Zitat von Denis Diderot
In fast allen Ländern hat die Grausamkeit der bürgerlichen Gesetze sich mit der Grausamkeit der Natur gegen die Frauen verbündet. Sie werden behandelt wie schwachsinnige Kinder.
In ihrer angeborenen Neugierde wollen sie alles wissen, sei es, um Gebrauch davon zu machen, sei's, um Schindluder damit zu treiben. In Zeiten der Revolution geben sie sich aus Neugier den Parteiführern hin.
In ihrer Jugend hysterisch, wird die Frau in höherem Alter leicht zur Betschwester, wenn ihr im Alter einiges von ihrer Energie verblieben ist, so spricht ihr Kopf nach wie vor die Sprache der Sinne, mögen diese auch längst verstummt sein.
Keine Art der Quälerei gibt es, die der zivilisierte Mann nicht ungestraft an der Frau verüben könnte. Die einzige Vergeltung, die in ihrer Macht steht, bringt das Zerwürfnis der Ehe mit sich.
Mag sein, dass wir mehr Verstand haben als die Frauen, an Instinkt hingegen sind sie uns weit überlegen.
Manch eine Frau stirbt, ohne je den höchsten Genuss der Wollust gekannt zu haben. Dieses Gefühl, das ich mit einer flüchtigen Epilepsie vergleichen möchte, empfinden sie selten, während es uns entgegen kommt, sobald wir es herbeirufen.
Nichts liegt so nah beieinander wie die Ekstase, das zweite Gesicht, die Wahrsagerei, die Offenbarung, die schwärmerische Poesie und die hysterische Veranlagung.
Nie zu bereuen und nie anderen Vorwürfe zu machen, das sind die ersten Schritte zur Weisheit.
Noch im Augenblick ihrer Hingabe verfolgen die Frauen manchmal eine verborgene Absicht. Sie verstehen es besser als wir, sich über ihre eigene Lust etwas vorzumachen.
Prägnante Sätze sind wie scharfe Nägel, welche die Wahrheit in unser Gedächtnis zwingen.
Sie, die Frauen, finden oft das Glück in den Armen des Mannes, den sie anbeten. Wir dagegen finden es selbst an der Seite einer willigen Frau, die uns missfällt.
Überhaupt ist das Symbol der Frauen das der Apokalypse, und auf ihrer Stirn steht geschrieben: Mysterium.
Und wenn eine Frau Genie hat, so prägt es sich bei ihr, wie ich glaube, ursprünglicher aus als bei uns.
Vielleicht ist keine Freude auf Erden mit der einer Mutter zu vergleichen, die ihr Erstgeborenes erblickt, aber dieser Augenblick des Glücks wird teuer erkauft.
Von ihrem Gatten vernachlässigt, von ihren Kindern verlassen, von der Gesellschaft missachtet, bleibt ihr nur die Kirche als einzige und letzte Zuflucht.
Während wir in den Büchern lesen, lesen die Frauen im großen Buch der Welt. So befähigt sie gerade ihre Unwissenheit, die Wahrheit ohne Zögern aufzunehmen.
Wenn einer Frau sehr viel daran liegt, euch irrezuführen, wird sie den Rausch der Leidenschaft vortäuschen, ja sie wird ihn sogar empfinden, ohne sich zu vergessen.
Wenn ihr hört, wie eine Frau die Liebe verwünscht und wie ein Schriftsteller das Urteil der Öffentlichkeit verachtet, so dürft ihr daraus schließen, dass die Reize der einen schwinden und das Talent des anderen nachlässt.
Wer Frauen durchschaut, der hat in ihnen einen unerbittlichen Feind.
Bei einem galanten Volk wie dem unsrigen hat eine Liebeserkl?rung mit Gef?hlen nichts zu tun.
Der einzelne kann sich vervollkommnen. Aber die Menschheit als ganzes wird weder besser noch schlechter.
Der Quietismus ist die Heuchelei des verderbten Mannes und die wahre Religion der empfindsamen Frau.
Der Zynismus, so verabscheuungsw?rdig, so unangebracht er auch in der Gesellschaft sein mag, ist f?r die B?hne hervorragend geeignet.
Die Armut hat ihre Freiheiten, der Reichtum seine Zw?nge. Denis Diderot, Gr?nde, meinem alten Hausrock nachzutrauern
Die Dankbarkeit ist eine Last, und jede Last will abgesch?ttelt sein.
Die Frauen sind einer Raserei ausgesetzt, die epidemisch wirkt. Das Beispiel einer einzigen rei?t eine Menge anderer mit sich fort. Nur die erste ist strafw?rdig, die ?brigen sind krank. O Frauen, was seid ihr f?r sonderbare Gesch?pfe!
Die Weiber sind selten systematisch, sie h?ngen stets von den Eingebungen des Augenblicks ab.
