Zitat von Otto Eduard Leopold Graf Bismarck


Je mächtiger die parlamentarischen Einflüsse auf das Staatsleben einwirken, desto notwendiger ist meines Erachtens eine straffe Disziplin im Beamtenstande.
Je stärker wir sind, desto unwahrscheinlicher ist der Krieg.
Jede neue Steuer hat etwas erstaunlich ungemütliches für denjenigen, der sie zahlen oder auch nur auslegen soll.
Meine Ehre steht in niemandes Hand als in meiner eigenen, und man kann mich damit nicht überhäufen.
Mit schlechten Gesetzen und guten Beamten lässt sich immer noch regieren. Bei schlechten Beamten aber helfen uns die besten Gesetze nichts.
Nie wird so viel gelogen wie nach der Jagd, im Krieg und vor Wahlen.
Offenheit verdient immer Anerkennung.
Politik ist die Kunst des Möglichen.
Preußen sind wir, Preußen wollen wir bleiben.
Rotwein von Bordeaux ist das natürliche Getränk des Norddeutschen.
Setzen wir Deutschland in den Sattel, reiten wird es schon können.
Verfallen wir nicht in den Fehler, bei jedem Andersmeinenden entweder an seinem Verstand oder an seinem guten Willen zu zweifeln.
Von Politik versteht nur der etwas, der jeweils die Möglichkeit hat, seine Vorstellungen von der zu machenden Politik zu realisieren, also der, der an der Macht ist.
Wehe dem Staatsmann, der sich in dieser Zeit nicht nach einem Grund zum Kriege umsieht, der auch nach dem Kriege noch stichhaltig ist.
Wer den Daumen auf dem Beutel hat, hat die Macht.
Wir Deutsche fürchten Gott, aber sonst nichts in der Welt!
Wir können durch Liebe und Wohl wollen leicht bestochen werden, vielleicht zu leicht, aber durch Drohungen ganz gewiss nicht.
Wir sind etwas freigebiger, wenn es auf Kosten der Gesamtheit geht, als wir aus unserer eigenen Kasse zu sein pflegen.
An Grunds?tzen h?lt man nur fest, solange sie nicht auf die Probe gestellt werden, geschieht das, so wirft man sie fort wie der Bauer die Pantoffeln und l?uft, wie einem die Beine nach der Natur gewachsen sind.
Bei schlechten Beamten helfen selbst die besten Gesetze nichts.
Das Ausl?ndische hat immer einen gewissen vornehmen Anstrich f?r uns.
Das Vertrauen ist eine zarte Pflanze. Ist es einmal zerst?rt, so kommt es so bald nicht wieder.
Der Branntwein ist das Getr?nk des ber?hmten armen Mannes.
Die B?rokratie aber ist krebsm??ig an Haupt und Gliedern, nur ihr Magen ist gesund.
Die Freiheit ist ein Luxus, den sich nicht jedermann gestatten kann.
Die Majorit?t hat viele Herzen, aber ein Herz hat sie nicht.
Die Politik ist keine Wissenschaft, wie viele der Herren Professoren sich einbilden, sondern eine Kunst.
Die Presse ist f?r mich Druckerschw?rze auf Papier.
Die Scheu vor der Verantwortung ist eine Krankheit unserer Zeit.
Die Treue des Herrschers erzeugt und erh?lt die Treue seiner Diener.
Die ?berzeugung einer Frau ist nicht so ver?nderlich, sie entsteht langsam, nicht leicht, entstand sie aber einmal, so ist sie weniger leicht zu ersch?ttern.
Ein bisschen Freundschaft ist mir mehr wert als die Bewunderung der ganzen Welt.
Ein braves Pferd stirbt in den Sielen.
Ein Friedensschluss erf?llt niemals alle W?nsche, wird niemals allen Berechtigungen gerecht.
Ein gro?er Staat regiert sich nicht nach Parteiansichten.
Es geh?rt zum deutschen Bed?rfnis, beim Biere von der Regierung schlecht zu reden.
Es gibt kaum ein Wort heutzutage, mit dem mehr Missbrauch getrieben wird als mit dem Wort "frei". Ich traue dem Wort nicht, aus dem Grunde, weil keiner die Freiheit f?r alle will, jeder will sie f?r sich.
Es gibt Zeiten, wo man liberal regieren muss, und Zeiten, wo man diktatorisch regieren muss, es wechselt alles, hier gibt es keine Ewigkeit.

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