Zitat von Francois Marie Arouet
In der einen Hälfte des Lebens opfern wir die Gesundheit, um Geld zu erwerben in der anderen opfern wir Geld, um die Gesundheit wieder zu erlangen. Und während dieser Zeit gehen Gesundheit und Leben von dannen.
In der einen Hälfte des Lebens opfern wir unsere Gesundheit, um Geld zu erwerben. In der anderen Hälfte opfern wir Geld, um die Gesundheit wiederzuerlangen.
In diesem entlegenen Fleckchen Erde waren die Sitten noch so rein wie die Luft ringsum.
In diesem Land ist es eine der wichtigsten Pflichten, seine ärgsten Feinde zu umarmen, ihr mögt sie bei der ersten besten Gelegenheit vergiften, doch bis dahin könnt ihr ihnen nicht genug Freundschaft entgegenbringen.
In einer irrsinnigen Welt vernünftig sein zu wollen ist schon wieder ein Irrsinn.
In jedem Land ernährt der Reiche den Armen, und das allein ist wiederum die Voraussetzung für jede Handelstätigkeit.
Ist es nicht so, dass die Menschen aus Gewohnheit abergläubisch und aus Instinkt Schurken sind?
Je öfter eine Dummheit wiederholt wird, desto mehr bekommt sie den Anschein der Klugheit.
Je reiner seine Gefühle wurden, umso glühender ward seine Liebe.
Je weniger Aberglaube, desto weniger Fanatismus, und je weniger Fanatismus, desto weniger Unheil.
Jede Sekte kommt mir vor wie ein Bund des Irrtums.
Jeden Tag lernen wir Dinge, von denen wir keine Ahnung hatten. Reisen bilden wirklich sehr.
Jeder ist Herr in seiner Welt.
Jeder Mensch kommt mit einer sehr großen Sehnsucht nach Herrschaft, Reichtum und Vergnügen sowie einem starken Hang zum Nichtstun auf die Welt.
Kann es denn zweierlei Religionen geben?
Lassen Sie sich gesagt sein, dass mein Mann der beste Freund ist, den ich auf der Welt habe, dass ich ihm alles opfern würde außer meinem Geliebten und, dass auch er alles für mich tun würde, nur nicht seine Geliebte aufgeben.
Leidenschaft und Rachsucht behalten sehr oft auch über den Eigennutz die Oberhand.
Lest, bildet euch! Allein die Lektüre entwickelt unseren Geist, das Gespräch verwirrt und das Spiel verengt ihn.
Leute von Geist bedürfen nur geringer Kunst, um Dummköpfe zu lenken.
Liebe tilgt jeden Eigennutz.
Lieber Gefahr laufen, einen Schuldigen freizusprechen, als einen Unschuldigen verurteilen.
Lügen ist nur dann ein Laster, wenn es Böses stiftet, dagegen eine sehr große Tugend, wenn dadurch Gutes bewirkt wird.
Man erstickt den Verstand der Kinder unter einem Ballast unnützer Kenntnisse.
Man findet immer genug Hände, die auf die Menge der Unglücklichen einschlagen, aber eine hilfreiche Hand trifft man nur wunderselten.
Man findet nur Bücher, in denen von Geist und Seele die Rede ist, aber die Verfasser haben weder das eine noch das andere.
Man kann ein Mann von außerordentlichen Verdiensten sein und sich doch über die Entstehung der Tiere und über die Struktur des Erdballs täuschen.
Man kann sich nicht einbilden, etwas zu sein, was man nicht ist, es sei denn, man wäre verrückt!
Man muss die Pfaffen kurz halten und in ihre Schranken weisen.
Man muss jeden nach seinen Werken entlohnen.
Man muss zugeben, dass Gott die Frauen nur erschaffen hat, um die Männer milde und zugänglich zu stimmen.
Man soll das, was man am wenigsten versteht, in der Sprache zitieren, die man am wenigsten beherrscht.
Man sollte sehr misstrauisch gegen Bücher sein.
Manchmal bin ich der Verzweiflung nahe, wenn ich bedenke, dass ich nach allen meinen Forschungen weder weiß, woher ich komme, noch was ich bin oder wohin ich gehe und was einmal aus mir wird.
Mehr denn je sehe ich ein, dass man niemals etwas nach seiner scheinbaren Größe bemessen darf!
Mein Beruf besteht darin, zu töten und getötet zu werden, damit verdiene ich mir meinen Lebensunterhalt, wem ich diene, ist mir dabei gleichgültig.
Mein Sohn, bedenk, dass es ohne Tugend kein Glück gibt.
Mich dünkt, die Vernunft wandere in kleinen Tagesreisen von Norden nach Süden zusammen mit ihren beiden besten Freundinnen, der Erfahrung und der Toleranz. Landwirtschaft und Handel begleiten sie.
misstraut im Leben stets den Testamenten und den Systemen!
Mit euren kleinen Augen sehr ihr auch bestimmte Sterne der fünfzigsten Größenordnung nicht mehr, die ich sehr deutlich erkenne, wollt ihr daraus schließen, diese Sterne existierten nicht?
Nichts Besseres könnte den Menschen geschehen, als von Philosophen beherrscht zu werden.
Nichts ist aber so verdrießlich, wie ruhmlos gehängt zu werden.
Nichts langweilt so wie außergewöhnliche Dinge, die alltäglich geworden sind. Allein Bedürfnisse, die immer wieder neu aufleben, können alle Tage Freude bereiten.
Niemand ist so glücklich wie der Philosoph, der in dem großen Buch zu lesen versteht, das Gott vor unseren Augen aufgeschlagen hat. Die Wahrheiten, die er dort entdeckt, sind sein Eigen.
Nur wer in allem Maß hält und sich Bewegung macht, fühlt sich wohl, und die Kunst, ausschweifend zu leben und dabei gesund zu bleiben, existiert ebenso wenig wie der Stein der Weisen, die Sterndeuterei und die Theologie der Magier.
Parlament gegen Kirche, Literaten gegen Literaten, Hofschranzen gegen Höflinge, Finanzleute gegen das Volk, Weiber gegen ihre Männer, Verwandte gegen ihre Angehörigen. Es ist ein ewig währender Krieg.
Platon träumte viel und seither haben die Menschen nicht weniger geträumt.
Reichtum verdirbt die Seele. So hat Gott also eurer Mutter die Gnade erwiesen, sie an den Bettelstab zu bringen. Umso besser für sie, nun ist sie sicher, das Seelenheil zu gewinnen.
Scharlatanen, die Dummköpfen ihre Drogen teuer verkaufen, glaube ich nichts.
Schlage deinen Nächsten tot! So lehrt uns das Naturrecht, und so macht man's auch, so weit die Erde reicht.
Schweigen ist ein Argument, das kaum zu widerlegen ist.
Seit mehr als tausend Jahren haben die Frauen das Recht, sich verbrennen zu lassen. Wer von uns könnte es wagen, ein solches Gesetz zu ändern, das die Zeit schon geheiligt hat? Gibt es denn etwas Ehrwürdigeres als einen alten Missbrauch?
Sie fragen, wie man zu solch einem großen Vermögen kommt? Man muss einfach Glück haben!
Sie irrten in der Stadt umher wie in einem weiten Labyrinth, in dem man sich nicht zurechtfinden kann.
Sie sehen, diese Hälfte der Erdkugel taugt nicht viel mehr als die andere.
Sie spürten, wie die Erde unter ihren Füßen erbebte. Gischtend und schäumend schwoll das Meer im Hafen an, und die Schiffe, die vor Anker lagen, zerschellten. Flammen und Aschenwirbel erfüllten die Straßen und Plätze.
So also sehen Ketzer aus? Ach, wie hat man uns doch getäuscht!
So viel ist sicher: Reisen tut immer gut.
Sobald man die Völker zu sehr drangsaliert, werden sie ihre Ketten zerbrechen.
Starke Seelen empfinden viel heftiger als gewöhnliche Menschen, wenn sie lieben.
Statt, dass man uns geloben lässt, keusch zu bleiben, sollte man uns lieber zwingen, es zu sein, und alle Mönche zu Eunuchen machen. Solange ein Vogel seine Federn hat, fliegt er.
Systeme sind wie Ratten, durch zwanzig Löcher können sie schlüpfen, aber da sind immer zwei oder drei, die sie nicht bewältigen.
Trotz allen Fortschritts des menschlichen Geistes wird immer noch sehr wenig gelesen.
Über Geschmack soll man nicht streiten.
Um zu sprechen, muss man denken, zumindest annäherungsweise.
Unbefriedigte Liebe wächst, wenn Liebende einander fern sein müssen, und keine Philosophie hilft dagegen.
Unsere Sitten sind zwar gefällig, aber nicht gut, wir sind höflich, dabei aber nicht einmal human.
Vergessen wir die Träume der großen Männer, und besinnen wir uns auf die Wahrheiten, die sie uns gelehrt haben.
Vermutlich hat Gott die Frau erschaffen, um den Mann kleinzukriegen.
Vielleicht hat der erhabene Weltenschöpfer es so eingerichtet, dass die großen Verbrechen, die auf einer Weltenkugel begangen werden, mitunter noch auf ebendieser Weltenkugel gesühnt werden.
Wahrhaftig, dieses Land ist noch besser als Westfalen, sagte Candide.
Wahrlich, die Eifersucht ist eine schreckliche Leidenschaft!
Wäre ich schlecht gewesen wie so viele andere, ich könnte heute so glücklich sein wie diese.
Was ist schon das menschliche Leben? O Tugend! Was hast du mir eingebracht?
Weiber wissen sich immer zu helfen.
Welch furchtbares Schicksal hat doch eine Auster, und was für Barbaren sind doch die Menschen!
Welche Schicksale haben doch die schwachen Sterblichen, die wie Blätter im Wind treiben!
Welcher feindliche Dämon der Natur hat aus den Höllenpfühlen Europas die Ungeheuer entfesselt, denen Indien preisgegeben ist!
Welches Vergnügen, sich für einen Taler selbst zu unterrichten und seinen Geist weiterzubilden, ohne aus dem Haus gehen zu müssen.
Wenn das die beste aller möglichen Welten ist, wie sehen dann die anderen aus?
Wenn du issest, gib auch den Hunden zu essen, selbst wenn sie dich beißen.
Wenn ihr glaubtet, glücklich zu sein, so wäret ihr es auch.
Wenn man aber irgendwo halbwegs gut aufgehoben ist, soll man da bleiben.
Wenn man die Mädchen nicht verheiratet, verheiraten sie sich selber.
Wenn man von einer schönen Frau geliebt wird, kommt man auf dieser Welt immer mit heiler Haut davon.
Wenn Sie einen Schweizer Bankier aus dem Fenster springen sehen, springen Sie hinterher.
Wer dem Verbrechen Nachsicht übt, wird sein Komplize.
Wer einen großen Verlust erleidet, empfindet große Trauer. Erstickt er sie, so nur, weil er bis in die Arme des Todes hoffärtig bleibt.
Wer nicht den Verstand seines Alters hat, der hat das ganze Unglück seines Alters.
Wer seine Wünsche zähmt, ist immer reich genug.
Wer seinem Lande treu dient, braucht keine Ahnen.
Wer uns dem Bösen aussetzt, ist der nicht Urheber des Bösen?
Wie große Feste doch enden!, und welche erstaunliche Leere bleibt in der Seele zurück, wenn der Trubel erst vorüber ist.
Wie ist es möglich, dass man in der Geschichte eines Volkes die Bartholomäusnacht und daneben die Fabeln von La Fontaine findet? Liegt es am Klima? Liegt es an den Gesetzen?
Wie kann man den Genuss von Greifenfleisch verbieten, wenn es diese Tiere gar nicht gibt?
Wie kommt es, dass so viele Menschen für so geringes Geld zu Verfolgern, zu Mitläufern und Henkern der anderen Werden können?
Wir armen Frauen brauchen die Führung eines Mannes.
Wir sind arm, aber mit Geschmack.
Wir verbringen unser ganzes Leben mit Hoffen, und hoffen noch, wenn wir sterben.
Wir verehren sie, wir lieben sie, doch glauben wir, sie mache sich wenig aus den Titeln, die man ihr hier auf Erden beilegt. Im Evangelium wird sie niemals »Mutter Gottes« genannt.
Wir wollen den Mut nicht sinken lassen. Vielleicht geht auch das bald vorüber.
Wir wollen in Frieden unser Leid tragen und weiter hoffen.
Wir wollen uns dessen aber nicht rühmen, dass wir die Ältesten sind, sondern darauf bedacht sein, stets die Gerechtesten zu sein.
Wird ein leidenschaftlich verliebtes Weib auch nur ein wenig entmutigt, so ist es todesmutig zum Äußersten entschlossen.
wisst ihr denn nicht, dass das Chaos der Vater allen Seins ist und Form und Materie der Welt ihren jetzigen Zustand gegeben hat?
Wo ist der gerechte und rächende Gott? Nein, bei Gott, es gibt keinen Gott!
Zu allen Zeiten, in allen Ländern und auf allen Gebieten des Lebens wuchert das Böse, und das Gute bleibt rar.
Zufall ist ein Wort ohne Sinn. Nichts kann ohne Ursache existieren.
Zwei Dinge bedeuten mir Leben: die Freiheit und die Frau, die ich liebe.
Zwei Unglückliche sind gleich zwei schwachen kleinen Bäumen, die einander stützen, um gegen das Unwetter besser gewappnet zu sein.
Zweifel ist keine angenehme Voraussetzung, aber Gewissheit ist eine absurde.
Zweimal geboren zu werden ist nicht wunderbarer als nur einmal.
Anscheinend haben Europ?er anstatt Blut laue Milch in den Adern.
Auch das Ungl?ck ist zu etwas n?tze.
Auf der ganzen Welt wird man nicht zur Ader gelassen, bekommt man kein Klistier verabreicht, ohne, dass man daf?r bezahlt oder, dass ein anderer es f?r einen tut.
Bedenkt, dass Fanatiker gef?hrlicher sind als Schurken. Einen Besessenen kann man niemals zur Vernunft bringen, einen Schurken wohl!
Beim Lesen guter B?cher w?chst die Seele empor.
Beispiele l?utern besser als Vorw?rfe.
Betet Gott an, seid gerecht und wohlt?tig, das hei?t Mensch sein.
Bis in die Heilkunde hinein herrscht die Mode!
Da ihr so gut Bescheid wisst ?ber das, was au?erhalb von euch selbst ist, kennt ihr zweifellos noch besser das, was in euch ist. Sagt mir doch, was eure Seele ist und wie ihr eure Ge danken und Vorstellungen bildet!
Da sehen Sie, das Verbrechen trifft bisweilen doch die verdiente Strafe.
Da sehen Sie, wie Menschen mit ihren Menschenbr?dern umgehen.
Das Geheimnis zu langweilen besteht darin, alles zu sagen.
Das Gl?ck ist nur ein Traum, und der Schmerz ist wirklich.
Das gro?e Geheimnis besteht darin, die Dinge mit Beredsamkeit darzulegen.
Das kleinste Kraut gen?gt, um die menschliche Intelligenz zu verwirren, und das ist so gewiss, dass es den vereinten Anstrengungen aller Menschen nicht gelingt, auch nur ein H?lnichen hervorzubringen, wenn der Keim dazu nicht im Erdboden liegt.
Das sind nur Spielereien mit Begriffen, rein gedankliche Phantasiegebilde. Die echte Geometrie ist die Kunst, die tats?chlich bestehenden Dinge zu messen.
Das Ungl?ck des Einzelnen ergibt das Gl?ck der Allgemeinheit, so dass es um das Gemeinwohl desto besser bestellt ist, je mehr Ungl?ck der Einzelne erleidet.
Das Ungl?ck verleiht gewisse Rechte.
Denn nichts ermuntert mehr zu tugendhaftem Handeln, als wenn eine Geliebte, deren Achtung man erringen will, Zeuge und Richter unseres Verhaltens ist.
Denn worum geht es eigentlich? Um das Gl?cklichsein. Was tut es dann, ob man klug oder dumm ist?
Der erste Monat der Ehe ist der Monat des Honigs und der zweite der Monat des Absinths.
Der Fortschritt von Fluss zu Ozean ist weniger schnell als der von Mensch zu Irrtum.
Der Handel hat seine Grenzen genau wie die Fruchtbarkeit des Bodens auch, sonst stiege die Wachstumsrate ins Unendliche.
Der Mensch kann aus sich selbst her aus weder Gef?hle noch Vorstellungen haben, er muss alles erst empfangen, Schmerz und Lust werden ihm, wie sein ganzes Sein, von au?en zuteil.
Der Mensch wird ohne Grunds?tze, aber mit der F?higkeit geboren, sie alle in sich aufzunehmen.
Der Offensivkrieg ist der Krieg eines Tyrannen, wer sich jedoch verteidigt, ist im Recht.
Der Papst stirbt, das Papsttum aber ist unsterblich.
Die Arbeit h?lt drei gro?e Laster fern: Langeweile, Laster und Not.
Die Arbeit h?lt drei schlimme ?bel von uns fern: Langeweile, Laster und Not.
Die Arroganz der Kleinen ist es, immer von sich, die der Gro?en, nie von sich zu reden.
Die B?sen sind immer ungl?cklich, sie sind dazu da, eine kleine Zahl von Gerechten, die auf der Erde verstreut leben, zu pr?fen, und es gibt kein ?bel, aus dem nicht auch Gutes erw?chse.
Die Ehrgeizigen und die Woll?stigen haben nur selten Zeit zu denken.
Die Erde wimmelt von Menschen, die nicht wert sind, dass man mit ihnen spricht.
Die Europ?er sagen, dieser Trank verleihe ihnen Geist. Wie soll das m?glich sein, da er ihnen doch den Verstand raubt?
Die Furcht soll die Menschen vom Verbrechen abhalten, doch Zwangsarbeit und lebensl?ngliche Schande schrecken mehr ab als der Galgen.
Die Galle macht j?hzornig und krank, doch ohne Galle k?nnte der Mensch nicht leben.
Die Germanen sind die Greise Europas, die V?lker Albions sind die Erwachsenen, die Bewohner Galliens aber sind die Kinder, und mit ihnen spiele ich gern.
Die h?chste Arroganz besteht darin, sie gar nicht zu zeigen.
Die Industrie muss gef?rdert werden, aber die bl?hende Industrie m?sste dann ihrerseits auch den Staat unterst?tzen.
Die k?hlsten K?pfe sind bei den gro?en Begebenheiten auch die erregtesten.
Die Leidenschaften sind die Winde, welche die Segel des Schiffes bl?hen: Manchmal bringen sie es zum Kentern, aber ohne sie k?nnte es nicht segeln.
Die Liebe ist der Stoff, den die Natur gewebt und die Phantasie bestickt hat.
Die M?dchen lernen leichter f?hlen als die M?nner denken.
Die Menschen sind doch dazu da, einander auszuhelfen.
Die Menschen urteilen ?ber alles und wissen nichts.
Die Musik, die man heutzutage macht, ist nur noch die Kunst, schwierige Tons?tze auszuf?hren, und was nur noch schwierig ist, kann auf die Dauer nicht gefallen.
Die Natur ist wie die Natur. Wozu nach Vergleichen f?r sie suchen?
Die n?tzlichsten B?cher sind die, die den Leser anregen, sie zu erg?nzen.
Die Stimme der Vernunft bringt die Menschen fast immer dazu, f?r ein paar Augenblicke in sich zu gehen.
Die Strafen m?ssen nach den Vergehen bemessen werden.
Die Tr?sterin Zeit!
Die Tugend wohnt im Herzen und sonst nirgends.
Die T?rken nennen die Syphilis »Christenseuche«, und das erh?ht noch die tiefe Verachtung, die sie f?r unseren Glauben hegen.
Die vornehmen Leute, und damit meine ich solche, die sehr reich sind, wissen alles, ohne irgend etwas gelernt zu haben, weil sie mit der Zeit ?ber alle Dinge urteilen k?nnen, die sie in Auftrag geben und bezahlen.
Die Vorsehung wird schon ihre Gr?nde haben, sie m?ge walten!
Die wahrhaft Weisen leben still und zur?ckgezogen.
Die Wahrheit leuchtet in ihrem eigenen Licht, und man erleuchtet die Geister nicht mit den Flammen der Scheiterhaufen.
Die Worte sind f?r die Gedanken, was das Gold f?r die Diamanten ist: n?tig, um sie zu fassen. Aber sie bed?rfen ihrer wenig.
Die Zeit heilt alle Wunden.
Diese Welt ist ein einziges gro?es Bedlam, wo Irre andere Irre in Ketten legen.
Dieses Leben ist ein fortgesetzter Kampf, und die Philosophie ist das einzige Heilpflaster, das man auf die Wunden legen kann, die man von allen Seiten empf?ngt: es heilt nicht, aber es lindert, und das ist viel.
Dieses Volk ist doch von Natur sanftm?tig! Wer mag es seinem Wesen so entfremdet haben? Es scherzt gern und veranstaltet dennoch Bartholom?usn?chte. Gelobt die Zeit, da es nur noch scherzen wird!
Dispute ?ber Metaphysik gleichen luftgef?llten Ballons, die sich die Streitenden gegenseitig zuwerfen. Die Blasen platzen, die Luft entweicht, und es bleibt nichts ?brig.
Dummk?pfe bewundern ja an einem beliebten Schriftsteller alles. Ich lese nur zu meinem eigenen Nutzen und Frommen, mir behagt nur, was mir bekommt und fruchtet.
Ein Augenblick der Geduld kann vor gro?em Unheil bewahren, ein Augenblick der Ungeduld ein ganzes Leben zerst?ren.
Ein ehrliches Spiel unter guten Freunden ist ein redlicher Zeitvertreib.
Ein guter Vater darf weder der Tyrann noch der Kuppler seines Sohnes sein.
Ein jeder versucht eben auf seine Weise, in der Welt vorw?rts zu kommen.
Ein langer Streit beweist, dass beide Seiten Unrecht haben.
Ein M?nch als M?nch taugt nur dazu, den Lebensunterhalt seiner Landsleute zu verzehren.
Ein wenig Wein, in Ma?en genossen, ist Medizin f?r Leib und Seele, denkt der Weise Memnon, und betrinkt sich.
Eine aufkeimende Leidenschaft, die unterdr?ckt wird, bricht eines Tages auf, eine erf?llte Liebe aber wei? sich zu verbergen.
Eine dumme, einf?ltige Frau ist ein Segen des Himmels.
Eine Frau, die auf Ehre h?lt, kann wohl einmal gesch?ndet werden, aber ihre Tugend festigt sich dabei.
Eine sparsame und flei?ige Frau wird einem Haushalt von gr??erem Nutzen sein als die Tochter eines Geldmannes, die f?r ?berfl?ssige Dinge mehr ausgibt, als sie ihrem Mann eingebracht hat.
Eine unterdr?ckte oder zur?ckgedr?ngte Leidenschaft bricht hervor, die befriedigte Liebe versteht, sich zu verbergen.
Eine weitere Ursache unserer Armut sind unsere neuen Bed?rfnisse.
Eines Tages wird alles gut sein, das ist unsere Hoffnung. Heute ist alles in Ordnung, das ist unsere Illusion.
Erst das Alter verh?rtet gew?hnlich das Herz der Minister.
Ertragen wir das Leben, das keine gro?e Angelegenheit ist. F?rchten wir den Tod nicht, er ist noch viel weniger.
Es gibt bestimmt was zu verdienen.
Es gibt hier Arten, seine Zeit zu vertun: Nichts zu tun, es ungenau zu tun, oder im falschen Augenblick zu tun.
Es gibt Insekten, die nur einen Tag leben, und doch existiert ihre Gattung immer und immer fort.
Es gibt kein Land auf Erden, in dem nicht die Liebe Verliebte zu Dichtern macht.
Es gibt keine unbestrittene Wahrheit.
Es gibt keine wahren Gen?sse ohne wahre Bed?rfnisse.
Es gibt keine Wirkung ohne Ursache.
Es gibt Wahrheiten, die nicht f?r alle Menschen und nicht f?r alle Zeiten gelten.
Es hat Verzweiflung oft die Schlachten schon gewonnen.
Es ist eine gro?e S?nde, fremdes Gut zu stehlen.
Es ist etwas Sch?nes, hinzuschreiben, was man denkt, das ist des Menschen Vorrecht.
Es ist klug und weise, an allem zu zweifeln.
Es ist komisch, dass kein Mensch mit Esprit ein Gl?ck m?chte, das auf Dummheit gegr?ndet ist, und doch ist es klar, dass man dabei einen guten Tausch machen w?rde.
Es ist mit den Menschen wie mit den niedrigsten Tieren: Alle k?nnen Schaden stiften.
Es steht mir nicht zu, die Gerechtigkeit Gottes und seine Gnade abzuw?gen.
