Zitat von Bettina Von Arnim
Ist das ganze Leben nicht Lieben? Und du suchst, was du lieben kannst? So lieb doch das Leben wieder, was dich durchdringt, was ewig mächtig dich an sich zieht, aus dem allein alle Seligkeit dir zuströmt.
Ja, die Wehmut ist der Spiegel des Glücks.
Kein seligerer Traum, kein beglückenderes Ereignis als Ruhe!, stille Ruhe im Dasein.
Liebe ist immerdar erstgeboren, sie ist ewig ein einziger Moment, Zeit ist ihr nichts, sie ist nicht in der Zeit, da sie ewig ist.
Mir scheint jede Wahrheit ein Zentrum zu sein, das wir nur umkreisen, nie berühren.
O wie tief, wie lieb wird das Leben, wenn sich die Schätze nach und nach sammeln, die man mit ins Grab nehmen will.
Offenbarung ist das einzige Bedürfnis des Geistes, denn das Höchste ist allemal das einzige Bedürfnis.
Schönheit erzeugt Begeisterung, aber Begeisterung für Schönheit ist die höchste Schönheit selbst.
Sehnsucht ist der Beweis, dass der Geist eine höhere Seligkeit sucht.
Sehnsucht und Ahnung liegen ineinander, eins treibt das andre hervor.
Selbstdenken ist der höchste Mut. Wer wagt, selbst zu denken, der wird auch selbst handeln.
Suche nur die Wahrheit in deinem Innern, so hast du den Vorteil, sie zu finden und dich zugleich in sie aufzulösen.
Und alle Kreatur lebt von der Liebe, vom Leben selbst.
Und glaub nur nicht, dass alle Menschen leben, die sind zwar lebendig, aber sie leben nicht.
Und im Glück, im Genuss wird der Mensch nicht wachsen, in dem will er immer stille stehen.
Und so ist Musik auch die Seele der Liebe, die auch in ihrem Wirken keine Rechenschaft gibt, denn sie ist .das Berühren des Göttlichen mit dem Menschlichen, und auf jeden Fall ist das Göttliche die Leidenschaft, die das Menschliche verzehrt.
Und wenn du mein Mann nicht wärest, wie sehr würde ich mich sehnen, eine Liebschaft mit dir anzufangen.
Und wo zwei ineinander übergehen, da hebt sich die Grenze des Endlichen zwischen ihnen auf. Aber soll ich klagen, wenn du mich nicht wiederliebst?, ist dies Feuer nicht in mir und wärmt mich?, und ist sie nicht allumfassende Seligkeit, diese Glut?
Unendlich schön ist Eros, und seine Schönheit durchleuchtet Psyche wie das Licht die Rose.
Wahre Liebe gibt den Geliebten sich selber.
Wahre Liebe hat immer Recht, selbst im Unrecht.
Was ist alle Politik gegen den Silberblick der Natur!
Was ist dein Glück, dein Seelenleben als Leidenschaft, und wie erhöht sich deines Wirkens Kraft, welche Offenbarungen tun sich auf in deiner Brust, von denen du vorher noch nicht geträumt hattest?
Weisheit der Liebe gibt alles, sie lenkt die Phantasie im Reich der Träume und schenkt der Lippe die süße Frucht, die ihren Durst löscht.
Weisheit ist wie ein Baum, der seine Äste durch das ganze Firmament verbreitet, die goldnen Früchte, die ihr Gezweig zieren, sind Sterne.
Wenn der Mensch nicht schon Seligkeit in sich hätte, könnte er nicht selig werden.
Wenn Geister einander berühren, das ist göttliche Elektrizität.
Wer liebt, lernt wissen, das Wissen lehrt Liebe.
Wer von selbst seinen Geist der Natur unterwirft, für den gibt es keinen Tod.
Wer wagt selbst zu denken, der wird auch selbst handeln.
Wer wollte leugnen, ., dass die Sterne uns regieren.
Wie begierig ist die Seele nach Wahrheit, wie durstet sie, wie trinkt sie!
Wie jeder Gedanke, jede Seele Melodie ist, so soll der Menschengeist durch sein allumfassend Harmonie werden Poesie Gottes.
Zu geistiger Offenbarung , gehört der Wille, den Geist zu entfalten.
Auch der sinnliche Schlaf soll so genossen werden, dass er ein geistiger Balsam ist.
Beim Namen rufen ist ein Zaubermittel, den Entfernten zur Erinnerung aufzuregen.
Blumen sind die Liebesgedanken der Natur
Das ganze Wirken der Natur ist nur ein Trieb, der Wahrheit nachzugehen.
Den Stern, der dem Einsamen jeden Abend leuchtet, den wird er nicht verraten.
Denken ist die Wege Gottes beschreiten durch Denken gelangt man zu Gott.
Der Geist muss so m?chtig werden, dass er den Tod des Leibes nicht empfindet.
Der Geist will sich verm?hlen mit dem Begriff: Ich will geliebt sein, oder ich will begriffen sein, das ist eins.
Der Himmel ist also nicht durch eine Kluft von uns getrennt, die wir durch den Tod ?berspringen, er f?ngt unmittelbar da an, wo wir uns nach ihm sehnen.
Der Irrtum der Kirchenv?ter, Gott sei die Weisheit, hat gar manchen Ansto? gegeben: denn Gott ist die Leidenschaft.
Der Mensch hat einen sinnlichen Leib angenommen, damit er in ihm zur Wahrheit komme, das Irdische ist da, damit sich in ihm das G?ttliche manifestiere.
Der Mensch ist Gottes Ebenbild, und darum ist er auch niemalen ganz in seiner Herrlichkeit zu verstehen, so wie es Gott nicht ist.
Der Mensch ist nicht ganz, es sei denn, er habe sein Liebstes und sehne sich dennoch danach.
Der Schl?ssel zum h?heren Leben ist die Liebe, denn sie bereitet vor zur Freiheit.
Die Ber?hrung zwischen Gott und der Seele ist Musik.
Die ganze Natur ist nur Symbol des Geistes, sie ist heilig, weil sie ihn ausspricht.
Die ganze Natur ist Sprache, die Blume ist ein Wort, ein Ausdruck, ein Seufzer ihrer vollen Brust!
Die Liebe ist ein 'inniges Ineinander sein, ich bin nicht von dir getrennt, wenn es wahr ist, dass ich liebe.
Die Liebe ist eine Metamorphose der Gottheit.
Die Liebe ist nur f?r den, der ganz in ihr ist.
Die Natur ist die Sprache der Liebe, die Liebe spricht zur Kindheit durch die Natur.
Die Natur ist kindlich, sie will verstanden sein, und das ist ihre Weisheit, dass sie solche Bilder malt, die der Spiegel unserer inneren Welt sind.
Die Sch?nheit ist Lebensnahrung der Seele.
Die Sehnsucht hat allemal Recht, aber der Mensch verkennt sie oft.
Ein Dasein im Geliebten haben ohne einen Standpunkt sinnlichen Bewusstseins, was kann m?chtiger uns von unserer geistigen Macht und Unendlichkeit ?berzeugen?
Ein jeder muss ein inneres Heiligtum haben, dem er schw?rt, und sich als Opfer in ihm unsterblich machen denn Unsterblichkeit muss das Ziel sein.
Es gibt Weh, dar?ber muss man verstummen.
