Zitat von Marcus Tullius Cicero
Jedem ist das Seine schön.
Jeder lerne also seine Eigenart kennen und zeige sich als ein scharfer Richter seiner Vorzüge und Fehler, damit die Bühnenkünstler nicht mehr Klugheit zu haben scheinen als wir.
Jeder Mensch kann sich irren, doch ein Narr verharrt im Irrtum.
Jeder übe sich in der Kunst, die er erlernt hat!
Jedes Lebewesen liebt sich selbst.
Man verdient kein Lob für Ehrlichkeit, wenn man versucht, einen zu bestechen.
Meiner Meinung nach muss man immer für einen Frieden sorgen, der nichts Hinterhältiges hat.
Mir scheint nämlich nicht frei zu sein, wer nicht auch bisweilen nichts tut.
Nichts aber ist liebenswerter und verbindender als die Ähnlichkeit in guter Art.
Nichts ist für einen Liebenden schwer.
Nichts ist nämlich lobenswerter, nichts eines großen und ausgezeichneten Mannes würdiger als Versöhnlichkeit und Milde.
Nichts ist so sicher geschützt, dass es nicht mit Geld erobert werden könnte.
Nichtstun ist angenehm.
O diese grenzenlos törichte Angst, sich gerade vor dem, was man befürchtet, so zu hüten, dass man es, obwohl man es hätte vermeiden können, noch obendrein heranholt und herbeizieht!
O süßes Wort: Freiheit!
O Zeiten, o Sitten!
Oft habe ich gehört, kein guter Dichter könne leben, ohne, dass seine Leidenschaft entflammt sei und ohne einen gewissen Anflug von Wahnsinn.
Ohne Freundschaft gibt es kein Leben.
Rechtes Handeln leuchtet von sich aus selber, Schwanken zeigt Denken ans Unrecht an.
Reich ist, wer solch großen Besitz hat, dass er nichts weiter wünscht.
Schlechte Beispiele schaden mehr als Sünden.
Schnell trocknet die Träne, zumal wenn sie sich auf fremdes Unglück bezieht.
Schwierig ist die Vollendung des Besten.
Solange einem Kranken Atem innewohnt, gibt es noch Hoffnung.
Sparsamkeit ist eine gute Einnahme.
Suche nicht andere, sondern dich selbst zu übertreffen.
Teuer sind die Eltern, teuer die Kinder, die Verwandten, die Freunde, aber alle Liebe zu allen umfasst das eine Vaterland.
Und es ist noch keiner gefunden worden, dem, was er hat, genug wäre.
Ungezügelte Lust führt zu ungezügelter Begierde.
Unrecht erleiden ist besser, als Unrecht tun.
Vermehrung des Vermögens aber, die niemand schadet, ist nicht zu tadeln, zu meiden aber ist immer das Unrecht.
Von überall her ist nämlich der Weg in die Unterwelt gleich weit.
Wahre Freundschaften sind von ewiger Dauer.
Welches Haus nämlich ist so stabil, welcher Staat so gefestigt, dass er nicht gänzlich zerstört werden könnte durch Hass und Zerrüttung?
Wenig wert sind nämlich draußen die Waffen, wenn daheim nicht weiser Rat herrscht.
Wer aber nicht abwehrt und dem Unrecht nicht entgegentritt, wenn er es vermag, ist so in Schuld, wie wenn er Eltern, Freunde oder das Vaterland im Stich ließe.
Wer einem anderen den Untergang bereitet, der muss wissen, dass auch für ihn Verderben bereitsteht.
Wer gut herrscht, muss einst gehorcht haben, und wer in Bescheidenheit gehorcht, erscheint würdig, selbst einmal zu befehlen.
Wer sich selbst liebt, hat keinen Rivalen.
Wie die Seele beschaffen ist, wird die Seele selbst nicht wissen.
Wie ist doch die Tugend nicht leicht! Wie schwer aber ist ihr ständiges Vorheucheln!
Zu welchen Dingen wir also am geeignetsten sind, denen werden wir uns am ehesten anstrengen.
Zum Reichtum führen viele Wege, und die meisten von ihnen sind schmutzig.
Angenehm sind die erledigten Arbeiten.
Anteilnehmende Freundschaft macht das Gl?ck strahlender und erleichtert das Ungl?ck.
Auch im Spielen ist bestimmtes Ma? einzuhalten, dass wir nicht allzu sehr alles preisgeben und, vom Vergn?gen erhoben, in irgendeine h?sslichkeit geraten.
Aus kleinem Anfang entspringen alle Dinge.
Blutsverbindungen aber verkn?pfen die Menschen durch Wohlwollen und Liebe. Etwas Gro?es n?mlich ist es, dieselben Erinnerungen an die Vorfahren zu haben, dieselben Heiligt?mer zu verehren, gemeinsame Gr?ber zu haben.
Darum hat niemand, der den Ruhm der Tapferkeit mit Hinterlist und Schlechtigkeit erreicht hat, Lob erlangt: Nichts kann ehrenvoll sein, was ohne Gerechtigkeit ist.
Das Band der Gesellschaft sind Vernunft und Sprache.
Das Ged?chtnis l?sst nach, wenn man es nicht ?bt.
Das Gesicht ist das Abbild des Hirns, die Augen sein Berichterstatter.
Das Greisenalter, das alle zu erreichen w?nschen, klagen alle an, wenn sie es erreicht haben.
Das h?chste Recht ist das h?chste Unrecht.
Das n?mlich ziemt sich f?r jeden am meisten, was seinem Wesen am meisten entspricht.
Das ?ffentliche Wohl soll das oberste Gesetz sein.
Dem Weisen allein also gelingt es, dass er nichts gegen seinen Willen tut.
Dem, der einmal einen Meineid geleistet hat, darf man, auch wenn er bei mehreren G?ttern schw?rt, nicht glauben.
Den sicheren Freund erkennt man in unsicherer Sache.
Den ungerechtesten Frieden finde ich immer noch besser als den gerechtesten Krieg.
Denken wir aber daran, dass auch gegen die Geringsten Gerechtigkeit zu wahren ist.
Denn es f?hrt zu nichts, der Natur zu widerstreiten, noch einer Sache nachzugehen, die du nicht erreichen kannst.
Denn nichts ist gro?z?gig, was nicht zugleich gerecht ist.
Denn nichts ist, wenn es erfunden wird, zugleich auch vollendet.
Denn niemand ist so alt, dass er nicht glaubte, noch ein Jahr leben zu k?nnen.
Denn was sich schickt, ist ehrenvoll, und was ehrenvoll ist, schickt sich.
Der Boden des Vaterlandes ist allen teuer.
Der Dummen voll ist alles.
Der eine bedarf der Z?gel, der andere der Sporen.
Der Ruhm folgt der Tugend gleichsam wie ein Schatten.
Der Schlaf ist ein Abbild des Todes.
Der Speise W?rze ist der Hunger.
Der Staatsdienst muss zum Nutzen derer gef?hrt werden, die ihm anvertraut sind, nicht zum Nutzen derer, denen er anvertraut ist.
Der Weiseste ist der, dem selbst einf?llt, was er braucht.
Die Autorit?t des Lehrers schadet oft denen, die lernen wollen.
Die Menschen verstehen nicht, welch gro?e Einnahmequelle in der Sparsamkeit liegt.
Die Miene zeigt den Charakter an.
Die Natur hat dem Menschen die Begierde eingepflanzt, die Wahrheit zu sehen.
Die Philosophie ist die Lehrmeisterin des Lebens.
Die Steuern sind die Nerven des Staates.
Die Unkenntnis zuk?nftiger ?bel ist besser als das Wissen darum.
Die Vernunft ist gleichsam Licht und Leuchte des Lebens.
Die Wissenschaft n?hrt die Jugend und erg?tzt das Alter.
Die Zeit fliegt dahin.
Die, die ihren eigenen Weg nicht kennen, zeigen anderen die Richtung.
Doppelt ist ?berhaupt die Art des Scherzens, die eine gemein, frech, ehrenr?hrig und unfl?tig, die andere erlesen, urban, geistreich und witzig.
Durch den eigenen Charakter bestimmt sich jedem das Schicksal.
Durch einen Sieg, nicht durch einen Pakt soll man den Frieden schaffen.
Ehre ist der Lohn der Tugend.
Ein Brief err?tet nicht.
Ein elender Tod kann einem Weisen nicht widerfahren.
Ein Krieg aber soll so unternommen werden, dass nichts anderes als der Friede gesucht scheint.
Ein kurzes Leben ist uns von der Natur gegeben.
Einem L?gner pflegen wir nicht einmal dann zu glauben, wenn er die Wahrheit spricht.
Einen sicheren Freund erkennt man in unsicherer Sache.
Es kann nicht in derselben Sache Nutzen und Schande zugleich liegen.
Es sind aber auch gewisse Pflichten gegen die zu wahren, von denen Unrecht zugef?gt wurde. Es gibt n?mlich ein Ma? im Sichr?chen und Strafen.
