Zitat von Heiliger Bernhard Von Clairvaux
In Frieden lebt der Mensch, der Gutes mit Gutem vergilt und, so viel an ihm liegt, niemanden schädigen will.
Jene Liebe ist wahr und lauter und kommt aus einem reinen Herzen und einem guten Gewissen und ungeheuchelten Glauben, mit der wir das Wohl des Nächsten lieben wie unser eigenes.
Lieb ist wohl allen das Licht, aber am liebsten wohl denen, die lange in finsterer Nacht wandelten.
Mildere die wilden Wallungen des Willens und suche die grausame Bestie zu zähmen.
Nicht die Armseligkeit macht den Menschen selig, sondern die Barmherzigkeit.
Nicht die Friedensredner, sondern die Friedensstifter werden gelobt.
Nicht nur mit Wasser muss man gewaschen werden, auch mit Feuer muss gereinigt und geläutert werden.
Reinige das Auge, damit du das reinste Licht schauen kannst.
Schwach ist die Liebe, die mit dem Schwinden der Hoffnung selber schwindet oder gar erlischt.
Umgürte dich und stelle dich zum Kampf!
Umsonst fragst du die Schrift um Auskunft, frage lieber die Erfahrung.
Was gibt es denn Schimpflicheres, als in einem aufrechten Leibe eine bucklige Seele herumzutragen.
Was handelt ihr so voreilig? Was wagt ihr euch vor Aufgang des Lichtes an Werke des Lichtes?
Was ist Frömmigkeit?, fragst du. Der Selbstbesinnung leben.
Weil die Natur zu gebrechlich und schwach ist, dient der Mensch unter ihrem gebieterischen Zwang ihr zuerst. Das ist die Liebe des Fleisches, in der der Mensch sich selbst um seinetwillen liebt.
Weil wir nun fleischlich sind und aus fleischlicher Begierde entstanden, so muss unser Verlangen oder unsere Liebe beim Fleische anfangen.
Wer bestrebt ist, die Wahrheit vollkommen in sich zu erkennen, muss den Balken des Stolzes, der das Licht vom Auge abhält, entfernen und in seinem Herzen Stufen bereiten, durch die er sich in sich selbst erforscht.
Wer das Geld liebt, wird nicht satt, wer den Ruhm sucht, wird nicht gesättigt.
Wer ist im Geiste ärmer als der, der in seinem Geiste keine Ruhe findet, der kein Plätzchen entdecke, wohin er sein Haupt lege?
Wir haben zwar die Hand an den Pflug gelegt, schauen aber, lau nur und fleischlich, nach rückwärts.
Wo die Liebe auftaucht, fängt sie alle anderen Triebe ein und überführt sie in Liebe.
An die Heiligen zu denken hei?t gewisserma?en, sie zu schauen.
Auch du bist ein Mensch. Soll also eine Menschenliebe vollkommen und umfassend sein, so muss ihr Busen, der alle Menschen in sich aufnimmt, auch dich in sich sammeln.
Bei den mancherlei wiederkehrenden N?ten geht der Mensch immer wieder zu seinem Gott. Da lernt er ihn kennen.
Beuge dich doch lieber, um dich leichter aufzurichten!
Darin ermahne ich euch: H?rt die innere Stimme.
Das Band der Liebe h?lt noch besser als das Band, das die Natur so stark um Eltern und Kinder geschlungen hat.
Das Gute wollen ist ein Fortschritt, das B?se wollen ein R?ckschritt.
Das Werk gibt dem Wort innere St?rke,' doch das Gebet erwirbt f?r Taten und Worte innere Kraft.
Das Wollen ist uns gegeben aufgrund unserer freien Willensentscheidung, nicht aber das K?nnen dessen, was wir wollen.
Den Leib aber au?er Acht lassend, gewahre ich in der Seele drei Kr?fte: Vernunft, Wille, Ged?chtnis, diese drei machen zusammen die Seele aus.
Denn nicht das Geistige kommt zuerst, sondern das Nat?rliche.
Der gute Wille allein gen?gt ja schon oft, wenn er fehlt, n?tzt alles andere nichts.
Der Neugier dienen der schweifende Fu? und das z?gellose Auge. Der Eitelkeit aber dienen Auge und Ohr.
Die Demut ist die Tugend, durch die der Mensch in der richtigen Erkenntnis seines Wesens sich selbst gering erscheint.
Die ganze Seele ist ja nichts anderes als Vernunft, Ged?chtnis und Wille.
Die Liebe ist eine von den vier nat?rlichen Haltungen der Seele.
Die Liebe sucht au?er sich keinen Grund, aber auch keinen Lohn. Ihr Genuss ist ihr Gewinn.
Die Liebe wandelt die Seelen um und macht sie frei.
Die Not ist gewisserma?en die Sprache des Fleisches und verlangt immer wie der die Wohltaten, die sie aus eigener Erfahrung kennen gelernt hat.
Die Wahrheit bleibt den Stolzen verborgen, den Dem?tigen aber wird sie geoffenbart.
Dies ist die zweite Stufe der Wahrheit: Man erforscht die N?te der anderen aus den eigenen und versteht es, infolge der eigenen Leiden, mit dem Leidenden Mitleid zu f?hlen.
Du bist gefesselt, suche die Bande, die du nicht zerrei?en kannst, zu l?sen.
Du sollst dich nicht immer und nie ganz der ?u?eren T?tigkeit widmen, sondern ein Qu?ntchen deiner Zeit und deines Herzens f?r die Selbstbesinnung zur?ckhalten.
Durch die Tr?nen wird, das fr?her getr?bte Auge hell und das Gesicht gesch?rft f?r den Blick in die Klarheit des reinsten Lichts.
Durch die unnat?rliche Kost wird der Hunger nur gesteigert.
Ehrerweisung, die nicht aus der Liebe kommt, ist nicht Ehrung, sondern Schmeichelei.
Es gibt eine Liebe der Tat und eine Liebe des Herzens.
Es ist eitles Bem?hen, den Unrat auszusch?pfen, solange neuer Unrat zuflie?t.
Es ist ja das gro?e Gl?ck, den Wurm dann zu sp?ren, wenn er noch vernichtet werden kann.
Es lieben ja auch die Kinder, aber sie denken an das Erbe. Da sie f?rchten, es irgendwie verscherzen zu k?nnen, zollen sie dem, von dem sie es erhoffen, mehr Ehrfurcht als Liebe.
