wir gew?hnlich in der Zeit getan, in der wir meinten, zu wenig zu tun.
Das Mitleid des Schw?chlings ist ein Licht, das nicht w?rmt.
Das Motiv einer guten Handlung ist manchmal nichts anderes als zur rech ten Zeit eingetretene Reue.
Das Recht des St?rkeren ist das st?rkste Unrecht.
Das Recht muss nie der Politik, wohl aber die Politik jederzeit dem Recht angepasst werden.
Das scheinbar am unn?tigsten gebrachte, t?richtste Opfer steht der absoluten Weisheit immer noch n?her als die kl?gste Tat der so genannten berechtigten Selbstsucht.
Das sch?nste Freundschaftsverh?ltnis: wenn jeder von beiden es sich zur Ehre rechnet, der Freund des andern zu sein.
Das Talent zu herrschen t?uscht oft ?ber den Mangel an anderem Talent.
Das T?ttelchen Wahrheit, das in mancher L?ge enthalten ist, das macht sie fruchtbar.
Das unfehlbarste Mittel, Autorit?t ?ber die Menschen zu gewinnen, ist, sich ihnen n?tzlich zu machen.
Das Unrecht triumphiert, sobald die Gerechtigkeit ihren Lauf nimmt.
Das Urteil auch des weisesten Elefanten gilt einem Eselchen lange nicht so viel wie das Urteil eines andern Eselchen.
Das Vern?nftige ist durchaus nicht immer das Gute, das Vern?nftigste jedoch muss auch das Beste sein.
Das Verst?ndnis reicht oft viel weiter als der Verstand.
Dass alles vergeht, wei? man schon in der Jugend, aber wie schnell alles vergeht, erf?hrt man erst im Alter.
Dass so viel Ungezogenheit gut durch die Welt kommt, daran ist die Wohlerzogenheit schuld.
Dass soviel Ungezogenheit gut durch die Welt kommt, daran ist die Wohlerzogenheit schuld.
Dauernde Freundschaft kann nur zwischen Menschen von gleichem Wert bestehen.
Dem gro?en Dichter muss man ein starkes Selbstgef?hl zugute halten. Eine gewisse Gott?hnlichkeit ist dem nicht abzusprechen, der aus seinem Geiste Menschen schafft.
Dem gro?en Publikum ist ein Buch nicht leicht zu schlecht, sehr leicht aber zu gut.
Dem Hungrigen ist leichter geholfen als dem ?bers?ttigten.
Demut ist Unverwundbarkeit.
Den Angriffen der Gemeinheit gegen?ber ist es schwer, nicht in Selbst?berhebung zu verfallen.
Den Menschen, die gro?e Eigenschaften besitzen, verzeiht man ihre kleinen Fehler am schwersten.
Denn unter allem Lebenden wurde es allein dem Menschen gegeben, Der Geist einer Sprache offenbart sich am deutlichsten in ihren un?bersetzbaren Worten.
Der abscheulichste Einbruch ist der in die heiligen Gef?hle eines Menschen.
Der alte Satz: Aller Anfang ist schwer, gilt nur f?r Fertigkeiten. In der Kunst ist nichts schwerer als beenden.
Der am unrechten Ort vertraute, wird daf?r am unrechten Ort Misstrauen.
Der ans Ziel getragen wurde, darf nicht glauben, es erreicht zu haben.
Der Arme rechnet dem Reichen die Gro?mut niemals als Tugend an.
Der Arme will nicht f?r arm, der Reiche nicht f?r reich gelten, der erste f?rchtet verachtet, der zweite ausgebeutet zu werden.
Der Augenblick tritt niemals ein, in welchem der Dummkopf den Weisen nicht f?r f?hig hielte, einen Unsinn zu sagen oder eine Torheit zu begehen.
Der Charakter des K?nstlers ern?hrt oder verzehrt sein Talent.
Der Dirne Neugier leistet Magddienste der Dirne Geschw?tzigkeit.
Der Egoismus gl?cklicher Menschen ist leichtsinnig, seiner selbst unbewusst. Der Egoismus ungl?cklicher Menschen ist verbissen, bitter und von seinem Recht zu bestehen ?berzeugt.
Der einfachste Mensch ist immer noch ein sehr kompliziertes Wesen.
Der eitle, schwache Mensch sieht in jedem einen Richter, der stolze, starke hat keinen Richter als sich selbst.
Der Gedanke an die Verg?nglichkeit aller irdischen Dinge ist ein Quell unendlichen Leids - und ein Quell unendlichen Trostes.
Der Geist einer Sprache offenbart sich am deutlichsten in ihren un?bersetzbaren Worten.
Der Geist ist ein intermittierender, die G?te ein permanenter Quell.
Der Genius weist den Weg, das Talent geht ihn.
Der Gescheitere gibt nach! Ein unsterbliches Wort. Es begr?ndete die Weltherrschaft der Dummheit.
Der Gescheitere gibt nach! Eine traurige Wahrheit, sie begr?ndet die Weltherrschaft der Dummheit.
Der gesunde Menschenverstand ist der gr??te Feind der Phantasie und doch ihr bester Berater.
Der Gl?ubige, der nie gezweifelt hat, wird schwerlich einen Zweifler bekehren.
Der Gro?m?tige ist reich, und wenn er auch nur ein St?ck Brot besitzt, das er mit einem Hungrigen teilen kann.
Der gr??te Feind des Rechtes ist das Vorrecht.
Der gr??te Feind des Rechts ist das Vorrecht.
Der Hass ist ein fruchtbares, der Neid ein steriles Laster.
Der herbste Tadel l?sst sich ertragen, wenn man f?hlt, dass derjenige, der tadelt, lieber loben w?rde.
Der Hochmut ist ein plebejisches Laster.
Der Ignorant wei? nichts, der Parteimann will nichts wissen.
Der kleinste Fehler, den ein Mensch uns zuliebe ablegt, verleiht ihm in unseren Augen mehr Wert als die gr??ten Tugenden, die er sich ohne unser Zutun aneignet.
Der kleinste H?gel vermag uns die Aussicht auf einen Chimborasso zu verdecken.
Der Kl?gere gibt nach! Eine traurige Wahrheit, sie begr?ndet die Weltherrschaft der Dummheit.
Der Kritizismus kann dich zum Philosophen machen, aber nur der Glauben zum Apostel.
Der K?nstler hat nicht daf?r zu sorgen, dass sein Werk Anerkennung finde, sondern, dass es sie verdiene.
Der K?nstler vers?ume nie, die Spuren des Schwei?es zu verwischen, den sein Werk gekostet hat. Sichtbare M?he war zu wenig M?he.
Der Mann ist der Herr des Hauses. Im Hause soll aber nur die Frau herrschen.
Der Ma?stab, den wir an die Dinge legen, ist das Ma? unseres eigenen Geistes.
Der niemals Ehrfurcht empfunden hat, wird sie auch niemals erwecken.
Der Philosoph zieht seine Schl?sse, der Poet muss die seinen entstehen lassen.
Der Platz des Unparteiischen ist auf Erden zwischen den St?hlen, im Himmel aber wird er zur Rechten Gottes sitzen.
Der Ruhm der kleinen Leute hei?t Erfolg.
Der Schw?chling ist bereit, sogar seine Tugenden zu verleugnen, wenn sie Ansto? erregen sollten.
Der sich gar zu leicht bereit findet, seine Fehler einzusehen, ist selten der Besserung f?hig.
Der sich nicht weh tun kann, wird andern nie wohl tun.
Der Spott endet, wo das Verst?ndnis beginnt.
Der Spott endet, wo die Vernunft beginnt.
Der Staat ist am tiefsten gesunken, dessen Regierung schweigend zuh?ren muss, wenn die offenkundige Schufterei ihr Sittlichkeit predigt.
Der Stolze verlangt von sich das Au?ergew?hnliche, der Hochm?tige schreibt es sich zu.
Der Strich, den das Genie in einem Zuge hinwirft, kann das Talent in gl?cklichen Stunden aus Punkten zusammensetzen.
Der Tadel der Geh?ssigkeit hat schon manchem Verdienst zur Anerkennung geholfen.
Der Umgang mit einem Egoisten ist darum so verderblich, weil die Notwehr uns zwingt, allm?hlich in seinen Fehler zu verfallen.
Der Verstand kann ein Held sein, die Klugheit ist meistens ein Feigling.
Der Verstand und das Herz stehen auf sehr gutem Fu?e. Eines vertritt oft die Stelle des andern so vollkommen, dass es schwer ist zu entscheiden, welches von beiden t?tig war.
Der Verstand, der uns nicht hindert, hie und da eine gro?herzige Dummheit zu begehen, ist ein braver Verstand.
Der Verstandesmensch verh?hnt nichts so bitter als den Edelmut, dessen er sich nicht f?hig f?hlt.
Der v?llig vorurteilslos ist, muss es auch gegen das Vorurteil sein.
Der von Schaffensfreude spricht, hat h?chstens M?cken geboren.
Der Weise ist selten klug.
Der Weltmann kennt gew?hnlich die Menschen, aber nicht den Menschen. Beim Dichter ist es umgekehrt.
Der Wohlwollende f?rchtet Missgunst nicht.
Der Wunsch ist der Vater der Hoffnung.
Der Zufall ist die in Schleier geh?llt Notwendigkeit.
Der Zufall ist die in Schleier geh?llte Notwendigkeit.
Dichten ist eine Arbeit, die nur Gutgeratenen ger?t.
Die allerstillste Liebe ist die Liebe zum Guten.
Die ?nderung, die unser Naturell im Laufe des Lebens erf?hrt, sieht manchmal aus wie eine ?nderung unseres Charakters.
Die bedauernswertesten Menschen sind diejenigen, welche Pflichtgef?hl besitzen, aber nicht die Kraft, ihm zu gen?gen.
Die Bescheidenheit kriecht aus dem gleichen Loch wie die Eitelkeit.
Die Bescheidenheit, die zum Bewusstsein kommt, kommt ums Leben.
Die einfachste und bekannteste Wahrheit erscheint uns augenblicklich neu und wunderbar, sobald wir sie zum ersten Mal an uns selbst erleben.
Die eingebildeten ?bel sind die Unheilbarsten.
Die Einsamkeit ist kein Gl?ck, aber die Zweisamkeit ist oft ein Ungl?ck.
Die einzigen von der Welt unbestrittenen Ehren, die einer Frau zuteil werden k?nnen, sind diejenigen, die sie im Reflex der Ehren ihres Mannes genie?t.
Die Eitelkeit weist jede gesunde Nahrung von sich, lebt ausschlie?lich von dem Gifte der Schmeichelei und gedeiht dabei in ?ppigster F?lle.
Die Empfindung des Einsamseins ist schmerzlich, wenn sie uns im Gew?hl der Welt, unertr?glich jedoch,' wenn sie uns im Scho? unserer Familie ?berf?llt.
Die Erfolge des Tages geh?ren der verwegenen Mittelm??igkeit.
Die Fehler, vor denen wir auf der Hut sind, sind unsere ?rgsten nicht.
Die Frau verliert in der Liebe zu einem ausgezeichneten Mann das Bewusstsein ihres eigenen Wertes, der Mann kommt erst recht zum Bewusstsein des seinen durch die Liebe einer edlen Frau.
Die Frau, die ihren Mann nicht beeinflussen kann, ist ein G?nschen. Die Frau, die ihren Mann nicht beeinflussen will, ist eine Heilige.
Die Gedankenlosigkeit hat mehr ehrliche Namen zugrunde gerichtet als die Bosheit.
Die Gelassenheit ist eine anmutige Form des Selbstbewusstseins.
Die Genusssucht frisst alles auf, am liebsten aber das Gl?ck.
Die Geschichte hat Helden und Werk zeuge und macht beide unsterblich.
Die Gewohnheit ist langlebiger als die Liebe und ?berwindet manchmal sogar die Verachtung.
Die Gleichg?ltigkeit, der innere Tod, ist manchmal ein Zeichen von Ersch?pfung, meistens ein Zeichen von geistiger Impotenz und immer guter Ton.
Die gl?cklichen Pessimisten! Welche Freude empfinden sie, so oft sie bewiesen haben, dass es keine Freude gibt.
Die gl?cklichen Sklaven sind die erbittertsten Feinde der Freiheit.
Die Grausamkeit des Ohnm?chtigen ?u?ert sich als Gleichg?ltigkeit.
Die gro?en Augenblicke im guten wie im b?sen Sinne sind die, in denen wir getan haben, was wir uns nie zugetraut h?tten.
Die gro?en schaffen das Gro?e, die Guten das Dauernde.
Die Gro?mut ist immer am rechten Platz, der Geiz aber ist immer am unrechten.
Die gr??te Gewalt ?ber einen Mann hat die Frau, die sich ihm zwar versagt, ihn aber in dem Glauben zu erhalten wei?, dass sie seine Liebe erwidere.
Die gr??te Gleichmacherin ist die H?flichkeit, durch sie werden alle Standesunterschiede aufgehoben.
Die gr??te Nachsicht mit einem Menschen entspringt aus der Verzweiflung an ihm.
Die G?te, die nicht grenzenlos ist, verdient den Namen nicht.
Die guten Freunde sind da, um uns zu sagen, was unsere Feinde von uns denken.
Die Gutm?tigkeit gemeiner Menschen gleich dem Irrlicht. Vertraue nur seinem glei?enden Schein, es f?hrt dich gewiss in den Sumpf.
Die Heiterkeit des Ungl?cklichen ist oft r?hrender als seine r?hrendste Klage.
Die Herrschaft ?ber den Augenblick ist die Herrschaft ?ber das Leben.
Die jetzigen Menschen sind zum Tadeln geboren. Vom ganzen Achilles sehen sie nur die Ferse.
Die kleinen Miseren des Lebens helfen uns manchmal ?ber sein gro?es Elend hinweg.
Die Kleinen schaffen, der gro?e erschafft.
Die kleinsten S?nder tun die gr??te Bu?e.
Die Konsequenzen unserer guten Handlungen verfolgen uns unerbittlich und sind oft schwerer zu ertragen als die der b?sen.
Die Kraft verleiht Gewalt, die Liebe leiht Macht.
Die Kritik ist von geringer Qualit?t, die meint, ein Kunstwerk nur dann richtig beurteilen zu k?nnen, wenn sie die Verh?ltnisse kennt, unter denen es entstanden ist.
Die Kunst ist im Niedergang begriffen, die sich von der Darstellung der Leidenschaft zu der des Lasters wendet.
Die Kunst steht im Dienste der Menschheit. Sie hat eine h?here Aufgabe, als nur das darzustellen, was erfreut und gef?llt.
Die Langeweile, die in manchem Buche herrscht, gereicht ihm zum Heil, die Kritik, die schon ihren Speer erhoben hatte, schl?ft ein, bevor sie ihn geschleudert hat.
Die Laster sind untereinander n?her verwandt als die Tugenden.
Die Leidenschaft ist immer ein Leiden, auch die befriedigte.
Die Leute verheiraten einen Feuerbrand an eine Wachsfigur und predigen dem Ehepaar Liebe und Eintracht.
Die Leute, denen man nie widerspricht, sind entweder die, welche man am meisten liebt, oder die, welche man am geringsten achtet.
Die Liebe hat nicht nur Rechte, sie hat auch immer Recht.
Die Liebe ?berwindet den Tod, aber es kommt vor, dass eine kleine ?ble Gewohnheit die Liebe ?berwindet.
Die Literatur wird heutzutage meist als Kunsthandwerk betrieben.
Die M?nner sind auf allen Gebieten die F?hrenden, nur auf dem Wege zum Himmel ?berlassen sie den Frauen den Vortritt.
Die meiste Nachsicht ?bt der, der die wenigste braucht.
Die meisten Menschen brauchen mehr Liebe, als sie verdienen.
Die meisten Menschen ertragen es leichter, dass man ihnen zuwider handelt, als, dass man ihnen zuwider spricht.
Die meisten Nachahmer lockt das Unnachahmliche.
Die Menschen der alten Zeit sind auch die der neuen, aber die Menschen von gestern sind nicht die von heute.
Die Menschen haben, wie es scheint, die Sprache nicht empfangen, um die Gedanken zu verbergen, sondern um zu verbergen, dass sie keine Gedanken haben.
Die Menschen, bei denen Verstand und Gem?t sich die Waage halten, gelangen sp?t zur Reife.
Die Menschen, denen wir eine St?tze sind, die geben uns Halt im Leben.
Die Menschen, denen wir eine St?tze sind, geben uns den Halt im Leben.
Die Menschen, die wir am meisten verw?hnen, sind nicht immer die, die wir am meisten lieben.
Die Moral, die gut genug war f?r unsere V?ter, ist nicht gut genug f?r unsere Kinder.
Die Natur hat leicht verschwenden, auch das scheinbar ganz nutzlos Verstreute f?llt zuletzt doch in ihren Scho?.
Die nicht zu danken verstehen, die sind die ?rmsten.
Die ?ffentliche Meinung ist die Dirne unter den Meinungen.
Die ?ffentliche Meinung wird verachtet von den erhabensten und von den am tiefsten gesunkenen Menschen.
Die Reue treibt den Schwachen zur Verzweiflung und macht den Starken zum Heiligen.
Die R?cksichten, die uns in der Welt erwiesen werden, stehen meistens in n?herer Beziehung zu unseren Anspr?chen als zu unseren Verdiensten.
Die Sehenden sind es nicht, die sich f?r sehend halten, immer nur die Blinden.
Die Sittlichkeit verfeinert die Sitte und die Sitte wiederum die Sittlichkeit.
Die Skizze sagt uns oft mehr als das ausgef?hrte Kunstwerk, weil sie uns zum Mitarbeiter macht.
Die Summe unserer Erkenntnis besteht aus dem, was wir gelernt, und aus dem, was wir vergessen haben.
Die Summe unserer Erkenntnisse besteht aus dem, was wir gelernt, und aus dem, was wir vergessen haben.
Die Taten reden, aber den Ungl?ubigen ?berzeugen sie doch nicht.
Die Teilnahme der meisten Menschen besteht aus einer Mischung von Neugier und Wichtigtuerei.
Die Toren wissen gew?hnlich das am besten, was jemals in Erfahrung zu bringen der Weise verzweifelt sucht.
Die Treue ist etwas so Heiliges, dass sie sogar einem unrechtm??igen Verh?ltnis Weihe verleiht.
Die unertr?glichsten Heuchler sind die jenigen, die jedes Vergn?gen, das ihnen geboren wird, von der Pflicht zur Taufe tragen lassen.
Die uns gespendete Liebe, die wir nicht als Segen und Gl?ck empfinden, empfinden wir als eine Last.
Die verstehen sehr wenig, die nur das verstehen, was sich erkl?ren l?sst.
Die wahre Ehrfurcht geht niemals aus der Furcht hervor.
Die Wahrheit hat Kinder, die sie nach einiger Zeit verleugnet, sie hei?en Wahrheiten.
Die Welt geh?rt denen, die sie haben wollen, und wird von jenen verschm?ht, denen sie geh?ren sollte.
Die Willenskraft der Schwachen hei?t Eigensinn.
Du kannst dem Gl?ck nicht ein Pf?rtlein ?ffnen, ohne zugleich vor der Sorge ein Tor aufzurei?en.
Du kannst so rasch sinken, dass du zu fliegen meinst.
Du w?sstest gern, was deine Bekannten von dir sagen? H?re, wie sie von Leuten sprechen, die mehr wert sind als du.
Echte Propheten haben manchmal, falsche Propheten haben immer fanatische Anh?nger.
Edle Menschen sehen ihren geistigen wie ihren materiellen Reichtum als anvertrautes Gut an.
Ehen werden im Himmel geschlossen, aber, dass sie gut geraten, darauf wird dort nicht gesehen.
Ein anregendes Buch eine Speise, die hungrig macht.
Ein armer wohlt?tiger Mensch kann sich manchmal reich f?hlen, ein geiziger Kr?sus nie.
Ein b?ser Mensch vermag leichter einen guten, als ein guter einen b?sen Vorsatz auszuf?hren.
Ein einziges Wort verr?t uns manchmal die Tiefe eines Gem?ts, die Gewalt eines Geistes.
Ein fauler und ein flei?iger Mensch k?nnen nicht gut miteinander leben, der faule verachtet den flei?igen gar zu sehr.
Ein ganzes Buch ein ganzes Leben.
Ein Gedanke kann nicht erwachen, ohne andere zu wecken.
Ein Gewaltiger erlebt Gewaltiges in seinen vier Pf?hlen.
Ein gro?es K?nnen ein gro?es Genie?en.
Ein guter Witz muss den Schein des Unabsichtlichen haben. Ein guter Witz ist inkognito.
Ein Hauptzweck unserer Selbsterziehung ist, die Eitelkeit in uns zu ert?ten, ohne welche wir nie erzogen worden w?ren.
Ein Held hoch heiliger Ernst der Natur, eine Heldin Spiel der Natur.
Ein literarischer Dieb, der sich das Stehlen recht sauer werden l?sst, kann sein Leben lang f?r einen originellen und ehrlichen Mann gelten.
Ein Mann mit gro?en Ideen ist ein unbequemer Nachbar.
Ein Mann, der sich im Gespr?che mit einer Frau widerlegt f?hlt, f?ngt sogleich an, sie zu ?berschreien: Er will und kann beweisen, dass ihm immer, auch wenn er falsch singt, die erste Stimme geb?hrt.
Ein Nichts vermag das Vertrauen in die eigene Kraft zu ersch?ttern, aber nur ein Wunder vermag es wieder zu befestigen.
Ein ?ffentliches Amt gl?nzend zu verwalten, braucht man eine gewisse Anzahl guter und schlechter Eigenschaften.
Ein scheinbarer Widerspruch gegen ein Naturgesetz ist nur die selten vorkommende Bet?tigung eines andern Naturgesetzes.
Ein stolzer Mensch verlangt von sich das Au?erordentliche. Ein hochm?tiger Mensch schreibt es sich zu.
Ein Streit zwischen wahren Freunden, wahren Liebenden bedeutet gar nichts. Gef?hrlich sind nur die Streitigkeiten zwischen Menschen, die einander nicht ganz verstehen.
Ein Urteil l?sst sich widerlegen, ein Vorurteil nie.
Ein verdienter Sieg kommt fast immer zu sp?t.
Ein wahrer Freund tr?gt mehr zu unserem Gl?ck bei als tausend Feinde zu unserem Ungl?ck.
Ein wahrer Freund tr?gt mehr zu unserem Gl?ck bei, als tausend Feinde zu unserem Ungl?ck.
Ein wirklich guter und liebensw?rdiger Mensch kann so viel Freunde haben, als er will, aber nicht diejenigen, die er will.
Ein Wunderkind, das hei?t, ein um seine Kindheit betrogenes Kind.
Eine Erkenntnis von heute kann die Tochter eines Irrtums von gestern sein.
Eine gescheite Frau hat Millionen geborener Feinde: alle dummen M?nner.
Eine stolz getragene Niederlage ist auch ein Sieg.
Eine ungeschickte Schmeichelei kann uns tiefer dem?tigen als ein wohlbegr?ndeter Tadel.
Eine Vernunftehe schlie?en, hei?t in den meisten F?llen, alle seine Vernunft zusammenzunehmen, um die wahnsinnigste Handlung zu begehen, die ein Mensch begehen kann.
Einen Menschen wissen, der dich ganz versteht, der in Bitternissen immer zu dir steht, der auch deine Schw?chen liebt weil du bist, dann mag alles brechen: du bist nie allein.
Einen mit Weisheit Gesalbten darf man nie warm werden lassen, sonst trieft er.
Einer der seltensten Gl?cksf?lle, die uns werden k?nnen, ist die Gelegenheit zu einer gut angewendeten Wohltat.
Eingebildete ?bel geh?ren zu den unheilbaren.
Eiserne Ausdauer und klaglose Entsagung sind die ?u?ersten Pole der menschlichen Kraft.
Eitelkeit ist m?chtiger als Scham.
Eltern verzeihen ihren Kindern die Fehler am schwersten, die sie ihnen selbst anerzogen haben.
Er ist ein guter Mensch, sagen die Leute gedankenlos. Sie w?ren sparsamer mit diesem Lobe, wenn sie w?ssten, dass sie kein h?heres zu erteilen haben.
Erinnere dich der Vergessenen eine Welt geht dir auf.
Erstritten ist besser als erbettelt.
Es darf so mancher Talentlose von dem Werk so manches Talentvollen sagen: Wenn ich das machen k?nnte, w?rde ich es besser machen.
Es darf so mancher Talentlose von dem Werke so manches Talentvollen sagen: Wenn ich es machen k?nnte, w?rde ich es besser machen.
Es entmutigt oft den w?rmsten Menschenfreund, dass er so vielen Hilfsbed?rftigen begegnet, denen nicht zu helfen ist.
Es gab einst eine r?chende Gerechtigkeit, sie musste einer strafenden weichen. Die Zeit ist nicht allzu fern, in welcher auch das Recht zu strafen bezweifelt werden wird.
Es g?be keine Geselligkeit, alle Familienbande w?rden gelockert, wenn die Gedanken der Menschen auf ihrer Stirn zu lesen w?ren.
Es g?be keine soziale Frage, wenn die Reichen von jeher Menschenfreunde gewesen w?ren.
Es geh?rt immer etwas guter Wille da zu, selbst das Einfachste zu begreifen, selbst das Klarste zu verstehen.
Es geh?rt weniger Mut dazu, der allein Tadelnde, als der allein Lobende zu sein.
Es geht uns schlecht und wird erst besser werden, wenn unsere Philosophen mehr von der Welt und unsere Welt mehr von den Philosophen wissen wird.
Es gibt ein Buch, das viele, die es auswendig wissen, nicht kennen.
Es gibt eine Menge kleiner Unarten und R?cksichtslosigkeiten, die an und f?r sich nichts bedeuten, aber furchtbar sind als Kennzeichen der Beschaffenheit einer Seele. Wanderjahre
Es gibt eine n?here Verwandtschaft als die zwischen Mutter und Kind: die zwischen dem K?nstler und seinem Werke.
Es gibt F?lle, in denen vern?nftig sein feig sein hei?t.
Es gibt F?lle, in denen vern?nftig sein, feig sein hei?t.
Es gibt Frauen, die ihre M?nner mit einer ebenso blinden, schw?rmerischen und r?tselhaften Liebe lieben wie Nonnen ihr Kloster.
Es gibt Gelegenheiten, in denen man sonst ganz wahrhaftigen Menschen keinen Glauben schenken darf. Zum Beispiel dem Gro?m?tigen, wenn er von seinen Ausgaben, und dem Sparsamen, wenn er von seinen Einnahmen spricht.
Es gibt kein Wunder f?r den, der sich nicht wundern kann.
Es gibt keine sch?chternen Lehrlinge mehr, es gibt nur noch sch?chterne Meister.
Es gibt keinen besseren Grund, h?flich zu sein, als die ?berlegenheit.
Es gibt leider nicht sehr viele Eltern, deren Umgang f?r ihre Kinder wirklich ein Segen ist.
Es gibt mehr naive M?nner als naive Frauen.
Es gibt Menschen mit leuchtendem und Menschen mit gl?nzendem Verstande. Die ersten erhellen ihre Umgebung, die zweiten verdunkeln sie.
Es gibt nicht nur eine Volksindividualit?t, es gibt eine Stadt?, eine Dorfindividualit?t, jedes Haus hat seine, jede H?tte hat ihre besondere Physiognomie.
Es gibt nichts B?ses, freilich auch kaum etwas Gutes, das nicht schon aus Eitelkeit getan worden w?re.
Es gibt wenig aufrichtige Freunde. Die Nachfrage ist auch gering.
Es glaube doch nicht jeder, der imstande war, seine Meinung von einem Kunstwerk aufzuschreiben, er habe es kritisiert.
Es hat noch niemand etwas Ordentliches geleistet, der nicht etwas Au?erordentliches leisten wollte.
Es ist ein Ungl?ck, dass ein braves Talent und ein braver Mann so selten zusammenkommen!
Es ist keine S?nde, ein Dummkopf zu sein, aber die gr??ten S?nden werden von Dummk?pfen begangen.
Es ist schlimm, wenn zwei Ehepartner einander langweilen. Viel schlimmer jedoch ist es, wenn nur einer von ihnen den andern langweilt.
Es ist schwer, den, der uns bewundert, f?r einen Dummkopf zu halten.
Es ist unglaublich, was die Welt vergisst und was sie nicht vergisst.
Es muss sein! grausamster Zwang. Es hat sein m?ssen! bester Trost.
Es schreibt keiner wie ein Gott, der nicht gelitten hat wie ein Hund.
Es st?nde besser um die Welt, wenn die M?he, die man sich gibt, die subtilsten Moralgesetze auszukl?geln, zur Aus?bung der einfachsten angewendet w?rde.

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